Neues zu Windows 8

Neben Office stellt sich die Frage, wie es um Windows 8 steht? Schlecht, wenn man Gartner glauben schenken darf. Denn nach deren Ansicht “wird Unternehmen von Windows 8 schlecht”. Derweil verdichten sich die Gerüchte, dass Microsoft kurz vor RTM steht.


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Gartner: Windows 8 ist schlecht für Unternehmen

Gartner-Analyst Gunnar Berger fasst in seinem Blog-Beitrag seine Meinung zu Windows 8 im Unternehmenseinsatz zusammen “schlecht”, zumindest aus Sicht der Desktop-Benutzer. Na ja, Gartner, wer ist das denn, wird vielleicht mancher genervte Zeitgenosse fragen. Immer noch ein gut gebuchtes Analysten-Unternehmen, was aber mit manchen Analysen ziemlich daneben liegt (siehe hier).

Zudem ist der Blog-Beitrag keine offizielle Position von Gartner, sondern von Gunnar Berger. Bei heise.de findet sich hier ein Excerpt des Blog-Beitrags. Aber die Argumente von Gunnar Berger kann ich ziemlich gut nachvollziehen – habe ich vor vielen Monaten doch ähnliche Problemstellen beim Arbeiten mit der Windows 8 Consumer Preview festgestellt – was Microsoft da abliefert, ist der Gau für jeden GUI-Designer. Könnte also gut sein, dass der Gartner-Mann diesmal mit seiner Analyse ziemlich gut trifft.

Microsoft erzählt mal wieder: über Hardwarebeschleunigung

Im Windows Engineering Team-Blog lässt man Rob Copeland, Programmmanager des Grafikteams, zu Wort kommen. Er geht auf die Hardwarebeschleunigung für Grafik in Windows 8 ein. Rob wirft mit einer ganzer Menge Diagrammen, eingehüllt in noch mehr Text um sich. Wen das interessiert, kann sich das Zeugs direkt bei Microsoft reinziehen.

Neue Bilder des Windows Store RTM aufgetaucht

Rafael Rivera hat in seinem Blog withinwindows.com ein paar neue Screenshots des Windows Store, wie er bei Verfügbarkeit der RTM aussehen wird, veröffentlicht. Ein paar Screenshots kommen mir indes bekannt vor, habe ich doch genau die “geheime” Darstellung beim Erstellen meines Windows 8-Buchmanuskripts noch vor ein paar Tagen zu Gesicht bekommen. Egal, wen es interessiert, findet hier die Galerie der Screenshots.

Screenshots der Windows Pre-RTP geleaked

Es ist mal wieder ein Sack Reis in China umgefallen – und bei WinUnleaked.info hat man ein paar Screenshots der Aero-losen Pre-RTM Fenster veröffentlicht. Die Site Dr. Windows hat hier einen kleinen Artikel veröffentlicht und die Screenshots eingebunden.  Auch bei theverge.com bringt hier einen Artikel.

Was mich an WinUnleaked.info mittlerweile nervt: Tausende Schwätzer fluten die Forenthreads – aber auf konkrete Nachfragen bringt Insider Canouna, der schon vor zwei Wochen seinen Abflug angekündigt hat, keine Butter bei die Fische. So ist noch immer offen, ob z. B. der Windows DVD-Maker rausgeflogen ist, ob Aero Peek oder Aero Dock noch geht etc. Da weiß ich auch nicht, was ich von Canounas heutiger Ankündigung zu halten habe, dass die RTM noch 96 Stunden entfernt sei.

Preis, Preise, Preise für Apps

Bei Microsoft ist alles geregelt – wo die Start-Schaltfläche zu fehlen hat, wo Apps für Windows 8 bezogen werden und was diese kosten dürfen. Wer Apps kostenpflichtig anbieten will, muss dafür mindestens 1,49 US $ ansetzen. Bis zur Preisgrenze von 4,99 US $ kann der App-Preis in Schritten zu 50 Cent erhöht werden. Der maximale Preis für eine App liegt bei 999,99 US $.


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Ein neuer Hut kommt da billiger – wenn Microsoft auch Apps zulässt, die gar nichts kosten. Wie man hier nachlesen kann, ist es Entwicklern gestattet, Werbung innerhalb einer App zu platzieren, um so die App zu finanzieren. Wer Apps anbieten möchte, muss als Privatanbieter 37 US $ pro Jahr berappen, Unternehmen zahlen 75 Euro per Anno.

Das kann ja teuer werden

Klingt günstiger als das, was engadet.com hier offenlegt: Ein Entwickler des XBLA-Spiels will einen bekannten Fehler nicht patchen, weil die Tests durch Microsoft den Hersteller mehrere zehntausend US $ kosten würde. Da wird der ganze Abgrund des App-Gelumps deutlich: Als Kunde bin ich auf den Microsoft Store angewiesen und als App-Entwickler hänge ich auf Gedeih und Verderb am Goodwill von Microsoft.

Nur die dümmsten Kälber wählen sich ihre Metzger selber

Ich erinnere mich, dass dieser Spruch schon mal von Edmund Stoiber fiel. Bevor es nun Off-topic wird, zurück zum Thema: Wir hängen alle an der Nadel – äh, in the cloud.

Da passt diese Meldung ganz gut rein: Sowohl Apple als auch Microsoft sperren Benutzerkonten, weil Benutzerdateien, die auf den betreffenden Onlinespeichern hochgeladen wurden, den Nutzungsregeln widersprechen. Zwei, drei Aspekte dieser Geschichte gefällig?

Nun, nur noch sehr naive Zeitgenossen gehen davon aus, dass die Daten “in the Cloud” sicher sind – Microsoft, Apple & Co. scannen diese Dateien permanent. Manches ist im Rahmen von Industriespionage ganz nützlich, anderes erregt Anstoß – und wenn es ggf. das Foto des Sprößlings ist, der nackt auf dem Rasen herumtollt. In Amiland gelten in vielem halt andere Sitten.

Doof nur, wenn der Live ID-Account sang- und klanglos gekündigt wird, und man weder an seine Dateien, noch an seine gekauften Apps oder anderen Dokumente herankommt. Auch die Roaming-Profile für Windows 8 oder eventuell gehostete Kontakte und Mails sind im digitalen Nirvana der Zensur zum Opfer gefallen. Da müsste man doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn man sich auf diesen Schlitten setzen …

… aber wie pflegte schon Edmund Stoiber zu sagen: Wo Heu ist, sind auch viele Kälber – oder so ähnlich.


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