Windows 10: Updates aus dem lokalen Netzwerk beziehen

In der Build 10240 von Windows 10 ist mir gerade eine interessante Einstellung unter die Augen gekommen: Man kann Teile von Updates auch in einem ‘peeer to peer-Modus’ von den eigenen Netzwerk-PCs beziehen lassen.


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Die zunehmende Größe von Windows-Updates wächst sich langsam zum Problem für Microsoft aus. 1 Gigabyte Updates sind am Patchday keine Seltenheit – wer über eine schmale Internetbandbreite verfügt und mehrere Rechner betreibt, wird verzweifeln. In Firmen kann man WSUS verwenden – im Privatbereich hilft Get WSUS Content .NET einsetzen (siehe Get WSUS Content .NET im Netzwerk – Teil 3).

In der Einstellungen-App lässt sich unter “Windows-Updates –> Erweiterte Optionen –>Übermittlung von Updates” auswählen, wie App- und Windows-Updates heruntergeladen werden. Standardmäßig ist dies in früheren Windows-Versionen  nur von den Microsoft-Servern möglich. Windows 10 ändert dies, es sind Peer-to-Peer-Updates möglich. Mit dem Schiebeschalter EIN aus obigem Dialogfeld soll ein Windows 10-System optional auch Teile bereits heruntergeladener App- und Windows-Updates aus einem lokalen Netzwerk beziehen können. Die Quelle lässt sich dann über zwei Optionsfelder vorgeben.

Die Option ist bereits seit März in den Preview-Builds enthalten und wurde hier von TheVerge beschrieben. Hier findet sich ebenfalls eine Beschreibung. Eine offizielle Beschreibung Seitens Microsoft ist mir nicht bekannt, die Edge-Hilfeseite kann man in der Pfeife rauchen, denn die ist genau so nichtssagend wie die Hilfeseiten bisheriger Windows-Apps.

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3 Kommentare zu Windows 10: Updates aus dem lokalen Netzwerk beziehen

  1. Marc sagt:

    schade dass es keine Infos gibt mit eigenem Server/NAS innerhalb des Netzwerks.
    weil so könnte auch eine FRITZ!Box (mit USB-Stick) für alle zum Verteiler werden.

  2. Jens sagt:

    Diese Information ist gut, aber nicht ganz neu. Microsoft hatte dies bereits vor einigen Wochen angekündigt. Interessant ist aber, dass es das scheinbar jetzt erst implementiert wurde.

  3. Denis IT sagt:

    Frage:
    Was passiert, wenn ich ein WSUS (WinServer 2012) einsetze und die Clients dort Ihre Update genehmigungen erhalten. Standardmäßig könnte ich per GPO nun Einstellen, dass Updates aus dem lokalen Netzwerk abgerufen werden (für Windows 10 Clients, wie oben im Artikel beschrieben).

    Greift dann immer noch der WSUS als erstes, sodass die Clients ausschließlich vom WSUS Updates beziehen oder wird dann das Peer-to-Peer über das lokale Netzwerk trotzdem aktiviert?

    Ich finde dafür keine richtige Antwort im Internet.

    Grüße,
    Denis, IT-Systemadministrator

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