Die Krux mit Windows 10 OEM-Systemen (Beispiel Lenovo)

Wer sich ein Windows 10-System im Handel kauft, erlebt mitunter einige Überraschungen. Im Blog-Beitrag möchte ich auf das Thema Windows 10-Systeme von OEMs und die möglicherweise drohenden Ungereimtheiten eingehen.


Anzeige

Hintergrund ist die Mail eines/einer Blog-Leser/in, die um eine Einschätzung nachfragte, weil das System ‘von der Stange’, gekauft bei einem renommierten Händler, sich komisch verhielt. Ich habe den Fall mal aufbereitet, aber anonymisiert, da die spezifischen Details wie Händler etc. nichts zur Sache beitragen. Interessant ist der Fall, weil eine Kombination an Annahmen und Fehlinterpretationen mit der Realität von Windows 10 kollidieren.

Neu gekauftes Windows 10-Notebook

Im betreffenden Fall hatte man sich ein Notebook, das Lenovo Ideapad 520 -15IKB i5-7200U(H) 8GB bestellt. In der Mail hieß es: ‘Hatte einen wirklich guten ersten Eindruck’. Die Webseite des Herstellers spart dann auch nicht mit Superlativen wie Prozessor ‘Intel® Core™ i7 der 8. Generation’, starke Grafik, 16 GB Intel Optane-SSD zur Leistungssteigerung etc.

Lenovo Ideapad 520 -15IKB i5-7200U

Eine kurze Suche im Web zeigte mir, dass das Gerät wohl bei Versendern wie Amazon.de erst seit Dezember 2017 angeboten wird. Bei heise.de findet sich hier eine Übersicht, auch mit Preisen. Die obige Anzeige stammt von Cyberport und enthält ein paar technische Daten wie Intel Core i5-7200U, 8 GByte RAM, 256 GB SSD, NVIDIA GeForce 940MX Grafik etc.

Klingt nicht schlecht, auch wenn der Prozessor kein Rennpferd ist. Der Intel Core i5-7200U ist laut Notebookcheck ein Dual-Core-SoC für Note- und Ultrabooks, der auf der Kaby-Lake-Architektur basiert und Ende August 2016 vorgestellt wurde. Dieser Artikel bei Notebookcheck fasst einige Eindrücke zusammen. Bei amazon.in finden sich einige Bewertungen, die ein langsames Gerät beklagen.

Herstelldatum, Kaufdatum, Garantie-Ende

Bei der Erstinbetriebnahme wurde der Käufer stutzig, als das Gerät beim ersten Einschalten bereits Updates saugte und nach einer Stunde kaum ein Fortschritt zu bemerken war (dazu später mehr). Zitat aus der Mail:

Ich notierte die SN Nummer, dabei stellte ich fest, dass das Notebook ein MFG Date 17/06/12 hatte. Laut Lenovo Support ist es in 8/2017 gefertigt worden.

Ich habe eben noch einmal das genaue Produktionsdatum bei einer Support Mitarbeiterin von Lenovo abgefragt: das obige Produktionsdatum von Anfang August 207 wurde bestätigt, die Garantie läuft bis Ende September 2019

Ich habe mir ein Foto des Produktaufklebers schicken lassen (zur Annonymisierung des Falls gebe ich keine weiteren Details an). In den Daten des Aufklebers hätte ich jetzt kein Problem gesehen – erst später wurde mir klar, dass es eine Verkettung verschiedener Diskrepanzen war, die den Käufer unsicher werden ließ.

  • Das Datum 17/06/12 wurde wohl fälschlich als Produktionsjahr 2012 interpretiert. Da der Aufkleber aber in Englisch gehalten ist, wurde das Gerät am 12. Juni 2017 gefertigt. Das ist für ein Anfang 2018 ausgeliefertes Gerät in Ordnung und in meinen Augen nicht zu beanstanden.
  • Bleibt noch die Abweichung in den Fertigungsdaten, die der Lenovo-Support dem Käufer genannt hat. Hier arbeitet Lenovo scheinbar zugunsten des Käufers und schlägt gut 6 Wochen auf das Fertigungsdatum auf. Die Gewährleistung von Lenovo läuft also im Support bis Ende September 2019 (für ein im Februar 2018 gekauftes Gerät zu kurz, aber da müsste man an den Händler ran).

Werbung

Unter dem Strich ist an dieser Stelle nichts zu bekritteln, wenn auch die intern bei Lenovo zum Gerät geführten Angaben zu Herstelldatum und Garantieende nicht mit dem Kaufdaten des Kunden korrespondieren (es fehlen quasi ein paar Monate). Probleme könnte es geben, wenn das Gerät ein paar Tage vor Garantieende ausfällt – also Kaufnachweis aufbewahren.

Nicht zufriedenstellendes Inbetriebnahmeerlebnis

Von Microsoft wird ja immer die ‘best user experience’ mit Windows 10-Geräten in allen Verlautbarungen hervorgehoben. Und wenn ein neu gekauftes Gerät erstmals eingeschaltet wird, erwartet man als Nutzer, dass man da zügig loslegen kann. Das Inbetriebnahmeerlebnis des Käufers liest sich in etwa so (Zitate aus der Mail herausgezogen):

Als das Notebook beim Update 1 Stunde für 1% brauchte, wurde ich skeptisch.

Über das Tool SiSoft Sandra wurde als letzte Anmeldung der 13.6.2017 sowie ein Windows 10 Home mit der Build 10.00.14393 gemeldetHier gilt es ein wenig zu sortieren. Das letzte Anmeldedatum ist, wenn das Gerät am 12.6.2017 gefertigt wurde, in meinen Augen stimmig.

