Windows 10 USB-Installations-Stick gesichtet

Es ging ja vor Wochen durch’s Internetz, dass Microsoft Windows 10-Installationsmedien auch als USB-Sticks vertreiben will. Ich habe jetzt so ein Teil gesichtet und mal spontan einen Blog-Beitrag (mit einer überraschenden Erkenntnis) gemacht.


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Wenn ich es richtig erinnere, hatte ich die Meldung über Windows 10 USB-Installationssticks nicht im Blog – kann nicht über jeden Sack Reis, der in China umfällt, oder ähnliches berichten. Den Blog-Beitrag hier hätte es nicht gegeben, wenn sich nicht jemand kräftig in den Fuß geschossen hätte. Fing damit an, dass meine Tochter mit dem Teil, einer Rouladennadel und der Bitte “kannst Du mal helfen, der xyz kommt damit nicht zurecht” ankam. Hab mir das Teil angeschaut, gestutzt “Design von der harten Wirklichkeit erschlagen” gemurmelt, zu einer Schere gegriffen, was gerade gebogen und erklärt, was schief gelaufen ist. Aber alles der Reihe nach.

So sieht das Kasterl aus, sagen’s in Bayern

Die Verkaufsbox, in der Windows 10 Home für um die 100 Ocken über den Tresen geht, schaut genau so aus.

Fesch, sagen’s in Bayern – und packt man das Kastl aus, schaut es daherinnen so aus.

Du wirst von von einem Fenster erschlagen, alles ist blau und eine Keycard lugt im Deckel heraus. Hinter dem Fenster gibt es ein Booklet und den USB-Stick mit den Installationsdateien.

Design von der harten Realität erschlagen …

Ich würde ja sagen, der Designer des USB-Sticks hat sich mit Händen und Füßen auf die Schultern geklopft, wie Klasse er das hin bekommen hat. So schaut das Teil aus:


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Ihr seht die Schleifspuren und die verbogenen Ränder? So sieht das Teil aus einer anderen Perspektive fotografiert aus – nachdem es eine Begegnung mit einer Rouladennadel hatte.

Ich hatte das schon mit einem Werkzeug wieder zurechtgebogen. Und nun zur Auflösung der Geschichte und warum ich schnell einen Blog-Beitrag gemacht habe. Der gemeine Nutzer ist ziemlich genau geeicht, wie ein USB-Stick auszusehen hat – hinten Plastik und vorn USB-Stecker. Und wenn der Stecker nicht zu sehen ist, kann man den meist aus dem Gehäuse rausschieben …

… ging aber nicht. Also musste eine Rouladennadel her, um den vermeintlich klemmenden Ausschiebemechanismus mit Gewalt zu überreden, den USB-Stecker freizugeben. Dabei hatte der Designer es doch so gut gemeint und das Gehäuse genau in der Passform eines USB-Steckers entworfen. Mit war das nach dem zweiten Blick klar, und ein Test an einer USB-Buchse verschaffte mir Gewissheit. Ich bin mir aber sicher, dass dieser Irrtum noch so manchen Zeitgenossen ereilt (daher der Blog-Beitrag).

Und den Designer hat die harte Wirklichkeit eingeholt. Bin ja nur gespannt, wann Microsoft die erste Produkthaftungsklage in den USA ereilt, denn auf der Verpackung und der Innenseite der Box ist nix an Schemazeichnung, wie der Stick zu verwenden ist.

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8 Responses to Windows 10 USB-Installations-Stick gesichtet

  1. Matthias sagt:

    Danke für den amüsanten Beitrag und die Warnung! :)
    Wenn ich so einen Stick mit gleichem Aussehen in die Hände bekomme, gebe ich bescheid.

    MfG
    Matthias

  2. Charles sagt:

    Das sieht alles irgendwie stümperhaft gemacht und als sei es mit einer Eisensäge geschnitten worden ohne die Ränder etwas zu glätten/ Miein Vorhänge laufen in solchen Aluminiumschiehen und das sieht frappant ähnlich aus. Wie ist es denn mit der Verletzungsgfahr,durch scharfe Kanten und Aluminiumpreissen?

    • Günter Born sagt:

      Charles, ist dir ist die Ironie im Beitrag (oder mir in deinem Kommentar) entgangen. In Werksauslieferung war dat Teil schön glatt. Nur hat ein junger Nutzer gemeint, das blaue Einschübchen rausschieben zu müssen. Und weil das nicht klappte, musste eine Rouladennadel herhalten.

      Ich hab’s notdürftig mit einer Schere hingedrückt und in eine USB-Buchse gesteckt. OK, die Schleifspuren sind von meiner USB-Buchse. Nur so viel: Hätten die Microsofties Linux genommen, oder eine V2A-Ummantelung gewählt – oder das Teil wie einen USB-Stick designed – wäre das nicht passiert. Aber so hat man halt auf billiges Aluminium gesetzt – lässt sich auch besser tiefziehen oder strangpressen als V2A Blech ;-).

      PS: Ich Dumpfbacke – ist mir doch glatt entgangen, dass es seit 2000 WNr 1.4301 (X5CrNi18-10) heißt. Aber mein Studium ging 1979 zu Ende und seit 1981 habe ich nix mehr in Maschinenbau und Feinwerktechnik gemacht. Ich gelobe von nun an nur noch als schlechtes Beispiel (ein Mensch, der von nix sehr viel Ahnung hat) zu dienen ;-).

  3. Charles sagt:

    Nein,die Ironie war mir nicht entgangen. Ich musste aber irgendwie die Meinung kundtun,was ich von diesem Stick halte.Ich meine sogar (und dies ist kein Witz) gelesen zu haben,man müsse ein gelötetes Siegel aufbrechen,bevor man das Ding nutzen kann.
    Die Idee vom Stick ist ja ganz gut,nur bei der Umsetzung hapert es wohl noch. Und wie du in deinem Letzten Satz schreibst: Eine Gebrauchsanweisung wär ja schon kein Luxus!

    • Günter Born sagt:

      Das Siegel ist nicht “gelötet”, sondern nur geklebt.

    • Marc sagt:

      @Charles
      eine Anleitung für einen USB-Stick? sorry

      • Günter Born sagt:

        @Marc: In Zeiten, wo in Amiland auf jedem Kaffeebecher “Vorsicht heiß, Verbrühungsgefahr” steht oder bei Mikrowellen gewarnt wird, dass man den Pudel bitte nicht darin trocknen solle, hätte ein Schema “USB-Buchse – und Stick, der gerade eingeschoben wird” direkt auf der Pappe neben dem Stick imho das Malheur mit der Rouladennadel verhindert. Zumindest könnte dem Hersteller nicht vorgeworfen werden, dass er es nicht dokumentiert habe.

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