Windows 10 Probleme: WSUS und Store in V1803

Kleiner Sammelbeitrag rund um Windows 10. Das Windows 10 April Update (Version 1803) verursacht wohl Probleme mit dem Microsoft Store. Und der WSUS hat wohl Probleme, Updates für Windows 10-Clients auszurollen. Bei WSUS kristallisiert sich heraus, dass Microsoft was gefixt und das in den letzten Tagen verteilt hat.


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WSUS streikt bei Windows 10-Clients

Mir sind die letzten Tage einige Fundstellen aufgefallen, wo Administratoren über Ärger mit WSUS berichten. Dieser stellt keine Updates für Windows 10-Clients bereit. Die erste Meldung findet sich bereits am 9. Mai 2018 als Kommentar hier im Blog.

Hat hier noch jemand das Problem, dass Windows 10 1803 das KB4103721 per WSUS nicht als erforderlich meldet aber über Windows Update schon?

Bei Technet gibt es diesen Forenthread und auf reddit.com gibt es den Thread 1803 May cumulative update WSUS fail to detect? zum Thema. Auch auf administrator.de ist mir dieser Beitrag aufgefallen:

Win10 1803 ist derzeit nicht in der Lage, Windows-Updates vom WSUS zu beziehen!

… Edit: auch 1709 Build 16299.402 ist betroffen!

Interessant fand ich die Diskussionen zu diesem Posting, sind dort ja alles Administratoren, die im Feld stehen. Unter anderem gibt es im Thread auch einen Administrator, dem uralte Treiberupdates in WSUS angeboten werden.

Alt-Updates
(Quelle: Administrator.de)

Andere berichten, dass uralte Treiber im WSUS aufschlagen. Wenn ich es richtig gesehen habe, scheint sich dieses Problem inzwischen (so um den 10. Mai) automatisch gelöst zu haben. Zumindest gibt es mehrere Rückmeldungen, dass es auf den WSUS-Systemen mit der Bereitstellung der Updates für Windows 10-Clients geklappt hat. Auch Blog-Leser Markus hat hier einen Kommentar diesbezüglich mit Hinweisen gepostet.

Es gibt aber auch Stimmen (z.B. bei administrator.de), die nach wie vor das Problem haben, dass keine Updates (außer Office) per WSUS auf Windows Server 2012 R2 angeboten werden. Auch im Technet-Thread lese ich heraus, dass die Änderungen sehr lange brauchen oder auf bestimmten Systemen immer noch nicht angekommen sind. Ich habe hier keinen WSUS (Windows Server Update Services) zur Verteilung von Updates in einer Unternehmensumgebung aufgesetzt, kann also nichts testen.

Store-Probleme mit Windows 10 Version 1803

Benutzer, die Windows 10 Version 1803 (April Update) installiert haben, beklagen, dass der Microsoft Store keine neuen Apps mehr herunterladen könne. App-Updates werden dagegen noch ausgeführt. Blog-Leser Martin Blaumeiser schreibt in diesem Kommentar hier im Blog, dass es mit dem Update KB4103721 zusammen hänge:

Das Update kb4103721 brachte bei zwei meiner PCs (Desktop & Notebook) das Problem, dass der Windows Store unbenutzbar wurde. Beim Auswählen einer noch nicht vorhandenen App und Anklicken von ‘Herunterladen’ bricht die Store App nach dem Bruchteil einer Sekunde, in der kurz der übliche Fortschrittsbalken kommt, den DL ab – natürlich ohne irgendwelche Fehlermeldungen. Das Updaten bereits vorhandener Apps hingegen klappt problemlos, auch Windows Update. Neuinstallation bzw. Zurücksetzen der Store APP mit wsreset o. Ähnlichem hilft nicht.

Nachdem der Fehler, dass bei 1803 der Inhalt großer Ordner oft komplett falsch berechnet wird – ein Feature, dass ich täglich benötige – auch nicht behoben wurde (siehe Kommentar), bin ich wieder auf 1709 zurück gegangen. Banana Warez der übelsten Sorte!


