newgen medicals Fitness-Armband FBT-55.HR Erfahrungen

Fitness-ArmbandFitness-Tracker sind aktuell bei vielen Menschen im Einsatz. Es gibt die Geräte von verschiedenen Anbietern. Bereits im März diesen Jahres hatte ich das newgen medicals Fitness-Armband V4 hier im Blog vorgestellt (siehe newgen medicals Fitness-Armband V4). Nun möchte ich in einem weiteren Blog-Beitrag ein wenig auf dessen Funktionen und die gemachten Erfahrungen eingehen.


Anzeige

Ich gestehe, ich bin bezüglich Fitness-Armband ein Muffel. Nicht, dass ich mich nicht bewege – ich mache täglich meine 30 bis 120 Minuten Sport. Ständig ein Fitness-Armband zu tragen, empfinde ich als unangenehm – ich trage auch keine Armband-Uhr. Es gibt dann den Vorsatz, den Fitness-Tracker bei Spaziergängen oder beim Nordic Walking anzulegen. Und dann stelle ich, wenn ich wieder unterwegs bin, häufig fest ‘Mist, jetzt hast Du wieder vergessen, das Fitness-Armband anzulegen’. Da ich immer ein Android-Smartphone dabei habe, kann ich mittels der App Google Fit (siehe Google Fit: Dein Android-Gerät als Fitness-Tracker) die zurückgelegten Schritte und Strecken erfassen.

FBT-55.HRFBT-55.HR

Das newgen medicals Fitness-Armband V4 wurde daher diesen Sommer selten benutzt. Vor einigen Wochen kam dann ein erneuter Trigger: In einem Radiobeitrag ging es um Fitness-Tracker und ein Koch berichtete, dass er mit dem Band pro Tag 15.000 Schritte aufzeichne. Das Service-Personal käme auf das doppelte. Als meine Frau das hörte, war sie sofort begeistert. Also habe ich ihr das newgen medicals Fitness-Armband V4 verpasst und den Tracker selbst auch noch eine Woche getragen. So sind dann doch einige praktische Erfahrungen zusammen gekommen.

Eine App wird gebraucht

Am Fitness-Armband lassen sich zwar Werte wie Schritte, Puls, Ladezustand etc. per Display ablesen. Zur Auswertung der Fitness-Daten und zur Kommunikation mit dem FBT-55.HR wird aber eine App benötigt, die auf einem Smartphone läuft und per Bluetooth gekoppelt wird. Ich habe die Android-App Veryfit for heart rate auf einem Medion x5520 zum Testen verwendet. Die App gibt es kostenlos im Google Play Store. Eine iOS-App ist ebenfalls verfügbar – habe ich aber nicht getestet.

Bei der Installation wunderte ich mich, dass die App extrem viele Berechtigungen (Kamera, Kontakte, SMS, Standort, Telefon) wollte. Nachdem ich aber gesehen habe, dass das FBT-55.HR quasi ein Universal-Gadget ist, welches viel mehr als ein Fitness-Tracker darstellt, war das erklärbar.

Mit dem FBT-55.HR lassen sich Benachrichtigungen vom Smartphone direkt aufs Armband senden. Das Display zeigt SMS, Nachrichten von WhatsApp, Facebook & Co. sowie Nummern von Anrufern. Zudem ließe sich die Musikwiedergabe direkt am Armband für das Smartphone steuern. Das habe ich aber nicht getestet.

Fitness-App


Anzeige

Die App ließ sich hier nach der Installation problemlos per Bluetooth mit dem FBT-55.HR Fitness-Armband koppeln. Anschließend konnten über die App diverse Werte wie die Zahl der Schritte, die zurückgelegte Strecke und die verbrauchten Kalorien angezeigt werden.

Fitness-App Auswertung

Über die Symbole am unteren App-Rand lassen sich auch Informationen zum Gerät oder eine grafische Auswertung der Aktivitäten abrufen. Die Kategorie Geräte ermöglicht den Zugriff auf die nachfolgend gezeigten Geräteoptionen.

Fitness-App Gerätedaten

Und in der Kategorie User lassen sich die persönlichen Trainingsziele vorgeben.