Etwas wundert mich, dass ein solches Anmeldedatum überhaupt genannt wird. Ich kenne die Lenovo-Geräte nicht, hätte aber erwartet, dass dort beim ersten Einschalten ein OOBE (Out of the Box Experience) Setup anläuft, welches Windows 10 erstmalig einrichtet und auch das erste Benutzerkonto anlegt. Ich hätte daher ein Datum, als das Installationsabbild erstellt wurde, erwartet. Möglicherweise wird das Datum eingetragen, wenn das Installationsabbild auf die Maschine kommt – möglicherweise wurde das System in der Qualitätskontrolle kurz gebootet – ich weiß es nicht. Vielleicht können Lenovo-Besitzer da was zu sagen.

Was aber nicht so wirklich schön ist: Laut obiger Angabe ist die Windows 10 Build 10.00.14393 auf dem Gerät installiert.

  • Das Lenovo-Gerät wurde, am 12.6.2017 gefertigt. Windows 10 Creators Update (Version 1703) war seit dem 11. April 2017 verfügbar.
  • Die Windows 10 Build 14393 ist aber das Anniversary Update Version 1607 (allgemein seit dem 2. August 2016 verfügbar).

Warum Lenovo auf Maschinen, die im Juni 2017 gefertigt wurden, nicht Windows 10 Creators Update (Version 1703), sondern noch die Version 1607 ausrollt, bleibt deren Geheimnis. Denn zu diesem Zeitpunkt lief diese Build ja bei Microsoft bereits auf den generelle Verfügbarkeit für alle Maschinen hinaus.

Patzer des OEM, zu Lasten des Kunden?

Das ist die Stelle, wo die – in meinen Augen – unheilige Allianz von Microsoft und OEMs den Käufern von Windows 10-Systemen Knüppel zwischen die Beine werfen kann. Ich stelle einfach mal ein paar Beobachtungen und Einschätzungen hier als Stichpunkte ein:

  • Es wurde hier im Blog, auch in Kommentaren, angemerkt: War eine Maschine mit Windows 10 längere Zeit nicht eingeschaltet, geht diese beim ersten Booten in eine Update-Schleife und ist für eine Verwendung oft kaum noch nutzbar. Erst wenn Windows 10 wieder aktuell ist, kann mit dem System wieder gearbeitet werden.
  • Wird eine OEM-Maschine, die vor einigen Monaten mit einem Image bespielt wurde, erstmals in Betrieb genommen, läuft nicht nur das OOBE-Setup. Windows 10 beginnt sofort danach auch damit, Updates zu ziehen.
  • Und neben Updates werden oft auch Treiber neu geholt. Zudem wurde in Windows 10 eingeführt, dass Apps nur für die englische Oberfläche vorkonfiguriert ausgeliefert werden. Bei der ersten Benutzung muss Windows sich die deutschen Sprachanpassungen und ggf. App-Updates holen (siehe auch den Blog-Beitrag Windows 10 Fall Creators Update: Apps in Englisch oder Kacheln mit Pfeil).

Wenn jetzt ein OEM noch eine ‘veraltete’ Windows 10-Version auf den Maschinen vorinstalliert, ist das Malheur da. Die Maschine holt sich bei der Inbetriebnahme i.d.R. die OOBE-Updates, häufig auch fehlende kumulative Updates  und stellt dann fest, dass ein Funktionsupdate ansteht. Dann beginnt der Download dieses Funktionsupdates, um Windows 10 auf eine neue Version zu heben. Im obigen Fall mit dem Anniversary Update gibt es sowohl Windows 10 Creators Update (Version 1703) als auch Windows 10 Fall Creators Update (Version 1709), die fehlen.

Im günstigsten Fall würde nur Windows 10 Fall Creators Update, Version 1709, vom Oktober 2017 heruntergeladen. Möglicherweise versucht das System (je nach Inbetriebnahmezeitpunkt, z.B. wenn die globale Verfügbarkeit für eine Windows 10-Version für die Maschine noch nicht gegeben ist) erst das vorletzte Funktionsupdate zu ziehen. Nach ein paar Tagen gibt Microsoft das aktuelle Funktionsupdate für die betreffende Maschine frei, so dass erneut ein Update-Reigen los geht.

Im dümmsten Fall steht ein Anwender vor dem Problem, dass das neu gekaufte Windows 10-System 5, 6 und mehr Gigabyte an Downloads versucht. Kommen dann noch Probleme bei der Installation der (Funktions-)Updates hinzu, und erfolgt ein Rollback, sorgt das automatische Update dafür, dass da ein vielfaches an Datenvolumen getankt wird.

Die Eingangs erwähnte Beobachtung, dass die neue Maschine nach einer Stunde erst 1% in der Fortschrittsanzeige meldete, wird dadurch erklärbar – zumal ich weiß, dass die betreffende Person nur über einen DSL 2000er-Anschluss verfügt.

Der Ansatz ist kaputt!

In Deutschland ist nicht jeder Nutzer mit Hochgeschwindigkeits-Internet ausgestattet. Wer nicht mindestens mit einer 16.000er DSL-Leitung an das Internet angebunden ist, wird mit Windows 10 nicht warm (hier habe ich eine 6.000er DSL-Leitung). Und wer nur mobil ins Internet kann, der ist quasi verratzt. Je nach Mobilfunkanbieter ist die UMTS-Abdeckung nicht vorhanden. Bei LTE-Abdeckung muss man schauen, welche Bandbreite man über die Funkzelle wirklich bekommt.

Aber es gibt noch ein gravierenderes Problem, welches ich im Beitrag Deutschland, deine teuren LTE-Tarife angerissen habe. Während im EU-Ausland in vielen Ländern 500 GByte LTE-Datenvolumen für um die 30 Euro erhältlich sind, ist Deutschland Mobil-Internet-Diaspora. Für 10 Euro gibt es aktuell gerade einmal 1 bis 1,5 GByte an Datenvolumen, welches nach 30 Tagen auch noch ausläuft.

