Warnung von Abzocke mit Fake Movie Maker

[English]Betrüger bieten eine gefälschte Version des Microsoft Windows Movie Maker zum Download an. Der Link hat es in der Google-Suche dank Optimierungen der Ganoven bis an die erste (oder zweite) Stelle, je nach Suchbegriff, in den Suchergebnissen geschafft.


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Das Videoschnittprogramm Windows Movie Maker wird seit geraumer Zeit nicht mehr von Microsoft zum Download angeboten. Dies nutzen Betrüger aus, die auf einer Webseite eine gefälschte Version des Movie Maker zum Download anbieten. Dabei ist es den Kriminellen gelungen, die Webseite windows-movie-maker[.]org in den Suchergebnissen von Suchmaschinen ganz nach oben zu bringen.

Fake Movie Maker in den Google-Suchergebnissen

Sucht man in Google oder anderen Suchmaschinen nach ‘Movie Maker’ wird die gefälschte Seite auf dem ersten Platz in den Treffern aufgelistet. Bei der Suche nach ‘Windows Movie Maker’ taucht die Betrügerseite als zweiter Treffer auf (siehe obiger Screenshot). Der Link führt zu folgender Seite, wo der Movie Maker zum kostenlosen Download angeboten wird.

Seite des Fake Movie Maker

Die gefälschte Software versucht dann, Geld von den Nutzern zu ergattern (obwohl der Movie Maker immer kostenlos war). Installieren Benutzer die auf der oben genannten Website angebotene Software, erhalten sie zwar einen funktionierenden Windows Movie Maker. Im Gegensatz zum offiziellen und kostenlosen Windows Movie Maker von Microsoft behauptet die heruntergeladene Variante jedoch, dass es sich um eine Testversion handele, die auf eine Vollversion aufgerüstet werden muss, um alle Funktionen anbieten zu können. Das soll 29,95 US $ kosten.

Sicherheitsforscher von ESET haben diesen Blog-Beitrag zum Thema verfasst. ESET stuft die Webseite als Win32/Hoax.MovieMaker ein. Am 5. November 2017 war Win32/Hoax MovieMaker die weltweit am dritthäufigsten erkannte Bedrohung und die größte Bedrohung in Israel. Seit dem 6. November hat die ESET-Telemetrie viele Nachweise auf den Philippinen, in Israel, Finnland und Dänemark aufgezeichnet.

Auf der ESET-Seite wird auch erklärt, was man nach einer Installation tun kann (die Software deinstallieren und das System auf Malware scannen). Bei heise.de gibt es zudem diesen deutschsprachigen Beitrag zum Thema.


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5 Kommentare zu Warnung von Abzocke mit Fake Movie Maker

  1. Tim sagt:

    Der erste Treffer auf dem Screenshot zeigt genauso Ganoven ;D

    Ja gut, nicht ganz so schlimme vielleicht… 😉

  2. Könnte ich jetzt sagen: sicherer ist man mit Bing unterwegs, aber es stellt sich die Frage, warum Google so was nicht sperrt, denn man hat sich aktuell ja immer noch Platz 2 gesichert.

    • Günter Born sagt:

      Auch Bing ist nicht wirklich sicherer. Da taucht die genannte Site zwar nicht auf – aber an den ersten Positionen tauchen Anbieter auf, die einen Downloader zum Herunterladen des Movie Maker 2017 anbieten. Pest oder Cholera tät ich sagen.

  3. Dekre sagt:

    Na ja, man sollte schon wissen wo man was runterlädt. Das ist ja nun nicht das erste mal.
    Ich habe mir aus irgendwelchen Gründen vor einem Monat im WMP (Windows Media Player) die Codec-Einstellungen zerschossen, so dass ich dann bestimmte Video-Dateien im bestimmten mpeg2-Modus nicht mehr abspielen konnte. Über VCL-Player ging es. Da bin ich auch auf dieses gestoßen. Ich habe es mir verkniffen darauf anzuklicken und es zu installieren. Das ist so wie: Hier ist das Win 7 SP 2 = das war die Masche auch kurz vor Win 10. Wenn ich nachdenke, so gab es das auch bei Chip.

    Nun gut, ich habe dann das K-Lite codec-Pack installiert (bei Dr. Windows u.a. hier wohl “vertraulichen” Seiten von den Bloggern vorgeschlagen). Danach funktionierte es auch wieder. ABER –
    ABER- ich hatte nun Israel zu Besuch – Lavasoft. Das Ding loszuwerden war schon interessant. Denn es hat MS gefälscht und tatsächlich in Firefox die Suchmaschine Bing mit Handelsmarke ( registered trade mark) installiert. Also einmal Bing gefälscht und dann erlaubt sich das Ding auch noch eine Zeichen für eingetragenen Handelsmarke anzubringen. So hatte ich in Firefox zweimal Bing – eine wahre von MS und eine gefälschte von Israel mit gefälschten Warenzeichen.
    Ich habe das Ding bei mir intern als “Lavasoft” bzw. “Conduit-Befall” bezeichnet.

    Übrigens ist das Gleiche wenn man Windows Picture Manager runterladen will, der ja ab Office 2013 nicht mehr mit enthalten. Da hilft auch was einfaches, aber bitte nicht von solchen Seiten. Es geht auch offiziell von MS.

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