Aktuelles Windows 7 SP1-Installationsmedium erstellen

win7Wer ein System neu mit Windows 7 SP1 aufsetzen möchte, steht vor der Frage, welche Updates er zusätzlich braucht, um aktuell zu sein. Microsoft hat eine Antwort auf diese Frage geliefert.


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MVP-Kollege Mike Halsey hat kürzlich in diesem Tweet auf den betreffenden Microsoft Technet-Beitrag hingewiesen. Man braucht eine Windows 7 SP1-ISO zur Installation. Dann sind folgende Updates zu installieren, um das System auf den aktuellen Stand zu bringen.

  • KB3020369 (April 2015 Service Stack Update)
  • KB3125574 (April 2016 Convenience Update Rollup)
  • KB3177467 (September 2016 Servicing Stack Update)
  • KB3172605 (Juli 2016 Funktionales Rollup Update
  • KB3179573 (August 2016 Funktionales Rollup Update)
  • KB2841134 (Internet Explorer 11 – optional)
  • KB3185330 (Oktober 2016 Monatliche Qualitätsupdate)

Die Links verweisen auf den Microsoft Update Catalog, über den man sich die betreffenden Pakete lokal herunterladen und installieren kann. Das Internet Explorer 11-Update ist dabei optional.

Wer die obigen Updates direkt in die install.wim der ISO-Datei integrieren möchte, muss zuerst die .msu-Dateien expandieren, so dass die .cab-Dateien in einem lokalen Ordner vorliegen.

Update-Pakete

Es fallen dabei eine Menge Dateien an. Gebraucht werden nur die in obigem Screenshot gezeigten .cab-Dateien – alle anderen Dateien sind zu löschen. Im weiteren Schritt muss dann die (aus der ISO-Datei in einen lokalen Ordner kopierte) install.wim mittels DISM gemountet werden.

Dism /Mount-Image /ImageFile:C:\test\images\install.wim /Name:”Windows 7 ENTERPRISE” /MountDir:C:\test\offline

Im Anschluss können die obigen .cab-Dateien in das Offline-Image mit DISM-Befehlen wie:

Dism /Image:C:\test\offline /Add-Package /PackagePath:C:\files\Window7MediaRefresh\CABs\Windows6.1-KB3020369-x64.cab

integriert werden. Anschließend ist das Image mit dem Befehl:

Dism /Unmount-Image /MountDir:C:\test\offline /Commit


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zu entladen. Die betreffenden Schritte sind im Detail im Microsoft Technet-Beitrag erklärt. Im Nachgang kann man dann wieder eine ISO-Datei aus der aktualisierten install.wim und den anderen Dateien des ISO-Installationsmediums fabrizieren. Man kann beispielsweise das kostenlose Tool AnyBurn verwenden, um die ISO-Datei von der alten install.wim zu befreien und die neue Version wieder einzukopieren.

Dieser Aufwand macht aber nur Sinn, wenn Windows 7 auf verschiedenen Maschinen per Master-Image installiert werden soll. Ich würde Windows 7 SP1 installieren und dann die obigen Pakete lokal per Doppelklick auf die .msu-Datei nachinstallieren. (via)

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16 Kommentare zu Aktuelles Windows 7 SP1-Installationsmedium erstellen

  1. Gustav Andreansen sagt:

    Wer will denn bitte ein System mit Windows 7 aufsetzen (in 2017). 😂😂😂
    Willkommen in der Steinzeit.

    • Trillian sagt:

      Moin Gustav Andreansen!

      Na z.B. solche Steinzeitmenschen wie ich, die für ihre Arbeit ein stabil laufendes, ohne Device-based Tracking und andere Spiofunktionen ausgestattetes WinOS benötigen…

    • Thürk Maschke sagt:

      “Willkommen in der Steinzeit.”

      MoinMoin Gustav:)

      Die Steinzeit ist doch schon angebrochen, für Windows Zehn-Junkies:

      Redstone 3 ick hör’ Dir prasseln, wa…;)

      Dieser Steinschlag wird Nadella mehr als nur ein paar “Blaue Flecken” kosten:

      Resignation, Mr. Nadella!

      Back to the future!

      Back to Windows 7!

      Back into the paradise!

      Howgh! I have spoken!

      Schönen Abend:-)

    • Sam sagt:

      Ich z.B., lieber Gustav Andreansen.

      Meine Mails und mein Adreßbuch (die Betonung liegt auf mein!) sollen auch mein bleiben und haben nichts in einer sogenannten Cloud, auf irgendwelchen Servern irgendwo auf der Welt zu suchen!!

      Und das geht nun mal nur (noch) mit Windows 7.

      Da lebe ich auch gerne in der Windows -Steinzeit;-)

  2. Trillian sagt:

    Moin @ All!

    Für diese Art von Infos schätze ich diesen Blog so sehr….

    Thx Herr Born!

  3. Dietmar sagt:

    Hallo! Dienstlich haben wir schon noch Windows 7-Rechner, weil wir erst heuer das Windows 10-Rollout geplant haben (fast 9000 Clients) und Windows 8 / 8.1 ausgelassen haben. Die Anleitung zur Erstellung eines integrierten Convenience Updates hat also schon eine Berechtigung. Auch in der “Neuzeit”. Wer den IE11 ebenfalls integrieren möchte (absolut empfohlen), sollte vorher trotzdem die Prerequisite Packages für den IE11 integrieren:
    KB2533623, KB2639308, KB2670838, KB2729094-v2, KB2731771, KB2786081, KB2834140-v2, KB2882822, KB2888049
    Siehe https://support.microsoft.com/de-at/kb/2847882.
    Dann den IE11 integrieren, zum Schluss das letzte kumulative Update für den IE11.
    Siehe https://support.microsoft.com/de-at/kb/3061428.
    Dann wäre das komplett. 😉

  4. Al CiD sagt:

    Danke für diese Zusammenstellung, Herr Born und auch an Dietmar einen Dank für den Hinweis.

