Miracast bei Windows 8.1 – Teil 3

Nachdem ich in Teil 1 mich mit einigen Grundzügen zu Miracast in Verbindung mit Windows 8.1 (Preview) befasst hatte, bin ich in Teil 2 auf einige Randbedingungen eingegangen. Wer das Glück hat, im Besitz einer geeigneten Hardware zu sein, kann Miracast unter Windows 8.1 nutzen. Was aber, wenn es nicht auf Anhieb klappt? In Teil 3 möchte ich noch ein wenig in die Niederungen einsteigen, genauer beleuchten, was die Hardware können muss, und ein allgemeines Fazit ziehen.


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Dreh- und Angelpunkt des Ganzen ist: Unterstützt die Hardware und vor allem deren Treiber Miracast? Bei Hardware, die nicht für Miracast spezifiziert ist, kann man verschiedene Prüfungen durchführen.

Wie teste ich die NDIS 6.3-Kompatibilität?

Erste Anlaufstelle ist die Frage, ob das Windows 8.1-Gerät von seinem WiFi-Adapter überhaupt NDIS 6.3 unterstützt. Die entsprechenden Informationen finden sich in einem Artikel bei within windows von Rafael Rivera– der nach wie vor Gültigkeit hat. Um zu prüfen, ob der WiFi-Adapter NDIS 6.3 kann, lässt sich folgender Ansatz verwenden.

1. Öffnet ein Ordnerfenster, und wählt das Windows-Laufwerk oder einen Ordner im linken Navigationsbereich.

PowerShell_thumb2

2. Wählt die Registerkarte Datei und im aufgeklappten Menü die Befehle Windows PowerShell öffnen/Windows PowerShell als Adminitrator öffnen.

3. Bestätigt die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung und gebt anschließend im PowerShell-Konsolenfenster den nachfolgenden Befehl ein.

Der nachfolgende Befehl ist in einer Zeile einzutragen und mittels der Eingabetaste abzuschließen.

Get-NetAdapter | Select Name, NdisVersion

Wenn der Befehl korrekt eingegeben wurde, sollte im Fenster der PowerShell-Konsole nach einiger Zeit die NDIS-Version des Drahtlosadapters angezeigt werden.

PowerShell1_thumb1


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Im konkreten Fall habe ich die Abfrage auf meinem WeTab Tablet PC durchgeführt, der mit NDIS 6.3-fähigen Netzwerktreibern bestätigt wird. Das Gerät ist also funktechnisch für Miracast vorbereitet. Ob der Treiber es Miracast-mäßig macht, hängt dann von dessen Implementierung ab (da scheint momentan ziemlich viel schief zu laufen, wenn ich mir die Ausführungen zum Surface Pro in Teil 2 so anschaue).


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Taugt meine Grafikkarte für Miracast?

Nächster springender Punkt ist die Frage, wird meine Grafikkarte mit einem WDDM 1.3-Treiber unterstützt und kann dieser Miracast. Der erste Test wäre, den Geräte-Manager aufzurufen (z.B. Windows+x als Tastenkombination drücken und dann im Schnellzugriffmenü den Geräte-Manager anwählen – klappt aber nur unter Administratorkonto). Im Geräte-Manager schaut man sich den Grafikadapter und dessen Treiberdaten an.

WDDM_thumb2

Im konkreten Fall ist da schon “Ende der Fahnenstange”, denn Intel stellt für den 3150-Grafikchip nur einen WDDM 1.0-Treiber bereit. Bei HD 3000/4000 Grafik-Chips könnte da WDDM 1.3 gemeldet werden – notfalls die Treibereigenschaften per Doppelklick abrufen.

Ein Test auf die Miracast-Fähigkeit lässt sich anschließend mit dem Programm dxdiag durchführen. Hierzu drückt man die Tastenkombination Windows+R und gibt im Dialogfeld Ausführen den Befehl dxdiag ein. Nach dem Bestätigen der OK-Schaltfläche wird die Abfrage, ob die Überprüfung der Treiber auf digitale Signatur gewünscht wird, bestätigt.

dxdiag_thumb1

Auf der Registerkarte Anzeige findet sich die Information, welche Version des WDDM-Treibermodells unterstützt wird. Ihr könnt die Schaltfläche Alle Informationen speichern im Fußbereich der Registerkarte anwählen und einen Report in eine Textdatei speichern lassen. Dann lässt sich nach “Miracast” suchen und es sollte ein Hinweis erscheinen, wenn der Grafikchip samt WDDM 1.3-Treiber Miracast beherrscht. In obigem Screenshot ist das wegen des WDDM 1.0-Treibers leider nicht der Fall – und so sieht die Statusanzeige im Windows-Editor (folgender Screenshot) bei mir auch recht ernüchternd aus.

