Notepad-Absturz beim Drucken

Nach der Installation von FRITZ!Fax auf einem Windows 7 Ultimate (64-Bit-System) musste ich feststellen, dass der Windows-Editor Notepad nicht mehr verwendbar war. Beim Versuch, aus dem Editor zu drucken, stürzte das Programm ab und "telefonierte" nach Redmond. Deinstallation der FRITZ!Fax-Software brachte nichts – und erst nach längerer Feldforschung konnte die Ursache gefunden werden.


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Hilfe, Notepad stürzt beim Drucken ab

Tja, da habe ich mich astrein ins Knie geschossen. Die Installation der FRITZ!Fax-Software auf meinem Windows 7 Ultimate (64 Bit) produzierte einen Fehler. Trotzdem konnte ich die Fax-Software problemlos in Betrieb nehmen. Erst einige Stunden später stellte ich fest, dass der Windows-Editor Notepad nicht mehr drucken konnte – sobald der Befehl Drucken im Menü Datei gewählt wurde, stürzte das Programm ab und meldete den Fehler nach Redmond.

Natürlich dachte ich gleich an FRITZ!Fax – und da es keine "supportete Anwendung" ist, versuchte ich eine Deinstallation. Aber das war bereits problematisch – meldete der Uninstaller doch, dass einige Sachen nicht deinstalliert werden konnten – und ein FRITZ!Fax-Drucker blieb auch im Ordner Drucker und Geräte zurück. Also habe ich den Drucker manuell deinstalliert – was aber an den Abstürzen nichts änderte.

Feldforschung ist angesagt

Da Windows aber jedes Mal einen Fehlerdump anfertigte und nach Redmond schicken wollte, habe ich mir die Fehlerprotokolldatei angesehen. Und dort wurde gemeldet, dass der Explorer.exe beim Zugriff auf eine DLL-Datei abstürzt. Eine Recherche nach dem Namen der DLL-Datei brachte dann zu Tage, dass diese wohl zu den Kyocera-Druckertreibern des installierten FS-1030D gehörte. Fand ich zwar ziemlich krass, da dieser Drucker durch Windows 7 automatisch über das Update mit signierten Build-In-Treibern versehen wird.

Aber es gab eine Spur in die richtige Richtung. Ich habe also mal kurz den Standarddrucker auf ein anderes Gerät umgesetzt und den Windows-Editor erneut probiert. Und schon konnte ich auch die Druckfunktion aufrufen. Damit war das Verhalten des Editors erklärbar. Das Teil ist recht "gichtig" programmiert und greift ausschließlich auf den Standarddrucker zu. Da aber der signierte Druckertreiber wohl ein Problem mit Windows 64-Bit hat, kommt es zum Absturz (bei anderen Anwendungen konnte ich keine Abstürze provozieren und sogar mit dem Treiber drucken).

Die Lösung mit "Notnagel"


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Nach dieser Erkenntnis ging es dann zur Frage, ob sich das Problem lösen lässt. Auf der Kyocera Webseite für Europa konnte ich dann feststellen, dass der FS 1030D bereits etwas stiefmütterlich behandelt wird. Es waren zwar 64-Bit-Treiber für Windows XP, Vista und Windows Server 2008 vorhanden, aber es wurde nichts für Windows 7 aufgeführt. Beim Vergleich der Treiberversionen bemerkte ich aber, dass der mit Vista Premium Logo centified bezeichnete Treiber die Version 4.3.0405 aufwies. Auf der Seite wurde aber auch ein Treiber mit der Version 4.4.0403 für 64-Bit-Vista angeboten.

Also habe ich den Treiber heruntergeladen und dann über die Druckereigenschaften den Treiber aktualisieren lassen. Windows 7 meldete zwar, dass der Treiber keine Signatur aufweist und nicht installiert werden sollte (natürlich extrem super bei einem 64-Bit-Windows- welches auf signierte Treiber angewiesen ist). Aber der Treiber ließ sich installieren und danach funktionierte auch das Drucken mit Notepad.

Shit happens – speziell mit den 64-Bit-Versionen von Windows.


Weitere Infos zu Windows 7 finden sich in meinen Windows 7-Tricks-Titeln.


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