  • Aktuell gibt es ja Pläne für Always Connected PCs mit Windows 10 on ARM (siehe Always Connected-Systeme mit Windows 10 on ARM von der Telekom). Und Intel hat Pläne für Windows PCs, die mit dem Mobilfunkstandard 5G ans Internet angebunden werden und ab Ende 2018 verfügbar sein sollen (Martin Geuß hat es hier thematisiert). Wird hierzulande eine Totgeburt, wenn ich das Ganze an den Realitäten spiegele.
  • Kürzlich hatte ich ein Radio-Interview zur Frage, wie man Internet-Abstinenzler in der Gruppe 50+ ‘bekehren könne’, damit diese den Segnungen von WhatsApp, Amazon, Facebook & Co. nicht mehr die kalte Schulter zeigen. Abgesehen von der Frage, ob man das genannte Zeugs braucht, was empfiehlt man denn jemandem, der mal ‘Internet probieren will’ für den Einstieg? Da wäre doch eine mobile Prepaid-Internetanbindung ideal – quasi: Du kaufst 50 Gigabyte für 20 Euro und kannst diese dann quasi ‘absurfen’. Nur gibt es meines Wissens so einen Prepaid-Tarif nicht – und schon gar nicht für das Geld.

Zum letzten Punkt: Und unter diesem Blickwinkel könnte man höchstens ein günstiges Smartphone mit 500 MByte Prepaid-Datenvolumen pro 30 Tagen zum Schnuppern empfehlen. Ein Windows 10-System fällt, wegen der gigantischen Download-Größen für Updates, in meinen Augen für solche Fälle weg.

Weitere (vermutete) Ungereimtheiten beim OEM-System

In dem Fall, der für diesen Blog-Beitrag der Aufhänger war, gibt es aber noch weitere Beobachtungen. Zitat aus einer Mail:

In der SiSoft Sandra, die ich mir zu Diagnosezwecke kostenfrei heruntergeladen habe, sind einige Ungereimtheiten, wie Modul, Treiber, Dienst unsigniert, Geräte Card Bus zu langsam in der Gesamtleistung. Konfigurationsgeräte, Stift and Touch nicht kompatibel.

Die fehlende Stift- und Toucheingabe wurde wohl von SiSoft Sandra gemeldet und ist imho erklärbar: Das Gerät hat (wenn ich in den Datenblättern nichts übersehen habe) schlicht keinen Touchbildschirm und unterstützt keine Stifteingabe.

Bei den unsignierten Treibern hat SiSoft Sandra (in den mir vorliegenden Screenshot-Auszügen) z.B. die Datei ndproxy.sys (NDIS-Proxy) als unsigniert bemängelt. Die Datei stammt von Microsoft und ist auch auf meinem Windows 7 in den Dateieigenschaften unsigniert. Weiterhin wurde vom Käufer angemerkt, dass bei den Dateiinformation als Betriebssystem Windows NT stände (das wäre doch ein uralt Betriebssystem). Dieser Schluss, dass dort ‘Windows NT’ installiert sei, ist unzutreffend. Alle aktuellen Windows-Versionen bauen auf dem Windows NT-Kern auf und werden so gemeldet. Es ist ja, ausweislich der Build-Nummer, Windows 10 Anniversary Update auf dem System vorinstalliert gewesen (und dieses wurde auch aktiviert).

Es kam in der Mail noch die Frage auf, dass der Aufkleber mit der Lizenznummer auf dem Gehäuse fehle. Das war bei Windows 7 noch der Fall und viele Nutzer erwarten das auch bei Windows 10. Bei Windows 10 gibt es aber keinen Lizenzaufkleber mehr. Die Erklärung ist, dass Microsoft seit Windows 8 mit digitalen Lizenzen arbeitet. Die OEMs verwenden OA 3.0 (und Nachfolger, wobei OA für OEM Activation steht). Die Hersteller (OEMs) beantragen digitale Lizenzen bei Microsoft und speichern den Lizenzcode in den ACPI-SLIC-Tabellen des BIOS/UEFI. Damit wird Windows 10 automatisch bei der Installation aktiviert.

In der Mail des Käufers heißt es weiterhin: Selbst beim Aufruf der Geräte und Drucker benötigt das Notebook ca 1 Minute. Die Beobachtung des Käufers, dass es ca. 1 Minute dauert, bis das Fenster Geräte und Drucker die Anzeige aufgebaut hat, ist unschön, das ist eindeutig zu lang. Dort müsste man beobachten, ob sich das bessert, wenn das System einige Zeit in Betrieb ist. Auch ist unklar, ob dort eine Antiviruslösung eines Drittherstellers installiert war, die bremsend eingreift. Hier habe ich aber keine Möglichkeit mehr, an weitere Details zu kommen.

Angemerkt war auf einem SiSoft Sandra-Ausdruck, dass die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur fehle. Weiterhin zeigte SiSoft Sandra eine Warnung, dass das Gerät ‘langsam zu arbeiten scheint’ und beschwert sich über die Busgeschwindigkeit (PCIe 3.00 x 1 2,5 Gbps) und empfiehlt beim Kauf der nächsten Hardware auf so etwas zu achten. Das kann ich aktuell aber nicht werten.

Was bleibt unter dem Strich?

Unter dem Strich sind die im letzten Abschnitt angesprochenen Punkte auf Fehlinterpretationen (auch der SiSoft Sandra-Ausgaben) zurückzuführen. Was bleibt, ist die langsame Anzeige der Inhalte von Geräte und Drucker sowie die Update-Orgie bei der Inbetriebnahme (gilt generell für OEM-Systeme mit Windows 10) und das bei Lenovo vermerkte Garantieende, was die 2 Jahre nach dem Kaufdatum nicht abdeckt.

