Microsoft: Die Mehrheit der Kunden wird Windows 10 S nutzen

Bald kann jeder Anwender Windows 10 S auf seinen Systemen verwenden. Spannende Frage: Wie viele Anwender werden das nutzen? Microsoft meint ‘Die Mehrheit’.


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Windows 10 S-Mode, was ist das?

Windows 10 S ist eine spezielle Konfiguration von Windows 10 Pro, die für Sicherheit und Leistung optimiert ist. Der Windows 10 S-Modus lässt nur die Ausführung von Apps aus dem Windows Store zu. Zudem sind einige vorgegebene Windows-Anwendungen (z.B. Explorer, Edge-Browser etc.) aufrufbar.

Windows 10 S
(Quelle: Microsoft Webseite zu Windows 10 S)

Microsoft wirbt auf dieser Webseite damit, dass das System durch die ausschließliche Verwendung von Anwendungen aus dem Microsoft Store und das Surfen mit Microsoft Edge sicherer wird (das S steht mittlerweile für Sicherheit). In einer FAQ lässt sich noch einiges zu Windows 10 S nachlesen.

Bei der Vorstellung bzw. Einführung wurde Windows 10 S noch als eine eigene Verkaufsversion (SKU) vermarktet. Käufer können aber auf einfache Weise auf Windows 10 Pro upgraden, um alle Funktionen von Windows 10 einzusetzen. Bisher war die Aussage, dass dieser Wechsel bis März 2019 kostenlos sei, später aber um die 50 Euro kosten solle.

Dies wurde inzwischen von Microsoft über den Haufen geworfen. Ab Windows 10 Version 1803 führt Microsoft den Windows 10 S-Mode für alle Versionen ein. Dies bedeutet, Käufer von Windows 10 Home, Windows 10 Pro oder Windows 10 Enterprise können den Windows 10 S-Mode nutzen. Dieser muss allerdings bei der Installation von Windows 10 ausgewählt werden.

Nach der Installation kann der Benutzer jederzeit und kostenlos vom Windows 10 S-Mode auf die mit der Lizenz erworbene Windows 10-Version (also Windows 10 Home, Windows 10 Pro etc.) umsteigen. Das wird als Upgrade intern abgewickelt. Eine Rückstufung von Windows 10 auf Windows 10 S ist dagegen (ohne Neuinstallation) nicht vorgesehen. Einige dieser Informationen habe ich in den am Artikelende verlinkten Blog-Beiträgen publiziert.

Wie viele Nutzer mögen wohl Windows 10 S behalten?

Die Gretchenfrage ist: Welcher Anwender ist bereit, mit einem kastrierten Windows 10 S-Mode, welcher nur Apps bereitstellt, auf dem ausgelieferten System zu arbeiten, wenn ein Wechsel zur ‘Vollversion’ gratis möglich ist? Gut, es gibt einige Enthusiasten, die sich das für eine Zeit lang geben – manche Menschen werden auch als Masochisten glücklich. Ich denke, man kann das mit ‘Leben und leben lassen’ ganz locker sehen. Persönlich hätte ich jetzt gemutmaßt, dass nur einige Wenige sich Windows 10 S antun.


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Bei PCWorld bin ich vor einigen Stunden auf den Artikel Microsoft expects the ‘majority of customers’ to use Windows 10’s S mode von Mark Hachman gestoßen, der mir dann doch die Schuhe ausgezogen hat. Hachman hatte auf Twitter eine Statistik zur Nutzung von Chromebooks, Windows und Apples iPad im schulischen Bereich aus den USA gepostet.

Das von Microsoft propagierte Windows 10 S kam da schlicht nicht vor. Der Tweet war auf Joe Belfiore von Microsoft gemünzt. In dessen Antworten auf den initialen Tweet bestätigte Belfiore auch, dass Windows 10 S künftig ein bestimmter Modus von Windows 10-Systemen sei.

Die Quintessenz des PCWorld-Artikels, der auf Aussagen von Microsoft-Mann Joe Belfiore fußt, lässt sich auf folgenden Nenner bringen.

  • Wir [von Microsoft] erwarten, dass in den kommenden Monaten neue Windows 10-Geräte mit dem S-Modus ausgeliefert werden.
  • Wir [von Microsoft] gehen davon aus, dass die Mehrheit der Kunden die Vorteile von Windows 10 im S-Modus nutzen wird.

Belfiore beschreibt den Windows 10 S-Mode als die “kaum Ärger bereitende (‘low-hassle’) und garantierte Performance-Version’ von Windows 10. Belfiore führte die Sicherheit, die schnellere Bootzeit, die bessere Akkulaufzeit und die konstante Leistung, die der S-Modus von Windows 10 bietet, als Vorteil. Der S-Modus von Windows 10 verhindert, dass das Betriebssystem herkömmliche Win32-Anwendungen verwendet und erlaubt nur Anwendungen aus dem Windows Store. Das soll für den Anwender die Sicherheit erhöhen.

