Spotify-App blockt Windows 10 Systemwiederherstellung

[English]Besitzer von Windows 10 laufen in das Problem, dass die Spotify-App aus dem Microsoft Store die Systemwiederherstellung von Windows 10 killt. Hier ein paar Informationen.


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Was ist Spotify?

Spotify ist ein Streaming-Dienst, bei dem man Musik, Hörbücher und Videos per Abo beziehen kann. Laut Wikipedia wird Spotify seit seit Oktober 2006 von dem schwedischen Unternehmen Spotify AB entwickelt. Der Dienst ist in vielen Ländern (Wikipedia schreibt mehr als 60) angeboten.

Spotify ist wohl recht beliebt und Microsoft hat den Dienst Spotify zum Jahreswechsel zugunsten des eigenen (eingestellten) Musik-Diensts Groove in Apps integriert. Hat aber mit dem Thema des Blog-Beitrags hier nichts zu tun.

Spotify benutzt ein Freemium-Modell. Einfache und grundlegende Dienstleistungen stehen dabei kostenlos (werbefinanziert) zur Verfügung. Erweiterte Features oder zusätzliche Funktionen lassen sich als Premium-Angebots im Abo buchen. Wikipedia schreibt: Mit 159 Millionen aktiven Nutzern, von denen 71 Millionen zahlende Abonnenten sind, ist Spotify aktuell der weltweit größte Musikstreaming-Dienst.

Worum geht es beim Problem?

Von Spotify gibt es eine App, die man kostenlos im Microsoft Store für Windows 10 herunterladen kann. Über die App lassen sich die Streams anhören bzw. ansehen. Entwickelt wird die App vom Anbieter Spotify. Benutzer dieser Spotify-App scheinen unter Windows 10 von (mindestens) einem Problem geplagt zu werden, welches aber erst auffällt, wenn es zu spät ist. Die Systemwiederherstellung funktioniert nicht, sobald die App unter Windows 10 installiert wurde.

Es scheint aber verschiedene Fehlerbilder zu geben. Ich habe den Artikel entsprechend um zwei Fehlerbilder ergänzt.

Bei Microsoft Answers gibt es seit November 2017 diesen längeren Thread dazu. Dort findet sich auch folgender Screenshot, der auf eine .exe-Datei verweist (hätte eine AppX-Fehlermeldung erwartet, dürfte dann wohl eine portierte Desktop-App sein).

Spotify-Wiederherstellungsfehler

Beim Aufruf der Systemwiederherstellung bricht diese mit dem Fehlercode  0x80070780 ab und meldet, dass die Spotify-Apps nicht wiederhergestellt werden kann.

System Restore failed to replace the file

(C:\Users\XXXX\Appdata\Local\Microsoft\WindowsApps\Spotify.exe with its original copy from the restore point)

An unspecified error occurred during System Restore. (0x80070780)

Im März melden sich neue Betroffene und frühere Workarounds wie Deinstallation der App sollen nicht mehr helfen. Eine weitere Fundstelle gibt es in diesem Blog-Beitrag vom Januar 2018.

Ein zweiter Fehler


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Sucht man im Web, stößt man auf diesen Microsoft Answers-Forenbeitrag, wo jemand ebenfalls sich mit dem Thema auseinander setzt. Er bekommt wohl den nachfolgend gezeigten Zugriffsfehler 0x8007045b in der Wiederherstellung.

Spotify-Wiederherstellungsfehler

Der Fehlercode 0x8007045b steht aber für ERROR_SHUTDOWN_IN_PROGRESS und merkt an, dass die Systemwiederherstellung nicht erfolgreich war, weil das System heruntergefahren werde.

Nachtrag: Beachtet den nachfolgenden Kommentar zum Workaround. Etwas ähnliches hatte ich vor einiger Zeit hier im Blog berichtet (siehe Linkliste), wobei es dort die von Microsoft ausgerollten Get Office-App war. Man sollte auch im Hinterkopf behalten, dass die Systemwiederherstellung unter Windows 10 bei Funktionsupdates immer wieder deaktiviert wird. (via)

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2 Responses to Spotify-App blockt Windows 10 Systemwiederherstellung

  1. Thomas Bauer sagt:

    Ich habe Spotify zuerst entfernt. Dann habe ich die alten Systemwiederherstellungspunkte entfernt und einen neuen sauberen Systemwiederherstellungspunkt angelegt. Das ist wohl die einzigste Möglichkeit zu einer funktionierenden Systemwiederherstellung zu kommen. Geht die Spotify Version von der Webseite? Der Fehler ist nun seit 3 Monaten ungepatched.

