Einschalter an Medion-PCs reparieren

Medion verwendet bei seinen Desktop-Computern eine “stylishe” Frontblende zur Verkleidung, die so manchem Benutzer jedoch mächtig Ärger macht. Denn irgendwann klappt der Einschalttaster an der Frontseite nicht mehr. Im Beitrag möchte ich einen Reparaturansatz skizzieren.


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Ich hatte hier bereits über das Thema gebloggt. Medion verschiebt über Discounter wie Aldi und Hofer eine Menge Computer in deutsche oder österreichische Wohnstuben. Es gab sogar Zeiten, wo man was richtig gutes für sein Geld bekommen konnte (hier stehen über 10 Jahre alte Medion-PCs, die immer noch werkeln). Doof nur, dass offenbar ein paar Designer-Freaks bei Medion das Produktmanagement übernommen haben und nun die Funktionalität flöten geht.

Und eine der Klippen stellt die Frontblende der aktuellen Medion-Desktop-Systeme dar, die zwar schnieke ausschaut, aber konstruktionstechnisch so ziemlich alles auf den Kopf stellt, was einem Feinwerker heilig ist. Wäre ja egal, wenn das Zeugs funktionieren würde. Neben der DVD-Auswurfmechanik ist der Einschalttaster ein Grund vielfachen Übels. Das hier oben gezeigte dreieckige Teil sieht zwar wie ein Schalter aus, ist aber keiner. Wer einmal eine Suchmaschine seines Vertrauens mit den Stichwörter “medion einschalter kaputt” füttert, wird zu ganz neuen Einsichten gelangen.

Wusste ich nicht, als ich mir Ende 2009 mal wieder einen Testkauf bei Aldi genehmigte, um rauszufinden, was so in deutschen Wohnstuben werkelt. Da ich das gekaufte Zeugs nicht auf Basaren verschenke oder bei eBay verticke, sondern selbst nutze, hat es mich nach 2 Jahren auch getroffen. Oder präziser: Bereits bei der ersten Inbetriebnahme des neuen Medion hat sich dieser bei der Windows 7-Erstkonfigurierung aufgehängt. Also habe ich den Strom abgeschaltet, wieder eingeschaltet und den “Einschalter” nochmals betätigt. Schon damals fiel mir auf, dass das Teil irgendwie klemmte. Ich musste mit dem Finger hinter die Blende fassen und etwas drücken, so dass die Kappe wieder zurück rutschte. Damals ist etwas kaputt gegangen – was ich aber nicht wusste – und mit der Zeit wurde das Einschalten immer schwieriger – irgendwie hieß es, den dreieckigen “Einschalter” drücken, bis der PC vielleicht bootete – und oft per spitzem Finger hinter der Blende die hakende Kappe wieder zurückschieben. Nun war es aber soweit, nix ging mehr.

Von Apotheken, kotzenden Pferden und Rosskuren

Wat makt we nu? Das war die gute Frage. Weil ich schnelle Abhilfe wollte, habe ich mal etwas im Internet recherchiert, um herauszufinden, wie man die Frontblende abbekommt.  Und unter [1] wurde ich fündig. Ich brauchte zwar mehrere Anläufe, aber irgendwann hatte ich das Teil kollateralschädenfrei demontiert.


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Als ich mir dann das “Innenleben” des “Einschalters” anschaute, traf mich fast der Schlag. Es handelt sich um eine dreieckige Kunststoffkappe, die als “Widerlager” wohl von mäandernden, dauerelastischen Kunststoff-Stegen arretiert wird. Drückt der Benutzer die Kappe an der Frontblende, biegt sich der dauerelastische Kunststoffsteg etwas durch und ein Vorsprung am oberen Rand (hier mit rotem Pfeil markiert) drückt auf den Einschalttaster am Desktop-Gehäuse.