Ergänzung: Wasser auf die Mühlen des Windows 10 S-Modes ist der Vorfall, dass Provider in der Türkei, in Ägypten und Syrien beim Download von Software den Finfisher-Staatstrojaner und anderes beimischen (siehe meinen Kommentar im Beitrag Windows Defender stoppt Malware-Kampagne). Führt dazu, dass die Leute in diesem Artikel Store Apps empfehlen. Wie lange dies hält, muss man abwarten, da sich Microsoft ja teilweise größere Fehler bei der Auslieferung von Updates leistet (siehe Windows 10 V1709: Hotfix KB4094047 für Mixed Reality-Bug).

Realistisch, oder nicht von dieser Welt?

Mir fallen dazu spontan folgende Sachen ein: Welche App im Windows Store ist so weit, dass man vernünftig damit arbeiten kann? Da ist bisher nur vieles als Ports von Win32-Anwendungen zu finden, die dann per ‘Wrapper’ unter Windows installiert werden. Wer nur Apps aus dem Store zur Ausführung zulassen will, kann das in den Einstellungen von Windows 10 schon heute tun. Dabei ist ein Wechsel zwischen dem eingeschränkten Store-Mode und Ausführung beliebiger Anwendungen unter Windows 10 leicht über die Einstellungen-App möglich – während Windows 10 S nur einmalig den Wechsel zur vollständigen Windows 10-Version zulässt (aber keinen Weg zurück bietet).

Zweite Assoziation: Es gab mal die vollmundige Aussage, dass Microsoft bis 2018 eine ganze Milliarde Windows 10-Systeme erreichen wollte. Da werden wir auch Ende 2018 noch ein Stück von entfernt sein. Bleibt mir die Frage: Wie bewertet ihr diesen Windows 10 S-Mode und vor allem die Aussagen von Joe Belfiore? Ist das nur Marketing-Gewäsch und singen im finsteren Wald? Oder könnte er Recht behalten und 50 Prozent der Zielgruppe für low end Windows 10 S-Geräte bleibt diesem Mode nach dem Gerätekauf treu? Wie seht ihr die App-Geschichte? Gibt es Store-Apps, die wirklich was taugen? Und kann man nur mit Apps Geräte sinnvoll einsetzen?

Dass die Leute mit Low-Cost-Systemen (bis 4 GByte RAM, 64 GByte SSD/eMMC), trotz Windows 10 S und den Versprechen Belfiores, dass solche Systeme ‘schnell’ seien, nicht glücklich werden, halte ich für ausgemacht. Windows 10 hat gegenüber Chromebooks einfach einen viel zu fetten Fußabdruck, so dass es an allen Ecken und Enden kneift.

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32 Responses to Microsoft: Die Mehrheit der Kunden wird Windows 10 S nutzen

  1. Robert Richter sagt:

    Wird genauso ein absoluter Reinfall wie Windows 8 mit dem schwachsinnigen Kachel-Bildschirm.

    Mich würde mal interessieren, wie viele neue Windows-Projekte noch unter Windows Forms und WPF entwickelt werden, bzw. ob bei Neu-Entwicklungen UWP überhaupt eine grosse Rolle spielt.

    Ich war (fast) einer der ersten Windows-Nutzer (Windows 3.0) und wenn ich das User-Interface mal beurteilen müsste, da war Windows 7 nahezu perfekt (wobei viele Programme die neuen Win 7 GUI Features oft nicht verwendet haben, z.B. Task Dialoge, Näheres ist hier zu finden: http://www.emoreau.com/Entries/Articles/2009/10/Windows-API-Code-Pack-for-Microsoft-Net-Framework–Part-1.aspx – hatte ich selbst in meinen Programmen im Einsatz).

    Selbst Apple hat so gut wie die gleiche GUI über nahezu alle iPhone Generationen hinweg, nur Microsoft muss wieder etwas ‘Besonders’ machen. Nach dem Prinzip: ist dein Produkt gut und geht’s dir zu gut, dann fange an, einfach aus einer Laune heraus was zu ändern, egal ob zum Guten, oder wie bei dem Kachel-Käse zum Schlechten. Hauptsache kein Stillstand!

    Nachdem sie mit den Kacheln und den ‘nur 2 Programmen im Kachelmodus nebeneinander’ auf die Nase gefallen sind, bzw. es die Windows Runtime mit den Modern-UI Apps nicht gebracht hatte, dann musste den Kachel-Apps ein ‘Nebeneinander’ auf dem Desktop mittels UWP als Nachfolger ermöglicht werden, damit überhaupt jemand diesen Schwachsinn benutzt. OK – MS wollte einen Store – warum nicht für die klassischen Windows-Programme?

