Windows 10: Stopp dem Update-Wahn – Hilfe benötigt

Immer mehr Benutzer sind von der Update-Orgie und den Funktionsupdates von Microsoft Windows 10 genervt. Es gibt eine neue Initiative gegenüber Microsoft, die fordert, den Update-Wahnsinn zu stoppen.


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Ihr benutzt Windows 10 und freut euch, dass es fast täglich Probleme und Gigabytes an Updates gibt? Ohne die tägliche Prise Windows-Wahnsinn findet ihr das Leben tröge und langweilig? Dann seid ihr hier falsch und braucht nicht weiter zu lesen. Hier geht’s weiter.

Genervt vom Update-Wahn?

Der Beitrag ist für alle Nutzer, die irgendwie genug vom Update-Wahn aus Redmond haben, aber (noch) mit Windows arbeiten müssen. Man hört ja gelegentlich die ‘Meinung’, dass man Microsoft mal mitteilen muss, dass es so nicht weiter geht, mit dem Update-Wahnsinn. Blog-Leser der_Puritaner hat es die Tage in diesem Kommentar auf den Punkt gebracht.

Erkläre das doch bitte auch mal Microsoft das mittlerweile viele Anwender als auch Administratoren ziemlich genervt sind von dem Updates Wahn und hickhack!

Als ich heute Morgen nichts ahnend in die Firma kam, waren ungefähr die Hälfte der PCs Plötzlich mit dem 1803 Upgrade beschäftigt, ein normales Arbeiten also fast unmöglich, könnte die halbe Belegschaft also eigentlich heim schicken bin aber nicht der Chef sondern kümmere mich bloß um die Computer.

Das man da nicht manchmal auf die Idee kommt mittels einem klick den ganzen scheiß einfach abzuschalten oder zu deaktivieren fällt mir schwer, ich weiß aber eben das die Updates einfach wichtig für die Sicherheit sind.

….

Jetzt ist es mit dem ‘erkläre das doch bitte auch mal Microsoft’ so eine Sache. Wenn ich für Microsoft den Erklärbar gebe, sind die auf dem Ohr plötzlich taub – und zig Fans stehen auf und wissen ‘so schlimm ist das nicht, ist doch cool, wenn wir so richtig viele neue Features in kürzester Zeit bekommen’.

Die Sache mit den Reißzwecken

Zur Einstimmung an dieser Stelle ein Witz, den wir als junge Ingenieure in einer großen Chemiefirma erzählt haben. Es ging um einen Mitarbeitertest, der so in verschiedenen Firmen ablief:

Bei Firma #A legte der Versuchsleiter in einem Labor auf dem Stuhl vor dem Windows 10-Rechner, an dem die Probanden Platz nehmen sollten, eine Hand voll Reißzwecken ab. Der Proband kam, sah die Reißzwecken, dachte ‘was soll der Scheiß’, wischte die Reißzwecken mit der Hand weg und nahm auf dem Stuhl Platz, um vermeintlich zu arbeiten.

Bei Firma #B gab es das gleiche Szenario auf dem Stuhl im Labor mit dem Windows 10-Rechner. Der Proband kam, sah die Reißzwecken, dachte ‘so ein Scheiß’, zögerte etwas und setzte sich dann so auf die vorderste Kante des Stuhls, dass ihn die Reißzwecken möglichst nicht störten, um vermeintlich zu arbeiten.

Bei Firma #C spielte sich im Labor mit dem Windows 10-Rechner eine erstaunliche Szene ab. Als der Proband das Labor mit dem Windows 10-PC betrat, trug er ein Microsoft-Käppi. Er sah zwar die Reißzwecken auf dem Stuhl, nahm aber sofort (zwar mit verkniffenem Gesicht) Platz und begann murmelnd vermeintlich zu arbeiten. Ein sehr empfindliches Mikrofon nahm das Gemurmel des Probanden auf. Nach aufwendigen Sprachanalysen kam heraus, was der Proband murmelte: ‘Microsoft wird sich schon was bei gedacht haben’. 

Der Test ließe sich auch in Coaching-Seminaren einbauen, um herauszufinden, wie groß das Beharrungsvermögen ist. Gut, ich habe der Geschichte einen modernen Touch verpasst und ins Jahr 2018 transponiert – im Original war es ein Schreibtisch samt Stuhl (ohne PC) und statt ‘Microsoft wird sich schon was bei gedacht haben’ hieß es ‘der Chef/Vorstand wird sich schon was gedacht haben’. 

