Windows-Falle verschobene Benutzerordner

Heute nochmals ein kleiner Beitrag zum Thema “verschobene Benutzerordner”. Der Ansatz, die Benutzerordner auf einer separaten Partition zu halten, ist für argen Ärger gut.


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Ich bin aktuell über den Microsoft Answers-Forenbeitrag Wir konnten die Installation der Update nicht abschließen zu Windows 10 wieder auf das Thema aufmerksam geworden. Der Benutzer erhielt bei der Installation eines kumulativen Updates die folgende Meldung:

Update-Fehler

Welches Update genau scheitert, kann man dann ggf. im Updateverlauf (bei Windows 10 über die Einstellungen-App erreichbar) herausfinden. Im aktuellen Fall war dies KB3156421 vom Mai 2016.

Updateverlauf

Aber das Problem betrifft eigentlich alle aktuellen Windows-Versionen, von Windows Vista bis Windows 10 – wobei das Problem bei Windows 10 durch den Windows as a Service-Ansatz drängender wird. Denn beim Wechsel von Windows 10 RTM auf Windows 10 Version 1511, Version 1607 oder auch bei kumulativen Updates wird quasi das gesamte Betriebssystem aktualisiert.

Worum geht es bei dem Problem genau?

Seit SSDs Einzug halten, wird der Speicherplatz auf der Systempartition schnell knapp. Windows 10, ein paar Programme und schon wird beim nächsten Update der freie Speicher knapp. Daher versuchen Nutzer immer wieder, die Profilordner auf andere Partitionen bzw. logische Laufwerke zu verschieben.

Der andere, oft genannte Grund zum Verschieben: Angst vor Datenverlust auf der SSD. Bei Tablet PCs und Hybridgeräten ist das sogar nachvollziehbar. Wenn das Tablet-Teil nicht mehr bootet, sind die Daten von der fest verlöteten SSD oder eMMC nicht mehr herunter zu bekommen (Medion-Nutzer können davon ein Leid singen – wird das Gerät eingeschickt und muss ausgetauscht werden, sind die Daten i.d.R. weg).

Wer die Suchanfrage “Windows Benutzerordner verschieben” in der Suchmaschine des Vertrauens eingibt, stößt auf eine lange Liste an Treffern. Da werden “gute Tipps” gegeben, wie man das alles erledigen kann. Es gibt die Möglichkeit, die Ordner auf einer separaten Partition einzurichten und dann die ProfileList in der Registrierung auf diesen Speicherort zu ändern. Oder die Leute arbeiten mit symbolischen Links, die zwar auf der lokalen Windows-Partition liegen, aber auf die separate Partition mit den Benutzerordner liegen. Hier mal ein paar Fundstellen.

Windows 7 Eigene Dateien verschieben (Video)
Benutzerprofil verschieben (Dr. Windows)

Lediglich der letzte Link auf Dr. Windows thematisiert das Verschieben der Benutzerordner über die Bordfunktionen (Eigenschaftenfenster der Ordner, Registerkarte Pfad) von Windows.

Publi-Folder-Move0

Wie man öffentliche Ordner mit einem Trick verschieben kann, habe ich im Artikel Windows 8.1: Öffentliche Ordner verschieben beschrieben.

Aber im Prinzip besteht nicht wirklich die Notwendigkeit, die Profilordner bzw. Benutzerordner zu verschieben. Denn in jeder Windows-Anwendung kann man über Speichern unter die Zielordner zum Ablegen der Dokumente wählen. Das nutze ich seit Jahren, um meine Dokumente in Ordnern auf separaten Datenpartitionen abzulegen.

Wo liegt das Problem?

Verschobene Benutzerordner sind der Quell vielfältiger Probleme mit Windows, egal, ob Windows 7, Windows 8, Windows 8.1 oder Windows 10. Bereits bei der Installation des Service Pack 1 unter Windows 7 blieben jede Menge Systeme wegen verschobener Benutzerprofile “hängen”. Die Linkliste am Artikelende enthält eine kleine Liste diverser Problemlösungsbeiträge aus dem Blog, wo verschobene Benutzerordner die Ursache waren.


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Was sagt Microsoft zum Thema

Das Thema “Finger weg von verschobenen Benutzerordnern” wird seit Jahren von den Community-Moderatoren recht fruchtlos in den Microsoft Answers-Foren behandelt. Irgendwo war bei mir (beim Durcharbeiten diverse Dokumente zum Windows Deployment) hängen geblieben, dass Microsoft da eine offizielle Position zu hat. Ich habe mich daher einmal aufgemacht, eine Fundstelle zu suchen.