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Im Kommentarverlauf diskutieren bestätigen weitere Nutzer das Problem. Die Kollegen von deskmodder.de vermuten in diesem Beitrag einen Fehler in der Store App selbst (die App sei am 9.Mai auf die Version 11804.1001.8.0 aktualisiert worden). Und der Fehler zieht sich durch mehrere Builds. Inzwischen haben die Kollegen einen Workaround gepostet.

  • Die Store-App starten und sich vom eigenen Benutzerkonto abmelden.
  • Dann die Store-App beenden und wieder neu starten.
  • Im Anschluss das Benutzerkonto in der Store-App wieder anmelden.

Dann testen, ob die Store-App wieder funktioniert und neue Apps aus dem Microsoft Store herunterladen kann. Ich kann mir irgendwie nicht helfen, das ist Bastelware auf höchstem Niveau, aber kein Produkt mit dem man arbeiten kann und will. Was ein Glück, dass Firmen dem Store und Apps weitgehend die ‘kalte Schulter’ zeigen. Oder wie seht ihr das?

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20 Antworten zu Windows 10 Probleme: WSUS und Store in V1803


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  2. Ralf sagt:

    Den Workaround für den Store (Ab-/Neuanmelden) muss man nach jedem Neustart (nicht nach dem Wiederaufwecken aus dem Ruhezustand) des Systems wiederholen.

    • Günter Born sagt:

      Danke für den Hinweis – habe im Moment echt keinen Nerv, das zu testen (zumal ich seit ewigen Zeiten keine Apps mehr nutze). Die Baustelle Redmond macht mit ihren zahllosen Fallgruben und Schlaglöchern einfach keinen Spaß mehr. Windows 10 ist vielleicht für einen ‘Heimwerker’ ein gefundenes Fressen (statt zum Baumarkt geht es an den PC, da ist immer was zu flicken) – aber man will irgendwann auch mal mit dem Zeugs arbeiten.

  3. Hape sagt:

    Unsere produktiven WindowsPC sind aus gutem Grund noch immer mit Version 1703 ausgestattet.
    Einem Notebook haben wir jetzt testweise das Funktionsupdate 1709 verpasst und nach Installation von KB 4103727 kann man vom Windows Store auch keine Updates mehr für bereits installierte Apps (Rechner, Kamera usw.) downloaden.
    Zurücksetzen der Store APP mit wsreset bringt nichts.
    Bei den 1703 PC läuft auch nach Installation von KB 4103731 alles bestens !
    Version 1803 lassen wir erst am 9.4.19 beim “End of Life” von Version 1709 auf unsere Maschinen. Bis dahin sind hoffentlich viele Bugs beseitigt ! Denn wir brauchen unsere PC zum Arbeiten und nicht zum “rumfrickeln”…

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  5. Andreas R. sagt:

    Ich nutze den Mist nicht!
    Schönes Wochenende an alle!

  6. AlTa sagt:

    Also einen Rechner habe ich auf 1803. Den Store benutze ich normalerweise gar nicht. Egal auf welchem Rechner. App Updates habe ich überall auf manuell.
    Eben mal testweise neue Apps heruntergeladen und installiert. Macht hier keine Probleme…

  7. JohnRipper sagt:

    Naja es gibt gute Gründe auf die CBB (oder wie auch immer das jetzt heißt) zu warten.
    Im WSUS lasse ich das Upgrate auf 1803 mal stehen…

  8. Owen Burnett sagt:

    Apropos WSUS, da gibts ja für win 10 ja massig viele Einträge und so richtig Erklärung as was ist und was man wann braucht sucht man vergebens. Wie wäre es mit einem Artikel “WSUS für Win 10 einrichten for Dummies”? Das wäre ganz ganz toll!

    LG
    Owen

    • Günter Born sagt:

      Wie soll ich das leisten, wenn Microsoft das nicht anbietet? Wenn einer der Blog-Leser/innen da Material für einen Gast-Beitrag hat, greife ich das gerne auf und erstelle daraus einen Artikel. Zudem hält dieses wilde Internet doch Infos vor.