Windows 10-Nutzer: Kriegt den Arsch hoch oder geht unter

Liebe Leute, genervt oder ungenervt von Windows 10 – ihr müsst endlich den Arsch hoch kriegen und mit den Füßen abstimmen. Denn ihr seid selbst schuld, wenn ihr das bekommt, was ihr verdient. Wenn selbst pieksende Reißzwecken als Gott gegeben oder vom Chef gewollt hingenommen werden, läuft was schief.

Meine MVP-Kollegin Susan Bradley hatte 2016 eine Petition What Computer users want changed in Windows 10 auf Change.org gestartet. Ich hatte mehrfach im Blog, u.a. im Beitrag Petition: FCC soll Microsofts Windows 10-Update-Praxis untersuchen auf diese Petition hingewiesen. Diese Petition hat 6.885 Unterschriften erreicht, bei nun 700 Millionen Windows 10-Nutzern. Schwaches Bild – oder Windows-Nutzer sind alles verkappte Masochisten.


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Susan Bradley reüssiert mittlerweile als ‘Patch Lady’ bei AskWoody – die Frau weiß also, worüber sie schreibt. Nachdem die oben erwähnte Petition extrem ‘verhungert ist’, gibt es einen neuen Versuch. Susan schreibt hier:

Please if you are running a Windows 10 machine, I’m asking for your help in upvoting this.  My feedback on Windows is quoted below:

“On behalf of your customers and the security ecosystem of Windows 10 please take this feedback seriously: Please review the procedures and policies you have in place for servicing.

Surface devices should not BSOD on 1803. Enterprise detection of May updates should not need metadata revisions. We should not be losing Nics in various platforms. We should have trust in the updating process that would let us feel comfortable in installing updates the week they come out not mandate that all of us are waiting and seeing what issues occur.

We, the patching community, your customers have lost trust in your patching processes. Please, please fix this. Ensure metadata issues do not occur. Ensure better quality testing is done. Ensure feedback processes are strengthened so that customer feedback is acted upon BEFORE issues occur not after Microsoft themselves have to acknowledge the issues.”

Sie hat damit das aufgespießt, was ich hier im Blog spiegele. Die Patcherei von Microsoft ist nur noch als Desaster zu bezeichnen. Und in Windows 10 geht es mit den Funktionsupdates den Bach runter. Im Feedback-Hub gibt es unter der Webadresse https://aka.ms/AA1aitt ein Feedback zu Windows 10. Dort kann man den Beitrag durch seine Stimme unterstützen (upvoten). Das einzig Doofe: Man braucht ein Windows 10, um zu voten.

Stopp den Update-Wahn
(Quelle: Reddit.com)

Wenn dort vielleicht mal 100.000 Unterstützer zu vermelden wären, könnte Microsoft vielleicht gezwungen sein, sich zu bewegen. Ihr habt die Wahl … teilt den Beitrag in sozialen Medien und Blogs – und erzählt mir bloß nicht, auf Reißzwecken sitzt es sich bequem …

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36 Responses to Windows 10: Stopp dem Update-Wahn – Hilfe benötigt

  1. Markus sagt:

    Wenn in meiner Firma “plötzlich” alle Rechner mit nem Funktionsupdate beschäftigt wären, würde ich mir Gedanken machen wer sich um meine Computer “kümmert”. Sorry aber ich kann es einfach nicht nachvollziehen wie sowas immer “plötzlich” geschehen kann/soll.

    • Nils sagt:

      Für Firmenumgebungen gebe ich dir Recht. Wenn dort so etwas “plötzlich” und unerwartet passiert, versteht der oder die Admins ihre Arbeit nicht.

      Allerdings ist eben auch der Firmen Admin gezwungen, mindestens 1x im Jahr ein Funktionsupdate auszurollen, höchstens man nutzt die LTSC Version.

      Und gerade in einer komplexen Firmenumgebung mit mehreren tausend Rechnern will so eine neue Build Version ausführlich getestet und geplant sein. Sprich, in einer größeren IT Umgebung ist mindestens ein Admin fast schon dauerhaft mit der Planung der Funktionsupdates beschäftigt…… ob das ein gewünschtes Szenario ist….. eher nicht.

