Hackerangriff auf Bundestag nicht zu stoppen–mustert man endlich alte Rechner aus?

Seit Wochen macht ja die Nachricht von einem Hackerangriff auf das Netzwerk des Bundestages die Runde. Ein Cyberangriff war erfolgreich und ein Trojaner fischt Daten von den Netzwerkrechnern ab. Nun wird über einen Austausch der Hard- und Software nachgedacht, was Millionenkosten verursachen dürften.


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In diesem Artikel schreibt Spiegel Online, dass der per Cyberattacke eingeschmuggelte Trojaner noch immer im Netzwerk aktiv sei und Daten transferiere. Vermutet werden östliche Geheimdienstkreise hinter diesem Angriff. Laut Spiegel Online befürchten “Parlamentskreise” einen Totalschaden, so dass Hard- und Software mit Millionenkosten ausgetauscht werden müsse.

Immer wenn ich solche Meldungen lesen, werde ich hellhörig. Unter dem Strich bedeutet dies doch, dass die IT-Verantwortlichen keine Ahnung haben, wie sich die Schadsoftware eingenistet hat. Problem ist auch, dass Abgeordnete sich weigern, Mitarbeitern des BSI Zugang zu den Rechnern zu gewähren. Ist der Schädling auf diesen Maschinen, wir das Netzwerk und die Software Parlakom natürlich neu infiziert.

Hier drängt sich mir der Eindruck (der falsch sein kann) auf, dass hier eine Mischung aus Inkompetenz und Gewurschtel dazu führt, dass eine alte Infrastruktur auf diese Weise ausgetauscht werden soll. Ich kann es nicht belegen, aber irgendwie war mir, das auch im Bundestag bzw. bei den –Mitarbeitern noch Windows XP im Einsatz war.


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5 Antworten zu Hackerangriff auf Bundestag nicht zu stoppen–mustert man endlich alte Rechner aus?


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  2. Marc sagt:

    interessant wäre ja ob die Hardware wirklich veraltet ist oder ob sich nur ein veraltetes OS drauf befindet ;-)

    bei letzterem sollte man die Festplatten entfernen und Kinderheimen/Grundschulen usw. dies zur Verfügung stellen bzw. für öffentliche Internetzugänge, weil für dieses Basis-Arbeit müssten die Rechner ja noch ausreichen – sie laufen ja bis heute !

  3. Charles sagt:

    Ob die wohl alle noch mit XP laufen?

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  5. IngoW sagt:

    Bei Behörden ist doch das meiste nicht so frisch wie man denkt!!!
    Den wer noch Gesetze aus dem vorletzten Jahrhundert hat ist bei der Infrastruktur ja sicher nicht viel besser!
    Also wird es uns allen ja wohl wieder Millionen kosten bei den ewig gestrigen aufzuräumen, den ich glaube wenn die Leute im Bundestag die IT-Leute nicht an die Rechner lassen haben sie ja was zu verbergen!!?? den die IT ist ja wohl zum schweigen verpflichtet, oder soll nicht herauskommen wo man so überall surft???
    Den wenn die Rechner mal so richtig untersucht werden könnte es für manche schon vielleicht sehr schwierig (peinlich usw.) werden.
    Aber ich will ja niemanden was unterstellen, ist ja nur so ein Gedanke! Die meisten haben eben technisch gesehen eine Glatze. Aber der Steuerzahler zahlt ja!!!!!

  6. Günter Born sagt:

    Nachtrag: Artikel der Zeit zum Thema – und hier noch ein Kommentar von netzpolitik.org.

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