Und da kommen die “vor der Apotheke kotzenden Pferde” ins Spiel. Beim ersten Drücken des Ein-Tasters scheint bei meinem System wohl der untere “mäandernde und gut 2 mm dicke Steg” gebrochen zu sein. Vor einigen Wochen ist dann auch noch der 2mm dicke obere Steg gerissen, so das der “Einschalter” eigentlich keine Funktion mehr hatte. Im früheren Leben, so gut vor 34 Jahren hatte ich mal Maschinenelemente und Konstruktion im Grundstudium. Damals durfte ich Getriebe konstruieren und als Studienarbeiten abgeben. Auch feinwerktechnische Arbeiten waren darunter. Hätte ich eine solch windige Konstruktion abgeliefert, mein Prof hätte mir die Arbeit – berechtigter Weise – nur so um die Ohren gehauen, “bis es summt”. Heute wird so etwas als “stylish” in aktuellem Computerschrott verbaut und unter’s Volk gebracht.

Ich habe dann zur Selbsthilfe gegriffen, eine Heißkleber-Pistole genommen und die gerissenen Stege verklebt (der Kleber wurde etwas dicker aufgetragen, um die mechanische Stabilität zu verbessern). Die ganze Prozedur musste von mir zwar zwei Mal (inklusive Demontage der Frontabdeckung) durchgeführt werden. Aber jetzt ‘löppt’ der Rechner wieder und der “Einschalter” funktioniert tadellos.

Was mich frustriert …

Ich akzeptiere, dass einem Hersteller mal ein Fehlgriff passiert. Aber ich beobachte das Ganze jetzt seit 2009 (das Gehäuse hat sich bisher nicht geändert) und schaue gelegentlich auch über die “Tests” von PC-Welt, Chip oder Computerbild. Da analysieren die Redakteure jede Komponente, lassen ihren Senf zu Softwarebeigaben ab und machen sich über Gott und die Welt Gedanken. Aber noch keinem ist der Mist beim Einschalter (und auch beim DVD-Auswurf) irgendwie aufgestoßen – obwohl ich die Redaktionen per Kommentar auf diese Macke aufmerksam gemacht habe. Ein entsprechender Hinweis einer solchen Zeitschrift, und Medion würde da ganz fix Abhilfe schaffen.

Daher habe ich jetzt folgende Schlüsse gezogen: “Tests” der oben genannten Zeitschriften habe ich schon immer mit “spitzen Fingern” angefasst und versucht zwischen den Zeilen zu lesen – werde jetzt aber wohl einen noch größeren Bogen drum rum machen. Ich werde jetzt mal den Medion-Support anmailen und die Frontblende reklamieren (wobei es mich ärgert, das sich jetzt die Rechnung raussuchen, eine Modell- und Seriennummer eruieren und eingeben muss und bei Medion nachhaken darf – mal schauen, ob die mich mit einer “Standard-Antwort” abspeisen oder anstandslos eine neue Frontblende schicken werden, die ich dann als doofer Kunde selbst montieren darf). Und der letzte Entschluss: Eigentlich wollte ich ja keine PC-Systeme selbst zusammen bauen. Aber mit dem, was mir die Hersteller in den letzten Jahren zumuten wollen, werde ich wohl nicht mehr drum herum kommen, die Sache zukünftig selbst in die Hand zu nehmen.

Und damit möchte ich den Rant auf Medion und Aldi-Computer beenden. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen Leidensgenossen, wenn es mit dem tollen Medion Computer mal beim Einschalter “klemmt” – so long.

Links:
1: Frontblendentausch_DB3_(v1.0)_public.pdf


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26 Responses to Einschalter an Medion-PCs reparieren

  1. Günter Born sagt:

    Zufällig heute hatte ich jetzt – wegen eines anderen Themas – Kontakt mit Medion. Da habe ich das Frontblenden/Ausschalterproblem einfach mal angesprochen. Medion hat scheinbar in nachfolgenden Modellen die Schwachstelle Ausschalter so modifiziert, dass das Problem nicht mehr auftreten soll. Kann es mangels Testsystemen nicht überprüfen. Aber der vor 1 1/2 Jahren mittels Heißkleber reparierte Taster funktioniert nun wie Willi – kann jetzt also nicht mehr klagen – und die Frontblende habe ich immer noch nicht bei Medion angefordert (na ja, ist nun eh vorbei, da Gewährleistung abgelaufen).