    • Mich@ sagt:

      Ganz einfach, wenn du allein in einem Betrieb für die IT zuständig bist, den Email verkehr überwachen musst… die Umgebung pflegen musst… du dir die Probleme der User anhören musst und am Tag KM läufst um einen vermeitlich defekten Monitor zu tauschen, der lediglich angeschaltete werden muss weil die Putze das Knöpfchen gedrückt hat… Projekte planen.. WSUS kontrollien.. neue Software implementieren muss.. ..dies noch.. das noch.. und das andere..

      dann bliebt nicht viel Zeit um beschissene Feature Upgrades zu testen und zu terminieren. Dazu kommt das man vielleicht gerne für die Firma Überstunden macht, aber das nicht gerne gesehen ist wenn der Mitarbeiter statt täglich 2-3 dann 4-5 Stunden länger macht…

      Dann kommt sowas echt plötzlich!

      • Kurt sagt:

        Da höre ich aber raus, dass schon ein WSUS im Einsatz ist. Und wenn dort das Feature Update nicht freigegeben ist und das DualScan Feature auf den clients deaktiviert ist, dann kann es technisch gar kein “plötzlich” geben.

    • Günter Born sagt:

      Ich sage dazu nur ‘alle Theorie ist grau’ – die Praxis zeigt, dass genau das den Leuten passiert. Mal selbst verschuldet, mal von Microsoft provoziert (weil irgend eine Richtlinie nicht mehr gegriffen hat – war hier im Blog ja Gegenstand). Und nicht alle Systeme laufen bei Updates über WSUS/SCCM.

      Ich bin glücklicherweise nicht in der Position, Firmenumgebungen administrieren zu müssen. Aber ich würde mich hüten, mich hinzustellen und zu postulieren ‘da haben wir alles im Griff’. Das Ganze ist so komplex geworden, dass da imho keine Gewissheiten mehr auf unendliche Zeit bestehen. Die Frage ist eher: Wie lange geht das gut.

      Möglicherweise ist das eine zu einfache Sichtweise. Aber in meinem langen Berufsleben habe ich gelernt, dass man den menschlichen Faktor einkalkulieren muss. Versagt ein Glied in der Kette, hält die Kette nicht mehr. Am Ende des Tages ist es dann egal, ob der verantwortliche Administrator zu schlecht ausgebildet war, es an Erfahrung mangelte, ob etwas vergessen oder übersehen wurde. Es ist passiert. Ergo versucht man im Ingenieursbereich möglichst fail safe einzubauen. In der Ingenieurtechnik gibt es zudem DIN-Normen (und das Prinzip Stand der Technik), in der Pharmaproduktion Good Manufactoring Practice (GMP), bei Labors gibt es GLP usw. nach denen ich mich richten und meine Prozesse ggf. validiert abstellen kann. Beim Thema Windows und IT/Softwareentwicklung kann ich persönlich da wenig vergleichbares erkennen. Wüsste auch nicht, wie man bei Windows as a service irgend eine Validierung hin bekommen könnte. Nur mal so als gedankliche Anregung …

      … lerne aber gerne hinzu, dass das alles in Regeln gegossen ist.

      • Das war auch nur ironisch gemeint mit dem ‘erkläre das doch bitte auch mal Microsoft’, zu meiner Verteidigung ich bin momentan schon seit einigen Monaten krank geschrieben gehe aber sporadisch doch in die Firma um einige wichtige Dinge zu erledigen, in der Regel geht das ja automatisch denn die Computer sollen uns eigentlich die Arbeit erleichtern und nicht das leben zur Hölle machen.
        Ja ich kann mich gut an die Petition von “Susan Bradley” im Jahr 2016 erinnern ich hatte da per Zufall davon gelesen und auch mit unterzeichnet.

        Bei https://aka.ms/AA1aitt würde ich gerne mit machen hab aber hier den Feedback-Hub vorsorglich wieder deinstalliert, kann aus diesem Grund mich dort nicht anmelden, damit ich nicht meinen Frust mal wieder freiem lauf lasse und da der Store hier momentan nicht richtig Funzt endet auch ein nach installieren in ein kleines Desaster.

        Sicherlich könnte man sich als Windows User oder auch als Administratoren Organisieren schließlich sitzen wir mehr oder weniger alle vor der selben scheiße nur mit mehr oder weniger rechten ;)

        Die einen können eben nur so einen grauen Kasten unter dem Schreibtisch einschalten und sich wundern das es funktioniert, und andere installieren die Scheiße und wundern sich ebenfalls wie es noch funktionieren kann.