  2. Uwe Albrecht sagt:

    Spotify kostet erst mal nichts und läuft wie LibreOffice, Firefox, Chrome, VLC, Clementine, Foobar, Google Play Music (auch als Desktop Player), MP3Tag u.s.w. bei mir auf allen Gerätetypen (TV, Handy, Tablett, Notebook, Desktop…) unter altem und neuen iOS (für Freunde eingerichtet mir selbst ist das viel zu teuer und herstellervernagelt), sogar unter MacOS (> 10 Jahre altes geschenktes Gebrauchtgerät zu Testen), Android 4.4 bis 8, Windows 7, Windows 8.1, Windows 10 als Webplayer in Chrome oder Firefox, als Desktop-Programm (so wie unter Windows 7) unter Linux Mint (alle Versionen 17-18 Versionen), Manjaro KDE aktuellste Version vom Februar 2018…also praktisch völlig plattformunabhängig und findet auch an fast allen modernen Lautsprechern und selbst über die gute alte Klinke an sehr alten aber geliebten HiFi Anlagen verschiedener Hersteller guten Anschluß. Eigene Hardware hat und braucht Spotify deshalb nicht. Das wird erst nötig, wenn alle ihre Systeme vernageln, also z.B. Windows 10S nach Apple-Vorbild.

    Es gibt also kein mir bekanntes System, das nicht unterstützt wird und jeder findet mindestens einen funktionierenden Weg ohne Neuanschaffungen hier kostenlos zu schnuppern (und dann süchtig zu werden ;-) )

    Warum wundert es mich nun nicht mehr, dass ausgerechnet beim Windows 10 und ganz speziell bei den halbgaren (nur konvertierten W10S)tore-Applikationen Probleme auftreten. Alles Sachen, die außer hier bekannte Namen wie Ingo, Nils und Martin keiner wirklich schätzt. Aber auch dort sehen wir immer öfter einsetzende Nachdenklichkeit nicht nur in den Foren, sondern auch in den Beiträgen selbst.

    Ein Grund mehr, auch Windows 10S als Konzept abzulehnen und Spotify sollte wie so viele vor Ihnen auch diese App einfach zurückziehen. Die braucht kein Mensch und macht offensichtlich in den von Günter Born genannten Spezialfällen arge Probleme.

    Wer viel überflüssige Zeit hat, sollte mal mit den Verschlüsselungstechniken von Microsoft spielen und dann Datensicherung auf verschiedenen Wegen probieren. Viel Spass sage ich nur und auch dieses Problem wird letztlich am Rande mit der eingesetzten DRM-Technik zusammenhängen. Schließlich soll ja keiner die rund 40 Millionen MP3 so frei Haus von Spotify geliefert bekommen, obwohl es dazu nur eines kleinen Audiomitschnitts der wenig wirklich geliebten Stücke bedürfte, wo Tools wie Audials (Windows) oder Audio-Recorder (Linux)… gute Dienste samt Tags/Ordnerstruktur etc. leisten. Aber wozu CDs brennen oder MP3-Sticks basteln, es können ja auch offline 3333 Stücke (also rund 60 Tage a 3 Stunden Lieblingsdauerberieselung) immer und überall mit hingenommen werden, wenn man monatlich 10 € für eine Person oder 15 € für 6 Personen ausgibt. Das da fast 160 Millionen Menschen weltweit mitmachen und sogar rund die Hälfte für Geld, wundert mich nicht.

    Was die Datensicherung angeht, habe ich mir für Windows Systeme mit Umstellung von alter langsamer HDD auf schneller SSD den Paragon Migrate OS zu SSD zugelegt. Einfacher, schneller und sicherer geht es nicht, um mindestens eine Version (auch mit allen persönlichen Daten) sofort einsatzbereit und sicher im Schrank zu verwahren. Das Microsoft-Gefrickel nervt nur und deckt nur Teile ab.

    Wer sich sich einen Dual- oder Mehrfachboot Windows 7 / 8.1 / 10 / Linux… eingerichtet hat, findet mit dem kostenlosen Linuxtool „Clonezilla“ eine super Alternative. Dort aber vorher 15 Minuten schlau lesen!

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