    • anthropos sagt:

      An einem Punkt kann ich voll zustimmen:
      Die neue Benutzeroberfläche war lange noch nicht ausgereift, und auch jetzt gefällt mir nicht alles. Der größte Nachteil war der Zwang zum Vollbild und die Beschränkung der nutzbaren Apps auf dem Bildschirm.

      Völliger Widerspruch bei der Huldigung von Windows 7, denn Windows 8 bot schon Vorteile und schnelleren Zugriff durch Startseite, Sprunglisten und Symbol-Menü.

      • Steter Tropfen sagt:

        Startseite, Sprungliste, Symbolmenü? Hm, ich habe die mir wichtigen Anwendungen als Verknüpfungen im (selbst aufgeräumten) Startmenü, auf dem Desktop oder in themenbezogenen Ordnern. Es gibt keine Zugriffs-Methode, die noch schneller wäre.

        Zugegeben, nachdem Windows den Nutzern aus Sicherheitsgründen Handschellen anlegt, geht das nicht mehr so einfach wie unter Win98, aber wenn man einmal raus hat, wie’s geht…

    • Cmd.Data sagt:

      Wieso?

      Den blöden Kachel-Bildschirm gibt es leider immer noch, er sieht nur ein wenig anders aus.

      Windows 8.1 ist technisch ein Fortschritt, es gibt viele Verbesserungen, aber die Bedienlogik (Metro) ist ein totaler Rückschritt.

  2. Ben sagt:

    Naja, WIR kennen die Unterschiede zwischen Windows 10 und Windows 10 S, aber
    wenn die Fertig-PCs oder Notebooks von den OEMs ab Werk mit Windows 10 S ausgeliefert werden, ist dem Durchschnittsuser sicher nicht bewusst, dass er da eigentlich nur eine Sparversion installiert hat (“Wieso, da ist doch Windows 10 drauf.”).

    Kann man eigentlich in Windows 10 S aus dem Store auch Firefox, LibreOffice etc. (also direkte Programme der “Konkurrenz” von Microsoft) installieren?

    Falls nicht, sollte sich das Kartellamt und der Verbraucherschutz das mal anschauen.

    • der_Puritaner sagt:

      Nein das geht nicht, du kannst nur Apps aus den Windows Store installieren und da hängt schon das Problem, fast jeder User hat irgendein Programm was er schon seit Jahren benutzt und wenn es das nicht im Windows Store gibt wird es die ersten Proteste Hageln.

      Also im Bereich Office gibt’s im Store auch nur Office 365 Home und Office 365 Personal, LibreOffice und Firefox suchst du im Store da vergebens.

      Allein schon die aussage “Wir [von Microsoft] gehen davon aus, dass die Mehrheit der Kunden die Vorteile von Windows 10 im S-Modus nutzen wird” klingt wie blanker Hohn.

      Microsoft handelt da wieder mal nach eigenem Gutdünken, hat da was gebastelt ohne je den User gefragt zu haben, was er möchte und da wird meiner Ansicht nach voll in die Hose gehen, einzig kleines Schmankerl ist für den Business Bereich gedacht wo dir die Firma vorgeben kann welche Apps auf ihren PCs Laufen darf und welche nicht, aber in den Business Bereich kommst du eh nicht rein.

      Der Wechsel von Windows 10 S nach Home ist für Lau, und nach Pro oder Enterprise musst du im Store wohl draufzahlen.
      Es gibt da aber wohl unterschiedliche Meinungen zu diesem Wechsel wie ich gelesen habe deskmodder.de schreibt dazu nämlich folgendes, “Mit der kommenden Windows 10 1803, die im April für alle erscheinen wird, kann man kostenlos vom S-Modus in die jeweilige Home, Pro, Education oder Enterprise Version wechseln.”
      Das kann ich mir leider irgendwie nicht vorstellen das ich ein Gerät Kaufe auf dem Windows 10 S für 49,- Euro Vorinstalliert ist und wo ich dann so sang und klanglos auf die Enterprise wechseln kann, heise.de schreibt das hier natürlich etwas anders, alles was Microsoft zum S-Modus schreibt bleibt wie immer ziemlich Vage, es bleibt wohl einfach abzuwarten was da kommt.

  3. HansS sagt:

    Es ist schon fast rührend, mit welcher Ausdauer Microsoft seine Totgeburten propagiert. Dabei ist das Konzept hinter Windows 10 S ist natürlich völlig in Ordnung. Ich bin immer wieder davon angetan, wie schnell man ein Linux-System mit allen benötigten Programmen und persönlichen Anpassungen aufsetzen kann und wie problemlos die Updates über die Bühne gehen.