Miracast antesten

Sofern alle Miracast-Anforderungen vom Gerät erfüllt werden, kann man einen Test durchführen. Als erstes muss der Miracast-Empfänger unter Windows 8.1 bekannt sein.

1. Stellen Sie sicher, dass der Miracast-Empfänger im Broadcast-Modus nach anderen Geräten sucht. In diesem Artikel [a5] muss ich z.B. eine Android-App auf dem Empfänger starten – bei anderen Empfängern muss der Miracast-Modus per Schalter aktiviert werden.

2. Blenden Sie in Windows 8.1 die Charms-Leiste am rechten Rand ein, wählen Sie den Eintrag Einstellungen und dann den Hyperlink PC-Einstellungen ändern.

3. Auf der Seite PC-Einstellungen wählen Sie PC und Geräte und in der Unterkategorie Geräte.

Miracast01_thumb1

Anmerkung: In den in Teil 2 verlinkten Artikeln hier und hier kann man bei einer funktionierenden Miracast-Umgebung auch die Charms-Leiste einblenden, das Symbol Geräte und in der Seitenleiste den Eintrag Projizieren wählen. Dann sollte ein Link Drahtlose Anzeige hinzufügen anwählbar sein. Dann gelangt man direkt zur obigen Seite “Geräte hinzufügen”.

4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Gerät hinzufügen und warten Sie, bis das Miracast-Gerät gefunden wurde.

Miracast03_thumb1

Sobald der Empfänger auftaucht, wählen Sie diesen an und lassen diesen zur Geräteliste hinzufügen.

Miracast02_thumb1

Je nach Empfänger muss die Kopplung noch bestätigt werden. Bei einigen Geräten muss dazu ein auf dem Miracast-Empfänger-Display angezeigter Kopplungscode unter Windows 8.1 eingetippt werden.

Im Anschluss sollte eine Gerätekopplung vorliegen. Bei Windows 8.1 Preview wurde ich allerdings mit diesem Hinweis abgespeist.

Miracast04_thumb1

Und in Windows 8.1 RTM bzw. GA wird mir kein Empfänger mehr angezeigt. Irgend etwas  hat Microsoft also verändert und meine diesbezüglich Anfrage als MVP an Microsoft nach Details verlief leider bisher im Sande. Die Erklärung könnte in Teil 2 zu finden sein.


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Wenn die Kopplung klappt

Aber möglicherweise habt ihr mehr Glück und die Miracast-Kopplung klappt bei euch. Dann geht ihr folgendermaßen vor.

1. Blendet die Charms-Leiste am rechten Seitenrand ein und geht auf das Symbol Geräte.

Miracast05_thumb2

2. In der Seitenleiste Geräte wählt ihr den Befehl Projizieren an (obiger Screenshot, mittlere Spalte).

3. Dann sollte in der Seitenleiste Projizieren der Miracast-Empfänger als Gerät auftauchen und anwählbar sein (siehe auch hier).

In obigem Screenshot ist dies nicht der Fall, da dort die Miracast-Kopplung ja fehlt schlug. Sobald der Miracast-Empfänger ausgewählt wurde, müsste die Bildschirmdarstellung auf dem betreffenden Gerät gespiegelt werden. Um den Screen wieder auf den lokalen Bildschirm zu legen, führen Sie die obigen Schritte erneut aus, wählen dann aber in der Seitenleiste Projizieren den Eintrag Nur PC-Bildschirm.

Abschließende Gedanken

So wie es ausschaut, ist das Surface Pro 2 ab Werk Miracast-fähig – das Surface Pro kann durch ein Treiber-Upgrade entsprechend ertüchtigt werden. Weitere Geräte sind in diesem Artikel bei within windows genannt. Notebooks, die mit Intel iCore-CPUs ausgestattet und aus Wi-Fi Direct-fähig ausgewiesen sind, haben die besten Chancen, einen Miracast-Empfänger zu verstehen.