    • Bernd sagt:

      Wie bekomme ich die Frontblende ab. Nirgends etwas zu finden

    • Mir hat vor allem der hinweis auf den eigenlichen Schalter “Roter Punkt” sehr geholfen. Frontblende abgebaut, da war noch alles ok.
      Der Schalter sollte im Kühlblech sein, war rausgefallen, also auch Seitenblende
      abgebaut Schalter gefischt. Mit 2 Klemmnasen wird der Schalter sinniger weise
      von unten ach oben im Kühlblech fixiert. Bi Erschütterung löst er sich nach untern und fällt raus. Abhilfe: Beim Eindetzten an der unteren Nase tropfen Sek.Kleber Einsetzten mit Finger halten fertig.
      Keinesfalls kleber oben da könnte was in den Druckknopf kommn das wars dann.

  2. Tanja Hesselbach sagt:

    Ich hatte das Problem auch und habe es mit einem Kabelbinder gelöst!

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  4. Sebastian Bormann sagt:

    Großes Lob an den Herrn Born. Mein Medion Pc hat jetzt sechs Jahre ohne irgendwelche Probleme funktioniert. Gestern ist dann das Problem mit dem Einschalter passiert – darauf muss man als Leihe erst mal drauf kommen. Wie auch immer dank ihrer Beschreibung funktioniert jetzt alles wieder wie am ersten Tag – großes Dankeschön und alles Gute!

    • Günter Born sagt:

      @Seb: Danke für die Rückmeldung – Koinzidenz – Vorgestern habe ich erst den Bildverweis auf die Fotos neu eingebunden, da mir die Originalbilder von einem Image-Hoster gelöscht wurden (es dümpeln “nur noch” 950 gebrochene Verweise in meinem Blog – ein Teil des täglichen Wahnsinns, mit dem sich ein Blogger rumschlägt).

  5. Claus Schmitt sagt:

    Hallo Herr Born,
    Ihr Beitrag ist sehr hilfreich; auch bei mir hat der Rechner keinen Mucks mehr beim Einschalten gemacht; der Anruf bei der Medion-Hotline (1,55 € /min !!!) erbrachte nichts….
    Danach habe ich Ihre Beschreibung gegoogelt und dort u.a. erfahren, wie man das Gehäuse öffnet.
    Danach stellte ich fest, dass bei mir zwar keine Plastikstege gebrochen waren, aber dass die kleine Schalter-Leuchtdiodenleiste komplett auf dem Boden lag. Ich konnte sie wieder reindrücken, nachdem ich die Festplatte vorübergehend entfernt hatte.

    Medion dürften die Probleme ja auch bekannt sein, aber es kam kein Hinweis in dieser Richtung.
    Ich sollte das Gerät kostenpflichtig nach Mühlheim (?) schicken, aber das macht man ungern, auch im Hinblick auf die Festplatte.
    Nochmals vielen Dank für Ihren Bericht, er hat mir viel Ärger erspart.
    Gruß
    Claus Schmitt

  6. Claus Schmitt sagt:

    Diese Antwort zum Schalterproblem kam von Medion; das sollte man vor dem Kauf *auch* berücksichtigen…:
    Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

    “leider haben Sie eine Leistung angefordert, die nicht im Rahmen der Garantie erbracht wird oder Ihr Gerät befindet sich nicht mehr innerhalb des Garantiezeitraums.