    Aber man muss ja nur mal einen etwas genaueren Blick in den Microsoft Store werfen, um zu erkennen, dass das Konzept mit den dort angebotenen Trivial-Apps nicht funktionieren kann. Es sind zwar auch einige wenige Perlen darunter, aber die in dem ganzen Müll zu finden, ist angesichts des schlecht strukturierten Stores ein mühsames Unterfangen. Ich kann auch nicht erkennen, dass sich diese Situation in den letzten Jahren wesentlich verbessert hat. Und ich habe auch keine Hoffnung, dass sich dies in Zukunft signifikant ändern wird, denn offenbar haben die Entwickler kein Interesse daran, hochwertige Software für einen Store zu entwickeln, den niemand nutzt. Unter diesen Voraussetzungen ist die Prognose leicht: Windows 10 S wird das Schicksal von Windows Phone/Mobile teilen.

    Wenn man die Zahlen von Netmarketshare zugrunde legt, läuft auf mehr als 70% der Desktops Chrome oder Firefox, der im Store angebotene Edge kommt auf gerade mal 4%. Vermutlich ist schon die Nichtverfügbarkeit der bevorzugten Browser ein hinreichendes K.-o.-Kriterium für das Scheitern von Windows 10 S.

    • Günter Born sagt:

      Bei den Apps sehe ich ein gänzlich anderes Problem, welches ich kürzlich in einem anderen Beitrag thematisiert hatte. Bei Win32-Anwendungen gab es von Microsoft seit Windows 95 Design-Regeln für die GUI, die von sehr vielen Programmen irgendwann eingehalten wurden. Sprich: Der Rahmen eines Programmfensters mit der grundlegenden Bedienphilosophie war bei fast allen Anwendungen gleich. Wer sich im Menü Datei oder Bearbeiten von Word auskannte, konnte die gleichen oder ähnliche Befehle in anderen Anwendungen finden. Bei (Modern UI) Apps habe ich das bisher nie wirklich gesehen – selbst Microsoft schnitzt da bei eigenen Apps kräftig rum.

      Mir fällt das auf, wenn ich Bücher zu Android, iOS und Windows aktualisiere. In Android sind die Google-Apps von der GUI inzwischen recht stabil – da ist nur wenig zu ändern. Bei iOS war es schon recht früh so, dass ein gewisser Rahmen für die GUI der App von Apple vorgegeben war. Ich konnte die Bücher mit wenig Aufwand aktualisieren, habe diese aber mit iOS 10 auslaufen lassen.

      Nur bei Windows ändert sich seit Windows 8 alle Nase lang etwas ganz gravierendes – oft lief es auf ‘weitgehend neu schreiben’ der zu überarbeitenden Bücher hinaus – obwohl sich die Funktionalität aus Benutzersicht kaum geändert hat (Browser bleibt Browser, Mail bleibt Mail etc.). Entweder falle ich langsam aus der Zeit, oder bei MS läuft was falsch …

      wenn ich allerdings meine Erfahrungen aus der Industrie und aus meinem persönlichen Umfeld so zusammen würfele, sehnt sich keiner danach, dass seine Programm-GUI plötzlich rosa angestrichen und die Bedienelemente wild neu gemixt werden. Die wollen die gewohnte Bedienoberfläche und keine Updates, die außer Schnickschnack nur wegfallende Funktionen oder Bugs bringen (mal spitz formuliert).

      • anthropos sagt:

        Volle Zustimmung!

      • Cmd.Data sagt:

        Die User nehmen 10 an. Leider. Von daher sehe nicht, dass das neue Bedienkonzept nicht akzeptiert wird. Wenn etwas von Microsoft kommt, nehmen es die Leute. Einen Protest wie bei Vista oder 8 gibt es bei 10 überhaupt nicht.

    • Steter Tropfen sagt:

      Ja, genau an Linux haben die sich ein Beispiel genommen: Wenn dort die Mehrzahl der Nutzer klaglos mit dem zufrieden sind, was ihnen die Kindergartentante „Anwendungsverwaltung“ vorsetzt, dann müsste das unter den Anwendern, die sich Win10 antun, auch funktionieren.

      „ein Linux-System mit allen benötigten Programmen“ – sofern man keine besonderen Ansprüche hat (Was offeriert mir Linux Mint da an oberster Stelle? „0ad – Echtzeit-Strategiespiel für antike Kriegsführung“. Braucht ja jeder. Aber die ESR-Version vom Firefox? Fehlanzeige.)