Bleibt die Frage: Habt ihr bei euch Miracast-fähige Windows 8.1-Hardware, die es tut? Würde mich interessieren, nennt einfach in den Kommentaren die Gerätekombinationen, die funktionieren und ob es ggf. Probleme gibt. Das hilft eventuell anderen Nutzern. Vielleicht fordere ich mir von Microsoft ein Surface Pro zum Testen an (mit dem in Teil 2 beschriebenen Treiberkniff lässt sich da ja was drehen). Möglicherweise kann ich über Medion auch noch was an Teststellungen bekommen (da dümpelt aber seit Wochen eine offene Anfrage, da die Hardware möglicherweise noch nicht so weit ist).

Unter dem Strich: Persönlich bin ich von Miracast schon ein Stück weit enttäuscht – und ich finde es befremdlich, wie Microsoft die Implementierung vorgesehen hat. Es mag vielleicht technische Gründe dafür geben. Aber wenn die Gerätehersteller die notwendigen Treiber nicht bereitstellen, stehe ich als Kunde im Regen.

Was mich auch zweifeln lässt: Da wird hochtrabend eine “hergestellerübergreifende” und “zertifizierte” Lösung von einer Wi-Fi Allicance spezifiziert, weil es DLNA ja ‘nicht so richtig tut’. Aber das, was man sich da so zusammen spezifiziert hat, trifft momentan die Praxis in keinster Weise. Viele Kunden mit halbwegs aktueller Hardware bleiben trotzdem im Regen stehen. Als Kontrast: Hier kann ich zu uralter Android- und Windows-Hardware greifen und habe binnen Sekunden eine Drahtlos-Streaming-Lösung per DLNA aufgesetzt. Auch bei AirPlay scheint Apple das deutlich bessere Händchen gehabt zu haben. AirPlay mit einem iPad 1 funktioniert (zumindest bei Fotos) problemlos mit meiner Android-Umgebung (AirPlay-Empfänger als App). Auch das in meinen Augen verunglückte Chromecast kommt mit einfacherer Hardware aus.

Aus diesem Ansatz heraus würde ich für eigene Streaming-Lösungen eher auf DLNA setzen. Hier im Blog (siehe folgende Link-Liste) gibt es zwischenzeitlich einen Sack voll an Artikeln, die die diversen Streaming-Lösungen (auch DLNA und Airplay) für verschiedene Empfänger adressieren. Am problemlosesten erwiesen sich die Kombination DLNA-Empfänger und Windows 8.1 mit den von mir besprochenen Hacks. Aber auch Android in Verbindung mit dem Skifta-Player macht bei DLNA eine gute Figur – entsprechende DLNA-Empfänger gibt es bereits für um die 20 Euro.

Artikelreihe:
i: Miracast bei Windows 8.1 – Teil 1
ii: Miracast bei Windows 8.1 – Teil 2
iii: Miracast bei Windows 8.1 – Teil 3

Ähnliche Artikel:
a1: Miracast bei Windows 8.1
a2: TVPeCee MMS-894.mira: Miracast/WiFi Direct/DLNA-HDMI-Stick Teil 1
a3: TVPeCee MMS-894.mira: Miracast mit dem HDMI-Stick – Teil 4
a4: TVPeCee MMS-894.mira: Miracast mit dem HDMI-Stick – Teil 5
a5: TVPeCee MMS-884.quad als Miracast-Empfänger (Android) – Teil 8
a6: Netgear Push2TV PTV 3000: Miracast im Hands-on – Teil 1

c1: DLNA im hands-on-Experiment
c2: Den Fernseher per inakustik-Stick mit DLNA nachrüsten
c3: Konfiguration und Einsatz des inakustik-DLNA-Sticks
c4: DLNA-Streaming in Windows
c5: DLNA-Streaming in Windows 8.1 für Apps freigeben
c6: DLNA-Streaming unter Android
c7: DLNA unter iOS nutzen

c8: Hands on: Streamcasting mit DLNA, Miracast, Airplay & Co.

d1: TVPeCee HDMI-Stick Miracast/WiFi Direct/DLNA MMS-894.mira – Teil 1
d2: TVPeCee MMS-894.mira: Der HDMI-Stick im Hands-on – Teil 2
d3: TVPeCee MMS-894.mira: DLNA mit dem HDMI-Stick – Teil  3
d4: TVPeCee MMS-894.mira: Miracast mit dem HDMI-Stick – Teil 4
d5: TVPeCee MMS-894.mira: Miracast mit dem HDMI-Stick – Teil 5
d6: TVPeCee MMS-894.mira: Den HDMI-Stick konfigurieren – Teil 6
d7: TVPeCee MMS-894.mira: DLNA mit iOS Nachtrag – Teil  7
d8: TVPeCee MMS-894.mira: DLNA mit Windows Nachtrag – Teil  8