Fündig wurde ich im KB-Artikel KB949977 (Verlagerung der Benutzerverzeichnis und das Verzeichnis ProgramData auf ein anderes Laufwerk als das Laufwerk mit dem Windows-Verzeichnis). Der KB-Artikel bezieht sich auf die Möglichkeit, beim Windows Deployment die Ordner für die Benutzerprofile und die Programme auf eine andere Partition zu verlagern. Dann werden diese bei der Windows-Installation auf einer separaten Partition angelegt. Im Artikel findet sich eine fette Warnung – hier die englische Originalfassung:

Caution Using the ProgramData setting to redirect folders to a drive other than the system volume will block your ability to upgrade to future versions of Windows.
By changing the default location of the user profile directories or program data folders to a volume other than the system volume, you cannot service your Windows installation. Any updates, fixes, or service packs cannot be applied to the installation. We recommend that you do not change the location of the user profile directories or program data folders.

Mit der Verlagerung des Ordners ProgramData auf ein anderes Laufwerk als das Systemvolume geht die Fähigkeit verloren, auf zukünftige Versionen von Windows zu aktualisieren. Wer den Programmordner oder den Profilordner der Benutzer verlagert, verliert zudem die Möglichkeit, die Windows-Installation zu warten. Sprich: Updates, Fixes oder Servicepacks können nicht auf die Installation angewendet werden. Microsoft empfiehlt, die Position des Benutzers oder Programmordner nicht zu ändern.

Das ist eine klare Empfehlung, die letztmalig am 10. April 2015 aktualisiert wurde und explizit für Windows Vista bis Windows 8.1 spezifiziert ist. Das Windows 10 in der Auflistung fehlt, hat einen einfachen Grund: Dessen Release fand am 29.7.2015, also nach der Überarbeitung des KB-Artikels statt. Die Einschränkungen gelten aber auch für Windows 10.

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Windows 10: Upgrade-Error 0x80070004-0x2000D


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32 Kommentare zu Windows-Falle verschobene Benutzerordner

  1. fred59 sagt:

    Bin schon seit Jahren mit dem Problem vertraut ( aus früheren Fehlern gelernt ).
    Meine eigenen Dateien, insbesondere Dokumente und Musik lagere ich auf eine zweite Festplatte. Da ich nichts vom Verschieben der Ordner halte, arbeite ich nur mit dem „speichern unter…“. Damit habe ich seither keine Probleme gehabt.
    Der Ordner „eigene Dateien“ besteht nach wie vor auf C, wird aber nicht weiter genutzt.
    Fehler beim Update in dieser Hinsicht gab es noch nie.

    fred59

  2. 1ei sagt:

    Hi, ich hab mir schon lange abgewöhnt, allzuviel am System herumzufummeln – macht Arbeit und bringt ggf Ärger……..und auch wenn mir immer wieder sehr versierte Bekannte empfehlen, meine Benutzerordner zu verlegen – ich find es praktischer, sie zu belassen und einfach nicht/kaum zu benutzen ( für Daten wie zB meine Bilder usw mach ich mir auf meiner zweiten Platte einen Extra-Ordner und ein Link dahin kommt in SendTo). Und ich mache sehr oft Imagesicherungen von meinem System – nicht so oft von meinen Datenplatten, weil sich da nicht so oft so viel ändert bei mir. Und so gehen die Imagesicherungen schneller, haben aber alles Wichtige dabei – die Daten werden nicht ganz so oft von Datenplatte auf externe Platten kopiert. Hat sich bei mir so bewährt. Aber die Voraussetzungen, Vorlieben und Notwendigkeiten sind ja sehr verschieden bei verschiedenen Leuten………..ach ja – und meine „System“ und „Start“platten/Partitionen ( in “ “ , weil die offizielle Bezeichnung von MS System ja für die „Boot“partition gilt, Start für die Partition, auf der Windows liegt) sind immer eher sehr gross mit reichlich Platz, weil ich alles immer erstmal auf den Desktop leg und dann dahin pack, wohin es soll – so vergess ich nicht so schnell etwas, weil ich es alles immer vor der Nase habe………

  3. Holger K. sagt:

    Und trotzdem mache ich das seitdem ich SSDs benutze, dass ich per Registry den Default-Laufwerksbuchstaben für neue Benutzerverzeichnisse verändere. Es ist dann zwar lästig, jedesmal vor einem Upgrade das wieder zurückändern zu müssen, aber die Vorteile überwiegen die Nachteile. Man schont seine SSD, die Benutzerdaten liegen auf der großen Festplatte und die SSD wird nicht so schnell zugemüllt.

