Tastaturanpassung für Android x86 4 RC2

[English version]In Teil 2 sind die Schritte zur Installation von Android x86 auf einem Eee PC 701 G (oder anderen Netbooks) beschrieben. Der Release Candidate 2 enthält erstmals eine deutsche Tastaturanpassung. Nachfolgend zeige ich, wie die Umstellung funktioniert. Bei der betreffenden Tastatur fehlt aber das @-Zeichen – so dass dieses nachgerüstet werden muss.


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Externe Tastatur auf Deutsch umstellen

Im ersten Schritt gilt es, das Tastaturlayout für die Tastatur des Eee PC (oder eines anderen Netbooks auf Deutsch umzustellen). Dies erfolgt über die App Einstellungen. Wählen Sie in der App-Seite Einstellungen in der linken Spalte Sprache & Eingabe.

Der Eintrag Sprache in der rechten Spalte ermöglicht die Anzeigesprache des Betriebssystems umzustellen (also deutsche Android-Oberfläche). Im ersten Augenblick ist man versucht, den Eintrag Android-Tastatur zu verwenden. Der Befehl öffnet das nachfolgend gezeigte Fenster.

Über den Befehl Eingabesprachen lässt sich dann auch tatsächlich die Eingabesprache “Deutsch QUERTY” wählen. Allerdings ändert sich nichts an der Tastaturbelegung, da die Eingabesprachen für die Android-Bildschirmtastatur gelten.

Wählen Sie vielmehr in der rechten Spalte den Eintrag Standard, um die Standardeingabemethode anzupassen. Im dann angezeigten Popup-Fenster lässt sich eine der beiden Einträge (LIME-HD oder Deutsche QUERTZ – Android Tastatur) markieren – ich verwendet die Deutsche QUERTY-Android-Tastatur.

Klicken Sie danach im Popup-Fenster auf den am unteren Rand sichtbaren Befehl Eingabemethoden konfigurieren, um zur nachfolgende gezeigten Seite zu gelangen.

Dort wählen Sie den letzten Punkt Physical keyboard layout an. In der Folgeseite ist dann die Sprache “German” zu wählen. Danach schließen Sie die Seiten. Wenn Sie dann eine App starten, die Tastatureingaben zulässt, sollten deutsche Umlaute abrufbar sowie die korrekte Belegung der Tasten Y und Z  gegeben sein.

Tastaturlayout patchen

Leider fehlte bei der auf deutsch umgestellten Tastatur die Möglichkeit, das @-Zeichen abzurufen. Die AltGR-Taste war ohne Funktion. Unter [5] gibt es den Hinweis, die folgenden Dateien auszutauschen:

/system/usr/idc/AT_Translated_Set_2_keyboard.idc
/system/usr/keychars/qwertz_de_DE.kcm
/system/usr/keylayout/qwertz_de_DE.kl

Dies war mir aber etwas zu aufwändig. Über einen Link in [5] gelangte ich zum Artikel unter [6], der zwar den gleichen Ansatz beschrieb. Gleichzeitig waren aber die Layoutdateien für die Tastatur beschrieben. Also habe ich mir überlegt, lieber das Tastaturlayout um das @-Zeichen zu erweitern. Das Layout in der .kcm-Datei ist unter [7] beschrieben.

Also kopierte ich mir mit dem File Manager des Dalvik Debug Monitor (DDMS) (siehe) die Datei:

/system/usr/keychars/Generic_de.kcm

auf einen Windows-Rechner und inspizierte den Inhalt. Bei der Taste Q fand sich folgender Inhalt:

key Q {
label: ‘Q’
base: ‘q’
shift, capslock: ‘Q’
ctrl, alt, meta: none

Die AltGR-Taste war also unbelegt. Nach den Erläuterungen unter [7] reicht es also, die letzte Zeile in der Tastenbelegung anzupassen:

key Q {
label: ‘Q’
base: ‘q’
shift, capslock: ‘Q’
ctrl, alt, meta: ‘@’

um das @-Zeichen bereitzustellen. Gesagt getan, musste ich ausprobieren. Aber wie ändert man die Generic_de.kcm eigentlich? Das Zurückkopieren über den File Manger des DDMS ist nicht möglich – das Verzeichnis system ist schreibgeschützt (obwohl ich dieses bei der Installation als re-writeable angegeben hatte).