      „wie problemlos die Updates über die Bühne gehen“ – besonders bei all den Programmen, deren Updates einfach in der Distribution ignoriert werden (betrifft auch nicht ganz ungebräuchliche Software wie LibreOffice)

      Für den Standard-User, der den Rechner nur für 08/15-Zwecke braucht, wird’s reichen. Aber der braucht eigentlich all die aktuelle, leistungsfähige Hardware gar nicht, die doch auch verkauft werden soll…

  4. Ben sagt:

    Kleiner Nachtrag (hätte ich auch selbst drauf kommen können) :-)

    https://t3n.de/news/kein-chrome-firefox-microsoft-822282/

    Damit ist Microsofts zukünftige Strategie mit Windows 10 (S) enttarnt:
    Der Durchschnittsuser soll die Klappe halten und das vorinstallierte Windows 10 S nutzen, um damit den vollständigen Zwängen der Redmonder ausgeliefert zu sein.
    Wahrscheinlich gibt es noch nicht einmal einen Hinweis, dass es auch eine vollständige Windows 10-Version gibt. Und wenn doch, wird diese halt als “gaaaaaanz unsicher” deklariert, weil man ja keine Haftung für Third-Party-Software übernehmen könne.

    Tolle Zukunft…naja, bei mir und meinen Freunden ist eh 8.1 (und teilweise Dualboot mit Linux) installiert. Sicherheitsupdates bis 2023 und auch keine unnötigen Feature-Upgrades, die scheitern und das System am Booten hindern könnten.

    • anthropos sagt:

      Und das ist auch gut so für den von Ihnen beschriebenen Kundenkreis. Und besagter Durchschnitts-Nutzer muss nicht erst die Klappe halten, der wird es so oder so tun, weil er weder Rückmeldungen geben will noch eine Ahnung hätte, was das sein soll.

      • Uwe Albrecht sagt:

        Glaubwürdigkeit entsteht, wenn man selbst gut zwischen Kundeninformation und Microsofts Marketing unterscheiden kann und will und dass auch all seinen Freunden, Bekannten und Nutzern erzählt. Selbst Martin Geuß hat das als einer der größten deutschen Community-Kämpfer für Microsoft gut erkannt.

        Ohne kritische Begleitung der Consumeraktivitäten würde er seine Windowsjünger schnell verlieren, so dass dann auch die tägliche Produktwerbung nicht mehr funktionieren würde. Es gereicht Ihm die Ehre, dass er sicher mit Hilfe der deutschen Niederlassung sein Dr. Windows (noch?) behalten darf. Die US-Boys machen viel verkehrt.

  5. Werbung

  6. Al CiD sagt:

    Kein Wunder, dass MicroSoft sich auch so intensiv auf VR stürzt,
    leben sie doch schon seit geraumer Zeit in dieser Blase.

    Hoffnung habe ich trotzdem, hat sich MS doch in letzter Zeit auch intensiv um Machine Learning gekümmert… vielleicht hilft dieses dann wieder in die Realität zu finden.
    ;-)

  7. Karsten sagt:

    Windows 10S konkurriert mit den Android Tablets. Das kann Windows nicht gewinnen, da in absehbarer Zeit 10S weder über genügend noch über genügend qualitative Apps verfügen wird.

    Auch in der Windows Welt wird 10S einen schweren Stand haben, solange die nativen w32/w64 Programme meistens deutlich besser sind.

    Auf meinem Tablet habe ich z.B. mehrere PDF Reader getestet. Am Anfang den MS Reader. Tolle App. Der Zoom war smooth und Scrollen ruckelfrei. Leider hat der Reader bei einigen PDFs gestreikt und die Ladezeit war zumindest mäßig. Nach Ausflügen zu anderen Readern mit noch längeren Ladezeiten wollte ich zum MS Reader zurück. Geht nicht. Das macht jetzt Edge. Hier muss die Vollbild Ansicht aber immer separat aktiviert werden. Sehr aufwändig.

    Schließlich bin ich bei einem w32 Programm geblieben. Das Zoomen und das Scrollen ist nicht so smooth aber die PDFs starten sehr schnell und keine PDFs machen Probleme.

    Wenn ich Apps einsetzen wollte, dann waren die Apps meistens umständlich und langsam. Wie soll das 10S funktionieren ?

  8. Janami25 sagt:

    Das ist, als würde man sich selbst kastrieren und sich etlicher Freiräume entledigt. Man kann ja auch mit der “normalen” Windows 10 Version nur aus dem Store installieren, oder eben, wie Günter sagt, dieses in den Einstellungen beschränken.

    Was für ein blödsinniger Quatsch. Ich denke, das soll ein gross angelegter Test sein, um herauszufinden, ob man den Weg des geschlossenen Systems gehen kann und was der User dazu sagt.