        • Günter Born sagt:

          Hatte das die Ironie auch irgendwie mit bekommen. Hoffe jetzt keinen Fehler gemacht und dir einen reingewürgt zu haben (war keine Absicht). Der Kommentar war halt ein schöner Aufhänger für den Beitrag.

          PS: Gute Besserung

          PPS: Weil es bei mir mit dem Einschalten der grauen Kästen hapert, ist die Kiste bei mir Schwarz mit einigen Silberstreifen an Hoffnung ;-)

          • der_Puritaner sagt:

            Ach das geblupbber von andern die behaupten sie könnten es besser juckt mich keinen Meter.

            Die Restlichen Grauen Kisten habe ich jetzt erst mal auf 90 Tage abwarten und Tee trinken gestellt.

            Nun muss mich jetzt erst mal um die vorgaben unseres Neuen Datenschutzbeauftragte bei der Umsetzung der DSGVO kümmern, heute sämtliche Passwörter aller PCs getauscht, dazu gehört auch alle überzähligen USB Anschlüsse zum PC zu verschließen, als ob mich das davor abhalten würde einen USB Port zu finden wenn ich will, das wir ein Mords Gaudi.

      • MichThier sagt:

        An dieser Stelle sei zusätzlich erwähnt, dass selbst in professionell gemanageten Netzwerk Windows 10 Enterprise nötig ist um wirklich alle von Microsoft zur Verwaltung per Gruppenrichtlinien freigegebenen Funktionen auch wirklich administrieren zu können.

        Bei Windows 10 Professional sind nicht mehr alle Funktionen vollständig verwaltbar. Und dazu gehören auch Einschränkungen bei den Updates/Upgrades.

      • Kurt sagt:

        Da hast du in allen Punkten Recht. aber das was du da beschreibst hat dann nichts mehr speziell mit Windows 10 oder Microsoft zu tun.

        Das ist ein ganz allgemeines “Problem” welches dir auch mit einem falsch konfigurierten AutoUpdate in den Adobe Produkten, dem Firefox oder dem Chrome Browser passieren kann.

  2. Ulf sagt:

    Ich kann dem Artikel nur voll und ganz zustimmen. Microsoft und Updates sind inzwischen eine Katastrophe. Früher[tm] konnte man Sicherheitsupdates mehr oder weniger blind durchklicken, Bruch gab es auch schon mal, aber doch eher selten. Seit Mr. Head-in-the-Cloud Nadella bei Microsoft den CEO spielen darf, ist es gefühlt genau andersherum geworden.

    Und Windows 10? Die handvoll Rechner, die wir derzeit mit Windows 10 haben, sind alles 2016 LTSB. Für die Lebensdauer der Maschine Ruhe vor Funktionsupdates. Kein Store. Keine Apps. Kein Edge. Kein Onedrive. Kein Cortana. Super! Für mich die mit Abstand beste Windows 10 SKU, denn diesen ganzen Dreck will ich gar nicht. Ich weiß, dass Microsoft sich das so nicht gedacht hat mit der LTSB. Ist mir aber total egal. Diese SKU tut bei uns genau das, was sie soll. Leider setzt sie ein EA voraus, ist also nichts für zu Hause oder KMU.

    Zu Hause hab ich die Professional auf meinen Rechnern, den Funktionsupdateirrsinn maximal verzögert – immerhin geht das bei der Professional, die armen Schweine mit der Home-Edition bekommen die verbuggten Funktionsupdates ja immer volle Breitseite nach Erscheinen ab. Ansonsten ist die Bezeichnung “Professional” für einen SKU, bei der dem User nach jedem(!) Funktionsupdate wieder “Candy Crush” und ähnlicher Kindergarten-Müll aus dem Startmenü entgegen blinkt, ein absoluter Witz. Aber mal ganz ehrlich, sooo viel brauche ich die Windows-Kisten daheim gar nicht mehr und genau genommen würde es inzwischen auch nur eine einzige Kiste tun.

    Im Heim-Bereich ist Microsoft durch Konsolen, Tablets und Smartphones schon auf dem absteigenden Ast und ich denke Microsoft sollte dringend aufpassen, sich nicht auch noch im geschäftlichen Umfeld so derart unbeliebt zu machen, dass die werte Kundschaft sich doch mal anderweitig orientiert. Im Grunde ist Windows 10 ja kein schlechtes Betriebssystem, aber so wie Microsoft damit umgeht, nervt es. Professional sollte eigentlich eher so sein, wie die LTSB – ohne halbjährliche Funktions(zerstörungs)updates, Store, Cortana, Onedrive & Co (oder wenigstens per GPO vollständig und rückstandsfrei deaktivierbar). Die Home wie die Professional – Funktionsupdates zurückstellbar. Und die Home mit ihren Zwangsupdates ist eher eine Beta oder maximal ein Release Candidate und nicht für den produktiven Einsatz geeignet.