Die Datei Generic_de.kcm anpassen

Möglicherweise kommt man mit einem installierten Busybox in der adb shell weiter. Ich habe aber (da es bereits nach 22:00 Uhr war) einen Tabula Rasa-Ansatz gewählt. Nachdem ein Puppy Linux-USB-Stick nicht richtig auf dem Eee PC funktionierte, musste Ubuntu her. Auf der Festplatte meines Windows Rechners liegen immer mehrere ISO-Datei. Also eine 3 GByte USB-Stick geschnappt, dann das Programms Unetbootin gestartet und die ISO von Ubuntu 12.04 auf den Stick schreiben lassen. Die Schritte entsprechen der Vorgehensweise, die in Teil 2 beschrieben ist.

Dann den Eee PC mittels des USB-Sticks mit Ubuntu als Live-System gebootet (über die ESC-Taste das BIOS-Bootmenü aufrufen und dann den Stick zum Booten auswählen). Beim Live-System gelangt man direkt zum Ubuntu-Desktop mit dem Unity-Launcher am linken Rand.

Dort habe ich den Eintrag Persönlicher Ordner in der linken Leiste angewählt, um das Ordnerfenster anzuzeigen. Unter Geräte (oder Devices) sollte nun ein Gerät “Android-x86” auftauchen, welches angeklickt wird. Mit diesem Kniff wird die SSD mit der Android-x86-Installation geladen (gemountet). Das Fenster kann nun mit der entsprechenden Schaltfläche in der linken oberen Fensterecke minimiert werden.

Jetzt gilt es, die Systemdateien mit root-Rechten bearbeiten zu können. Ich habe dazu einen einfachen Weg gewählt: Einfach in der linken Leiste des Dashboards die oberste Schaltfläche Dash-Startseite anklicken und dann im Suchfeld “terminal” eintippen.

Anschließend sollte sich im Dashboard das Symbol Terminal anwählen und damit das Terminalfenster öffnen lassen. Jetzt ist der Befehl:

sudo su

im Terminalfenster einzutippen und dann mittels der Eingabetaste abzuschließen.

Wenn alles klappt, sollte am Anfang der Zeile:

root@ubuntu:/home/ubuntu#

gemeldet werden. Tippen Sie nun den Befehl nautilus ein und drücken Sie die Eingabetaste. Mit dieser Anweisung wird eine Kopie des Ubuntu Dateimanagers nautilus mit root-Berechtigungen gestartet. Das Dialogfeld mit dem Hinweis, dass Nautilus im Ordner /root/ keine .config-Datei anlegen kann, schließen Sie über die OK-Schaltfläche.

Nun können Sie im Nautilus-Dateimanager zum Gerät “Android-x86” navigieren, dann den Ordner android-4.0.RC2 öffnen und im Anschluss auf das Verzeichnis system –> usr –> keycharc zugreifen. Die Ordner werden per Doppelklick angewählt.

Klicken Sie die Datei Generic_de.kcm mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü den Befehl Mit Texteditor öffnen. Oder Sie verwenden einen Doppelklick zum Öffnen der .kcm-Datei im Editor gedit. Bei meinem Test wurde die Textdatei nur per Doppelklick korrekt im Editor angezeigt.

Achtung: Im Fenster des Editors muss die Save- bzw. Speichern-Schaltfläche freigegeben sein. Ist die Schaltfläche ausgegraut, haben Sie das falsche Nautilus-Fenster zum Aufruf des Editors verwendet. Die Instanz besitzt keine root-Rechte und die Änderungen sind nicht speicherbar. In diesem Fall beenden Sie den Editor und den Nautilus und führen die obigen Schritte erneut aus.

