Hardwareanforderungen für Windows 10 aktualisiert

Microsoft hat nun die minimalen Hardwareanforderungen für Windows 10 Build 1607 (Anniversary Update) für Desktop-Systeme, Tablet PCs und auch Mobilgeräten angepasst.


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Die auf MSDN veröffentlichte Spezifikation beschreibt die minimalen Hardwareanforderungen für alle neuen Geräte, die mit Windows 10 Version 1607 ausgeliefert werden sollen. Das Dokument bezieht sich dabei sowohl auf Windows 10 Desktop-Systeme als auch auf Tablet PCs und Mobilgeräte wie Smartphones. Die neuen Hardwareanforderungen gelten für Hersteller (OEMs, ODM und SoC-Hersteller), die Geräte mit Windows 10 Version 1607 (als Anniversary Update für Juli 2016 erwartet) anbieten. Microsoft wird die neuen Geräte gegen diese Spezifikation testen. Die neuen Anforderungen beziehen sich auf folgende Kategorien:

  • Booten und ausführen von Windows 10.
  • Update und Support von Windows 10.
  • Benutzererfahrung bezüglich ähnlicher Geräte und Computer.

Ziel der Anforderungen ist es, den Herstellern so eine Art Guideline zum Entwurf von Windows 10-Geräten an die Hand zu geben, wobei die Spezifikation nichts zur Kompatibilität der Geräte aussagt und auch keine Zertifizierungsregeln enthält. Interessant sind aus meiner Sicht vor allem die minimalen Hardwareanforderungen für Desktop-Geräte. Hier ein Auszug, der eigentlich nichts Neues bringt.

  • Display > 7 Zoll, 800 x 600 Pixel, 32-Bit-Farbtiefe
    ein Videoausgang
  • CPU: 1 GHz oder schneller
  • RAM: 2 GByte oder mehr
  • Speicher: 16 GByte für 32-Bit-OS, 20 GByte für 64-Bit-OS
  • Netzwerkadapter oder WIFI-Support

Update: Beim ersten Überfliegen ist es mir entgangen – aber die Mindest-RAM-Ausstattung bietet eine Überraschung. Bisher gab Microsoft für 32-Bit-Systeme (Windows 7, Windows 8.1, Windows 10) eine Mindest-RAM-Größe von 1 Gbyte vor. Diese erhöht sich bei 32-Bit-Systemen auf 2 GByte, während sie bei 64-Bit-Systemen gleich bleibt (siehe Abschnitt 3.2). Ein Eingeständnis, das Windows 10 mit 1 GByte RAM einfach nicht zufriedenstellend läuft? Sinn macht es keinen, da die 2 GByte bei 64-Bit-Windows quasi der 1 GByte bei 32-Bit-Betriebssystemen entsprechen.

Bei Mobilgeräten ist für viele Beobachter die Überraschung, dass Windows 10 Mobile jetzt Displaygrößen bis 9 Zoll unterstützen soll.

Über das Thema Secure Boot, welches per TPM 2.0-Chip unterstützt und standardmäßig aktiviert werden muss, hatte ich im Artikel Windows 10 Version 1607 erfordert TPM 2.0 bei neuer HW berichtet. Die kompletten Hardwarespezifikationen lassen sich in diesem MSDN-Dokument nachlesen.


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10 Kommentare zu Hardwareanforderungen für Windows 10 aktualisiert

  1. Tim sagt:

    „Speicher: 16 GByte für 32-Bit-OS, 20 GByte für 64-Bit-OS“

    WTF… das ist nicht minimal sondern arg knapp bis problematisch.
    Warum legt man solche Werte fest… und dann für Desktop-Geräte? Wirklich?

    Wieviel Platz belegen allein schon Log Files, Updates, Wiederherstellungskram, der Hiberfile und Co neben allerlei temporärem Kram und der flexiblen Pagefile und der neuen Swap?

    Das sind immer so Angaben aus der Hölle, die niemandem helfen.
    Oder schmeißt man nun alle Desktoplösungen inklusive Clients in einen Topf, bei so überflüssigen minimal Angaben?

    Da wundert man sich dann am Ende, wie Hersteller auf so manche Hardware Zusammenstellung kommen und die wiederum jaulen dann wieder, das sie nix verkaufen…

    • Tim, mit den 16/20 GByte bin ich bei dir. Unterhalb 128 GByte SSD sollte man nicht mit Windows 10 loslegen. Ich habe hier zwei 64 GByte-Maschinen, eine mit Win 10, eine mit Win 8.1. Beide laufen ständig in Speicherplatzprobleme, obwohl kaum was darauf installiert ist. Die Werte sind Microsofts Versuch geschuldet, gegen Android anstinken zu wollen – aber die haben keine Chance.

      • Hänk sagt:

        Kann ich nicht bestätigen. Hab ein Dell Venue 8 Pro der ersten Generation mit Win 10 32bit Upgrade von 8.1 aus. Mit ein paar Anwendungen zum Medienkonsum (pdf xchange viewer, VLC, paar Apps aus dem Store) und ein paar winzigen Spielchen zum Zeitvertreib sind derzeit 15,7 GB belegt.
        Also, eine 20 GB-Platte ist vielleicht wirklich zu klein bzw. bietet viel zu wenig Luft, aber 128 GB müssen es imho auch nicht sein. Kommt doch immer auf die Ansprüche an, die man als user hat. Das System alleine kommt auch locker mit der Hälfte aus.

        • Dann installiere mal Office 2016 …

          • Hänk sagt:

            Auf 8 Zoll? Nee, dafür gibt es ja die Apps 😉 Sollte auch kein Gerät zum Arbeiten sein, sondern nur dazu dienen, nicht jedes Dokument ausdrucken zu müssen, vor allem ewig lange e-books.. Ablauf war so: Zu Hause Dokumente am großen Bildschirm bearbeiten, auf dem Tablet in die Uni tragen, ggf. nachbearbeiten, abspeichern.

            Als noch 8.1 drauf war, gehörte ein Office 2013 dazu; welche Programme, hab ich vergessen, Word und Excel waren bestimmt dabei. Hat auch gepasst, aber ich weiß nicht, wie viel Platz so ein 8.1 nackt verbraucht hat.

  2. Pingback: Anonymous

  3. Rene sagt:

    Das klappt nicht so.

    Ich habe auf einen Samsung N10 mit 2GB RAM, win10 32Bit installiert.
    Arbeiten kann man damit nicht ansatzweise!

    Warum habe ich auf dem N10 win10?
    Es ist für mich ein Testsystem, ob ich auf einen anderen Rechner/Arbeitsrechner win10 installieren kann. Sprich, ob win10 aus dem Beta Stadium raus ist.

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  5. Sven Fischer sagt:

    Ich habe vor einiger Zeit mein Netbook, ASUS EEEPC 1015e, auf Win 10 32B umgestellt.
    Allerding kein Upgrade, sondern ein Clean Install. Bis jetzt hat auch alles hingehauen. An einigen Stellen musste ich per Hand nachbessern, das hat sich aber in Grenzen gehalten.

    Beim Kauf hatte ich damals schon darauf geachtet, das ein 2 Kerner verbaut ist (Atom).
    Leider ist der RAM auf 2 GB gegrenzt, aber als für „Unterwegs PC“ beim Kunden, ausreichend. Ist eben Systembedingt.

  6. Vagner Dantas sagt:

    Dieses Update wird obligatorisch sein?

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