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  4. keyuser sagt:

    Sagt noch jemand das Stichwort „Brent Spar“ etwas? Kurz zur Erinnerung, der Shell-Konzern wollte damals die Ölpattform Brent Spar im Atlantik versenken. Das löste eine riesige Protestwelle aus. Viele Menschen boykottierten damals aus Protest die Shell Tankstellen Im Juni 1995 gab der Shell-Konzern dann bekannt, dass er die Ölplattform Brent Spar nicht im Atlantik versenken wird, sondern an Land zerlegen wird.
    Was hat das jetzt mit dem Update-Wahn von Microsoft zu tun? Ich finde eine ganze Menge, denn würde unsere heutige Gesellschaft noch genauso reagieren? Ich fürchte nein. Heute würde es vermutlich einen Shitstorm in den sozialen Medien geben, der aber vermutlich nicht zu dem gleichen Ergebnis wie 1995 führen würde. Ich habe inzwischen leider den Eindruck, dass viele Menschen einfach verlernt haben ihre reale Welt zu verändern.
    Wozu auch, du kannst zu jeder Zeit in virtuelle Welten flüchten. Kannst dir deinen Frust von der Seele schreiben, den Daumen Hoch und den Daumen runter machen und dann bist du irgendwann wieder in deiner realen Welt, ohne dass sich dort etwas verändert hat. Und so wird die Unzufriedenheit im Laufe der Jahre dann immer größer, denn es werden ja keine gesellschaftlichen Probleme mehr gelöst. Es entstehen immer mehr Baustellen die einen frusten und über die man sich auch völlig zu Recht aufregt.
    Ich weiß nicht wie lange es dauert, bis unsere Gesellschaft wieder lernt, dass man Probleme wieder in der realen Welt lösen muss und dass es nichts bringt sich nur in virtuellen Welten darüber aufzuregen. Denn letzten Endes ist auch Borns IT und Windows-Blog nur eine virtuelle Welt und all diese Dinge, die in diesem Blog zu Recht kritisiert werden landen nicht dort wo sie hingehören, nämlich bei Microsoft. Ich weiß nicht was passieren muss, damit die Menschen wieder den Schalter umlegen und Dinge dorthin transportieren wo sie hingehören, in die reale Welt. Und so lange das nicht passiert drehen wir uns einfach nur im Kreis.

  5. prinde sagt:

    als wenn die Masse der Schafe sich tatsächlich bewegen würde…

    Sowas gilt ja zB. auch für den Kapitalismus oder netter Marktwirtschaft, dem von uns präferierten ökonomischen System. Mit seinen massiven Systemfehlern.
    Die Analyse dazu ist immerhin > 150 Jahre alt, seitdem hätte man ja mal was grundsätzlich verändern können. Zum Beispiel soziale und ökologische Kosten einer Produktion/einer Dienstleistung nicht ausklammern dürfen, sondern immer in die Preisentstehung einbinden. So wie sich das eig gehört. Ist sowas auch nur ansatzweise iwann iwo passiert? Gab hierzulande ja mal ne “soziale Marktwirtschaft”, allerdings gings dabei weniger um sozial, als vielmehr um Beruhigung der Masse.
    Und gaaanz wichtig: Hauptsache Rendite. alles andere ausblenden.

    es blieb/bleibt beim Genöle, in beiden Fällen. anscheinend genügt das vielen/den meisten…
    :(