    Windows 7 ist und wird noch für lange Zeit DAS stabile Windows-OS sein…
    Was bisher Windows XP war wird in Zukunft Win7 sein, die Nachfolger 8/8.1/10 sind allesamt am Verbraucher vorbei gefrickelt worden, die Spionagefunktionen und die Update-Mechanismen nicht zu vergessen, ein SuperGAU für jeden Admin!

    …und wenn man unter Win7 die typischen Einfallstore, wie zB MS-Office/Acrobat Reader/Adobe Flash/etc., im Zaume hält, bzw. gar nicht erst benutzt, ist es ein stabiles, mehr als ausreichendes und sicheres Betriebssystem, das auch noch ein hohes Maß an Kompatibilität aufweist…

    Warum sollte man Win7 nicht noch über Jahre hinweg benutzen?

    Bei mir laufen fast alle Windows-Versionen seit XP noch auf verschiedenen (realen) Rechnern um ausreichend Support leisten zu können.

    Win7 läuft bei mir als Haupt-Windows, ansonsten pflege ich unter Linux oder BSD zu arbeiten.

  5. ldlx sagt:

    War hier nicht mal ein Blog-Beitrag, dass mindestens eins der Updates Probleme verursacht, wenn es integriert wird statt im laufenden Betriebssystem installiert zu werden?

  6. volker sagt:

    … Die betreffenden Schritte sind im Detail im Microsoft Technet-Beitrag erklärt.
    Dort wiederum steht “Now we need to install a Windows 7 VM/PC with this image to finish the outstanding servicing actions and install the other updates. Do this either by hand or using your favorite deployment tool.”
    Gibt es dafür eine verständlichere Beschreibung, als die bei M$ verlinkte Seite?
    PS: als DISM parameter ist manchmal “image” durch “wim” zu ersetzen

    • christian sagt:

      Eine der besseren Anleitungen gibt es z.B. HIER.

      Muss man im Grunde nur einmal machen und dann das nicht abgeschlossene Image in Virtualbox immer mal wieder starten und aktuelle Software (z.B. 7zip, Firefox mit passenden AddOns usw) und Updates integrieren. Mache ich alle 4 Wochen. Zeitfaktor Dank Routine mittlerweile auf 15 Minuten reduziert.

      • Kleine Anmerkung zur verlinkten Anleitung. Wenn ich nicht ganz falsch informiert bin (ich hatte mal einen Windows To Go-Beitrag für die c’t in der Mache), darf dieser Ansatz lizenztechnisch nur von Volumenlizenzkunden durchgeführt werden (was auch Sinn der Sache ist). Zum Zweiten lässt sich SysPrep imho nur 3 Mal auf einem Abbild ausführen. Trifft im aktuellen Szenario nicht zu – aber beim c’t-Projekt hatte die heise.de-Redaktion Images von OEMs, wo das Re-Imaging mit SysPrep nicht wirklich funktionierte. Irgend eine Lösung gab es zwar, ist mir entfallen. Aber es war erinnerungsmäßig eine ganz schöne Stoppelei, bis das Ganze glatt gezogen war.

        • christian sagt:

          Mein Fehler. Das hatte ich nicht mehr bedacht. Ich arbeite mit Sicherheit zu über 90% mit Volumenlizenzen. Da denkt man irgendwann nicht mehr darüber nach. Die SysPre-Limitierung ‘umgehe’ ich mit Sicherungspunkte bzw. Klone in Virtualbox. Das funktionierte bisher problemlos.

        • riedenthied sagt:

          Man kann beim Syspreppen eine Antwort-Datei mitgeben, die das SkipRearm-Flag setzt. Damit ist dann keine Neuaktivierung notwendig und dann geht das mehr als 3 Mal. Ist aber vom Anwendungsszenario abhängig, ob das klappt. Habe mir das jetzt nicht so genau durchgelesen. 🙂

    • Dietmar sagt:

      Hallo! Hab’ mir die Artikel von MS angesehen und hier https://www.einfaches-netzwerk.at/windows-7-sp1-convenience-rollup-integrieren/ noch einmal zusammengefasst.
      Zum Erstellen eines Images würde ich immer Hyper-V empfehlen, weil die notwendigen Treiber in Windows integriert sind. Im Fehlerfall kann man dann Treiberprobleme erst einmal ausschließen. Windows 10 Client Hyper-V ist für diese Zwecke perfekt. Dienstlich mache ich sowas ausschließlich mit MDT https://www.einfaches-netzwerk.at/deployment-server-mdt1-vorbereiten/.

  7. Phadda sagt:

    Zitat:”Ich würde Windows 7 SP1 installieren und dann die obigen Pakete lokal per Doppelklick auf die .msu-Datei nachinstallieren.”
    In einem Rutsch lassen sich die MSU/CAB eh nicht integrieren, da beim 3185330 ein 0x800f082f Fehler kommt (Reboot Pending) :-/

  8. André sagt:

    Ich lasse Updates per setupcomplete.cmd installieren, wenn ein Update mal ersetzt wird muss man die MSU nur tauschen und nicht die Install.wim jedes Mal erneuern, was nur unnütz Zeit kostet. Man muss nur das neuste Servicing Stackupdate als erstes Installieren und dann die anderen per /quiet /norestart starten, nachdem das fertig ist, startet man Windows neu und fertig ist es.

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