    Man kann zwar mit von Microsoft vergesehenen Bordmitteln die Einzelordner für Bilder, Musik, Dokumente etc. verschieben, aber nicht den AppData-Ordner mit all seinen abertausenden Dateien und Unterordnern. Und was sich da so im Laufe der Jahre ansammelt…
    So lange Microsoft ein Konzept für die physikalische Trennung von Stamm- und Bewegungsdaten bzw. von sich häufig ändernden und selten ändernden Daten vermissen lässt (bei Linux gibt’s das /var- und /home-Verzeichnis und selbstverständlich kann man beide auf einen anderen Datenträger auslagern), bleibe ich dabei.

    • Wenn Du das so hältst, ist das in Ordnung – wird bei Windows 10 halt recht lästig. Aber die Millionen Nutzer, die diese „Verschiebetricks“ im Internet lesen und dann beim nächsten Update hilfesuchend in Foren landen, nerven schon – speziell, wenn das „ich habe verschoben …“ erst nach langwierigem Nachfragen raus kommt. Und genau für diese Fälle sind solche Artikel.

      • Tim sagt:

        *Hüstel* Herr Born?

        Windows 10 -> Einstellungen -> System -> Speicher

        Verschiebetricks? Ich nenns mal Windows Boardmittel und einfach wie noch nie…

        Nicht die Nutzer, sondern Microsoft nervt, wenn es deshalb zu Ärger kommt.
        Die Nutzer benutzen nur, was Microsoft ihnen „tolles“ hinwirft.

        Selbst eingeführte Standard Pfadangaben auszulesen, oder kurz zu prüfen und nach einer Installation bei Bedarf wieder einzusetzen, sollte doch wirklich nicht das größte Problem der Welt sein, oder? Man kann nur hoffen, das Microsoft sich das bewusst macht und berücksichtigt, damit auch funktioniert, was funktionieren sollte. Von Anfang an! Ansonsten ist mit Programmieren bei Microsoft wirklich nicht mehr viel los.

        • Nee wenn du das über Windows 10 > Einstellungen > System > Speicher machst, entstehen dir keinerlei Nachteile weil dann in den Benutzer Ordner doppelte Einträge erhalten bleiben.
          Es kann dann nur Passieren das du bei einem Erneuten Upgrade das Manuell wieder umstellen musst.

          • Tim sagt:

            Ich schmeiß mich weg… Du hast einerseits recht, andererseits aber auch nicht.

            Diese Funktion erstellt mir zwar noch schick Ordner am neuen Ort, aber ansonsten passiert nichts. Die Ordner werden nicht als Standardordner gesetzt und auch nicht als Speicherort zum Speichern von Daten in Programmen vorgeschlagen.

            Verdoppelt wird hier auch nichts.

            Ich bin mir aber sicher, das dieses Verhalten neu ist und vorher mal anders war.

      • Holger K. sagt:

        Ich möchte meine Vorgehensweise auch ganz gewiss keinem unbedarften Anwender ans Herz legen und würde davon abraten, wenn jemand ohne entsprechendes Hintergrundwissen so etwas vornehmen wollte.

        Ich habe das deswegen nach dem Umstieg auf SSD gewählt, nachdem ich argen Stress mit einer Western Digital Festplatte hatte, die auf meinem Vorgängerrechner damals nach dem Upgrade auf Windows 7 die Schreib-Leseköpfe nach spätestens 7 Sekunden parkte und ich in diesem Zuge die Festplattenzugriffe mitprotokollierte. Seidem weiß ich, dass Windows nach wie vor den Systemdatenträger sehr beansprucht und das mit zum Teil unnötigen Schreibzugriffen.

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  5. Herr Ingo W sagt:

    Die Profil-Ordner sollten standartmäßig versteckt sein dann würde es so einen Zirkus bei den sogenannten „Spezialisten“/ Heimanwendern nicht geben. Die Ordner „Benutzer“, „Programdata“, Programme“, Programme (x86) und „Windows“ sind für Aktionen wie zB. verschieben absolut tabu!

    • Tim sagt:

      Die Aussage, das man diese Ordner verstecken sollte, zeugt nun auch nicht unbedingt von Fachwissen… Wirklich jeden Fall bedacht?

      Was für Dateioperationen für ein Programm, oder Zugriff auf Programmdaten innerhalb der Ordner möglich sein muss, hängt doch stark von den eingesetzten Programmen überhaupt ab. Wenns beispielsweise irgendwelche LUA Scripte zum bearbeiten gibt, mir fällt da beispielsweise direkt VLC ein, muss der Zugriff auf Programmordner schon möglich sein. Dafür sind dann Kenntnisse über LUA vermutlich entscheidender, als Windows Wissen…

      Woher kommt dieses fast schon radikale Gedankengut, das Heimanwender nichts mehr ausprobieren dürfen und Windows am besten ein vollkommen verschlossenes System werden soll? Angst um den eigenen Job?
      Wenn jemand nen Ordner verschiebt und sein Windows schrottet, lach ich drüber und kläre auf, fertig aus. Dieser Fehler passiert einem nur einmal. Windows ist ein Klicksystem für auch noch den letzten Doofen, was soll man also anderes erwarten? Reicht ja auch, weils entscheidender ist, das die Leute ihre Programme im Griff haben.

