CCleaner 5.45 zurückgezogen und weitere Merkwürdigkeiten

[English]Kleine Info zum Wochenende für die CCleaner-Benutzer. AVAST/Piriform haben wohl die neueste Version 5.45 des CCleaner zurückgezogen. Es gab Ärger, mächtigen sogar. Und auf Grund eines Tipps habe ich mal ein wenig recherchiert – da ist vieles äußerst merkwürdig, wenn ich nicht ganz daneben liege.


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Um was geht es? Was war passiert?

Sicherheitsanbieter AVAST hat den von Piriform übernommenen CCleaner in der Version 5.45 herausgegeben und kräftig bei der Telemetriedatenerfassung aufgerüstet. Oder präziser: Die Nutzer können die Funktionen nicht einfach deaktivieren (nur über Workarounds). Das hat für mächtig Ärger gesorgt, die Nutzer haben dagegen opponiert und es gab eine Menge negativ gefärbte Berichte im Web. Ich hatte im Beitrag AVAST CCleaner 5.45 und die Telemetrie über das Thema berichtet.

CCleaner
(Quelle: Talos)

Piriform wollte nachbessern

Piriform hatte Abhilfe versprochen und wollte die Telemetriedatenerfassung in den kommenden Versionen abschaltbar machen. In den Kommentaren zum Beitrag AVAST CCleaner 5.45 und die Telemetrie gab es zudem Hinweise, wie man noch an ältere Versionen des CCleaner ohne Telemetrie herankommt.

Jetzt hat man bei Piriform die Notbremse gezogen. Im Piriform-Forum hat der Entwickler folgenden Text eingestellt.

Thank you all for your continued feedback (positive and negative, it all helps). I wanted to give a quick progress update on what we’re doing. We’re currently working on separating out cleaning functionality from analytics reporting and offering more user control options which will be remembered when CCleaner is closed. We’re also creating a factsheet to share which will outline the data we collect, for which purposes and how it is processed.

Today we have removed v5.45 and reverted to v5.44 as the main download for CCleaner while we work on a new version with several key improvements. You can grab version 5.44 from one of the links below:

Man hat, wegen des negativen Feedbacks schlicht den CCleaner V5.45 zurückgezogen und bietet die vorherige Version 5.44 wieder zum Download an. Hier die offiziellen Links.

(File hashes here: https://forum.piriform.com/topic/52095-ccleaner-v5446575/)

Ich weiß, dass einige Leute auf das Tool schwören – ich empfehle trotzdem, die Finger davon zu lassen. Die Kollateralschäden, die sich die Leute einfangen, füllen Bücher – und man kann das letztendlich auch mit Bordfunktionen erledigen.

Meine Anmerkungen: Merkwürdig ist untertrieben!


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Und noch was – einer meiner Blog-Leser (Nachtrag: der Tippgeber war WideVizion, siehe folgende Kommentare) hatte mich irgendwann in 2017 in einer privaten Nachricht auf Facebook (die aber unterging und komischerweise erst diese Tage hochpoppte) auf sehr Merkwürdiges hingewiesen. Ich habe dann recherchiert und die Angaben überprüft, wobei mir die Kinnlade heruntergeklappt ist.

Wo sitzen die? Welche Kontaktadresse nehmen wir?

Piriform gehört jetzt zwar zu AVAST, aber ist schon jemandem aufgefallen, dass auf Webseiten wie CCleaner keine Adressangaben an prominenter Stelle (z.B. im Seitenfuß) zu finden sind? Kein Impressum, sondern nur ein Verweis auf eine Piriform Ltd., von denen CCleaner, Defraggler (auch so ein Windows-Killer) und mehr kommen. Es gibt zwar ein ‘About’, was aber keine Adressen bereithält. Piriform Ltd. ist eine Gesellschaft britischen Rechts (hier sind Büros aufgeführt, was ich aber nur über die Google-Suche gefunden habe).

Piriform Offices

Ergänzung: Beachtet den Kommentar von Paule21, der auf eine der Unterseiten eine weitere Adressangabe gefunden hat (siehe folgendes Bild).

Piriform Office 2

Diese Adresse stimmt (momentan) aber wohl nicht mit der Postadresse der Geschäftsführer überein (siehe folgenden Text). Auf der Terms of use Seite gibt es auch einen About Piriform-Link. Die Seite enthielt aber, als ich sie aufgerufen habe, keine Adressangaben. Mit der Suche und Recherche der diversen Adressen von Piriform habe ich inzwischen mehrere Stunden verbracht. 