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27 Kommentare zu Miracast bei Windows 8.1 – Teil 3

  1. Günter Born sagt:

    Noch ein Nachtrag zu Miracast

    Nachdem ich nun so gut eine Handvoll Miracast-HDMI-Empfänger diverser Anbieter getestet habe, bin ich etwas konsterniert. Während mein Google Nexus 4 mit Android recht zuverlässig alle Micracast-Empfänger “gefressen” hat, sieht die Situation mit anderer Hardware teilweise anders aus. Mit einem Samsung Galaxy S4 kann ich nur mit einigen Miracast-Empfängern koppeln – und diverse, hier getestete Windows 8.1-Systeme, funktionieren bisher nicht mit Miracast.

    Das Interesse der Anwender an Miracast ist da, mein Wiki-Artikel bei Microsoft Answers und die Artikel hier im Blog werden ganz gut abgerufen. Aber es scheint Glücksache, ob das Zeugs funktioniert. Speziell bei Windows 8.1 bin ich mir zwischenzeitlich nicht wirklich sicher, ob da nicht noch dickere Böcke in der Miracast-Implementierung stecken. Das schließe ich daraus, dass da wohl nur zwei Adapter in der Windows 8.1-Entwicklung verwendet wurden.

    Ich schaue jetzt noch, ob ich einen Netgear PTV 3000 zum Testen bekomme. Nach meinen bisherigen Erfahrungen (und einem längeren Telefonat mit der Redaktion von heise) halte ich Miracast unter dem Strich momentan für einen ziemlichen Schlag ins Wasser – da funktioniert nix, obwohl das Zeugs ja eigentlich durch das Wi-Di-Konsortium zertifiziert wird. Nachfolgend findet ihr noch Weblinks auf Artikel, die ich zum Thema Windows 8.1 und Miracast gefunden habe.

    Project to a wireless display with Miracast (Microsoft)

    Windows 8.1 on your big screen with Miracast (Microsoft)

    Getting it to Work: Miracast, Windows 8.1, and a Plain Old Surface Pro, Version 1

    Achtung, ein wichtiger Nachtrag

    Die obigen Anforderungen sind zwar notwendig, aber nicht hinreichend. Nach vielen Tests mit Miracast-Empfängern ist mir jetzt ein Windows 8.1-System in die Finger gefallen, welches definitiv Miracast unterstützen sollte. Drei hier verfügbare (und unter Android funktionsfähige) Miracast-Empfänger ließen sich nicht mit diesem Windows 8.1-System koppeln. Ich habe dann einen weitere Miracast-Empfänger beschafft und konnte dann einen erfolgreichen Test durchführen. Die Details finden sich in der nachfolgend verlinkten Artikelreihe.

    Netgear Push2TV PTV 3000: Miracast im Hands-on – Teil 1

  2. Stefan Musil sagt:

    Hallo Herr Born,

    danke für den die offengelegte Recherche und die Tips zu MiraCast.

    Es ist doch immer wieder interessant wie unteressiert und halbherzig manche Hersteller ihre Produkte vermarkten.

    VG
    Stefan Musil

  3. Günter Born sagt:

    @Stefan: Vom Bauchgefühl her bin ich d’accourd und hätte mir mehr Pepp von Intel/Microsoft beim Treibersupport oder der Miracast-Implementierung gewünscht. Andererseits versuche ich, möglichst alle Infos offen zu legen.

    Dass Miracast bei Georg Binder tut, habe ich ja in Teil 2 berichtet. Auch MVP-Kollege Martin Geuß von Dr. Windows hat wohl ad-hoc mit Miracast Erfolg gehabt – entnehme ich zumindest seinem Google+ Posting hier. Ich kenne Martins Hardware nicht – ist aber bestimmt was mit iCore-CPU, aktuellem 802.11n WiFi-Adapter und Intel HD 4000-something GPU. Wer das nicht hat, schaut halt blöde aus der Wäsche.