      Da es die Möglichkeit gibt, Ordner wie die des Benutzers auf andere Festplatten zu verschieben und dieses Feature ja auch den Apps unter 8 bis 10 ermöglicht wird, ist es für mich ein Designfehler, wenn Microsoft Updates in solchen Fällen nicht fehlerfrei auf die Reihe bekommt. Hier liegt der eigentlich traurige Punkt. Bei den angeblich wirklichen Spezialisten von Microsoft. Nicht bei den Heimanwendern, die Features von Windows nutzen.
      Für Microsoft scheint es zu schwer zu sein, nochmal nachzuprüfen wo die Ordner sind, obwohl das ja nicht schwer wäre, und man geht statt dessen immer von einem frisch installiertem 08/15 System aus.
      Der einfache Weg, vielleicht auch nur der sichere, aber nicht der, der Windows eigene Features berücksichtigt, oder Anwenderfreundlich wäre.

      • Nobody sagt:

        Zitat: „Da es die Möglichkeit gibt, Ordner wie die des Benutzers auf andere Festplatten zu verschieben und dieses Feature ja auch den Apps unter 8 bis 10 ermöglicht wird, ist es für mich ein Designfehler, wenn Microsoft Updates in solchen Fällen nicht fehlerfrei auf die Reihe bekommt.“
        Da ist was dran.

        • Jo Windows ist zum teil ein riesiger Design Fehler.

          Der Gedanke dabei die SSD zu schonen ist zwar löblich, aber eigentlich völlig überflüssig, natürlich lagere ich weder meine 100K Bilder, 200K mp3’s und meine zig Tausend Videos auf meiner SSD sondern auf dem 2TB Datengrab der zweiten Herkömmlichen Festplatte.
          Die Pfade lassen sich ja auch anpassen, aber deshalb den ganzen Benutzer Ordner gleich auf eine anderen Datenträger zu verschieben finde ich für Völlig überflüssig.
          Auch wer Outlook benutzt und sich deshalb sorgen wegen seiner Outlook.pst macht, kann diese Optional auch auf einen anderen Datenträger (auch im Netzwerk) legen.
          Für Spieler macht das zb. überhaupt keinen Sinn den Temp Ordner auf eine Langsame Festplatte abzulegen und auch sollte die SSD den Browser Cache Ordner ohne Probleme Vertragen.

  6. Thomas Bauer sagt:

    Ich verschiebe seit WindowsXP meine Daten auf eine andere Partition. Ich trenne seither in C: Windows und D: Daten. Es ist wichtig alles korrekt einzustellen. Übers Startmenü lassen sich die Pfade verändern. Klickt mal z.B. Bilder mit der rechten Maustaste an und klickt auf Eigenschaften und dann auf den Reiter Pfad. Genau dort sollte man es ändern. Das geht übrigens für Windows 8/10 mit StartIsBack auch. StartIsBack verwendet Windows Bibliotheken soweit noch vorhanden im System.
    Jetzt kommt mein Spruch. Ich hatte wegen des Verschiebens niemals Probleme. Ich glaube auch das die Probleme daher anderer Natur sind. Prüft den Rechner gelegentlich mit SFC und checkt den Komponentenstore mit DISM. Fehler in Windows haben die Eigenschaft sich Fortzupflanzen. Manchmal lassen sich Fehler oberflächlich beheben obwohl die Ursache einen tieferen Grund hat. Sogar bei meiner neuen Windows 10 Installation fand DISM Fehler im Komponentenstore die ich mit Verweis auf eine Install.wim reparieren mußte. Seither prüfe ich das alles bei größern Updates und repariere gegebenfalls und hatte noch nie auch nur 1 Problem. Windows 10 bietet das Verschieben ohnehin von sich aus an. Ihr findet das unter Einstellungen/System/Speicher. Ich hatte das angenommen und meine Dateien in die neue, von Windows 10 angelegte Verzeichnisstruktur verschoben.

  7. Tim sagt:

    „Aber im Prinzip besteht nicht wirklich die Notwendigkeit, die Profilordner bzw. Benutzerordner zu verschieben.“

    Oh Herr Born… das riecht nach Glaubenskrieg 😉

    Spätestens seit dem wirklich jeder Hans und Franz von Programmierer Programmteile in jeglicher Größe in den Ordner Dokumente legt, seh ich das etwas anders.
    Der Name „Sonstiges“ oder „Programmzubehör“ wäre hier fast angebrachter.