Sobald der Editor die Datei Generic_de.kcm anzeigt, blättern Sie zur Definition der Taste Q und passen den Eintrag wie gezeigt an.

key Q {
label: ‘Q’
base: ‘q’
shift, capslock: ‘Q’
ctrl, alt, meta: ‘@’

Ich habe den Wert der letzten Zeile von “none” in “@” umgesetzt, so dass das At-Zeichen auf die Taste gelegt wird und per AltGR abrufbar ist.

Nach diesen Änderungen speichern Sie die Änderungen über die Schaltfläche in der Symbolleiste des Nautilus. Dann werfen Sie das Gerät “Android-x86” über das Symbol in der linken Leiste aus und fahren Ubuntu über die Menüschaltfläche (mit dem Zahnrädchen) in der rechten oberen Desktop-Ecke herunter.

Wenn Sie den Eee PC danach erneut mit Android starten, sollte nicht nur eine deutsche Tastaturbelegung vorhanden sein. Auch die Tastenkombination AltGR+Q funktioniert und liefert das @-Zeichen. Der obige Screenshot zeigt die Notes-App, in der diverse Zeichen abgerufen wurden.

Anmerkung: Bei meinem ersten Versuch klappte der Ansatz hervorragend. In einem zweiten Durchgang habe ich noch versucht, den Eintrag für die Taste E folgendermaßen anzupassen.

key E {
label: ‘E’
base: ‘e’
shift, capslock: ‘E’
alt: ‘\u0301
ctrl, alt, meta: ‘\u20ac

Eigentlich sollte dann das Euro-Zeichen freigeschaltet werden. Dabei scheint aber etwas falsch gelaufen zu sein. Denn anschließend ließ sich das Tastaturlayout nicht mehr umschalten. Ich habe die Änderung zurückgenommen und die Tastatur ließ sich wieder wie erwartet umstellen.

Falls es Probleme mit der Tastaturanpassung gibt, können Sie die obigen Ansätze verwenden, um die unter [5] beschriebenen Dateien in den Zielordner zu kopieren. Benennen Sie dann die Dateien in Generic_de.* um.

In Teil 4 skizziere ich, wie sich die Unterstützung von ARM-basierenden Android-Apps durch einen ARM-Emulator nachrüsten lässt.

Artikelreihe
i: Android x86: Angry Birds auf dem Eee PC 701G – Teil 1
ii: Android x86 4 RC2 dem Eee PC 701G installieren – Teil 2
iii: Tastaturanpassung für Android x86 4 RC2 – Teil 3
iv: ARM-Emulator für Android x86 4 RC2 installieren – Teil 4

Ähnliche Artikel:
a: Android-x86 ICS RC1 freigegeben
b: Android x86 ICS RC1 für Eee PC 701 und Netbooks
c: Android-x86 4.0 RC2 freigegeben
d: WeTab Tablet mit Android Ice Cream Sandwich I
e: Android x86 auf einer SD-Karte installieren
f: Testdrive: Android x86 3.2 RC2 auf Eee PC und Akoya Mini 1210

j: Android-Netbook im Eigenbau (Teil 1)
k: Android Live-System booten und installieren (Teil 2)
l: Tipps zum Eigenbau Android 2.2 (Teil 3)
m: Know How: Android WiFi-Debugging

Links:
1: Android-x86.org Projektseite
2: Android x 86 4RC2 Release Notes
3: Download-Seite
4: Keymaps-Belegung
5: Sprachdateien anpassen (alt)
6: keyboard map and layout files for Eee PC 1015PX
7: key character map file
8: Dateien mit root-Rechten in Nautilus bearbeiten


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Über Günter Born

IT-Autor, Blogger borncity.de
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20 Antworten auf Tastaturanpassung für Android x86 4 RC2

  1. TomP sagt:

    Habe ein Akoya E1210 mit Win8 und Ubuntu 12.04. Android-x86-4.0RC2 ist auf einer SD-Karte installiert. Nun kann ich den Hattrick mittels Ubuntu nicht durchführen, da ich in Nautilus im Ordner android-x86-4.0rc nur bis zum Image data.img, welches bei der Installation von Android auf der SD-Karte angelegt wird, komme, dieses aber nicht mounten kann. Bei aufgestartetem Android ist das Dateisystem ja nur read-only, so dass ich hier auch nicht weiterkomme. Es gab bei der Installation keine Möglichkeit dieses zu deaktivieren.