    Bin halt vor Jahrzehnten aus der systemnahen Programmierung ausgestiegen. Daher sehe ich momentan auch keine Chance, die Miracast-Teile aus einem aktuellen Grafiktreiber rauszukernen und dann – ggf. mit einem Stub – in einen alten WDDM 1.1/1.2-Treiber oder in den Microsoft Basic Display Adapter zu implementieren. Das hätte ich mir von Microsoft eigentlich erhofft …

  4. Marcel sagt:

    Also was ich ja bei dem ganzen Krempel nicht verstehe… Warum muss es unbedingt WiFi sein ?! Ich halte ohnehin nicht viel von Funk – hier und da macht es Sinn, und auch, dass Miracast über Wifi funktioniert ist ok, aber:

    Ich habe doch meinen festen Rechner im Arbeitszimmer, dieser ist mit Gbit-Lan (Kabel) im Netzwerk, der TV hängt mit 100Mbit/s (Kabel) im Netz, und sein WiFi (WiFi-Direct) ist stehts bereit – warum kann ich meine Miracast-Pakete nicht einfach über das Kabel schicken, wenn es doch eh schon da ist. Hier gibt es keine Schwankungen und nix – und wenn mal kein Weg via Kabel zum TV besteht, dann kann ich ja immernoch WiFi reden…
    Aber sowas nervt mich echt total an.. Wäre doch schick, wenn ich einfach mal den PC ins Wohnzimmer beamen könnte.. bei Apple geht das doch auch..

    Naja dennoch danke für den sehr ausführlichen Artikel ! 😉

    • Günter Born sagt:

      @Marcel: Deine Überlegungen sind imho zu kurz gedacht (ich argumentiere jetzt mal aus Sichtweise der Firmen, die sich an Miracast engagieren). Der springende Punkt: Nicht jeder TV-Empfänger hat einen LAN-Anschluss und/oder eine SmartTV-Funktion. Und die diversen Tablet PCs, Android Smartphones etc. besitzen auch keine LAN-Buchse, können aber alle WiFi. Genau da setzt Miracast an und nutzt die WiFi-Schnittstelle, um den Screen auf die Schnelle drahtlos zu spiegeln. Und auch die neuesten iPhone 5S/5C-Modelle sollen es wohl können (wenn ich es nicht ganz verpeilt habe). Von daher wäre das Ganze schon cool, wenn es denn funktionieren würde.

      Bei Medieninhalten klappt das Beamen mit DLNA ganz gut (solange man sich an die unterstützten Formate hält).

  5. Marcel sagt:

    Das ist ja völlig klar. Nur meine Idee ist folgende: Wenn zwar Wifi vom abspielenden Gerät zum empfangenden Gerät vorhanden ist, aber zusätzlich die Geräte auch noch über eine Festverkabelung miteinander reden können, dann könnte man doch (evtl sogar in den Standard implementieren) kurz checken, welche Verbindung in diesem Fall performanter ist, falls es Kupfer ist, dann nimmt man diese Verbindung, um Wifi zu entlasten und das ganze ausfallsicherer/stabiler zu machen. Zudem würde ja die Kompatibilität und der Kreis der Geräte massiv erweitert.

    Gegen die Lösung mit WiFi habe ich gar nichts (mit meinem Notebook nutze ich das ja auch so), nur wäre es doch schön, wenn man die Daten auch noch über Kupfer flitzen lassen könnnte. – Das war meine Idee dabei 🙂

    Dennoch danke für die Antwort ! 🙂

  6. Marcel sagt:

    das denke ich leider aber auch.. 🙁 schade… müsste man sich eben ein programm bauen, was den bildschirm “abfilmt” (so wie fraps früher”) und als h264 in nem mp4-container via dlna streamt…. braucht nur sicher unmengen hardware.. nur könnte man so eben mal am tv mit 3-4 anderen leuten nach hotels für den urlaub etc. suchen..

  7. Fabian H. sagt:

    Vielen Dank Herr Born für diesen aufschlussreichen Artikel.
    Ich komme nun mal ihrem Vorschlag nach, seine (Miracast) Geräte und Erfahrungen hier mit der Welt zu teilen.
    Ein Dell Venue 11 Pro soll seinen Desktop Inhalt auf einen Sony KDL W655A via WiFi Miracast streamen. Doch leider klappt das nicht.
    Das Tablet habe ich wie in ihrem Bericht zu lesen, auf die Funktionalität getestet und beim Venue ist soweit alles in Ordnung. Die beiden Geräte erkennen und akzeptieren sich auch nur ein Bild Austausch findet nicht statt.
    Habe den Sony Support mal kontaktiert.
    Viele Grüße