    Grade Bilder, Musik und Videos haben auch nicht wirklich was auf der Systemfestplatte zu suchen. Weder auf einer SSD, noch auf einer herkömmlichen Drehscheibe, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

    Noch schlimmer sieht es nur noch im %appdata% aus, wie Holger K das schon erwähnte. Ein Wirres etwas aus wichtigem und Müll, eigentlich ein Unding, was hier geschaffen wurde. Dann und wann mal ein neues Benutzerkonto anzulegen, ist das einzige was dagegen etwas hilft, weil das manuell nicht zu durchblicken ist.

    • Thomas Bauer sagt:

      Mit einer Kopie von &APPDATA% lassen sich bei Neuinstallation mal schnell ein paar Dateien kopieren und die Einstellungen wiederherzustellen. Allerdings muss man wissen was man kopieren kann.

      • Tim sagt:

        ja, da gibts es einiges was man sich rausfummeln kann, schon richtig.

        Beispielsweise auch mit Googles Chromes Browserdaten und einer RamDisk kann man von dort aus gut tütteln. Die üblichen Bekannten sind auch nicht das Problem.
        Ab einem bestimmten Alter ist an dem Ort aber nichts mehr zeitnah zu durchblicken, oder schlicht Müll, grade wenn viel mit dem System rum gefummelt wurde. Frist nur kostbare Zeit.

    • Wenig Glaubenskrieg (ok, ein bisschen Provokation ist bewusst dabei ;-)) – sondern meine Erfahrung (zugegebenermaßen mit Windows 7 SP1) auf meinen Produktivsystemen. Eines läuft seit vielen Jahren auf einer 140 MByte-Partition. AppData hat gerade mal 2,5 GByte Größe – und die Benutzerordner sind weitgehend leer bzw. nur mit kurzzeitig benötigten Dokumenten gefüllt. Der Rest liegt auf einer separaten Datenpartition. Bei Win 8 – 10 sieht es eventuell anders aus.

      • Tim sagt:

        Sicher hat jeder da eigene Erfahrungen und eben auch je nach Einsatz des Systems unterschiedliche Größen anzubieten.

        AppData bei mir auf relativ frisch aufgesetztem und nur zum Teil mit Programmen bestücktem System schon 3,5Gb…
        Das schwankt eben enorm und die Mischung eben leider wirklich nützlich, Müll und temporärer Kram bzw. dessen Überbleibsel. Lässt sich aber am ende der Installationen wie gesagt durch ein neues Benutzerkonto wieder deutlich schrumpfen… Jedes gelöschte GB gelöschter Müll ist weniger Müll…

        Auf meinem Gaming Rechner darf ich gar nicht nachschauen, ohne eine Krise zu bekommen. Grade da sieht der Dokumente Ordner auch wirklich schwer nach Arbeit aus, weil grade diese Branche, alles mögliche in Unterordnern dort ablegt.

      • Das würde ich gerne sehen… „Eines läuft seit vielen Jahren auf einer 140 MByte-Partition. AppData hat gerade mal 2,5 GByte Größe“
        …wie ein 2,5 GByte AppData Ordner in eine 140 MByte-Partition passt, wieder in die Datenträgerverwaltung von Windows reingeschaut was?? 😉

    • Tim sagt:

      Es bleibt grade beim Einsatz verschiedener Programme einfacher, die Standardordner zu verschieben, weil die Programme eben von diesen Ordnern ausgehen.
      Auch einen geänderten Pfad zu finden, sollte dagegen wohl die leichteste Übung sein, wenn auch Microsoft mit den Fehlgeschlagenen Updates zeigt, das mancher hier überfordert ist und die eingebaute Flexibilität von Windows offenbar nicht kennt.

      Solche Variablen abzufragen, dafür braucht man halt Computer… das geht nicht so einfach.

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  9. pufaxx sagt:

    Mit der Änderung des Pfades der Ordner „Eigene Dokumente“, „Eigene Videos“ etc. kann man auch in die „Falle“ tappen. Unter Windows XP habe ich diese Ordner nie benutzt.

    Bei Windows 10 wollte ich aber mal ausprobieren, welche Vorteile das bietet – und ich fand’s beim Ausprobieren der für mich neuen Apps ziemlich praktisch … automatisches Einlesen und Anlegen von Bibliotheken etc. … Daher habe ich die Pfade geändert.

