iPhone SE kostet vom Material 260 US Dollar – oder doch nicht?

Wie teuer ist eigentlich Apples neues Smartphone, das iPhone SE, von den Materialkosten und der Fertigung her? Ein Analyst von RBC Capital Markets hat nachgerechnet und ist auf 260 US $ gekommen. Update: Scheinbar sind sich die Analüsten nicht ganz einig – nach dem Motto “wer macht’s billiger” werfe ich noch 160 $ in die Waagschale (siehe inside).


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Die Analyse basiert auf dem Teardown von Chipworks, den ich hier im Blog im Beitrag iPhone SE teardown – klasse Apple-Strategie verlinkt habe. Die Gewinnmarge, auf Basis des US Preises von 399 Dollar (16 GByte Modell) wird dann mit 35 % postuliert, dann festzustellen, dass bei anderen Apple-Phones die Marge bei ca. 45 % läge. Ein paar Details sind hier bei ZDNet.de in deutsch und hier in englisch nachzulesen.

Führt dann zu Schlagzeilen wie diese, was formal korrekt ist. Aber die Analyse geht imho doch am Kern vorbei. Wir reden hier (m.W.) von Material- und nicht Fertigungskosten inklusive Material. Am Wochenende hatte ich im betreffenden Beitrag bereits meine Sicht der Dinge dargelegt. Und beim iPhone SE kann Apple bereits abgeschriebene Produktionsmittel zur Fertigung einsetzen – es ergibt sich imho also ein Preisvorteil, der einfach weiter gegeben wird – aber ich mag mich täuschen.

Update: Man sollte Nachts nicht auf die Schnelle einen Text raushauen, ohne die Zahlen und Quellen geprüft zu haben. Bei re/code findet sich die Information, dass die MaterialHerstellkosten nur 160 US $ betragen. Diese beziehen sich auf eine Analyse bzw. Pressemitteilung von IHS. Der Original IHS-Pressetext berichtet von 160 US $ (konkret bill of materials (BOM) von $156,20, was inklusive Herstellung 160 US $ ergebe). Ließe den Schluss zu, dass die Zahlen der Analüsten Schall und Rauch sind – wobei die IHS-Daten von meinem Gefühl her plausibler sind. Und damit sind die obigen Spekulationen, dass die Marge sinkt, Makulatur.


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