  2. Günter Born sagt:

    @TomP: Selbst, wenn Du das Dateisystem bei der Android-Installation als RW angegeben hättest (was ich beim Eee PC getan hatte), lässt sich unter Android nicht auf die Systempartition schreiben – ist mir zwischenzeitlich von anderer Seite bestätigt worden).

    Ich bin nicht so der Linux-Crack, aber hast Du mal im Terminal mit

    sudo su

    root-Rechte geholt und dann mit folgendem Befehl:

    mount -o loop,rw data.img /mnt/imgfil

    ein Mounten versucht? Das sollte die data.img unter /mnt/imgfil bereitstellen. Du musst natürlich die Pfadangaben auf deinem System anpassen.

    Siehe auch:

    1: https://help.ubuntu.com/community/ManageDiscImages
    2: https://help.ubuntu.com/community/MountIso
    3: http://android.stackexchange.com/questions/7851/restore-only-part-of-nandroid-image

    Update: Den oben skizzierten Ansatz kannst Du vergessen – ich hab’s mal auf die Schnelle an einer alten SD-Karte mit Android-x86 4.0 versucht. Die data.img enthält nicht die benötigten Dateien. Die stecken in der Datei system.sfs.

    Schau dir die Hinweise unter [4] an – da wird gezeigt, wie man das ggf. unter Ubuntu lösen und die system.sfs mounten kann. Allerdings ist das Ganze gemäß [5] schreibgeschützt. Verwende den Ansatz unter [5], um das Ganze zu entpacken, dann zu ändern. Möglicherweise kommst Du mit [7] aber eher weiter. Problem bei der ganzen Sache: Schaut so aus, als ob das “Zusammensetzen” kompliziert wird [6] – aber möglicherweise kann man mit [4] ja die geänderte system.img wieder in die system.sfs zurück kopieren. Hab da keine Zeit zum Testen. [Nachtrag: Unter [8] findet sich eine Anleitung, die beide Wege beschreibt und vielversprechend ausschaut.

    4: http://elinux.org/Android_x86
    5: http://code.google.com/p/android-x86/issues/detail?id=96
    6: https://gist.github.com/1579903
    7: http://www.gamefront.com/files/17019919/SFS_Extractor_v20_beta12.7z
    8: http://www.androidtablets.net/forum/viewpad-10/13564-gapps-viewpad-10-full-access-google-market.html

  3. Hallo, ich bin der Autor dieser Funktion und habe auch das deutsche Layout geschrieben. Dass das @ da fehlte, ist mir leider nicht aufgefallen, daher ist es sicherlich für viele hilfreich das hier zu lesen. Ich werde es auf jeden Fall auch im Quellcode korrigieren.

    Dass deine zweite Änderung nicht funktioniert, liegt daran, dass du die Belegung für “alt” zweimal definiert hast, lösche einfach die Zeile mit nur “alt”.

  4. TomP sagt:

    Vielen Dank für die Hilfe. Werde ich umgehend versuchen und das Ergebnis vermelden.

  5. Günter Born sagt:

    @Stefan: Danke für die Info – und großes Lob wg. deiner Mitarbeit in der Android x86-Community.

    Ich weiß jetzt nicht, wie tief Du in der Android-Geschichte drin bist. Ich habe gleich noch ein 2. Issue wegen der SD-Karten/USB-Stick Mount Problematik aufgemacht [1]. Bin da selbst nicht so tief drin – und habe auch zu wenig Zeit, da momentan Windows 8-Bücher geschrieben werden müssen. Falls dir da noch was zu einfällt, wäre ich für eine Rückmeldung dankbar. Würde ggf. eine Lösung im Blog dokumentieren.