    Mit Updates hatte ich dadurch nie Schwierigkeiten. Allerdings brauchte ich einmal eine Reparaturinstallation, weil der Windows-Store einfach nicht mehr zum Laufen zu bringen war. Und normalerweise wird einem dabei ja vorgeschlagen, alle Daten und Apps zu behalten. Diese Auswahlmöglichkeit war deaktiviert. Auch das nachträgliche Wiederherstellen der ursprünglichen Pfade hat mich nicht davor bewahrt, Windows 10 noch einmal komplett neu installieren zu müssen.

    Jetzt stelle ich mir die Frage, ob’s auch Probleme gibt, wenn man mit „mklink“ eine Verknüpfung erstellt.

    Bald werde ich jedenfalls die Gelegenheit haben, genau DAS auszuprobieren: Ich muss nämlich mein Mainboard tauschen, also ist eine neue Installation ohnehin unausweichlich. Und mal schauen, ob bei „mklink“-Verschieben eine Reparatur-Installation funktioniert. Aktuell habe ich auf die Weise aus dem „AppData“-Ordner meine Thunderbird- und Firefox-Daten sowie meine Steam-Spielstände verschoben, was bisher noch nicht für Ärger gesorgt hat.

    @Tim: „Da es die Möglichkeit gibt, Ordner wie die des Benutzers auf andere Festplatten zu verschieben und dieses Feature ja auch den Apps unter 8 bis 10 ermöglicht wird, ist es für mich ein Designfehler, wenn Microsoft Updates in solchen Fällen nicht fehlerfrei auf die Reihe bekommt. Hier liegt der eigentlich traurige Punkt. Bei den angeblich wirklichen Spezialisten von Microsoft. Nicht bei den Heimanwendern, die Features von Windows nutzen.“ – Sehe ich auch so. Wenn sich Windows die Pfadänderung merken kann, warum bemerken Installationsprozeduren so etwas nicht?

  10. ThBock sagt:

    Och Möööönsch,
    ihr sollt eure Dateien doch in „OneDrive“ speichern!

    • pufaxx sagt:

      … am besten gleich nur noch Computer komplett ohne Festplatte. Aber wahrscheinlich gibt’s die schon längst …

  11. Ralf sagt:

    Was hat ein Update überhaupt in Ordnern wie Dokumente, Bilder oder Videos herumzupfuschen, dass es fehlschlagen könnte, wenn es diese nicht findet? Wenn man das ganze Userverzeichnis auf eine andere Partition verlegt und damit das AppData-Verzeichnis, würde ich das ja noch einsehen, aber rein userspezifische Datenverzeichnisse, die ein Betriebssystem inhaltlich überhaupt nichts angehen?

    Microsoft ist im Entwicklungsbereich doch so auf dem Linux-Trip. Vielleicht mal da abschauen. Seit Jahren habe ich auf meinem Linux-Rechner das Home-Verzeichnis auf einer seperaten Partition. Nach jeder neuen Systeminstallation hänge ich das Home-Verzeichnis wieder ein und weiter geht es ohne Probleme. Auch viel einfacher für die tägliche Datensicherung.

    Auch wenn man den Datenbereich getrennt verschlüsseln möchte, ist das eigentlich die bessere Möglichkeit. Mit Verschlüsselung der Systemspartition macht Windows ja noch mehr Zicken bei Updates. Das genannte Speichern-unter ist ja nett. Und trotzdem landet einem Manches im unverschlüsselten Bereich. Und kommt mir keiner mit Man hat ja nichts zu verbergen. Inzwischen wird hier so viel eingebrochen, da muss man den Kriminellen neben der Hardware ja nicht auch den ungehinderten Zugriff auf finanzielle und persönliche Unterlagen mitgeben. Wer natürlich den PC nur zum Spielen und Internet-Surfen benutzt … Aber der könnte sich eingentlich gleich eine voll verdongelte XBOX zulegen …

  12. Pingback: Anonymous

  13. Lou Autilio sagt:

    Na, mache es seit Jahren nach meiner Anleitung…
    http://www.drwindows.de/windows-anleitungen-faq/27023-benutzer-ordner-andere-partition-verschieben.html
    Jedoch beschränke ich es auf Bilder, Dokumente, Musik & Videos…
    Beim Desktop wurde ich eines besseren belehrt – den lasse ich auf C: – das war mal übel beim starten von Windows als die D. Partition, respektive die Festplatte ausgestiegen war… (Daten waren natürlich gesichert)
    Wobei bei Windows 10, muss ich neu Bilder & Dokumente außen vor lassen, da ich OneDrive nutze… und es da Probleme gab.
    Mit zweiten Ordnern auf D: gelöst und ins Benutzerverzeichnis verknüpft…
    Kann aber künftig sein, dass durch die neuen Builds – die sich ja auch selbstständig herausnehmen welche Anwendungen einfach entfernt werden – auch da Probleme entstehen… – doch dann sollte MS auch nicht mehr anbieten diese Verzeichnisse über „Pfad“ Register anbieten, diese zu verschieben wenn man möchte…
    Ich finde es halt cool, wenn die Stammverzeichnisse beim speichern gleich angeboten werden und ich nicht noch Umwege gehen muss. Doch die Ordner haben nun mal eine Menge an Daten erreicht die ausgelagert auf der D: Partition besser aufgehoben sind.
    AppData habe ich schon seit Vista immer auf C: gelassen…