Fitness-App Nutzereinstellungen

Ich gestehe, ich habe aber nicht allzu viel mit der App gearbeitet. Meine Frau nutzt die App überhaupt nicht, sondern ruft sich die Daten direkt am Display des Trackers ab. In den Tests, die ich durchgeführt habe, klappte die Kopplung und die Datenübernahme reibungslos. Wie es in einem Langzeittest mit Alarmierung von SMS etc. ausschaut und ob App-Updates da was verschlechtern (wie in den Bewertungen der App nachlesbar), kann ich also nicht sagen.

Persönliche Erfahrungen

Vorab: Meine Frau ist vom FBT-55.HR begeistert, zeichnet dieses doch, auch ohne Sport, die täglich zurückgelegten Schritte auf. Und meine Frau kommt im Haus auf ganz schöne Strecken, die sie zurücklegt. Beim kurzen Test des FBT-55.HR sind dann noch einige Erfahrungen und Einschätzungen meinerseits zusammen gekommen.

  • Begeistert bin ich von der Laufzeit des Akkus – mit einer Aufladung an einem USB-Steckernetzteil läuft das FBT-55.HR fast eine Woche. Man braucht also nicht täglich nachzuschauen, ob noch Akkuladung vorhanden ist.
  • Schön ist auch, dass das FBT-55.HR die Schutzart IPX7 (wasserdicht) aufweist. Ich würde den Tracker zwar nicht ins Schwimmbad (Chlor, Korrosion der Kontakte) anziehen, aber Schweiß oder ein Regenguss sollten dem Tracker nichts anhaben können.
  • Das Armband lässt sich nur sehr schwer anlegen. Meine Frau schließt das Armband und streift es dann über die Hand. Ich habe mit Pearl gesprochen – das wurde bewusst so gehalten: Früher ließen sich die Armbänder leicht schließen, öffneten sich aber unbeabsichtigt und die Leute haben die Tracker verloren. Seit der Verschluss schwerer zu schließen ist, sei das Problem ‘Tracker verloren’ verschwunden.
  • Nicht beurteilen kann ich, wie lange das Gummi-Armband, in welches der Tracker eingesetzt wird, hält. Von Pearl gibt es keine Ersatzbänder, aber die Aussage, dass ein gerissenes Band während der Gewährleistung ersetzt werde. Tritt der Schaden nach dieser Frist auf, solle man mit dem Pearl-Support Kontakt aufnehmen.
  • Was man wissen sollte: Das OLED-Display ist zwar recht groß und wird durch Wischen eingeschaltet. Aber draußen konnte ich, selbst bei bewölktem Himmel, das Display nicht mehr ablesen. Hier ist die Helligkeit einfach zu gering. Fairerweise muss man sagen, dass die Entwickler einen Kompromiss eingehen mussten. Nur durch ein OLED-Display können die langen Akku-Laufzeiten erreicht werden. Meine alten Fitness-Armbänder, die ich zum Testen hatte, waren zwar mit LEDs ausgestattet und heller, aber nach einem Tag war der Akku leer.
  • Was ich auch als Herausforderung erachte, ist die Vielzahl der Benachrichtigungssymbole am OLED-Display des Trackers. Die wichtigsten Daten wie Schrittzahl, Uhrzeit oder Ladezustand sind aber gut zu erkennen. Darüber hinaus muss man halt die Kurzanleitung konsultieren. Führt dazu, dass ich die Funktionen des FBT-55.HR mehr oder weniger auf den Abruf von Schrittzahl, ggf. Puls und Ladezustand beschränkt habe.
  • Zur Pulserfassung bleibt festzustellen, dass dies ein ‘Schätzinstrument’ ist. Ich habe die Messungen sporadisch mit einem Blutdruckmessgerät kontrolliert. Während das Messgerät einen Puls von 55 anzeigte, kam das FBT-55.HR oft auf 60 oder 70 Herzschläge pro Minute. Nur in Ruhe und wenn der Tracker sehr eng am Handgelenk anlag, konnte ich einige Messungen durchführen, die bis auf 2 bis 3 Herzschläge an die Werte des Blutdruckmessgeräts herankamen. Dieses Problem haben aber viele Tracker – das sollte man wissen und beim Training berücksichtigen.

Alles in allem schätze ich das für knapp 50 Euro bei Pearl erhältliche newgen medicals Fitness-Armband V4 (FBT-55.HR) als ganz brauchbar ein. Es macht, was es soll, hat eine gute Laufzeit pro Akku-Ladung und kann, bei Bedarf, mit einer Vielzahl an Funktionen aufwarten. Die Schutzart IPX7 sollte auch sicherstellen, dass das Gerät nicht schnell durch Schweiß oder Feuchtigkeit den Betrieb einstellt.