  6. Doc WP sagt:

    Ich werde mich wohl an der Petition beteiligen, hoffe ich finde zu Hause einen Rechner mit Microsoft-Konto und ausreichender Datenübermittlungseinstellung an MS, so dass ich den Feedback-Hub nutzen kann. Ich habe aber bisher keine gute Erfahrung damit gemacht. Für mein Feedback hat sich niemand interessiert.
    Ich bin auch genervt von den häufigen Updates. Sichtbare Verbesserungen habe ich nie gesehen. Allerdings muss ich manchmal wieder nicht funktionierende Treiber ersetzen. Ich hatte über Monate Probleme mit einem Drucker via paralleler Schnittstelle (da die Betatester so was natürlich nicht mehr besitzen), das ist dann schließlich wieder gefixt worden, aber warum ist das erst kaputt gemacht worden. Seit ein paar Monaten liefert das integrierte Fax& Scan Programm beim Faxen nur noch den unspezifischen Fehler “Schwerwiegender Fehler” zurück, vorher wurde gesagt, wenn einfach nur beim Empfänger besetzt war oder kein Wählton kam. Ich habe keine Hoffnung, dass das noch mal gefixt wird, weil kaum noch jemand die Faxfunktion benutzt und es daher niemanden interessiert. Unser Praxisverwaltungsprogramm ist etwas instabil bei den Rechnern, die unter 1803 laufen, das wird hoffentlich noch gefixt. Aber so richtig Spaß macht es nicht mehr.

  7. Markus K. sagt:

    Ich halte es für Microsoft einfach sehr einfach:

    – es muss ein Basis Windows geben ohne Extrawürstchen mit vernünftiger Sicherheit
    – zusätzliche Apps und features und was auch immer (also der ganze Müll den man eh wieder entfernt) sollten zusätzlich installierbar sein

    So hätte man ein schlankes OS und wer auch immer es brauchen mag, kann sich dann mit sämtlichen Apps und Features selbst infizieren.
    Hätte den Vorteil für Enterprise Kunden, dass das was sie wirklich brauchen, nämlich ein Betriebssystem, auch tatsächlich funktionieren würde.

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  9. Stefan sagt:

    Ich werde nach und nach auf die LTSB / LTSC umstellen. Anders wüsste ich nicht…

  10. Willy B. sagt:

    Also ich hab nach dem Zwangsupdate auf Windows 10 schon vor Jahren mit den Füssen abgestimmt: Ich wechselte nach LINUX.
    Da ich unter Windows nur mit portablen Anwendungen gearbeitet hatte, war mir schon bei Windows die Version egal, die Applikationen liefen von Windows XP bis Windows 10. Viele der portablen Programme, die ich unter Windows benutzte, habe ich auch für LINUX gefunden bzw. es gab alternative Programme. Ein Versuch ist es wert, entweder erst in einer virtuellen Umgebung (z.B mit VirtualBox, gibt’s auch portable siehe vbox.me) oder mit einer LINUX-Live Distribution.

  11. Paule21 sagt:

    Aber glaubt denn wirklich einer, dass sich Microsoft von solch einer Petition beeindruckt zeigen wird? Ich glaube das ehrlich gesagt nicht.

  12. Michael Ba sagt:

    Es ist ja nicht so, dass es nur bei Windows 10 Probleme mit Updates und/oder Upgrades gibt. Ich habe letztens für einen Bekannten auf einem älteren Rechner versucht, Windows 7 aufzuspielen. Bis zu einer bestimmten Anzahl an Updates ging es noch relativ reibungslos, doch dann ging das Dilemma los.
    Windows 7 ist schlicht und ergreifend kaputtgepatcht worden.

    Und bei Windows 10 geht dieser Schwachsinn weiter. Bei mir gab es von 1703 auf 1709 Probleme, die zum Teil nicht reproduzierbar waren. Mittlerweile läuft es aber rund auf allen drei Rechnern. Nach tagelangem Aufwand und akribischer Arbeit hatte ich es dann hinbekommen.
    Und jetzt der Totalcrash mit 1803. Nein, danke.

    Ich finde auch, dass es langsam aber sicher mal einen Proteststurm gegen Microsoft geben sollte. So geht das nicht weiter.
    Funktionsupdates sollten nur optional zur Verfügung gestellt und den Benutzern die Entscheidung überlassen werden, ob sie das Angebot in Anspruch nehmen möchten oder nicht.

    Auf Linux zu wechseln ist für die Masse keine Option. Diesen “Apfel-Birne-Vergleich” kann man sich getrost schenken.