  14. Marc sagt:

    Hallo ich habe seit meine SSD Festplatte, seit Win7 immer den User-Ordner auf D, ein mechanisches großes Laufwerk verschoben. Bei Win 7 kam es zu gelegentlichen Problemen, bei Windows 10 Pro hatte ich noch keine Probleme mit dem Update 1511, beim 1607 habe ich Angst und so verschiebe ich den rudimentäre User-Ordner für das Update auf C

    • Nur eine Anmerkung: Man kann eigentlich in jeder Software den Speicherort vorgeben, ohne dass man die Profilordner verschiebt. Mache ich seit vielen Jahren so – die Nutzerordner liegen auf dem Windows-Laufwerk, aber ich speichere Fotos, Dokumente, Musik etc. frei auf anderen Datenpartitionen.

  15. Stephan Rupp sagt:

    Ja, ich geb’s zu…: Auch ich habe gleich nach Installation von Windows 7 (also auf einer jungfräulichen Installation) noch vor der Win-10-Aktualisierung nach sauberem Verschieben von „C:\Users“ nach „D:\Users“ (Methode: s. ganz unten) über Symlinks die Benutzerdaten von den Betriebssystem- und Programmdaten getrennt (letztere liegen – wie Ihr schon ahnt – auf einer SSD-Festplatte (finde es ätzend, daß da M$ seit Windows 7 keine saubere Lösung mehr anbietet…: Was war das unter XP noch sauber gelöst!!)).
    Habe dann Windows 10 noch einmal sauber installiert (= plattgemacht).

    Erst lief alles prima, seit Anfang Okt. 2015 bekam ich aber im Prinzip KEINE kumulativen Aktualisierungen mehr installiert…: Sie wurden immer angezeigt, heruntergeladen, „erbaten“ sich dann einen Neustart, an dessen Ende es hieß: „Wir konnten die Installation der Updates nicht abschließen.“ und dann: „Die Installation der Updates erfordert einen Neustart.“ Ich habe nicht damit gegeizt, Windows diese Möglichkeit zu geben… Ich habe so auch immer noch die 10.0.10240, die halt noch die ganzen Kinderkrankheiten hat (was mit am ätzendsten ist, ist, daß die Explorer-Suche nur dann funktioniert, wenn man über den Arbeitsplatz hierarchisch hineingeht und dann irgendwann seine Suche lostritt…).

    Ich weiß schon, daß es bei der Verlagerungsgeschichte immer wieder zu Problemen kommen kann bzw. soll, aber auch bei mir ist der Nutzenfaktor höher gewesen als die Nachteile.

    Nun habe ich heute abend (äh…: gestern nacht…) beim Wühlen im Netz irgendwo den folgenden Hinweis gesehen:
    ——————– Schnipp! ——————–
    In der Registry habe ich dann unter HKLM\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\ProfileList bei den Einträgen Default, ProfilesDirectory und Public in den Werten „%SystemDrive%“ durch „D:\Users“ ersetzt.

    Was soll ich sagen, nach einem Neustart hat sich das Update ohne zu murren installiert.
    ——————– Schnapp! ——————–

    Das habe ich dann auch gemacht, und siehe da…: Kaum zu fassen, aber die KB-Aktualisierung 3176492 lief glatt durch (auch wenn zunächst die Benachrichtigung wieder meinte, es hätten nicht alle Aktualisierungen durchgeführt werden können – eine Minute später hat sich Windows das aber dann anders überlegt und meldete Vollzug! 😉 )!!!
    Die erste seit fast einem Dreivierteljahr!
    Jetzt dachte ich übermütigerweise, daß ich jetzt doch auch problemlos die V. 1511 oder gleich die V. 1607 installiert bekäme, aber gefehlt:
    Beides läßt sich nicht installieren, auch nicht über das Medienerstellungswerkzeug mit externem Installationsmedium! 🙁
    Im ersten Moment vielleicht nicht ganz so schlimm, weil ich gehört habe, daß nach 1511 auch die 1607 nicht unproblematisch ist und z. T. mehr nicht (mehr) funktioniert als vor der Aktualisierung…). Vielleicht laß‘ ich M$ da erst mal losrennen und die Kinderkrankheiten aus der Aktualisierung herausmachen.