    1: http://code.google.com/p/android-x86/issues/detail?id=928&thanks=928&ts=1342900302

  6. volker sagt:

    @günter
    ich habe die Umstellung (bei meiner android ics VM) vielleicht noch etwas vereinfacht:
    Zunächst Sprache und Tastatur noch nicht umschalten, d.h. In Englisch arbeiten! Mit ALT+F1 eine Shell in der Android – Maschine aufmachen. Dann mit „cd“ in das Verzeichnis /system/usr/keychars wechseln → die Datei Generic_de.kcm editieren → vi Generic_de.kcm. Man ist gleich im Edit – Modus. Umschalten auf Command – Modus mit ESC und :x; dann mit RETURN Änderungen in der Datei abspeichern. Man muss beachten, dass der „vi“ englische Tastatur erwartet! Also müssen : sowie ‘ und @ geeignet erzeugt werden. Anschließend Sprache und Tastatur, wie bei Dir beschrieben, umstellen und VM neu starten.

  7. TomP sagt:

    @Günter: Noch einmal vielen Dank! Das mit der Datei system.sfs hatte ich auch gerade rausgefunden und bin dann am Schreibschutz gescheitert. Aber dank deiner Tipps und Links werde ich mich weiterhangeln. Macht ja Spaß…

  8. Günter Born sagt:

    @TomP: OK, viel Erfolg – ich drücke die Daumen. Lasse mir eine Rückmeldung zukommen, wenn Du Erfolg hattest.

    Mit dem Spass verstehe ich – den habe ich momentan eher weniger, hangele ich mich doch gefrustet an 1.500 zu schreibenden Dokumentseiten zu Windows 8 entlang – würde auch lieber mit Android-x86 frickeln – bringt leider aber kein Geld. Und griechische Verhältnisse kann ich mir nicht leisten ;-).

    @volker: Danke für diesen Ansatz. Mit dem vi stehe ich persönlich auf dem Kriegsfuß – ich muss mir dann jedes Mal eine Beschreibung aus dem Internet anlesen und die Befehle merken. Aber ist natürlich die “schlankeste” Variante :-).

    Mich regt schon genug auf, dass bei Ubuntu 12.04 das alles verschlimmbessert wurde und keine Konsole aus dem Nautilus mehr aufgerufen werden kann. Irgendwie nervt die Windowfizierung dieser Linux-Distribution – aber gleich so spartanisch wie vi möchte ich es doch nicht haben ;-).

  9. TomP sagt:

    @ Günter: Hier jetzt meine Rückmeldung:

    Nachdem ich die SD-Karte unter Ubuntu als ext2 – ext3 funktioniert auch, war aber furchtbar langsam auf meiner SD-Karte- formatiert habe, ging alles wie von Dir beschrieben, inkl. ARM-Emulation. Das funktioniert aber nur, wenn ich die Karte vor der Installation unter Ubuntu formatiere, sonst ist sie, wie ja auch von Dir beschrieben, nicht bootbar. Hatte jetzt einen Systemordner, den ich bei der Installation beschreibbar machen konnte.

    Unter FAT32 bin ich noch nicht weiter gekommen mit dem erneuten Packen von System.img, das ja durch die arm-libs größer als vorher ist. Bin aber auf dieses Tool gestoßen, das ich demnächst ausprobieren werde:

    http://andwise.net/?p=403

    Ansonsten halte durch beim Schreiben, ich freue mich auf das fertige Buch. ;)

  10. Val sagt:

    @TomP: beim Ausprobieren der Tools vom Link http://andwise.net/?p=403 erhalte ich die FM Bad magic, wenn ich die system.sfs unsquashe.