  13. Friederike Lauhoff sagt:

    Ich bin auch entsetzlich genervt von der update-Sause von Microsoft. Es kostet einfach nur Zeit ( und Nerven), heraus zu finden, was wann und warum nicht läuft. Ich habe mehrere Windows 10 Home und pro und zwei alte, neu aufgesetzte Windows 7 Laptops. Den Windows 10 Home Laptop (ASUS Zenbook mit i7 7th Gen) habe ich bis an die Zähne mit Backups und Systemabbildern bewaffnet, weil ich das Upgrade ja nicht stoppen konnte, war dann aber neugierig, und habe diesen Laptop und mein Surface Pro 4 bereits am 1.05. upgegradet. Erstaunlicherweise lief alles glatt durch inclusive Maipach bis heute. Erst im Nachherein hab ich dann gelesen, was alles schief gehen kann…
    Die Heimnetzgruppe wurde einfach entfernt, weil ja jetzt alles per Bluetooth und NFC verbunden und ausgetauscht werden kann… Hat mich einen Abend Bastelei gekostet, mein kleines Netzwerk mit einem Win 7 Laptop als „ Server“ wieder zum Laufen zu bringen. Man hat zum Glück ja auch sonst nichts zu tun…
    Wenn man sich dieKeynote von Microsoft anschaut, bekommt man eine Ahnung, dass die Zukunft für Nadella in einer total vernetzte Welt mit cloudservern und immer kleineren leistungsfähigen (mobilen ) Endgeräten als Clients besteht und die Zeit des Individual- Heimcomputers mit entsprechendem eigenen (aufwändigen) Betriebssystem a la Windows 7/10 einfach vorbei ist…
    Ich werde in jedem Fall die Petition unterschreiben. Dank Günter Born und diesem tollen Forum fühle ich mich gut aufgestellt. Es ist einfach zum Kotz…, man ist diesem Mist so ausgeliefert und ich glaube auch, dass wir durch diese ganzen Upgrades das Verfallsdatum unserer SSDs viel schneller erreichen…

  14. Ben sagt:

    Ach ist das schön, dass ich mich dank Linux Mint und Windows 8.1 nicht mit so einem Quatsch wie fehlgeschlagenen “Feature-Upgrades” rumschlagen muss.

    Einfach nur einen funktionsfähigen und sicheren Rechner haben :-)

    Windows 10 = EaaS
    Errors as a service…

    Ich muss nicht immer das neueste und hippste OS haben…

  15. wufuc_MaD sagt:

    na dann hast du dich gewiss umfangreich gegen “anstupser”, zu denen microsoft bei all seinen bs bis runter zu xp in der lage ist, abgesichert. gut! ich hatte schon fälle, da wusste ms gewiss dass kein waasmedic.shredd das hinbekommt, dieser berg der bei der “windows 8.0” maschine zu machen war. drei maschinen waren es vor der “blue-line” 180118, einer hatte ~2000 icons aufm desktop, hochverdichtet, werd ich nie vergessen ^^ glücklich wurden alle, ist bis jetz keiner wiedergekommen. das eighth_of_may_Acentury_after_WW_secattempt (für mich www) ist nach etwas arbeit, inst-iso mit CU.msu sowie einer .cmd im postprocessing installierbar und anschließend zuverlässig geworden. das blackscreenproblem hab ich nun schon mehrmals zur kenntnis nehmen müssen. bei manuellem update der 1803.1 sowie ohne meine mitwirkung. noch beurteile ich den start aber nicht schlechter als mit dem defekten .net framework bei der 16299.15, dannder bigbug zum höhepunkt 16299.125 auf 3-5 maschinen exakt das gleiche und den legendären hollywoodreifen kb-artikel dazu.. nein, ich bin nicht wahnsinnig -> 10 jahre sollten mir genügen, oder ich steig irgendwann doch auf die 1803 um, wegen dem tollen fluent design…
    danke übrigens für den (die) artikel über unternehmen credssp, hab mir eine .cmd gebaut die mein liebstes remotetool auch auf der 1803 und dummerweise “geupdateten” windows maschinen als dienst weiterhin mitstarten lässt.
    so.. noch bissel zu tun :-)

    verhindern dass sich die geschichte bereits wiederholt, werd ich nicht und will ich auch nicht, außer für mich selbst und die mir wichtig sind natürlich!

    htt ps://www1.wdr.de/stichtag/stichtag1730.html

  16. Wundom456 sagt:

    “Genervt vom Update-Wahn?”: JA

    “…Diese Petition hat 6.885 Unterschriften erreicht, bei nun 700 Millionen Windows 10-Nutzern. Schwaches Bild – oder Windows-Nutzer sind alles verkappte Masochisten.”

    “Im Feedback-Hub gibt es unter der Webadresse https://aka.ms/AA1aitt ein Feedback zu Windows 10. Dort kann man den Beitrag durch seine Stimme unterstützen (upvoten). Das einzig Doofe: Man braucht ein Windows 10, um zu voten.”

