Google Chrome bekommt Casting für lokale Dateien

Google bastelt wohl an einer neuen Funktion für den Chrome Browser. Künftig scheint es möglich zu sein, lokale Mediendateien an einen Chromcast-Empfänger zu streamen.


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Der Google Chrome Browser kann im Browserfenster angezeigte Medieninhalte (Videos) oder Fotos, Musik, den Inhalt eines Browser-Tabs oder sogar den gesamten Dsktop auf einen Chromecast-Empfänger streamen. Bisher war das aber auf Inhalte, die im Browser angezeigt wurden begrenzt. Ich hatte zu diesem Thema einige Artikel im Blog. Das Casting lokaler Dateien ging aber nicht.

Beta-Test mit ausgesuchten Nutzern

François Beaufort von Google hat wieder einmal ein neues Feature von Chrome auf Google+ geteilt, wie xda-developers.com hier schreibt. Das Popup-Menü wird nach Freigabe der Funktion für alle Nutzer einen Eintrag aufweisen, über den man lokale Dateien für das Streaming an den Chromecast-Empfänger auswählen kann.

Chrome-Cast File Befehl
(Quelle: xda-developers.com)

Das Popup enthält nun eine neue Option “Cast file”, über welche Benutzer eine Video- oder Audiodatei aus dem Explorer auswählen und auf ein geeignetes Gerät übertragen können. Dieses Feature wird zur Zeit im Beta-Kanal eingeführt, aber für ausgesuchte Tester freigegeben. Diese Funktion lässt sich aber erzwingen, indem Sie den Schalter

-enable-features=EnableCastLocalMedia

eingeben und neu starten. Wie das genau geht, erfahren Sie hier. Ich habe das aber noch nicht getestet, da ich momentan keinen Chromecast-Empfänger eingerichtet habe. (via)

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2 Antworten zu Google Chrome bekommt Casting für lokale Dateien


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  2. Holger sagt:

    Das Feature klingt irgendwie nach potentieller Sicherheitslücke in meinen Ohren. Solche Funktionen haben meiner Meinung nach nichts in einem Webbrowser zu suchen. Das ist kein Mediaplayer!

    Bei Firefox’ WebRTC-Schnittstelle stellen sich mir schon die Nackenhaare auf.

  3. Paul Brusewitz sagt:

    Natürlich ist ein Webbrowser schon lange auch ein Mediaplayer und spielt verschiedene Videos und Musik ab (ggf. mittels PlugIns). Dazu zeigt er noch Fotos an und PDF-Dateien und E-Books. Wenn das nicht Multimedia ist, was dann?

    Die Chromecast-Sache ist im Kommen. Der VLC-Player hat es nachgerüstet, der Mozilla-Browser und einige Mediaserver (z. B. Emby). Das wird immer mehr. Vielleicht auch bald Plex und MediaMonkey.

    Ist ja auch bequem und nützlich für den Anwender.

    Das das Ganze ordentlich abgesichert werden muss, ist klar. Da hast Du völlig Recht und man kann nur hoffen, das Google da ein Vorreiter ist, da viele Programmierer die eingebaute Chromecast-Funktion des Chrome-Browsers nutzen, um Ihre eigenen Programme/ Apps darüber laufen zu lassen.

    Die Hauptverantwortung liegt hier bei Google als Hauptentwickler.

    WebRTC ist im Grunde genommen auch eine feine Sache und erspart Otto-Normal-Verbraucher die Installation zusätzlicher, umfangreicher Software. Nur ist die Sicherheitsfrage dort wohl mangelhaft behandelt worden. (Nicht, dass ich das beurteilen könnte). Da kann man nur auf Blogs, Fachzeitschriften und einzelne Sicherheitsexperten hoffen, die das Ganze immer wieder öffentlich zum Thema machen und Nachbesserung fordern…

    MfG P. B.

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