    Hierunter fällt zum Beispiel die Konfiguration von Software bzw. Fremdsoftware, Hinweise zur Datensicherung / Rettung, Routerkonfigurationen und das Einrichten von nicht mitgelieferten Betriebssystemen oder Heim-Netzwerken.

    Um Ihnen trotzdem Hilfestellung bei Serviceanfragen, technischen oder allgemeinen Fragen anbieten zu können, haben wir für Sie einen kostenpflichtigen Service eingerichtet.

    Wenn Sie hiervon Gebrauch machen möchten, so rufen Sie bitte die Telefonnummer 0900 1306030 an.
    Sie werden aufgefordert, eine sechsstellige Identifikationsnummer einzugeben.
    Diese Nummer lautet 318161. Nach Eingabe dieser Nummer wird Ihre Telefonrechnung mit einem Betrag von € 4.99 belastet und Ihre Anfrage an unser Expertenteam weitergeleitet.

    Bitte beachten Sie, dass diese Art der Bezahlung derzeit nur aus den Telefonfestnetzen, nicht aus den Mobilfunknetzen möglich ist.

    Ihre Anfrage wird bis zur Lösungsfindung, jedoch maximal viermal von unserem Expertenteam per E-Mail beantwortet, d.h., Sie können bis zu drei Rückfragen zum Ursprungsproblem stellen. Wir bitten von vom ursprünglichen Thema abweichenden Fragen abzusehen, da diese gesondert berechnet werden müssten.

    Für den Support entstehen Ihnen darüber hinausgehend keine weiteren Kosten.

    Falls Sie unseren Service nicht in Anspruch nehmen möchten, so verfällt Ihre E-Mail nach einer Lagerzeit von drei Wochen.
    Sie wird danach gelöscht und nicht weiter bearbeitet.

    – Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail; Antworten werden ungelesen gelöscht, da dieses Konto nur zum Versand eingerichtet wurde “….

    • Günter Born sagt:

      @Claus: Der Beitrag ist aus 2011 zu einem System aus 2009, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Meines Wissens nach ist das bei neuen Gehäusen geändert (ihr solltest davon ausgehen, dass der Medion-Qualitätssicherung mein Blog-Artikel bekannt ist und gelesen wurde – wie auch andere Artikel mit Hinweisen, was man anders/besser machen könnte).

      Trotzdem schön, dass es weiter geholfen hat – dafür hämmere ich die Beiträge ja in dieses Internetz …

  7. Cris K. sagt:

    Es geht noch viel einfacher:
    Deckel auf, Festplatte rausnehmen, dahinter befindet sich eine Platine mit Einschaltknopf und Leuchtdiode. Das Kabel ist lang genug, um den Einschalter außerhalb der Umkleidung unterzubringen, Deckel zu, aber dabei natürlich die Kabel nicht abklemmen. Fertig.

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  9. Pra sagt:

    Vielen, vielen Dank für diese genaue Anleitung! Wir hatten heute Abend genau so ein Problem mit unserem Medion und wären sonst echt ratlos gewesen. Jetzt war es so einfach – DANKE! Und der PC läuft wieder :-)

  10. Jürgen Gorczak sagt:

    Googeln ist also doch hilfreich.
    Hatte das gleiche Problem.
    Nur mit dem Stichwort “Medion PC Einschalter defekt” habe ich Ihre Seite gefunden.
    Und ohne die Anleitung wäre ich wohl nie auf diesen Fehler bzw. Vorgehensweise zur Behebung gekommen.
    Vielen Dank :-)

  11. Alois Tekotte sagt:

    Hallo zusmmen
    Hatte an meinem Medion PC Einschalter die gleichen Probleme.
    Da ich von der obengenannte Technik keine Ahnung habe, wie man das Ding auseinander baut, und geschweige wieder zusmmen kriegt, habe ich aus lauter Verzweifelung ein Silicon Spray um den Einschalter gesprüht. Ach welch ein Wunder der Schalter Funktioniert wieder.