    1. Erste Hürde: Die Info muss überhaupt gelesen werden.
    2. Eine u. a. weitere Hürde: Rein praktisch genau herauszufinden, was genau zu tun ist.
    Gelesen: O.k.
    Windows 10: O.k.
    Link geklickt etc.: Ok.
    Fehleranzeige: “Ihr Konto hat keinen Zugriff auf diesen Feedback”

    Könnte es sein, dass dies nur ein Link für Insider ist?
    Sieht irgendwie so aus.

    Vlt. hab ichs ja auch nicht tiefgründig genug studiert,
    doch sollte es anderen ebenso gehen, wird das wohl keine große Sache werden.

  17. Paule21 sagt:

    Zu allem Überfluss kommt noch dazu, dass man den Link der zur Meldung im Feedback-Hub führt, auch nicht zuverlässig folgen kann! Mal geht es, mal erhält man die Info, dass man mit seinem Konto keinen Zugriff auf das Feedback habe. Das ist ein Glücksspiel ob sich das Feedback aufrufen lässt.

    Nicht mal die Feedback-App arbeitet zuverlässig und fehlerfrei. :-(

  18. Martin W. sagt:

    Die Feedback-App ist nur die GUI für folgenden Befehl im Linux-Subsystem:
    /mnt/c/Users/DeinName/DeinFeedback > /dev/null
    Aber nicht mal das scheint richtig zu funktionieren…

  19. Robert sagt:

    Wenn man sich vor Augen hält, dass mit UEFI inkl. Intel ME etc. auch der ganze Unterbau auch irgendwie schimmelig ist, ersticken freiwillige Pläne mit solidem, neuem Rechner und Win10 im Keim.
    Die internen Tester wurden durch unbezahlte, freiwillige Nutzer ersetzt, deren Feedback aber offenbar nicht ernst genommen. Auch Telemetriedaten etc. werden seit Jahren gesammelt. Statt auf Nutzer zu hören werden “Features” gegen die Nutzer verbaut, die wiederum Unmengen an Zeit und Ressourcen aufwenden, um diese ggf. mit Tools und Tweaks wieder weg zu bekommen.
    Beim Haus würde man sagen: Abreißen und neu bauen.

  20. Markus K. sagt:

    Der Update-Terror durch Microsoft gegenüber seinen Nutzern unter dem Deckmantel der Sicherheit und Verbesserung etc., ist eben so gewollt, wie die vielen anderen Dinge, die z.B. auf politischer und gesellschaftlicher Ebene ablaufen und unsere Pseudo-Demokratie mehr und mehr untergraben.

    Es geht um eine schleichende Gewöhnung der Massen an ein zukünftiges Zeitalter der totalen Überwachung und Entmündigung, auf dessen Weg wir bereits weit vorangeschritten sind.
    Man setzt darauf, daß die Leute sich nicht dagegen wehren und versucht außerdem mit allen möglichen Begründungen plausible Erklärungen für die Schritte und Veränderungen zu geben. “Am besten so, daß die Mehrheit diese Veränderungen selbst will”.
    Nicht anders ist es in der virtuellen Welt.
    Microsoft mit seinen ständigen Updates, welche nahezu jeden Tag für 1-2 Stunden den PC unbrauchbar und ihn zudem immer langsamer machen, sind nicht nur benutzerunfreundlich, sondern schlichtweg eine Frechheit, der es sich vereint zu erwehren gilt.
    Anders als mit “Kampf” und Gegendruck werden die NIE reagieren und ihr mieses Verhalten ändern, sondern die werden merken, daß man es trotz Rumnörgelei mit den Leuten ja machen kann.

  21. Gunnar sagt:

    Statt eine sinnlose Petition zu unterschreiben habe ich die Updates auf meine Win 10 Home Version komplett eingefroren. Das ist in der Tat nicht einfach, da sich Windows mit Händen und Füßen dagegen wehrt. Deaktiviert man die automatischen Updates im Taskplaner und den Diensten werden die eigenständig wieder reaktiviert. Es gibt aber Anleitungen im Netz womit man das hinbekommt. Jetzt habe ich wirklich Ruhe.

    Die erzwungenen Funktionsupdates bei der Home Version sind in meinen Augen nicht zu akzeptieren. Sie waren letztendlich der Anlaß für diesen radikalen Schritt.

    Ich habe jetzt aber keine Lust auf die Standarddiskussionen unsicheres System usw. einzugehen. Das ist ganz allein mein eigenes persönliches Problem.:-)

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