Das iPad als Chromecast-Empfänger – einfach Knorke!

[English]Mit Chromecast hat Google ja eine “Hit of Interest” gelandet, verwandelt der HDMI-Stick doch jeden Fernseher zu einem Smart-TV, auf den man aus Android YouTube-Videos oder andere Inhalte drahtlos streamen kann. Aber stell dir vor, Du braucht keinen Chromecast HDMI-Stick, sondern kannst dein iPad als Chromecast-Empfänger verwenden. Die iOS-App rPlay macht’s möglich.


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Über Chromecast, den HDMI-Stick von Google, der ein TV-Gerät oder einen Flachbildschirm in ein Smart-TV verwandelt, hatte ich hier ja schon geschrieben. Da der Stick offiziell in Deutschland noch nicht erhältlich ist, haben sich einige Entwickler daran gesetzt, Chromecast-Emulatoren zu erstellen. Mit Nodecast von Sebastian Mauer habe ich mich in dieser Artikelreihe ausgiebig befasst. Und auch die Cheapcast-Android-App von Sebastian Mauer ist hier im Blog behandelt worden. In diesem Blogbeitrag hatte ich zudem erwähnt, dass mein alter Bekannter, Huihong Luo, Mastermind hinter vielen VMLite-Entwicklungen wie VMLite XP Mode oder auch VBoot, momentan etwas in Sachen Chromecast am Köcheln habe. Mit rPlay hat er einen Chromecast-Port für das Raspberry Pi entwickelt. Er hatte meinen Blog-Beitrag Anfang August gelesen und mir spontan mitgeteilt, dass er auch an einer App für iOS arbeite. Sonntag abend erhielt ich eine E-Mail von ihm, dass die App im iTunes Store verfügbar sei – und ich könne die antesten. Ließ ich mir nicht zwei Mal sagen.

rPlay: Verwandelt das iPad in einen Chromecast-Empfänger

Die Sache ist recht einfach: die iOS-App rPlay gibt es für iPhone und iPad kostenlos im iTunes Store. Für das iPhone mit dem Briefmarken-Display wohl weniger sinnvoll, aber ein iPad eignet sich schon für die Wiedergabe von YouTube-Videos von einem Android-Smartphone. Also die rPlay-App auf das iPad herunterladen und starten.

Sobald das obige Fenster auf dem iPad erscheint, ist die Schaltfläche Start rPlay zu betätigen, um den Emulator zu starten. Dann sollte folgende rPlay-Statusmeldung auf dem Display erscheinen.

 

Der Chromecast-Emulator rPlay ist nun auf dem iPad empfangsbereit und Sie können ein Android-Gerät zum Chromecasten einsetzen. Ich habe ein simvalley SP-140 Android-Smartphone mit der YouTube-App zum Testen verwendet. Hier ist das YouTube-Fenster unter Android bei der Wiedergabe zu sehen. Wird der Touchscreen berührt, lässt sich die Chromecast-Schaltfläche (zweite von rechts) in der oberen rechten Ecke auswählen.

Solange nur ein Chromecast-Empfänger im Netzwerk vorhanden ist (meine Geräte waren in ein WLAN eingebucht), beginnt die YouTube-App direkt mit dem Streamen. Auf dem iPad erscheint dann das YouTube-Fenster mit der Wiedergabe des Videos.  

Wird das Display des iPad berührt, finden Sie die Schaltflächen zur Wiedergabesteuerung des Players, können das Video also anhalten und wieder fortsetzen. Um die Wiedergabe am Android-Gerät wieder auf das lokale Display zu schalten, berühren Sie die Chromecast-Schaltfläche auf dem Display.


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Das obige Foto zeigt das simvalley SP-140 mit der Chromecast-Schaltfläche im Vordergrund, sowie das iPad 1 mit den gestreamten Video im Hintergrund (links ist übrigens noch ein Teil des WeTab Tablet PC mit Windows 8.1 RTM sichtbar).

Die App läuft vor allem noch unter iOS 5.x, was mich schon mal begeisterte. In einem ersten Test hat das Streamen der App sofort geklappt. Ich hatte zwar einige Male den Hinweis, dass das Streamen ungewöhnlich lange dauere, auf dem Android-Display. Aber das Video wurde auf dem iPad wiedergegeben. Wer also ein iOS-Gerät besitzt und mit Chromecast-Emulatoren experimentieren mag, sollte auf jeden Fall einen Blick auf rPlay von VMLite werfen. Das hat Huihong Luo mal wieder Klasse hinbekommen – bin schon gespannt, wann die App für Android kommt. Denn dann kann ich die App auf einem TVPeCee Android HDMI-Stick (der in obigen Foto am rechten unteren Rand zu erkennen ist) installieren lassen, so dass diese wie ein Chromecast-Stick funktioniert. Die Android-App Cheapcast bereitet hier durchaus noch einige Probleme.

Ähnliche Artikel:
a1: Chromecast: HDMI-Streaming-Stick vorgestellt
a2: Meine 2 Cents/Gedanken zu Google Chromecast …
a3: Kann Google Chromcast vielleicht Miracast?
a4: Chromecast im Teardown

b1: Chromecast-Emulatoren als Testumgebung – Teil 1
b2: Nodecast: Chromecast-Emulator how to – Teil 2
b3: Nodecast: Chromecast-Emulator im Hands on – Teil 3
b4: Android Chromecast-Emulator als Beta verfügbar–Teil 4
b5: Chromecast: Update für Cheapcast mit Problemen
b6: Cheapcast: Android Chromecast-Emulator als Beta verfügbar–Teil 4
b7: Chromecast: Update für Cheapcast mit Problemen

c1: AirCast: Android-App zum Streamen auf Chromecast

d1: DLNA im hands-on-Experiment
d2: Den Fernseher per inakustik-Stick mit DLNA nachrüsten
d3: DLNA-Streaming in Windows
d4: DLNA-Streaming unter Android
d5: DLNA unter iOS nutzen
d6: Dein Android Gerät als DLNA-Server
d7: Simvalley SP-140 mit dem Windows Media Player synchronisieren
d8: Miracast bei Windows 8.1
d9: TVPeCee MMS-894.mira: Miracast mit dem HDMI-Stick


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3 Kommentare zu Das iPad als Chromecast-Empfänger – einfach Knorke!

  1. Pingback: Your iPad as Chromecast receiver | Born's Tech and Windows World

  2. Alexander sagt:

    Guten Tag
    Mit großem Interesse habe ich ihren Blog gelesen und wollte sie fragen, ob sie mir evtl. bei einer technischen Frage helfen können, oder eine gute Idee haben.
    Ich würde gern den Inhalt meines 2. Monitors auf einen Tablet PC (Android oder iOS) Streamen. Ich brauche nur das Bild, nicht den Ton. Bisher bin ich bisher nicht zu einer befriedigenden Lösung gekommen.
    Dank dem Chrome Browser ist es ja theoretisch möglich, den Inhalt des Desktops dank rPlay an ein iOS Gerät zu senden, aber auch das war ohne bisherigen Erfolg.
    Über eine Tip von ihnen würde ich mich sehr freuen,
    MFG
    Alexander Clemenz

    • Günter Born sagt:

      Ad hoc fällt mir nichts ein. Es gibt aber wohl Software, die so was können will. Die Suchanfrage ‘indows+tablet+as+second+monitor’ sollte Treffer liefern.

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