    Komme allerdings aus der Win Welt. Die system.sfs kopiere ich auf einem Live-Ubuntu 12.04 (USB Stick; siehe Anleitung von Günter von ganz oben) über Nautilus von einer NTFS Partition.
    Kann beim Kopieren von NTFS die Datei “verändert” werden? Fehlerhaftes Kopieren?

    Danke für die ganz guten Infos zum Android-x86!

  11. Günter Born sagt:

    @Val: Kann schon gut sein, dass beim Kopieren da irgend etwas schief gelaufen ist. Ich habe den Eee PC direkt vom USB-Stick mit Ubuntu Live gebootet (ich hatte ja ein SSD-Install), so dass die Kopieroperation und das Entpacken der system.sfs überflüssig war. Vielleicht mal in dieser Richtung experimentieren.

    Kann da momentan nichts testen, da mich die Windows 8-Welt momentan ziemlich gefangen hält (1.500 Manuskriptseiten wollen schließlich geschrieben werden).

  12. Val sagt:

    @Günter: habe das regnerische Wochenendwetter genutzt und es bei mir am hp550 so gelöst:
    - nb mit Ubuntu 12.04 am USB Stick hochgefahren, SD Karte mit Android ICS eingesteckt;
    - system.sfs von Android nach z.B. home/ubuntu kopiert
    - unsquashsfs system.sfs
    - cd squashfs-root (da gibt es jetzt die eben neu entpackte system.img)
    - mkdir systemimg
    - mount system.img systemimg (diesmal rw :-)
    - edit der Datei Generic_de.kcm irgendwo unter systemimg, mit Speichern
    - mksquashfs systemimg system.sfs
    Fertig? Denkste! Der Clou:
    - copy & rename system.sfs -> system.img auf SD Karte
    Ein Boot von Android auf SD Karte mit system.sfs stürzt ab. Benennt man die system.sfs nach .img um, funzt es!
    Möchte man noch was ändern:
    - nb mit Ubuntu 12.04 am USB Stick hochgefahren, SD Karte mit Android ICS eingesteckt;
    - system.sfs von Android nach z.B. home/ubuntu kopiert
    - rename system.sfs *.img :-)
    - unsquashsfs system.img
    (- in squashfs-root gibt es jetzt, ohne mount, das /system dir tree)
    - edit der Datei Generic_de.kcm irgendwo unter /system, mit Speichern
    - mksquashfs squashfs-root system.sfs
    Wieder der Clou:
    - copy & rename system.sfs -> system.img auf SD Karte

    Sowohl der USB Stick (Ubuntu) als auch die SD Karte (Android) sind mit FAT32 unter XP formatiert.

    Viel Erfolg mit deiner redaktionellen Tätigkeit und herzlichen Dank für die sehr guten Hinweise hier!

  13. Günter Born sagt:

    @Val: Danke für die Infos – ich habe das regnerische Wochenende genutzt, um noch ein paar Blog-Beitrag (Simvalley SP-140, Windows 8) auf Halde zu schreiben – und Windows 8 auf ein paar alten Net- und Notebooks installiert. “Faszinierend”, würde Dr. Spock von der Enterprise jetzt sagen.

    Muss mir aber mal bei Gelegenheit deine Ausführung zu system.sfs zu Gemüte führen. Ideal wäre das, wenn bis dahin ein Build von Android 4.1 x86 vorliegt. Schönes Restwochenende.

  14. Val sagt:

    @Günter: “Beam me up, Scotty!” ;-)

    Würde gerne mehr in Richtung ICS mount /system rw forschen. Gibt es hier Erfahrungen mit dem Format der SD Karte als ext4?
    Wäre das ein möglicher Lösungsansatz?

  15. Günter Born sagt:

    @Val: Da kann ich bezüglich Erfahrungen nichts beitragen. Ich habe mir nur bei früheren – missglückten – Experimenten gemerkt, dass ausschließlich FAT32-formatierte SD-Karten und einer system.sfs zu vernünftigen Reaktionszeiten führte. Ein ext3-formatiertes Medium war irre langsam.