Ob auf dem Lenovo noch jede Menge ‘Bloatware’ des Herstellers vorinstalliert ist oder ob es sonstige Fehlkonfigurationen gibt, kann ich im aktuellen Fall nicht beurteilen. Daher meine Frage: Wie sind eure Erfahrungen mit Lenovo oder anderen Geräteherstellern? Sind die Updates bei der Erstinbetriebnahme von Windows 10 ein Problem oder eher ‘was solls, ein wenig warten und gut ist’? Wie ist der Auslieferungszustand bei Windows 10-Maschinen – ist da die aktuelle Build drauf oder ein Uralt-Installationsabbild? Gibt es bereits Probleme bei Windows 10-OEM-Maschinen, dass Funktionsupdates (wegen fehlender Hardware-Kompatibilität) nicht mehr durchführbar sind? Eure Meinung und Erfahrungen sind gefragt.

Ähnliche Artikel
Windows 10 V1709: Liste kompatibler Lenovo Geräte
Windows 10 V1703: Nachtmodus macht Probleme auf Lenovos
Hardware-Whitelisting bei Lenovo-Geräten?
Windows 10: Lenovo Accelerator Application deinstallieren
Murmeltiertag: Sicherheitslücke in Lenovo Solution Center
Schwachstelle per BIOS-Bug im (Lenovo) System Management Mode
Sicherheitslücken bei Dell, Lenovo, Toshiba durch PUPs…
Lenovo Service Engine (LSE) – Superfish reloaded II


Anzeige

Dieser Beitrag wurde unter Notebook, Windows 10 abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

31 Kommentare zu Die Krux mit Windows 10 OEM-Systemen (Beispiel Lenovo)

  1. anthropos sagt:

    Ich hatte mit meinem Samsung Galaxy TabPro S auch kein tolles Erlebnis die ersten Male.
    Die Version von Windows war veraltet inzwischen und es mussten viele Updates geladen werden.

    Auch muss man darauf achten, wie Treiber verteilt werden, denn bei meinem Gerät kann ich nicht einfach alles formatieren und Windows komplett vom Datenträger installieren, weil ich dann nicht mehr das Samsung-Programm hätte, das für die Treiber sorgt und das man nirgends laden kann. Auch gibt es eine Begleit-App aus dem Microsoft Store, die man vorgeschlagen bekommen muss und nicht selber suchen kann.

    Die Probleme allgemein hätte man jedoch auf jedem Rechner mit Windows, wenn man Windows Update startet und daher erkenne ich nicht den Gewinn des Artikels hier: außer er soll sagen, dass man auf Updates verzichten können soll.

    Die Geräte-Hersteller liefern leider nicht immer die neueste Version von Windows und treiben ihre Spielchen bei Treibern, um die Leute an sich zu binden, und daher empfiehlt sich immer noch ein PC, den man selber zusammenbaut und den man frei bestücken kann.

    Ich nutze heute noch Geräte mit einem BIOS von ungefähr 2009 und habe bis jetzt keine Probleme mit Windows 10. “Geschlossene Systeme”, wie Tablets oder Laptops, haben sich bis jetzt immer als Plage entpuppt.

  2. J.G. sagt:

    Es gibt Programme die den Programm-Werbe-Müll automatisch löschen wie PC Decrapifier, AppRemover
    (für Antiviren Software), und Revo Uninstaller.

    http://www.chip.de/downloads/PC-Decrapifier_31911626.html

    Letztes Jahr im September hatte ich mir einen neuen Zotac Mini PC gekauft. Auf dem Teil ist Windows 10 1507 installiert. Wann das Gerät produziert wurde weiß ich nicht. Hinweise auf ein Datum sehe ich nicht. Auf der Wiederherstellungs DVD ist das Jahr 2016 vermerkt ist. Ob auf der DVD 1507, 1511, 1607 oder 1703 drauf ist weiß ich nicht.

    Da mein Internet über Mobilfunk läuft musste ich mir anders helfen. Mit Hilfe eines Download Managers (z. B. Free Downlaod Manager) kann man trotzdem die aktelle Version von Windows 10 herunterladen. Man muss nur jedes mal einen neuen Download Link anfordern, wenn der Download länger als 24 Stunden dauert (wegen der Gültigkeit) und den neuen Link dann in den Eigenschaften des aktuellen Downloads eintragen.

    Den neuen Link kann man mit dem Programm „Windows ISO Downloader“ anfordern.

    Auf dem PC kommt eh ein Linux drauf. Es schadet aber nicht eine aktuelle Version von Windows 10 zu haben. Vielleicht mach ich auch einen Dualboot.

  3. Hape sagt:

    Erstmal ist es schön, dass Lenovo 2 Jahre HerstellerGarantie bietet.
    Als ein Lenovo Ideapad einen waagrechten Pixelstreifen im Display zeigte, wurde es anstandslos repariert. Allerdings enstanden beim scheinbar unsanften Einbau des neuen Bildschirms Risse im KunstoffCover und beim Scharnier.
    Obwohl es sich nur um ein HardwareProblem handelte, wurde von Lenovo im Juni 2017 Windows 10 RTM Version 1507 Treshold mit umfangreicher Bloatware installiert !
    Zur Reparatur hatten wir es vorher mit Windows 10 V1703 gegeben.

  4. Rene sagt:

    Hier steht noch ein LENOVO ThinkPad Yoga 11e rum.

    Es ist nicht brand- aktuell. Es wurde mit Win8.1 Home ausgeliefert/vorinstalliert.

    Es waren die ganzen Tools von Lenovo vorinstalliert und irgend ein Virenscanner.
    Man konnte aber alles deinstallieren.