  12. Klaus sagt:

    Danke es hat prima funktioniert. Wobei in meinem PC nur der Einschalter aus dem Gehäuse ausgehakt war. Kein Wunder wenn man den mit den Klemmteilen in Richtung der Schwerkraft einbaut. Unglaublich.

  13. Hans sagt:

    Vielen Dank für Deinen Blog, er hat die Problematik sehr gut aufgezeigt. Inzwischen scheint Medion tatsächlich etwas am Design des Einschalters geändert zu haben: die Plastik-Einheit an der Frontblende sieht sehr viel stabiler aus als in Deiner Beschreibung und war in meinem Fall auch nicht die Fehlerursache.

    Stattdessen war es wie bei meinem Vorposter Klaus der innere Einschalter, dessen Befestigung durch Einführung eines Plastikzapfens von unten in eine Metallschiene lediglich durch Schieben desselben nach oben gewährleistet werden soll. Dass das nach den Gesetzen der Schwerkraft nicht ewig gut gehen kann, sollte dem Hersteller eigentlich klar sein (Setzen, 6!). Diese Fehlkonstruktion hat bei zugegeben geringer Nutzung immerhin fast 5 Jahre gehalten. Geplante Obsoleszenz kann man Medion wohl nicht vorwerfen. für mich steht allerdings fest: jeder Computer-Laie hätte den Rechner zwecks kostenpflichtiger Reparatur an Medion geschickt. Zum Glück gibt es den Blog borncity. So habe ich nur die Festplatte ausbauen, den Schalter wieder in die Schiene schieben müssen – und der PC ist wieder fast wie neu!

  14. bo sagt:

    had the same problem with a hofer medion computer from 2012/reading this blog gave me the courage to take off the side, unscrew the hard drive to discover that the switch had simply fallen off its mount..i replaced it and fixed it with a piece of wood so that it wouldn’t happen again so easily
    (see comment from hans)
    thanks for all the tips–it is important that the experience of others IS shared so that one doesn’t spend 100s of € to have a computer looked at and only possibly repaired….

  15. Sönke sagt:

    Man kann einen PC auch völlig ohne Einschalter betreiben. Im BIOS geht man bei den Energieoptionen zu “Power on after AC Power Loss” (bzw. “Power Failure”) und setzt den Wert auf “Power on” (bzw. “Always on”). Das BIOS wird dann über “Save + Exit” verlassen. Der PC fährt nun hoch, sobald er Strom bekommt. Das Einschalten erfolgt jetzt also über die Steckerleiste. So ist man von dem blöden Schalter völlig unabhängig.

  16. Michael sagt:

    Wer billig kauft, kauft 2 mal.
    Das ist halt ein typisches Beispiel “geplanter Obsoleszenz”. Einschaltknopf ist so gebaut, dass er kurz nach Ende der Garantie bricht, neue Frontblende bei Medion bestellen ist wahrscheinlich sehr teuer. Kunde der sich nicht auskennt bzw. nicht basteln will kauft sich ein neues Gerät (wieder von Medion)

    Irgendwo müssen die Hersteller aber auch dran verdienen. Alle wollen alles billig haben. Ein 400 Euro Medion PC kann dann natürlich nicht so gebaut werden, das er 10 Jahre haltet. Dann müsste Medion hochwertigere Teile verbauen und der Kunde müsste dann aber auch mehr bezahlen.
    Das ist halt der Teufelskreis unserer Wegwerfgesellschaft.
    In 40 Jahren wenn das Erdöl alle ist, ist damit eh Schluss.

  17. Werner Müller sagt:

    Es ist doch immer wieder toll, dass es Menschen gibt, die wissen wie´s geht! DANKE! Nur schlimm, dass so ein Mangel an einem weitverbreiteten PC beim Hersteller MEDION keine konstruktive Reaktion auslöst. Also Finger weg bei Herstellern, die auf dem hohen ROSS sitzen und meinen die Kunden sind doof!