    Daher habe ich das Ganze recht fix aufgesteckt, zumal ich auf meinem Eee PC 701G problemlos die 4 GByte SSD für solche Experimente nutzen kann. Und auf dem WeTab habe ich Trick 17 genutzt: Einfach Android-x86 auf einer von MeeGo belegten Datenpartition installieren lassen. Da werden nur einige Ordner hinzugefügt, die MeeGo nicht stören. Damit habe ich den Krampf mit dem Wechselmedium nicht mehr. Für Experimente verwende ich gerne Virtualbox oder VMware Workstation, in deren Virtualisierungsumgebung ich Android auf einer virtuellen Disk installieren kann.

    Du kannst ja mal versuchen, die SD-Karte (oder einen USB-Stick – Aldi hat ab Donnerstag 32 GB für 12,99 Euro) mit ext4 zu formatieren – und danach Android-x86 vom Installer auf dieses Medium installieren lassen. Die Alternative: Schau dir mal Virtualbox als Virtualisierer an. Da kannst Du recht fix eine VM auf einer Windows-Partition einrichten. Zum Testen von Android und zum Forschen reicht das allemal.

    Viel Glück – und schreibe ggf. einen Kommentar mit deinen Erfahrungen

  16. Val sagt:

    @Günter: wurde gnadenlos daran erinnert, dass mein hp550 nicht von einer als ext3 formatierten SD Karte booten kann – also war da ersteinmal Sense. Aber auch so hätte ich mit der kriechenden Langsamkeit unter ext3 (bei der Installation) nicht leben können.
    Mehr zum Thema /system rw mount ist in einem deiner Links von oben zu finden:
    http://code.google.com/p/android-x86/issues/detail?id=96

    Habe hier einen genialen ICS Build gefunden:
    http://www.ceh-photo.de/blog/?p=531.
    Unterstützt die (korrekte) DE Tastatur und auch meinen bcm4312 wlan chip. Was (noch nicht) bei mir geht ist:
    1. das Finden der WLANs (Liste leer) und
    2. Installation verschiedener Apps (ghostcomm, su, wifiadb…) von google: “Gerät nicht unterstützt” Als Gerät ist aspire1000s eingetragen. Muss jetzt wohl in den Tiefen des init Skripts eintauchen…

    Mit VirtualBox hatte ich letzte Woche erste unbefriedigende Ergebnisse. Jetzt muss das Ding wohl wieder her ;-)

    Einen schönen Tag noch!

  17. Val sagt:

    Update: aktuelles Build (Android 4.0.4. RC2 Beta 4):
    http://www.ceh-photo.de/blog/?p=562
    Android-x86 ICS 4.0.4 for Acer1000 series – Beta 4 (Acer Aspire Timeline 1825, 1820, 1810, 1425, 1420, 1410 and compatible Packard Bell (Butterfly Touch …), Acer Aspire One and Samsung N145)

    Meine 2 Fehler wurden aber nicht besser…

  18. Hans sagt:

    Für alle, die den oben von Volker beschriebenen Weg gehen wollen, aber etwas genauere Erläuterungen brauchen. Alle einzugebenden Buchstabenfolgen markiere ich mit . Diese also nicht mit eingeben.