    Doch wozu sollte man sich dann ein Windows 10 mit verkrüppelten und zweitklassigen Apps antun, wenn es Android und IOS mit wesentlich besseren Apps und Software im Store gibt ?! Sorry, selten so gelacht über so einen Microsoft Unsinn. Ich denke, die wissen überhaupt nicht mehr, was die da tun. Das Marketing hat voll einen an der Waffel.

    Verschwendet hirnverbrannte Energie für einen S-Mode, die sich kein (wissender) User frewillig antun wird, anstatt sich auf Probleme zu konzentrieren und auf die Wünsche des Kunden zuzugehen.

    Seit Nedalla ist das ganze ziemlich unlogisch, sprunghaft und unberechenbar. Wenn es die Erfolge mit der Cloud nicht gäbe, wäre das Thema schon lange vom Tisch. Aber so müssen wir das ganze wahrscheinlich noch ein paar Jahre ertragen, bis man bei Microsoft wieder bei Besinnung ist. Und das ist nur ein kleines Beispiel für jede Menge Unwägbarkeiten, die man bis jetzt ertragen musste.

    Für mich ist Windows nur wegen der externen x32 Anwendungen erfolgreich und deswegen nutze Ich es, wie die meisten auch. Und für die relative Freiheit, alles installieren zu können. Fällt das weg – natürlich zum Wohle der Sicherheit ;) – gehe ich auch weg. Dann gibt es genug andere Alternativen, die nicht nur ebenbürtig, sondern ausgereifter und vielfältiger sind.

    • Ich sehe das mal so, Ursprünglich war das Windows 10 S mal dazu angedacht Googles Chrome OS Paroli zu geben, das hat aus irgendeinem Grund wahrscheinlich wegen der Fehlenden Apps im Store nicht geklappt, es gibt ja auch keine großartigen App Hersteller die jetzt win32 Anwendungen in Apps umwandeln, gut den VLC Player gibts als App im Store als einzige Ausnahme.
      Nun hat Microsoft irgendein Sinn freies OS noch in der Schublade liegen was irgendwie noch zu Geld gemacht werden muss und da wird halt die These aufgestellt das Windows 10 S das Super Sichere Windows Schlechthin sein soll und das es alle haben wollen in Amiland vielleicht auch Sinn machen.

      Eben eine Mail von Microsoft mit einem Neuen Microsoft-Servicevertrag Rückwirkend zu 1. März 2018 bekommen, den ich mir jetzt erst mal durchlesen werde.
      https://www.microsoft.com/de-de/servicesagreement/upcoming.aspx

      • Karsten sagt:

        Zitat:”…gut den VLC Player gibts als App im Store als einzige Ausnahme.”

        Ich hatte den VLC Player mehrmals auf dem Tablet.
        Ich bin bisher immer wieder zum w32 VLC Player zurückgekehrt.
        Genau darin sehe ich das Problem von 10S.

        Wer überwigend Apps nutzt, der landet vermutlich gleich bei Android.

  9. Tom sagt:

    Ist das nicht das gleiche wie Apps nur aus dem Store zulassen?

    • ralf sagt:

      und wenn ich ergaenzen darf: bei gleichzeitigem aufschlag von 30% provision. –

      WIKIPEDIA:
      “Both free and paid apps can be distributed through Microsoft Store, with paid apps ranging in cost from US$0.99 to $999.99… Microsoft takes 30% of the sale price.”

      • Uwe Albrecht sagt:

        …da ist es ja doppelt bitter für Microsoft, wenn hier so auf Windows S geschimpft wird. Kunden einsperren und Entwickler abzocken, wenn die denn wollen und hier will ja kaum einer ;-)

  10. Keine Ahnung was mich bei den Apps im Store stört, wenn ich jedoch ein Programm für mich oder jemanden anderen suche Schau ich gewiss nicht erst in Store nach ob es dort etwas vergleichbares gibt was ich brauche.

    Und ja natürlich habe ich auch mal im Store nach diversen Tools gesucht und auch getestet, aber bis auf die Radio App, hat es keine dieser Apps längere Monate bei mir ausgehalten.

    Wird wahrscheinlich daran liegen das ich zu alt für so einen Mist bin, es konnte mir bisher auch niemand genau erklären was an einer App nun besser sein soll als bei einem Programm zumindest auf einem PC, auf einem Tablett PC könnte ich es noch ertragen.

    Ich mag zb. den Musik Player Foobar2000 den gibt es auch als App im Store, die App auf dem Tablett ist der nicht verkehrt, aber auf dem PC finde ich das Programm übersichtlicher und die Möglichkeiten wodurch ich Foobar2000 mag können von der App nicht wiedergegeben werden.