      Bereitstellen von Windows10-Updates mit Windows Server Update Services (WSUS)

      WSUS for dummies

      Zentrale Update-Verwaltung für Windows 10 mit WSUS (von Kollege Joos)
      WSUS in Server 2016 ein­rich­ten und Windows 10 anbinden
      Windows 10 Updates über WSUS steuern

      Windows-10-Updates per WSUS
      WSUS 4.0 und Windows 10

      Keine Ahnung, ob Thomas Joos noch ein Buch zu Windows Server samt WSUS hat. Zumindest ist Joos in diesem Umfeld aktiv.


      Zum Hintergrund: Ich hatte einmal zu Windows 7-Zeiten für ein Buch (Windows 7 -Handbuch für Fortgeschrittene) einen Windows Server mit WSUS aufgesetzt. Fazit: Viel Arbeit für wenig Brot. Erinnerungsmäßig habe ich 3 Monate Vollzeit an dem Titel dran gesessen (war natürlich nicht nur WSUS). Musste das einfach versuchen, um zu testen, ob Bedarf vorhanden ist. Aber am Ende des Tages war ich so um die 3.000 – 4.000 Euro Tantiemen und die Erfahrung reicher, ‘dass das Wissen ist, was die Welt nicht braucht’. Ergo habe ich das Projekt, wie einige andere, z.B. das OpenOffice.org-Kompendium, diverse Linux-Titel, HTML 4, Registry, WSH-Scripting, Office VBA- oder .NET-C#/VB-Programmierung etc., eingestellt und im digitalen Orkus versenkt.

      Ein Artikel rund um WSUS würde auf der gleichen Schiene segeln – ich investiere Wochen in Arbeit, um am Ende des Tages vielleicht 20-30 Euro an Werbung einzunehmen. Wenn ich WSUS hier täglich einsetzen würde, wäre das vielleicht was anderes (WSUS macht für mich in meiner Umgebung einfach keinen Sinn). Einen Job als Admin (da gehört so was wie WSUS zum Handwerkszeug und ich könnte Erfahrungen sammeln) kann und will ich nicht mehr annehmen. Tiefe Löcher kann und will ich nicht mehr bohren, denn ich bin froh, dass ich nach dem Sportunfall in 3.2015 nicht in Erwerbsunfähigkeit geendet bin. Seit dem 10.2016 kann ich wenigstens wieder einige Stunden arbeiten, so dass die Blogs (bisher) weiter laufen (können) und ich meinen Lebensunterhalt damit bestreite.

      • Owen Burnett sagt:

        Also ob das nur für die wenigsten interessant ist oder doch für viele hängt auch davon ab wie man es präsentiert, Ich denke hier an den Einsatz daheim um den update Prozess der eigenen privaten PC’s in der Hand zu haben. Zugegeben könnte das Lizenztechnisch schwierig sein aber es wird doch keiner was sagen gegen ein Windows Server 2016 Evaluation Edition in einer VM den man alle 180 tage neu aufsetzt, oder?

        Eigentlich wäre der Markt jetzt bereit für einen 3rd party Windows update Client der die Funktionalität von dem Win 7 Client nachbildet.
        Sprich man deaktiviert den normalen Windows update Service und benutzt so ein 3rd party tool das im grunde das gleiche macht nur dem Benutzer wieder die Herrschaft über seine Updates zurück gibt.

        Solange es so was aber nicht gibt muss man sich mit einem WSUS oder so behelfen.

        • JohnRipper sagt:

          Ich hatte mal darüber nachgedacht meinen WSUS public zu machen.
          Zugriff einfach via URL, die man per REG-Schlüssel importieren kann.
          Dies würde aber sehr viel Dokumenation mit sich bringen. Und weitere Probleme.

          • Martin Feuerstein sagt:

            Die Doku ist dein kleinstes Problem. Ja gut, immer irgendwo berichten, welche Updates gerade freigegeben wurden.

            Würdest du trotzdem nicht wollen, Microsoft aber würde sich freuen. Für jeden verbindenden Client bräuchtest du ne CAL (ob Benutzer- oder Geräte-CAL sinnvoller wäre, kannst du da gar nicht einschätzen). Und Bandbreite.