    * Mit ALT-F1 zur Linux-Konsole wechseln.
    * Dort mit dem folgenden Befehl den Texteditor starten: . (Danach die Returntaste = Entertaste nicht vergessen.) Weil die Linux-Konsole die US-Tastaturbelegung benutzt, muss man hier eigentlich Folgendes eingeben: . D.h., das versteckt sich unter und das unter .
    * Im Texteditor mit der Pfeiltaste nach unten gehen bis zur Zeile “ctrl, alt, meta: none” im Block hinter “key Q”. Dort mit der Pfeiltaste nach rechts gehen, bis der Cursor genau unter dem ersten Buchstaben von “none” steht.
    * Hier die beiden Buchstaben (change word) drücken. Jetzt sind wir im Editiermodus und können beliebigen Text eingeben, um das Wort “none” zu ersetzen. Wir geben ein, indem wir auf einer deutschen Tastatur drücken (also ein doppeltes Anführungszeichen zwischen zwei ä). Mit der ESC-Taste verlassen wir den Editiermodus.
    * Nachdem wir den Editiermodus verlassen haben, gehen wir mit (auf der deutschen Tastatur: großes ) in den Befehlsmodus, in dem wir in der untersten Bildschirmzeile eine Art Kommandozeile haben. Hier geben wir (write, quit) ein, gefolgt von der Returntaste.
    * An dieser Stelle sind wir wieder in der Linux-Kommandozeile. Sollte im Editor etwas schiefgegangen sein, können wir ihn jederzeit wieder verlassen, ohne abzuspeichern: ESC-Taste drücken, um ihn einen wohldefinierten Zustand zu kommen, danach (deutsche Tastatur: ) und die Returntaste. Danach den Editor ggf. wieder neu starten.
    * Mit Alt-F7 wieder in die normale Android-Umgebung wechseln.

  19. Hans sagt:

    (Zweiter Versuch. Alle Kleiner- und Größerzeichen und aller Text dazwischen wurden leider automatisch gelöscht.)

    Für alle, die den oben von Volker beschriebenen Weg gehen wollen, aber etwas genauere Erläuterungen brauchen. Alle einzugebenden Buchstabenfolgen markiere ich mit [ und ]. Diese also nicht mit eingeben.

    * Mit ALT-F1 zur Linux-Konsole wechseln.
    * Dort mit dem folgenden Befehl den Texteditor starten: [vi /system/user/keychars/Generic_de.kcm]. (Danach die Returntaste = Entertaste nicht vergessen.) Weil die Linux-Konsole IMMER die US-Tastaturbelegung benutzt, muss man hier eigentlich Folgendes eingeben: [vi -szstem-user-kezchars-Generic?de.kcm]. D.h., das [/] versteckt sich unter [-] und das [_] unter [?].
    * Im Texteditor mit der Pfeiltaste nach unten gehen bis zur Zeile “ctrl, alt, meta: none” im Block hinter “key Q”. Dort mit der Pfeiltaste nach rechts gehen, bis der Cursor genau unter dem ersten Buchstaben von “none” steht.
    * Hier die beiden Buchstaben [cw] (change word) drücken. Jetzt sind wir im Editiermodus und können beliebigen Text eingeben, um das Wort “none” zu ersetzen. Wir geben ['@'] ein, indem wir auf einer deutschen Tastatur [ä"ä] drücken (also ein doppeltes Anführungszeichen zwischen zwei ä). Mit der ESC-Taste verlassen wir den Editiermodus.
    * Nachdem wir den Editiermodus verlassen haben, gehen wir mit [:] (auf der deutschen Tastatur: großes [Ö]) in den Befehlsmodus, in dem wir in der untersten Bildschirmzeile eine Art Kommandozeile haben. Hier geben wir [wq] (write, quit) ein, gefolgt von der Returntaste.
    * An dieser Stelle sind wir wieder in der Linux-Kommandozeile. Sollte im Editor etwas schiefgegangen sein, können wir ihn jederzeit wieder verlassen, ohne abzuspeichern: ESC-Taste drücken, um ihn einen wohldefinierten Zustand zu kommen, danach [:w] (deutsche Tastatur: [Öw]) und die Returntaste. Danach den Editor ggf. wieder neu starten.
    * Mit Alt-F7 wieder in die normale Android-Umgebung wechseln und Rechner neu starten.

    Danach ist in der normalen Android-Umgebung die deutsche Tastaturbelegung repariert.

  20. Val sagt:

    @Hans: kann es sein, dass dein Weg nur unter VM funktioniert? Volker schrieb am Anfang was dazu.
    Falls ich nämlich mein nb mit Android boote, bekomme ich beim besten Willen kein rw auf sys. Also geht auch ein Speichern mit vi geht ins Leere…

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