    Ergänzt habe ich auch – wie ich es in einem Hinweis im Netz gefunden habe – den bei mir in „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\WindowsUpdate\OSUpgrade“ fehlenden Schlüssel (DWORD) „AllowOSUpgrade“ (mit Wert „1“).

    Nun habe ich zum einen die Warnungen in diesem Blog hier wieder gelesen, zum anderen auch wieder die ganzen Kommentare von Nutzern, die nicht auf dieses Verschieben verzichten möchten.

    Meine Fragen:
    – Soll ich M$ ein paar Tage geben, so daß dann für meinen aktuellen Betriebssystemstand vielleicht über das normale „Windows Update“ eine höhere Version als die 10240 angeboten wird?
    – Kann mein Aktualisierungsproblem etwas zu tun haben damit, daß ich a) KEINE Software für meine Logitech G15 installiert bekomme (Hardware friert incl. NUM-Leuchte KOMPLETT ein!!) und ich b) reproduzierbar das System in gleicher Weise zum Einfrieren bringe, wenn ich im Geräte-Manager unter „Aktion“ den Punkt „Nach geänderter Hardware suchen“ aufrufe?
    Kann also ein Hardware-Konflikt der Grund bzw. mit ein Grund für mein Installationsproblem sein?

    Verschiebemethode für die Nutzerverzeichnisse:
    ——————– Schnipp! ——————–
    1) Vom Installationsmedium booten und bei der Sprachauswahl “Shift-F10″ drücken. Es er-scheint eine Eingabeaufforderung.
    2) Mit dir überprüfen, welche Laufwerksbuchstaben zugeordnet wurden (können sich temporär ändern!!! [Anm.: Am besten unter der normalen Oberfläche in C:\Users ein Verzeichnis Quelle und auf der Zielpartition für die Benutzerverzeichnisse ein Verzeichnis Ziel anlegen, so werden fatale Versehen vermieden!]).
    3) Nun wird der ganze Users-Ordner kopiert, z. B. mit „robocopy c:\users d:\users /mir /sec /xj”; meist heißt der Befehl dann aber „robocopy d:\users e:\users /mir /sec /xj”, weil das Laufwerk C: die Bootpartition von Windows 7 ist.
    4) Der alte Ordner wird mittels z. B. „rd c:\users /s /q” ohne Rückfragen gelöscht; meist „rd d:\users /s /q”.
    5) Nun erstellt man den symbolischen Link: „mklink c:\users d:\users /j” (Ergänzung 11.6.2012: Je nach Verteilung der Laufwerksbuchstaben in Windows PE heißt der Befehl oft „mklink d:\users d:\users /j”. Das erste „d:\users“ ist der Ort, an dem der Link erstellt wird (unter Windows PE), der letzte Teil heißt immer d:\users, weil das genau so kodiert in den Hardlink geschrieben wird. Das gilt dann für die Laufwerke im Ziel-Betriebssystem. Wir wollen das Benutzerverzeichnis nach der Aktion auf Laufwerk D: haben.)
    Nach einem Neustart sind die Daten nun verschoben – und durch den Symlink/Hardlink merkt Windows das nicht.
    ——————– Schnapp! ——————–

  16. Nicholas Holland sagt:

    Ist es auch Problematisch wenn ich dies über Eigenschaften\Pfad mache? Also über die Windows Funktion. Zb. beim Ordner Dokumente oder beim Ordner Desktop? Freundlichst Nicky

  17. Olaf Schlüter sagt:

    Mit Windows 7 habe ich seit Jahren Users auf eine andere Platte verlinkt, und es gab noch nie ein Problem damit – zumindest bei Updates von Windows 7 per MS Update. Was ziemlich sicher nicht funktioniert: eine solche Windows 7 Installation auf Windows 10 zu aktualisieren – das habe ich aber dann auch nie versucht.

    Jetzt denke ich darüber nach, endgültig nach Windows 10 zu migrieren. Nach Studium des Artikels hier denke ich, dass ich nicht noch einmal mit symlinks arbeiten werde. Stattdessen werde ich mich wohl mal mit der Explorer-Konfiguration auseinandersetzen müssen, denn man kann ja auf vielfältige Art die üblichen Orte für Dokumente, Bilder usw. modifizieren. Die Netzfreigabe nutzt die Bibliotheken, die man frei verplanen kann (solange man nicht versucht, da Netzwerkordner einzubinden), und hoffentlich sichert auch der Dateiversionsverlauf die in den Bibliotheken angegebenen Orte, und nicht stumpf nur C:.

    Es ist aber ein ziemlich grosser Mangel von Windows, dass es keine Installation über mehrere Platten hinweg unterstützt.

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