        • N. Westram sagt:

          Wer sowieso Kaspersky Endpoint Security als Anti-Viren Lösung setzt – ist ja in Deutschland noch erlaubt ;) – der kann statt eines WSUS auch das Kaspersky Security Center verwenden. Das Kaspersky Security Center ist recht leicht verständlich und kann ist auch für diverse Betriebsysteme verfügbar.
          Ich finde die Nutzung eines WSUS schon sehr nützlich, obwohl er zunehmend Probleme hat – was ja leider andere Microsoft-Produkte und vor allem Updates zunehmend betrifft.
          Auch ist es schade, dass Mircosoft einen mehr oder minder zu neuer Server Versionen zwingt, da die der alte WSUS auf Server 2008 Windows 10 nicht mehr vollumfänglich unterstützen. Früher konnte der WSUS ja separat installiert werden, mittlerweile ist er leider an die Serverversion gekoppelt.

      • Owen Burnett sagt:

        Apropos 3rd party tool, scheint es sogar schon zu geben: http://www.majorgeeks.com/files/details/windows_update_minitool.html

        • Günter Born sagt:

          Das Tool ist im Beitrag Windows 10-Tipp: Updates blocken vor langem vorgestellt worden.

          Ansonsten einen Blick auf W10Privacy werfen.

          • Owen Burnett sagt:

            Ok coolio, anno 2015 habe ich diesen tollen blog leider noch nicht gekannt, damals war die Windows Welt noch in Ordnung ;)
            Werde mich dan man rückwärts durchlesen müssen.
            Aber das sind dann doch sooo viele Artikel…
            Gibts vielleicht ne Hit liste für Leute die Windows 10 ablehnen und an liebsten einfach Win 7 mit Endless Support hätten, also Schwerpunkt wie man Windows 10 möglichst Wineows 7 liek macht, mehr Kontrolle durch user, weniger Bevormundung, keine Telemetrie, blooooos kein Cortana oder irgendwelchen Cloud Käse…

            LG
            Owen

          • Günter Born sagt:

            Geh einfach in das Menü im Seitenkopf und rufe die Wiki-Artikel ab. Ansonsten ist die Suche (bei Fehlern) ganz hilfreich.

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  10. Christian sagt:

    Ich hab bei mir in der Company anfang dieser KW mit dem internen Test Rollout für 1803 begonnen. Im WSUS (Server 2012 r2) sind die passenden 1803’er Updates drin und auch für die Testgruppe approved. (FlaschPlayer & das 05/2018 Update für 1803).
    Auf den ersten 5 Testclients kamen die Updates sehr unterschliedlich an. Teilweise nur die Office 2016 Updates und erst 2-3 Tage später die Windowsupdates, teilweise alle Updates mit einmal so wie es sein soll. Bei einem Client kam gar keine Updates an. Updatebericht am WSUS sagt wiederrum 100% Updates erhalten. WSUS Client Reset hatte auch nix gebracht. Nach einer frischen Reinstall von 1803 auf dem Client lief diederum sofort alles wie gewohnt.

  11. Michael P sagt:

    Ja bei uns sind es zum Glück nur 3 Testrechner. Aber mit Windows 10 1803 MUI. Ein Notebook meldet sich gar nicht mehr beim WSUS. Lustig ist auch die Language Interface Packs. Im WSUS gibt es ganz viele aber keine Deutschen oder Italienische, die muss man sich aus dem Store holen, den wir aber auf Sicherhietsvorgaben abgeklemmt haben. Einfach nur Murks was die Redmonder da machen.

  12. Ich hatte mir einen WSUS auch mal testweise auf meinem Windows Server 2012 R2 zusammengebastelt, ich muss aber ganz ehrlich sagen für drei Windows PCs war mir der Aufwand und die Dauer eigentlich zu groß, letztendlich musste ich aber wegen eines Fehlers den ich gemacht hatte komplett Neuinstallieren.
    Und da ich in der Firma schon genug Arbeit habe ziehe ich meine Updates wieder auf normalem Wege.

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