  18. Hans sagt:

    Fast genau 13 Monate hat es gehalten, heute lag der Einschalter wieder auf dem Boden des Gehäuses. Glücklicherweise konnte ich mich einige Zeit später (nachdem ich vergeblich versucht hatte, die Frontblende ganz abzubekommen) wieder an den Reparaturvorgang erinnern:
    Rechte Seitenklappe öffnen, rechten Vorderfuß abnehmen, die 2 Schrauben der Festplatte lösen, die Festplatte rausziehen, den Schalter wieder einklemmen, Festplatte rein, Netzstecker rein, läuft er? Jaaa! Festplatte festschauben, Fuß wieder anschrauben, Gehäuse zu – bis nächstes Jahr im Sommer …
    Ich werde eine Anleitung schreiben und in unseren IT-Ordner hängen, falls ich mal nicht erreichbar bin … aber vielleicht haben wir ja bis dahin einen schnelleren PC – wenn’s nach mir geht, ganz bestimmt nicht von Medion!

    • Kim O. Fee sagt:

      Vielleicht schaust Du mal im Bios nach – da gibt es meistens (zumindest bei meinen NBs unterschiedlicher Hersteller) eine Funktion “Klappe auf, Computer an” (äquivalent zum mechanischen “Netztaster”); zum Ausschalten nimmt man dann “Herunterfahren beim Zuklappen” in den Energieoptionen von Windows.

  19. Peter sagt:

    Hallo
    Immer wieder ist zu hören “wer billig kauft , kauft zweimal”
    Das hier aufgeführte Problem hat damit nichts zu tun.
    Diesen Taster anders/richtig zu konstruieren hätte keinen Cent mehr gekostet.

    Gruß

  20. Claro sagt:

    Nun ist’s auch mir passiert. Eigentlich gab es das Problem latent schon länger, da aber mein PC nahezu immer läuft trat das Problem, das ich jetzt habe, nur sehr selten auf und ich konnte ihn immer wieder nach längerem herumdrücken mit nachfolgender großer Erleichterung einschalten.
    Nun aber wegen einer längeren Abwesenheit über 4 Wochen ausgeschaltet – und läßt sich nun nicht mehr einschalten!
    Das Innenleben sieht exakt so aus wie hier schon mehrfach erwähnt, daher war für mich klar: Schalter aus der “Halterung” raus, im Lochblech ein größeres Loch zum Durchstecken des Schalters hergestellt, detto deckungsgleich in der Frontblende (die Anleitung zum Entfernen dieser ist das Beste an der gesamten “Konstruktion”!) eine Bohrung hergestellt, Schalter rausgefädelt, die Verkleidungen wieder angebracht, PC verkabelt, Netzschalter plus Taster betätigt … und nix geschah. Der PC bleibt tot!
    Wo kann der Fehler stecken? PC vor Wochen heruntergefahren, abgeschaltet, Pseudoreparatur wie geschildert vorgenommen – und nichts regt sich.
    Hat jemand eine Idee???
    Einen neuen PC zu kaufen wäre zwar eine Option – aber wie bekäme ich meine diversen installierten Win7-Programme am neuen PC (der ja sicher mit Win10 laufen würde) zum laufen. Die meisten habe ich über “Giveaway of the Day”, die wären dann ja nicht mehr wieder zu holen… das wäre ganz arg!
    Für einen brauchbaren Rat wäre euch sehr dankbar!

  21. Anonymous sagt:

    Danke für die Anleitung zum Abnehmen der Frontblende. Das sich eine Firma wie Medion erlaubt so einen Mist zu verbauen wo doch der Einschaltknopf das häufigst benutze mechanische Bauteil am Rechner ist hätte ich nicht geglaubt. Dank dieser Anleitung konnte ich mir selbst helfen und den Einschaltknopf wieder entsprechend fuxieren!

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