  8. Andy sagt:

    hallo,

    “Miracast”, ein sehr spannendes thema. gerne hätte ich das mal ausgetestet. ich besitze einen sony fernseher (bravia kdl42w656), dieser unterstützt dlna, wi-fi direct und auch miracast. weiterhin habe ich einen sony laptop (sev1713c5e) mit ner “amd radeon hd 7650m” grafikkarte. der laptop unterstützt ndis 6.40 und wddm in der version 1.3.

    laut diesem artikel hier, sollte es also ausreichen um das streaming mit miracast hinzubekommen. dem ist leider nicht so. wahrscheinlich passt der treiber noch nicht. andere haben übrigens das selbe problem:
    http://h30434.www3.hp.com/t5/TouchSmart-PC/AMD-Radeon-TM-HD-7650A-Graphics-Driver-that-supports/td-p/3045703

    mal sehen ob es irgend wann ein treiber-update gibt.

  9. Günter Born sagt:

    @Andy: Lies in meinem ersten Kommentar den “Wichtigen Naachtrag” – es liegt imho an beiden Seiten – Windows 8.1 verwendet möglicherweise eine etwas unsaubere Implementierung – und die Miracast-Firmware scheint mir auch extrem problembehaftet. Beim letzten Test konnte ich feststellen, dass nach erfolgreicher Erstverbindungsaufnahme plötzlich auf dem Windows 8.1-System drei zusätzliche Geräte (also Treiber) für Video und Audio installiert wurden.

    Möglicherweise muss die Miracast-Firmware da mehr als unter Android leisten – sprich: Die typischen Miracast-Empfänger haben nur Teile des Protokolls implementiert. Da das betreffende Konsortium die Miracast-Spezifikationen nicht offen legt, kann ich da aber wenig zu sagen.

  10. telemarker sagt:

    moin günter,

    ich hab ein asus n56vz mit intel hd 4000 chipsatz, sowie einer intel wireless ac 7260 wlankarte. das streamen zum lg pf80 hat unter win 8.1 auf anhieb geklappt (ohne die installation zusätzlicher treiber).
    die verbindung erfolgt über widi. dafür ist es wichtig einen wlanadapter von intel zu haben, der widi unterstützt. mit dem von werk gelieferten atheros ging es nicht.
    vielleicht hilft das ja den ein oder anderen.

  11. Marlon sagt:

    All dies wird immer nur für Mobile Grafiklösungen beschrieben, wie sieht es mit Desktop Grafikkarten aus.
    Ich besitze eine Amd R9 270x, welche angeblich nicht miracast fähig ist, was schwer vorstellbar ist.
    Gibt es hierfür eine Lösung?

    • Günter Born sagt:

      @Marlon: Das musst Du AMD fragen. Miracast-Treiber und Kompatibilität sind Sache der Grafikchip-Hersteller. Ich fürchte aber, es sieht schlecht aus. Selbst bei hybriden Grafiklösungen scheint NVidia es nicht gebacken zu bekommen, dass Miracast läuft.

  12. Alois Füser sagt:

    Hallo, bin nach mehreren Std. erfolgloser Arbeit enttäuscht. Daten: Intel i.3-3217U(1.8GHz, 3MB L3 Cache); Intel HD Graphics 4000. Gemäß Vorgabe (dxdiag) miracast ohne Support 🙁
    Habe nun den neuesten Treiber heruntergeladen – ohne Erfolg. Möchte mein Laptop via WLAN mit TV verbinden, aber das kann ich wohl vergessen oder gibt es noch eine Möglichkeit, die ich als absoluter Laie durchführen kann, um mein Ziel doch noch zu erreichen? Danke und -trotz fehlenden Erfolg- ebenfalls danke für die Homepage….

  13. eXeler0n sagt:

    Ich habe mir nun einen TechniCast Stick gekauft.
    Dieser verbindet sich auch ohne Probleme mit meinem Surface Pro 3.
    Dann steht auf dem Fernseher aber nur “Bereit zur Darstellung…” und wenn ich am SP3 auf Dublizieren gehe, dann passt das SP3 nur seine Auflösung an, aber es erscheint kein Bild.

    Habe ich etwas falsch gemacht?

    • Günter Born sagt:

      Versuche mal verschiedene Modi beim Projizieren (z.B. Duplizieren, Erweitern, Nur 2. Bildschirm) und schaltet mal den Hauptbildschirm zwischen PC-Einstellungen, Startseite und Desktop um. Da habe ich schon meine “Überraschungen” erlebt.