  11. J.G: sagt:

    Sollte Microsoft im Zukunft weiter so machen wie bisher mit Windows 10, dann sehe ich da schwarz. Windows werde ich selber in Zukunft nur noch in in einer virtuellen Maschine nutzen.

    Ich hatte schon vor ein paar Jahren Ubuntu und auch Linux Mint installiert. Das einzige was mich da störte war, dass es keine Software gab um die SMS zu empfangen für den UMTS Stick. Eine Verbindung konnte ich dagegen ohne Probleme aufbauen. Leider ging damals bei meinem Notebook die Grafikkarte kaputt.

    Alles funktionierte ohne Probleme von DVB T, Videobearbeitung, Textverarbeitung und Spiele.

  12. Uwe Albrecht sagt:

    Frage 1: Wie bewertet ihr diesen Windows 10 S-Mode

    Ist für mich keine Alternative, da ich mit Ausnahme von Einstellungen, Editor, Datenträgerbereinigung und Systemsteuerung absolut nichts in der Symbolleiste habe, was von Microsoft und/oder aus deren Store wäre.
    Die wenigen Ausnahmen sind also noch aus dem guten alten Windows 7 und an den W10-Einstellungen kommt man nicht vorbei, da Microsofts Originalwunscheinstellung für Windows 10 eben für 0,000000001% der (S)tupid-Nutzer so bleiben können. Vielleicht versucht Microsoft die S(chrott)-Quote ja noch zu heben, aber glücklich wird damit keiner (nicht mal Microsoft selbst).

    Frage 2: Joe Belfiore = nur Marketing-Gewäsch?

    Ist eigentlich ein netter Kerl, der mit dem Windows Phone wirklich was auf die Beine stellen wollte, wenn der nicht schon morgens „Nutella“ zwangsfrühstücken müsste, könnte sogar aus Windows 10 noch was werden, aber der bekommt seine S(ätze) vorgegeben und ist nur in der Kreativ- oder Frühstückspause ohne Nutella richtig glücklich.

    Frage 3: Low end Windows 10 S-Geräte und S(treue) nach dem Gerätekauf?

    Mal sehen, ob die Hersteller im Consumermarket wirklich in Massen auf „eigene kostenlose Zugaben“ verzichten, weil die Lockangebote sicher nicht 365 Tage über den Store ausgeliefert werden. Das geht nur bei Off is und S(treue) mir S(and) in die Augen

    Frage 4: Wie seht ihr die App-Geschichte?

    Kritisch (siehe Spotify aus dem Store…) S funktioniert nicht

    Frage 5: Gibt es Store-Apps, die wirklich was taugen?

    Ja bei Android und unter iOS.

    In der Windowswelt gibt es primär seit Windows XP außerhalb des Stores Qualitätsprogramme. Der Store liegt bei mir nach 3 Jahren nicht einmal mehr in der Symbolleiste. Alle Versuche was Gescheites zu finden sind dort gescheitert.

    Als Microsoft noch glaubwürdig war, habe ich nach guten Programmen für Windows gezielt gesucht. Heute kommen nur noch solche zum Zuge, die eine Multiplattform liefern, ich will ja nicht im Gefängnis landen ;-)

    Manjaro oder Mint machen frei und Android-x86 ist auch nicht zu verachten. Da ist in Summe eine unschlagbare Programmvielfalt drin und jede für sich bietet mehr auf höherem Niveau.

    PS: Auch der gewerbliche Kunde wird nicht auf S(chrott) setzen.

    Die neuen Alternativen sind also Stupid Home Pro Enterprice…

    • anthropos sagt:

      Ich fürchte, etwas stimmt nicht mit Ihrer S-Taste oder die Tasten für Klammern haben einen weg und Ihre Vorliebe für bestimmte Brotaufstriche hat sich in Ihrer Schreibweise niedergeschlagen.

      Ich bedanke mich, dass Sie die Ergebnisse Ihrer letzten Untersuchung beim Proktologen so breit hier dargelegt haben.

      • Uwe Albrecht sagt:

        Coole Nummer mit dem Proktologen ;-)

        Weiter unten liegt noch so ein „Haufen“. Ich werde aber nicht von einer Flegelei sprechen, denn unterschiedliche Meinungen sind hier ausdrücklich erwünscht. Weniger grob ist sicherlich gepflegter.

  13. anthropos sagt:

    Die Leute hier geben gute Beispiele, warum ein neues System so ganz anders geregelt sein muss und Windows vermutlich abgeschrieben und in die Wartung versetzt: immer heißt Windows kastriert, wenn es im S Mode läuft, auch wenn er am sichersten wäre für Leute ohne Ahnung, die einfach nur das Gerät anschalten wollen, Fotos abgleichen oder angucken, im Netz hier und da Nachrichten lesen oder nach E-Mails schauen.