    Da ich aber ein Fan von einem sauberen OS bin, habe ich den Rechner platt gemacht und ein sauberes Win8.1 installiert. Das einzige, was ich von LENOVO installiert habe, ist die Treiber Software, mit der die Treiber und das Bios aktuell gehalten werden.
    Würde ich auch so empfehlen, weil die Treiber für LENOVO doch recht modifiziert sind. Gerade der Treiber für Grafikkarte und für das Yoga (180° umklappbar) müssen von LENOVO sein, sonst funktioniert das Yoga nicht. Die Tastatur bleibt an u.s.w.
    Bei der Grafikkarte kann es beim falschen Treiber zu unkontrollierten Abstürzen kommen….

    Leider sind aber nicht alle Anwender in der Lage einen Rechner, gerade wenn man nur einen USB Anschluss hat, neu aufzusetzen.

  5. Werbung

  6. Mirko Heilmann sagt:

    Völlig normale Situation bei OEM Geräten. Das ist mein täglich Brot, für Kunden solche Rechner einzurichten.
    Bei “Der Ansatz ist kaputt” kann ich nur beipflichten, es ist pervers wieviele Daten durchs Netz fliegen um so ein Gerät auf den aktuellen Stand zu bringen. Ich vergleiche das immer mit einem Brockhaus oder Atlas, schon beim Erscheinen veraltet. Wenn man sowas öfter macht hat man die aktuellen ISOs und aktualisiert offline. Für jemanden der das nie macht ist es natürlich ärgerlich.
    Ich weiß ja nicht wieviel der Rechner bei welchem Händler gekostet hat, aber bei dem Cyberport Screenshot sieht man , daß es Händler gibt, die diese Geräte ab einem entsprechenden “Alter” aus genau diesem Grund im Preis reduzieren.
    Bloatware ist bei Lenovo-Rechnern seit der damaligen Klatsche sehr wenig geworden, einzig der Virenscanner und eine Companion-App ist drauf. Da ist MS mit seinem unsäglichen App-Müll viel schlimmer. Wer braucht auf einem Professional-System Candy Crush Soda und Konsorten?
    Das einzige was mich wundert ist das es schon ein Benutzerkonto gab. Das wäre auch für mich ein Grund zur Reklamation, denn dann unterstelle ich dem Händler eine Retoure. Bei OEM Systemen kommt in der Regel immer die Ersteinrichtung, es sei denn, daß Gerät war wie schon geschrieben in Betrieb und wurde nicht zurückgesetzt. Wobei mich auch wundert, daß das Benutzerkonto auf den 13. datiert und die Herstellung auf den 12. . So schnell liefert kein Hersteller aus. Ich vermute da auch eine Fehlinterpretation.
    Was bleibt unterm Strich? Für mich alles völlig normal, wenn man die Zeichen deuten kann.
    Übrigens habe ich gestern ein Acer Swift mit vorinstalliertem Linux in Betrieb genommen. Was ist wohl als erstes passiert? Richtig, Updates kamen noch und nöcher. Das ist eben kein MS spezifisches Problem, sondern allgemein die Regel. Auch in dem Obstladen passiert mir das, wenn ich ein Gerät kurz nach Veröffentlichung eines Systemupgrades einrichte.

  7. derTeichfloh sagt:

    “Leider sind aber nicht alle Anwender in der Lage einen Rechner …. neu aufzusetzen.” – dem kann man nur zustimmen.
    Ich habe schon öfters mit Lenovo zu tun gehabt und weis, dass die sehr gern mit speziellen Treibern arbeiten. Ein “Neuaufsetzen” ist zwar möglich, aber dann ist der Rechner sehr langsam. Es MÜSSEN zwingend die Lenovo-Treiber geladen werden – und die sind nicht frei verfügbar. Die lädt nur die spezielle Lenovo-Software herunter (und leider tut sie noch mehr…)(bei HP ist das ähnlich)
    Für Anwender mit Mobilfunkt-Internet ist W10 unbrauchbar. Das Datenvolumen, welches W10 für sich und seine Updates verbraucht, ist erheblich…..

    • Markus sagt:

      Man kann doch in Windows10 eine bestimmte Netzwerkverbindung als “getaktete Verbindung” festlegen. Ich dachte, damit unterlässt Windows dann riesige Update-Downloads über dieses Netzwerk. Müsste man eigentlich mal mit einem Netzwerktool prüfen, ob sich WIndows auch daran hält.

      • derTeichfloh sagt:

        Leider nicht. Die getaktete Verbindung setzt voraus, dass es eine andere Verbindung gibt. Wenn nicht, wie in meinem Fall oder siehe oben, setzt Win die Update nur kurz aus – und führt sie dann doch durch.

  8. Werbung

  9. Markus sagt:

    Wir kennen die Problematik bei unseren Kunden auch. Manche Kunden – man kann es Ihnen nicht vorwerfen – halten sich für gewieft, verbringen 3 Abende im Internet und ergattern dann 130 EUR unter unserem Preis ein “nahezu identisches Gerät”. Naja, eben nur fast. Das Ergebnis: eine sehr träge 5400rpm-Festplatte, Spar-CPUs (selbe Gigaherz-Zahl aber weniger Kerne), zu wenige Anschlüsse etc, naja und manchmal eben Windows 10 1511 & Co.

    Das wirklich fatale ist dann aber, dass Windows 10 teilweise während dem Booten, aber auch während großer Updates (beim Booten und Runterfahren) einen leeren schwarzen Bildschirm anzeigt oder die windows-seitige Bildschirmabschaltung nicht verhindert (Energiesparen des Bidlschirms nach x Minuten).