      Die Januar Firmware-Updates hast Du auf dem Surface Pro 3 installiert? Ich habe da gelesen, dass Microsoft Miracast issues behoben haben will.

      Möglicherweise hilft auch: a) Windows per Systemwiederherstellung auf den Zeitpunkt vor der ersten Miracast-Kopplung zurücksetzen. Dann b) den TechniCast-HDMI-Empfänger auf Werksauslieferungszustand zurücksetzen. Wenn sich was verklemmt hatte, werden die Treiber unter Windows 8.1 neu installiert und die Miracast-Firmware auf dem Stick gelangt in einen definierten Anfangszustand.

      Wenn das nichts hilft, kontaktiere Technisat und frage nach einem Firmware-Update. Falls es das nicht gibt und nichts von den obigen Maßnahmen hilft, war der TechniCast wohl ein Fehlkauf (schreib die Investition auf das Konto “Lehrgeld” ab). Ich kann leider keine konkreteren Aussagen machen, da ich den Technisat TechniCast nie hier im Test hatte. Und an der Firmware kannst Du nichts frickeln – Miracast ist ein Stück weit “black box”.

  14. Simon sagt:

    Hallo Günter,

    erst einmal DANKE für den Blog du hast mir schonmal in dem Thema sehr geholfen.
    Was man von Mircosoft usw. nicht behaupten kann.

    So zu meiner Hardware:
    Windows 10 / Geforce GTX 670 mit WDDM 2.0 / Pearl WLAN Dongel 300 Mbit/s / Treiber auch mit NDIS 6.30
    alles Wunderbar bis dahin nur bei dxdiag heißt es beim Punkt Miracast “Not Available”.

    Das Screen Mirroring funktioniert an meinem Samsung Smart-TV mit dem Galaxy Note 2 ohne zusätliche Software gut.

    Nur mein PC lässt mich hängen vllt. hast du noch einen Tipp für mich.

    Grüße
    Simon

    • Günter Born sagt:

      Das Problem dürfte die Geforce GTX sein. Ich habe (mag eine Bildungslücke sein) noch nirgends gesehen, dass NVIDIA die notwendigen Miracast-Erweiterungen implementiert hat und per Windows Update anbietet. Und dann wird es halt nix. Die Miracast-Implementierung setzt aber voraus, dass die Hersteller entsprechende Erweiterungen in den Basis-Treibern implementieren. Denn bei einer Miracast-Kopplung werden die erforderlichen Treiberergänzungen einmalig nachgeladen und installiert.

      • Simon sagt:

        Das ist schlecht ich habe dazu leider auch nichts gefunden außer das Nvidia seine eingen Mobilgeräte Miracast fähig machen will.
        Bleibt mir wohl doch nur der Weg über das gute alte 5m HDMI-Kabel um mein PC auf den TV zu bekommen.

        Alles andere wie ShadowPlay, DLNA oder Chromecast streamt ja jeweils nur die Spiele,Medien o. Apps. Oder bin ich auf einem alten Stand?

        • Günter Born sagt:

          Zu ShadowPlay (kenne ich nicht), DLNA und Chromecast: Die sind auf Streaming von Medieninhalten ausgelegt. Lediglich Chromecast soll experimentell den Desktop spiegeln können (hab’s aber nicht weiter verfolgt). Ist schon bitter, was NVIDIA und AMD da diesbezüglich machen.

          • Simon sagt:

            ShadowPlay ist eine von Nvidia eigens entwickelter Dienst für das streaming zwischen dem Pc und Mobilgeräten von Nvidia soll dann auch funktionieren wenn mann Unterwegs ist im LTE Netz ob Android mit weiterentwickelt wurden ist kann ich nicht sagen am Anfang habe ich es mal im Wlan getestet gehabt.

            Vielleicht lege ich mir doch noch Chromecast zu um das zu testen.