    Es gibt die Leute und die sind nicht gleich dumm deshalb, wie gewisse Flegel hier so selbstgefällig dahinsagen. Nur genauso wenig wie diese Flegel interessant sind, interessieren diese Leute sich für Windows oder für andere Maßnahmen zur Sicherheit, weshalb durchaus ratsam wäre, für diese Klientel Windows abzusichern, dass möglichst wenig sich installieren kann.

    Die Enthusiasten sind allerdings vermutlich statistisch in so großer Minderheit, dass sie für Microsoft so gut wie nicht existent sein könnten, warum wohl sie davon ausgehen, dass die Mehrheit der Nutzer mit 10S unterwegs sein wird, weil sie keine Ahnung hat.

    • Nein ganz so schlimm wie du es darstellst ist es ja nun nicht Windows 10 S kann durchaus einen sinnvollen Nutzerkreis haben.

      Zum Beispiel bei Kindern und Jugendlichen, wobei ich mir bei jugendlichen schon eher wünschen würde das diese mehr Experimentieren als in so einem gefangenen System zu arbeiten, aber dann gibt es noch die Business Sparte, sofern mir bekannt ist gibt es noch einen Business Store bei Microsoft wo Firmen ihre eigenen Entwickelten Apps zum Effektiven Arbeiten hochladen können dort können dann Vorgaben gemacht werden wer welche Apps nutzen darf oder eben nicht, das klingt nicht verkehrt, wobei ich aber noch nie einen Blick in den Business Store geworfen habe, hab also keine Ahnung welche Programme es dort gibt, oder ob SAP als App tatsächlich programmiert werden könnte, beziehungsweise ob eine Firma dafür Geld hat und noch mal in eine Neue Totgeburt Umgebung ausgibt.

      Mann muss es doch mal sagen dürfen, es gibt dann also wieder 5 Windows Versionen, 10 S, Home, Pro, Education und Enterprise.
      Ich weiß nicht wo das wieder hinführen soll und wird, ich schätze mal das Windows 10 S so sang und klanglos wie die Mobile Version in ein paar Jahren wieder verschwinden wird, Hauptsache ist das Geräte und Lizenzen dafür Verkauft werden egal wie gut oder schlecht das ganze ist.

      • anthropos sagt:

        Aus dem Grund wohl ist Windows 10 S aufgegeben worden und umgewandelt worden in den S Mode von Windows 10, der ab Werk aktiv ist oder nicht.

        Das darf man nicht vergessen, es wird ja nur eine Art Käfig sein, den man entfernen kann, dann aber das System neu installieren müsste, um ihn wieder zu aktivieren. Die eigenständige Version ist gestrichen worden.

        Daher vermute ich ja, dass Windows nicht mehr viel modularer wird und erst Polaris als neues System vielleicht echt modular wird und höhere Priorität bekommt außerhalb des Firmenumfelds.

        Firmen müssten bei dem S Mode allerdings ausgiebig den Microsoft Store nutzen und alles so umstellen, dass sie alles durch den verteilen könnten. Etwas gewagt, finde ich, weil es totale Abhängigkeit bedeutet. Ich meine hier auch den Teil des Store, der für Firmen ausschließlich ist.

        Möglich wäre auch, dass erst Polaris den Microsoft Store ins Zentrum stellt und wie iOS wirkt, aber Windows ein Zwitter bleiben wird.

  14. Micha sagt:

    Ich würde sagen S steht für Smal.

    Meiner Meinung nach kann Microsoft keine kompakten ressourcenschonenden Betriebssysteme mehr produzieren. Alles muss ja animiert sein. Am besten muss jede Kachel noch live Informationen anzeigen die permanent nachgeladen werden müssen. Das alles kostet RAM und CPU Rechenleistung die dann irgendwo anders fehlt.

    Auf einen Moderen Tower PC macht das nichts aus da 16-32GB RAM, 8 CPU Kerne + AMD SMT/ Intel HT und 8GB V-RAM auf der Grafikkarte vorhanden sind. Ob da Windows im leer lauf mal so 4-5GB RAM belegt ist egal.

    Bei preiswerten Tabletts und anderen Lowend Geräten merkt man den Unterschied schon sehr. Ein freund von mir möchte nach einen halben Jahr Windows 10 wieder auf Windows 8.1 zurück weil mittlerweile selbst das öffnen des Windowsexplorers zur Geduldsprobe wird. Das Teil hat nur einen Intel Atom mit I-GPU der 32bit unterstützt und 2GB RAM.

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