    Viele Benutzer denken dann, der Rechner habe sich aufgehängt, verlieren die Geduld (sie werden ja eh von Jahr zu Jahr ungeduldiger und gestresster) und schalten das Gerät knallhart aus. Diese Situation ist für die Anwender insofern neu, da Windows 7 nie so große Updateinstallationen durchführen musste wie Win10.

    Es wäre schön, wenn der Softwaregigant Microsoft es schaffen würde, beim Booten, Updaten und Runterfahren dafür zu sorgen, dass der Bildschirm maximal nur 1-2 Sekunden schwarz bleibt. Das würde während der 3-4 Update-Boot-Schleifen beim ersten Einschalten älterer Win10-Installation schon viele Schäden verhindern, die der Anwender durch ungeduldiges Abschalten selbst anrichtet.
    Der Endbenutzer muss auf dem Bildschirm sehen können, dass der Rechner etwas tut (meinetwegen die Win95-Sanduhr, der Win10-Kreisel oder animierte Katzenbilder); denn auf das Flackern der Festplatten-LED achtet er nicht.

    • Andreas B. sagt:

      “denn auf das Flackern der Festplatten-LED achtet er nicht”

      Dazu fällt mir grad noch etwas ein. (Vielleicht ist es bei anderen Geräten ja auch so.) – Ich habe ein MEDION AKOYA S6214T (Convertble); GB hat das früher mal hier in einer Serie vorgestellt und ausführlich besprochen. – Das Betriebssystem ist auf einer SSD in der Tablet-Einheit, die man abziehen kann, unter der Tastatur läuft auch noch ein HDD für die Daten.

      Das Ungute dieser Konstruktion bei den Updates ist aber leider, dass es nur für die Aktivität der (unteren) HDD eine LED-Anzeige gibt. Die Updaterei findet aber ja nur oben in der Tablet-Einheit statt, und ob dort Festplatten-Aktivität ist, bekomme ich also überhaupt nicht zu sehen. :-(

  10. Martin Feuerstein sagt:

    Mal abseits von reinen Windows-Problemen bei den OEMs.

    Ich habe aktuell einen Fall bei Fujitsu bezüglich eines Lifebook A557 am Laufen (Einsteigerserie, zugegeben). Das BIOS lässt sich normalerweise per DeskFlash aktualisieren – gerade auch um BIOS-Einstellungen massenweise auf Geräte zu übernehmen (funktionierte bisher bei allen Geräten problemlos auch in Windows PE). Erst funktioniert das Systemdiagnose-Programm nicht in WinPE, so dass ich das vorinstallierte Windows-Betriebssystem starten musste. Erste Antwort vom Support: “zwei Treiber sind nicht offiziell freigegeben!” (wait, das war die Vorinstallation des Herstellers! und die wollte ich eigentlich nicht mal nutzen!). Also aktualisiert, getestet, nochmal manuelles BIOS-Update auf die neueste Version, welche von der Hersteller-Update-Software nicht mal angeboten wurde, nochmal getestet, geht immer noch nicht. Mal schauen wie das ausgeht.

    Bei Lenovo hatte ich mal ein Problem mit Wake-On-LAN bei einem Desktop-System (am Ende war es eine Treibereinstellung). Den nur “halbwegs” deutschsprachigen Support angerufen, Techniker kam (weil ich nicht richtig verstanden wurde) zum Mainboard-Tausch(!). Ohne Austausch hätte der Kunde die Anfahrt bezahlen müssen, also lassen wir ihn tauschen. Im Austausch-Mainboard war das SLIC-Zertifikat nicht drin, nach dreißig Tagen wollte Windows neu aktiviert werden.

  11. Charles sagt:

    Bei so einem Gerät mit vorinstalliertem W 10 ist allein die Aktivierung des Sstem wichtig.Dann erstellt man sich mit dem Windows media Creation Tool einen Installstick.
    Man löscht die gesamte Festplatte,wodurch dann auch gleich die ganze Crapware des Herstellers verschwindet,und installiert die aktuellste Systemversion sauber und clean.So umgeht man die OEM Fallen.

    • Martin Feuerstein sagt:

      Den Product Key aus dem BIOS kannst du “einfach so” auslesen, such mal nach pkeyui oder geht get_win8key (funktioniert auch bei Win10).

  12. @G. Born
    Es wäre für Laien auch mal gut verständlich, wenn Sie einfach mal eine Tabelle erstellen und dann gegenüberstellen, welche Datenmengen heruntergeladen werden müssen und wie lange das bei einem DSL 2.000, DSL 6.000, DSL 16.000 oder einem 50.000 bzw. 100.000 Mbit (=Megabit/s) Anschluss dauert.

    Annahme: 10 Megabit/s entsprechen 1 Megabyte/s (Prüf- und andere Bits inkl.)

    Kurze Rechnung daher:
    1 Gigabyte (GB) an Daten = 1024 Megabyte (MB )
    DSL 2.000 = 0,2 MB/s – für 1 GB brauchts also 5120 Sekunden = 85,3 Minuten
    DSL 6.000 = 0,6 MB/s – für 1 GB brauchts also 1706,66 Sekunden = 28,44 Minuten
    DSL 16.000 = 1,6 MB/s – für 1 GB brauchts 640 Sekunden = 10 Minuten
    DSL 50.000 = 5 MB/s – für 1 GB brauchts 204,8 Sekunden = 3,41 Minuten
    DSL 100.000 = 10 MB/s – für 1 GB brauchts 102,4 Sekunden = 1,7 Minuten

    Diese Rechnung allerdings setzt voraus, daß
    a; eine optimale Anbindung über LAN (und nicht üb. WLAN!) vorhanden ist und
    b; die vom Provider versprochene Leistung stets zu 100% verfügbar ist (Illusion)

    Welche Verluste dann noch über eine langsame WLAN Verbindung einzurechnen sind kann sich jeder selber ausrechnen.