            Ja das Stimmt! In der Zukunft vielleicht dann xD

  15. Helmut sagt:

    Auf das Thema Miracast, DLNA, Chromcast bin ich zurück und auf diese Seite gekommen weil unsere Enkel an Weihnachten eine DVD auf unseren Samsung Smart TV schauen wollten und wir keinen extra DVD- Player am Fernseher haben, aber 4 Computer und 3 Fernseher über FritzBox7990 verbunden. Chromcast geht über Googles Chrom- Browser und Android Geräte prima, um Internet Links oder über Android- Geräte, Dateien vom NAS- Laufwerk etc. zu übertragen.
    Nachdem kein DVD oder BlueRay- Laufwerk sich auf den Samsung Smart TV oder LG Smart TV/Monitor (LG27MT55S-PZQ) übertragen ließ, hab ich paar Tage lang nach dieser Anleitung versucht den Laptop meiner Frau Medion P6613, der als einziger Windows- PC (mit Vista & Win 8.1, Intel I3, Nvida G105M Graka) mit WLan ausgestattet ist und am eherstern Miracast beherrschen sollten, die Treiber f. WLan Ralink/ MediaTek und Graka von WDDM 1.1 auf WDDM 1.3-Treiber zu updaten.
    Hatte bei der NVida- Karte fast schon aufgegeben, trotz aktueller Treiber kein WDDM 1.3, als ich über den NVida- Support Heute mal wahre Hilfe erhielt.
    Der Trick war über einen Link “Display Driver Uninstaller DDU” PRG downloaden das die Grafikkarte mit Treiber im abgesicherten Modus deinstalliert (weis nicht ob hier so ein Link gerne gesehen wird), Win 8.1 bootet und dann den vorher verlinkten NVida- Treiber installiert. WDDM 1.3 war dann bereits beim Win 8.1- Standard(Not)- Treiber vorhanden 🙂
    Und der neue WLan- Treiber kann nun Ndis 6.4.
    Die Vorrausetzen für Miracast sind also nun vorhanden, Hr. Born. 😉

    Ich find ob DLNA, Miracast oder USB (Warum 4 neue USB Standards wenn es FireWire schon kann?), trotz Vorgaben bzw. Normen hat Microsoft zwar Groß neue Fähigkeiten angekündigt, aber sowas immer schon halbherzig umgesetzt, letztendlich nur Ihre Kunden damit beschäftigt, die dann größten Teils entnervt aufgeben.
    DLNA: Unter Win 7 Ultim. geht’s mit Mediaplayer auf all unseren Geräten, unter Win 8.1 nur auf Samsung Smart TV, unter Win 10 manchmal auf einem smart TV mal auf beiden , dann wieder auf keinem Gerät

    • Günter Born sagt:

      Danke für die Infos – mit “bin ich durch” hängt auch damit zusammen, dass neben den Implementierungsfehlern von Microsoft und den HW-Firmen (Grafikkarte, Audio, Netzwerktreiber) auch die Miracast-Firmware unter aller Sau implementiert und meist nicht mehr aktualisiert wird. Ich habe hier eine Sack voll Miracast-, DLNA- und AirPlay-Empfänger, die ich auf die Schrott werfen kann, weil Android oder Win 10 nicht mehr harmonieren oder Apple unter iOS 9 das AirPlay-Protokoll grundlegend geändert hat, so das nix mehr geht. Die Halbwertszeit der Gerätschaft sollte deutlich über 5 Jahre liegen, wenn man von “Standard” sprechen will …

      Zum Display Driver Uninstaller: Entwickler ist Waynard. Hier die diversen Links:

      http://www.wagnardmobile.com/DDU/ (Homepage)
      http://www.wagnardmobile.com/forums/viewtopic.php?f=5&t=154 (Forenseite)
      http://www.guru3d.com/files-details/display-driver-uninstaller-download.html (Guru3D-Mirror)

      • Helmut sagt:

        Zwischenzeitlich hab ich kurz mal versucht den Laptop mit dem LG zu verbinden über denn rechts mal streifen > Einstellungen ändern> Geräte> neues hinzufügen.. und mit unserem LG 27 > Settings> Mircast…
        Dabei gibt der LG TV dann eine Pin aus und in Win 8.1 kommt eine Fenster zur Eingabe der Pin. Der Weg zwischen beiden Geräten ist zu lang oder die Wlan- Einstellungen stimmen noch nicht (Getaway nicht gelöscht) , weshalb wohl noch keine dauerhafte Verbindung zustande kam.
        Hab auch eine Software Lösung gefunden (TVersityScreenSetup_1_2.exe) die den Desktop spiegelt, aber mit unerträglicher Latenz.
        Beim Samsung TV fand dieser über WIFI-Direkt den Laptop ohne sich verbinden zu können. Über dessen All Cast ging überhaupt nichts.
        Dagegen verbinden sich ALLE Android Geräte mit den TV´s, leider braucht man für jeden Fall eine andere APP.
        Ist wie USB und Win 98, nichts Halbes und nichts Ganzes- Schade

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