Kurze Nachträge

Der Blog-Beitrag wurde vor einigen Tagen auf Vorrat erstellt und die Screenshots sind sogar über einen Monat alt (damals habe ich die Kopplung mit dem Smartphone getestet). Im September 2016 gab es ein Update der App, und danach haben Nutzer bemängelt, dass keine Synchronisation mit dem Tracker mehr möglich war.

App synchronisiert nicht

In einem weiteren Test konnte ich dies nun nachvollziehen. Die Synchronisation bleibt bei 0 % stehen. Ich habe einen Werksreset des Bands per App versucht, der auch durchgeführt wurde. Danach konnten Daten nicht mehr sauber synchronisiert werden. Also quasi alles, was so in der App-Bewertung bemängelt wurde. Ein stoppen der App im Android-Taskmanager brachte nichts.

Ich habe dann die App komplett deinstalliert. Im Anschluss habe ich versuchsweise diverse Veryfit-Apps aus dem Play Store probiert. Die funktionieren alle mit dem FBT-55.HR. Als ich dann die App Veryfit for heart rate neu installiert habe, wurde der Tracker sofort gefunden und gepairt. Danach ging das Synchronisieren bei meinen Versuchen wieder ohne Probleme.

Werden Daten mit der Cloud ausgetauscht?

In den Kommentaren finden sich Nutzerfragen der Art, ob die App Daten in der Cloud ablegt. Ich habe jetzt keine Analyse des Internettraffics des Smartphones betrieben. Was ich aber nachträglich überprüft habe:

  • Die App lässt sich ohne WLAN-Verbindung betreiben. Ergo werden in diesem Modus auch keine Daten übertragen. Eine SIM-Karte hatte das Test-Smartphone nicht.
  • In der App wird kein Benutzerkonto eingerichtet – was aber notwendig wäre, um Benutzerdaten sinnvoll zuzuordnen.
  • Theoretisch wäre es noch denkbar, dass die App mit meinem Google Konto interagiert, und dort Daten ablegt. Bei einer Kontrolle konnte ich dort nichts finden – keine App auf dem Android-Testgerät hatte eine Zugriffsgenehmigung auf dieses Google Konto.

Zudem fragt die App in den Einstellungen nach, ob sie Zugriff auf Fotos und Videos haben darf. Wenn da nicht noch geheim Daten an den Entwickler übertragen werden, würde ich sagen, dass die App in der jetzigen Version die Daten nur lokal verwaltet.

Ähnliche Artikel:
Google Fit: Dein Android-Gerät als Fitness-Tracker
Medion x5520 Smartphone im Hands on – Teil 1


Anzeige
Dieser Beitrag wurde unter Wearables abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu newgen medicals Fitness-Armband FBT-55.HR Erfahrungen


  1. Anzeige
  2. janil sagt:

    Eine Frage bitte. Was ist mit den Daten, gehen diese in die Cloud bzw. werden hochgeladen oder bleiben sie ausschließlich auf dem Handy und niemand sonst bekommt sie zur Auswertung in die Finger bzw. online?
    Es gab bisher nur ein oder zwei Bänder, die die gesammelten Daten nicht hochgeladen haben.

  3. Gaga sagt:

    Ich schließe mich der Frage von Janil an.

  4. Anzeige

  5. Günter Born sagt:

    Ich habe einen Nachtrag im Text verfasst und zu dieser Frage Stellung genommen. Wenn ich nichts offensichtliches übersehen habe, bleiben die Daten auf dem Smartphone.

  6. Tim sagt:

    “Zur Pulserfassung bleibt festzustellen, dass dies ein ‘Schätzinstrument’ ist.”

    Hmmm… zum Glück unterfordert das Gerät den Sportler dann ja eher, wenn es einen zu hohen Puls anzeigt. Umgekehrt wär schon schlechter…
    Andererseits sind Schätzeisen an dieser Stelle doch eher ungünstig, oder seh ich das falsch?

  7. Detlef sagt:

    Ich habe alles versucht E-Mailbenachrichtigung funktioniert nicht – komischerweise zeigt mir die Watch an – wenn ich eine versende aber nicht wenn ich eine erhalte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Hinweis: Bitte beachtet die Regeln zum Kommentieren im Blog (SEO-Posts/SPAM lösche ich). Kommentare abseits des Themas bitte unter Diskussion.