    Schlussfolgerung:
    Wer also auf dem Lande lebt und nur langsames Internet hat sollte sich keinen aktuellen PC oder Laptop mit Windows 10 kaufen. Es sei denn er / sie ist Rentner und hat vieeeeel Zeit. ;-)

    • Martin Feuerstein sagt:

      Das mit der “Tabelle” wird so nicht funktionieren, da “immer nur die Updates heruntergeladen werden, die auch nötig sind” – da kommt es schon auf die Version des mitgelieferten Betriebssystemabbilds an sowie die aktuell verfügbaren Updates.

      PS: Die Angabe von Downloadraten erfolgt im Binär-, nicht Dezimalsystem. Was an Overhead erzeugt wird, lässt sich nicht so einfach mit “+25%” angeben. WLAN ist zudem schon lange schneller (in Bezug auf Bandbreite, Latenz ist ohnehin geringer) als die Internetanbindung (bzw. nicht der Flaschenhals).

    • Günter Born sagt:

      Rentner haben keine Zeit mehr

  13. Herr IngoW sagt:

    Ich habe schon oft für Bekannte Geräte in Betrieb genommen.
    Also als erstes die aktuelle Build auf einem USB-Stick bereit haben. (Hab ich meist da, weil ich mehrere Geräte in der Familie habe die Aktualisiert werden müssen, wegen Dauer der Downloads)
    Dann Gerät eingeschaltet Account/Benutzer angelegt und Gerät aktivieren lassen. Danach sehen ob die Treiber auf dem Gerät vorhanden sind (meist im Hauptverzeichnis unter OEM oder änlichen Bezeichnungen), bzw. beim Hersteller.
    Manchmal kann man auch die Treiber über eine vorinstallierte Software des Herstellers runterladen.
    Alle Treiber/Software vom Hersteller extern sichern.
    Dann Internet aus.
    Danach kann die Neuinstallation beginnen, inklusive neuer Programme die derjenige braucht und das Gerät ist fertig.
    Wenn nichts zu finden ist, ist oft sehr viel Handarbeit gefragt. Die ganzen Unsinnigen Programme deinstallieren geht meist nicht bzw. bringt nichts weil sie bei einer Aktualisierung meistens wieder auftauchen. Hauptsächlich irgendwelche Apps die keiner braucht.
    Nach der Aktivierung das Gerät vom Internet trennen, USB-Stick mit der Aktuellen Build angeschlossen, das Setup gestartet und die Build auf dem Stick wird als Update gestartet/installiert.
    Nach Abschluss der Installation, anmelden, mit dem Internet verbinden und die restlichen Updates installieren lassen.
    Jetzt können erst die nervigen Programme deinstalliert werden (ob sie nach einem neuen Funktions-Updates wiederkommen ist je nach OEM unterschiedlich).

  14. gasper sagt:

    Das Problem, das auf OEM System Windows 10 veraltet ist kenn ich zur Genüge. In meinem Geschäftlichen Umfeld werden nur OEM Systeme diverser Hersteller eingesetzt. Ich habe bis jetzt noch nie erlebt das jemals die aktuellste Build von Windows 10 vorinstalliert war.

    Die Probleme umgehe ich aber auf relativ simple weise. Ich habe von der aktuellen Windows 10 Build immer einen USB Installationsstick. Die OEM Maschine wird zwecks Funktionsprüfung ohne Internetverbindung gestartet (das läuft im Regelfall sehr zügig durch) und wenn die Maschine in Ordnung ist, dann wird direkt vom USB Stick die aktuelle Build aufs System geladen.

    Der Vorteil hier ist durch die OA 3.0 aktiviert sich die Maschine direkt wieder und man ist auch diesen ganzen vorinstallierte Kram vom OEM Hersteller los. Im Regelfall ist bei gängiger Hardware dann auch alles an Treibern schon eingerichtet, bzw. hat sich Windows 10 direkt nachinstalliert.

    Jetzt kann sich die Maschine noch das letzte Kumulative Update + 1 – 2 ergänzende Updates vom WSUS Server ziehen und schon ist Windows 10 Einsatzbereit.

    Je nach Geschwindigkeit des OEM Rechners dauert das ganze Neuinstallieren gerade einmal 30 – 60 Minuten bis das System einsatzbereit ist.

  15. Jürgen Kehrel sagt:

    Habe im Januar einen Acer mit Windows 10 in Betrieb genommen. Hat an einer DSL 16000 (die ca 15000 maximal liefert) gut 5 Stunden gedauert und mehr als 6 GB “verbraucht”, bis endlich alles auf aktuellem Windows-Stand war. Auch andere Hersteller liefern alte Versionsstände aus. Und dann müssen ja auch noch die Anwendungen installiert und wiederum erst einmal upgedated werden. Bis alles geht ist damit mindestens ein Arbeitstag rum. Gut wenn man parallel auf einem anderen Rechner noch was Produktives tun kann.

    • Markus sagt:

      Es kann auch gut sein, dass bestimmte Restwarenkontingente, deren Windows-Build damals noch aktuell war, z.B. 1-2 Jahre später neu vermarktet werden. Da würde ich die Schuld nicht den Herstellern geben. Oftmals liegen Geräte auch monatlang (oder länger) unverkauft im Großhandel und werden dann in größeren Stückzahlen an B2C-Händler weiterverkauft, die dann – meist fairerweise – den Preis deutlich reduzieren aufgrund der älteren Softwareumgebung.

  16. Uhlenbruck, Michael sagt:

    Mein Lenovo Notebook kam ebenfalls mit einer veralteten Version von Win 10 zur Auslieferung, war allerdings auch ast um 50 % Preisreduziert bei Staples im Verkauf.

