Win 8-Backup: Paragon Festplattenmanager 12 – II

Im ersten Teil hatte ich die Sicherung des Systems mit dem an Windows 8 angepasste Paragon Festplattenmanager 12 beschrieben. In diesem Teil zeige ich noch, wie ein Boot-Datenträger erzeugt und ein Backup zurückgesichert wird.


Anzeige


Boot-Datenträger zum Rücksichern erstellen

Zum Zurücksichern eines Backups bei nicht mehr bootendem Windows 8 ermöglicht der Paragon Festplattenmanager das Erstellen eines Bootmedium. Wählen Sie im Menü Allgemein den Befehl Rettungs-Disk erstellen.

Der Rettungs-Disk Konfigurator ermöglicht in diesem Dialogfeld die Auswahl des Zielmediums (Flash-Speicher/USB oder CD/DVD).

In diesem Dialogfeld lässt sich das für das Rettungsmedium zu verwendende Image vorgeben.

Das Dialogfeld unterscheidet sich bei USB-Sticks/Flash-Medien (oben) und optischen Medien (unten). Bei optischen Medien lassen sich über die Option Erweitert eigene Ordner mit Tools zum Rettungsmedium hinzufügen – bei Flash-Speichern kann dieser Schritt auch manuell nachgeholt werden.


Werbung

Bei optischen Medien lässt sich als Ziellaufwerk ein Brenner oder ein ISO-Emularor (der eine ISO-Datei schreibt) wählen.

Über die Weiter-Schaltfläche wird zwischen den Dialogfeldern umgeschaltet. Anschließend erstellt der Rettungs-Disk Konfigurator das Rettungsmedium, was durch die nachfolgende Fortschrittsanzeige signalisiert wird.

Etwas blöd ist das Verhalten des Emulators beim Schreiben einer ISO-Datei. Es wird kein Zielpfad abgefragt. Ich musste eine Suche starten, bis ich die ISO-Datei im Unterverzeichnis ISO des Programmordners gefunden habe.

Rücksichern über den Boot-Datenträger

Das Standard-Rettungsmedium basiert auf einem Linux-Kernel, mit dem der Rechner booten kann. Sobald diese Seite erscheint, lässt sich ein Modus wählen – hier der Normalmodus zum Rücksichern des Backups.

In der nächsten Seite erwartet der Normalmodus die Auswahl des Disk-Symbols (bei mehreren Festplatten sinnvoll).

Doof ist nur, dass in meiner Testumgebung kein Mauszeiger sichtbar war. Ich habe die Harddisk daher mehr oder weniger im Blindflug durch Anklicken anwählen müssen. Alternativ kann man per Tastatur die Auswahl treffen (ich habe bei einem Versuch mehrere Funktionstasten betätigt und kam irgendwann zur Folgeseite).

Dort führt der Paragon Wiederherstellungsassistent den Benutzer durch die Schritte zur Auswahl des Backups und zum Wiederherstellen des Betriebssystems.

Ich habe es hier in einer Umgebung getestet, funktioniert ganz gut. Allerdings hatte ich bei einer Testinstallation die Situation, dass der Erststart sehr lange dauerte. Ich habe dann die Testmaschine ausgeschaltet und neu gestartet. Dann gab es anschließend Diskfehler, die aber bei einem automatischen Reparatur behoben wurden. Danach lief die Testinstallation. Mir fehlt die Zeit, um weitere Tests durchzuführen.

Abschließende Gedanken

Von den bisher getesteten ist die Windows 7-Sicherung bereits an Bord und wird von mir bevorzugt eingesetzt. Allerdings ist die Funktion recht unflexibel und manche Leute laufen in arge Fehler. Von den Drittherstellerlösungen finde ich Acronis True Image 2013 von der Bedienung her am handlichsten. Allerdings wird viele Leute der Umstand stören, dass einige Acronis-Treiber und Fremddienste im System verankert werden. Es gibt immer wieder Hinweise, dass dies zu Problemen führen kann (der Acronis-Filtertreiber bildet das Dateisystem als Container ab).

Bei O&O DiskImage 7 Professional stört mich, dass der Backup-Vorgang irre langsam abläuft. Ist aber auch bei anderen Tools nicht wirklich wesentlich schneller. Subjektiv hatte ich den Eindruck, dass die Windows 7-Sicherung am smoothesten abläuft.

Beim Paragon Festplattenmanager 12 gefällt mir, dass dieser weitere Funktionen wie Partitionierung oder P2V-Umsetzung für virtuelle Maschinen mit an Bord hat. Daher ist dieses Tool bei mir standardmäßig installiert (auch wenn das Tool ebenfalls eigene Treiber installiert).

Damit möchte ich die Artikelreihe mit der Vorstellung von Backup-Lösungen für Windows 8 vorerst abschließen. Zwei Lösungen (DriveSnapshot und Easeus Backup & Recovery) werde ich bei Gelegenheit ansehen und vorstellen. DriveSnapshot hat den Vorteil, dass es als portable Version auch aus Windows RE gestartet werden können soll – allerdings ist das Tool erst für Windows 7 freigegeben.

Backup-Lösungen für Windows 8
a1: Windows 8-Backup: Mit Bordmitteln – Teil 1
a2: Windows 8-Backup: Acronis True Image 2013 – Teil 2
a3: Windows 8-Backup: O&O DiskImage 7 Professional – Teil 3
a4: Windows 8-Backup: Paragon Festplattenmanager 12 – Teil 4
a4-1: Windows 8-Backup: Paragon Festplattenmanager 12 – Teil 4 II

Ähnliche Artikel:
1: Windows-Backup Fehlerdiagnosen
2: I Windows PE: Reparaturdatenträger erstellen
3: Windows PE 4.0: Diese Programme laufen
4: III: Wiederherstellungslaufwerk mit Win RE erstellen
5: Windows 8 Pro-Upgrade: Black Screen-Troubleshooter
6: Paragon Festplatten Manager 12 für Windows 8


Werbung – meine Windows 8 Titel –

 


Werbung


Dieser Beitrag wurde unter Backup, Windows 7, Windows 8, Windows Vista abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Win 8-Backup: Paragon Festplattenmanager 12 – II

  1. Hallo Herr Born,

    bei dem Bild mit dem Auswahlmodus, der Normalmodus ist unterlegt, wird die Maus auf dem Bildschirm sichtbar. Leider reagiert sie, trotz mehmaliger Versuche, bei mir weder auf eine Funk-, USB- oder Kabelmaus mit grünem Stecker. Ohne eine Wiederherstellung vornehmen zukönnen, muß ich den PC dann mit dem Schalter zwangsausschalten. Können Sie mir bitte einen Tip geben, ich weiß mir keinen Rat mehr.
    Danke……….Jürgen Wischeropp

  2. Günter Born sagt:

    Kann ich wenig zu sagen – mal Pargon kontaktieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.