    Garantie des Herstellers betrug nur noch 3 Monate.

    Da Ich wußte, auf was ich mich dabei Einließ, machte ich ein Schnäppchen und sparte rund 450,-€ zum Normalpreis.

    Oft sind besonders Preiswerte Geräte, Restbestände vom Vorjahr oder Vorührgeräte aus dem Geschäft.

    Das Neuaufsetzen der Geräte inkl. Erneuerung der Treiber ist dann Pflicht (Diese bitte nur von der Herstellerseite des Gerätes oder per Updateprogramm wie bei Lenovo)

    Das Lenovo-Vantage Programm arbeitet dabei zuverlässig und schnell.

    Die aktuelle ISO Build von Win 10 ist natürlich bei MS zu beziehen.

    Nur so schafft man es, ein Aktuelles System ohne Crackware zu bekommen, das zu dem noch relativ preiswert (Günstig) ist.

    Noch ein Zusatztipp: Wer unbedingt ein möglichst Neues Gerät mit wenig Updateaufwand haben möchte, sollte im Computer Einzelhandel und nicht bei den Großen (MM, Saturn, Cyberport ecetera) kaufen, da diese Händler zumeist Ihre Geräte vor Verkauf bzw mit Verkauf für den Kunden updaten und Betriebsfertig aushändigen, allerdings kostet dieser Service ein wenig mehr, Logischerweise.

  17. Günter Born sagt:

    Bezüglich: Rechner platt machen und dann Windows neu installieren. Das ist zwar die gängige Methode und funktioniert auch (wenn man die Erfahrung hat und Spezifika der Modelle kennt) meist. Aber ich möchte an dieser Stelle schlicht auf meinen Artikel Backdoor ‘Windows Platform Binary Table’ (WPBT) verweisen. Dann überlebt der Rechner auch ein ‘platt machen’ und der OEM kann seine eigene Software wieder auf das System laden. Möglicherweise ist diese Option nicht so breit bekannt (kann aber nicht beurteilen, ob das noch häufiger bei OEMs im Einsatz ist). Hier noch einige Fundstellen:

    https://firmwaresecurity.com/2015/08/14/whats-the-next-built-in-acpi-attack/

    Lenovo used Windows anti-theft feature to install persistent crapware

    Windows 10: Why does ‘fresh start’ still install bloatware from OEM?

    heise.de-Forendiskussion

  18. Hans Brender sagt:

    nur OEM?
    keineswegs: Surface Pro, gekauft bei Microsoft, geliefert aus den Niederlanden am 22.12.2017

    Eingeschaltet: Zieht Updates auf Nachfrage, warten, nochmalige Nachfrage, ein weiteres Update. Ich habe mich ahnungslos gegeben. Nach 11 h mal auf den Link Desktop anzeigen geklickt. Denn das Update bewegte sich nicht weiter. Dort stellte sich heraus, dass zwischen der installierten 1703 Version, ein Security-Update einen Restart verlangte. 1709 konnte nie installiert werden.

    Also, auch Microsoft liefert nach 2 Monaten noch alte Images aus. Ahnungslose Anwender tappen wegen Unfähigkeit der Programmierer in Redmond in die Falle.

    also nicht nur OEM

  19. Tim Giliard sagt:

    Im Artikel steht: “Für 10 Euro gibt es aktuell gerade einmal 1 bis 1,5 GByte an Datenvolumen, welches nach 30 Tagen auch noch ausläuft.”
    Zum Glück sind diese Zeiten vorbei: 12 GB für 15 Euro (LTE-Tarif) sind mittlerweile möglich (Quelle: https://www.sparhandy.de/mobiles-internet/)

  20. Stimmt schon es ist echt Ätzend was diverse OEMs an Schrott Konfigurationen ausliefern, der Crab wird aber vergleichsweise zu früher immer weniger , ich schätze mal das sich dieser “Windows Platform Binary Table” (WPBT) auch irgendwie zumindest über die Gruppenrichtlinie aus hebeln lässt, ist halt nur blöd wenn man eine Home Edition bekommt.

    Also ich bin nicht mehr gewillt mir so eine Scheiße anhängen zu lassen, zum Glück lässt sich das ja vermeiden wenn man sich Privat ein Notebook kauft, obwohl ich Lenovo neben Dell XPS Notebooks verdammt gut fand.
    Wenn mir Lenovo nach einer Clean Installation doch wieder ihren Crap ungefragt drauf installieren würde, würde ich wohl den Support dort zusammen Scheißen was der Mist soll, das sehe ich als Einschnitt in meine Privatsphäre an.

    Bei Notebooks ist man halt auf die OEMs auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und muss halt genau schauen was man sich da ins Haus holt, für den Normal User ist das halt auch sehr schwierig ohne Kenntnisse.
    Da muss man eben jemanden Fragen der davon Ahnung hat und Abwegen was einem Wichtig ist.

  21. Lukas Zimmermann sagt:

    Schöner Artikel, den du da geschrieben hast. Mir ist das Problem durchaus gekannt, was du in einem Artikel beschreibst. Da wird teilweise ein veraltetes Betriebssystem draufgespielt und dazu auch noch Software, die keiner braucht. Das Gerät will sich ebenfalls Updaten, dann ist der Ärger am Anfang nun mal groß, weil man das Gerät nicht in Betrieb nehmen kann.
    Im Allgemeinen würde ich dazu raten, eine Neuinstallation zu machen. Treiber sollten auf einer Recovery-Partition verfügbar sein oder können vorher heruntergeladen werden. Des weiteren besteht ja Möglichkeit, über das Media Creation Tool die Möglichkeit, einen Installationsdatenträger zu erstellen.
    Ich hoffe, dass diese Ergänzungen hilfreich sind:)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.