Recht auf Anonymität, dass sollte Misstrauen wecken

Der Tippgeber schrieb mir, dass ihm das merkwürdig vorkam. Warum sollte jemand einen solchen Aufwand treiben, um eine kostenlose Software anonym unter die Leute zu bringen. Er hatte (wohl vor dem Verkauf an AVAST) bei Pirifom Ltd. nach der Adresse gefragt,  bekam diese aber nicht. Zitat des Nutzers:

Ein ordentliches Impressum, so wie es sich für jede professionell auftretende Firma gehört, konnte ich nicht finden. Alles was sie schreiben ist „Piriform is located in the heart of London’s West End.”  Meine Anfrage per Email nach der Identität wurde ignoriert. Anfragen in deren Supportforum hat man mit einem lapidaren „Wir haben das Recht, anonym zu bleiben“ abgetan und die Beiträge kurz darauf gelöscht. Man möchte wohl gar nicht erst ein „Thema“ draus machen.

Gut, inzwischen hat Piriform Ltd. ‘einige Adressen’ auf Unterseiten nachgetragen, die aber nicht deckungsgleich sind.

Merkwürdigkeiten beim Domain-Registrar

Der Tippgeber fand dies ziemlich merkwürdig und fing an, zu recherchieren. Eine Software, die man auf sein System lässt, da sollte der Anbieter transparent sein. Was der Benutzer herausgefunden hatte beschrieb er so:

Die Internetseiten “ccleaner.com” und “piriform.com” sind bei GoDaddy registriert. Normalerweise wird dort die Adresse des Besitzers aufgelistet.

Hier jedoch findet man nur, daß der CCleaner Hersteller die Internetseiten mit Hilfe des Anbieters http://domainsbyproxy.com/ registriert hat, der gegen Aufpreis die Identität verschleiert. Ich frage mich, warum die soviel Geld dafür ausgeben, nur um eine Freeware anonym zu verbreiten?

Nur mal angemerkt: Ich habe die obigen Informationen, die aus der 2. Jahreshälfte 2017 stammen, gerade mal überprüft.

CCleaner.com domain registration

Der Datensatz mit der Domain-Registrierung weist den Eintrag Last update of WHOIS database: 2017-12-29 auf. Also auch nach dem Kauf von Piriform durch AVAST hat sich bei der CCleaner-Domain-Registrierung nichts geändert. Warum verwenden die Domains By Proxy LLC als Registrant? Aber es geht noch weiter, was mir der Nutzer an Informationen übergeben hat.

Der Hersteller firmiert unter dem Namen “Piriform Ltd.”, einer englischen Firma, die man im offiziellen englischen Firmenregister recherchieren kann: http://www.companieshouse.gov.uk/info

Die früher angegebene Adresse “17 CAVENDISH SQUARE, W1G 0PH, London, UK” führt zu einem Anbieter für Briefkastenfirmen (die URL argyllbusinesscentres.com leitet jetzt auf leo.co.uk um, wo man weiter virtuelle Büros mieten – oder zu Deutsch Briefkastenfirmen etablieren –kann). Diese Information hat sich aber geändert, bzw. es gibt eine Piriform Ltd (Firmennummer 05565433) und eine Piriform Software Limited (Firmennummer 08235567).

Die ältere PIRIFORM LTD hat die Postadresse UNIT K BUTTERICK BUILDING, NEW LANE, HAVANT, HAMPSHIRE, ENGLAND, PO9 2ND

Mittlerweile lautet die Postadresse der Piriform Software Limited auf ‘110 High Holborn, London, England, WC1V 6JS’ (ist auch unter ‘Offices‘) aufgeführt. Das ist laut Google Maps ein kleines Haus, was momentan (behauptet Google, siehe Screenshot) zum Verkauf steht.

Google-Treffer für 110 High Holborn, London, England, WC1V 6JS

Hat mich stutzig gemacht. Gibt man auf beta.companieshouse.gov.uk diese Adresse ein, werden mir mehr 37.000 Treffer mit Einträgen (ich tippe Geschäftsführer) von zig Firmen wie AVAST, AVG & Co. angezeigt.

Piriform's other address

Da auch AVAST PLC dort residiert, könnte es der Grund sein, warum nun auch Piriform Ltd. dort seine Geschäftsadresse für Briefe an diesen Standort verlagert hat. Unter dieser Postadresse muss aber ein heftiges Gedränge in diesem Haus herrschen. Oder anders ausgedrückt: Wenn ich keinen Fehler gemacht habe, bin ich auf eine Briefkastenfirmenadresse gestoßen. zu einem Haus gestoßen, welches laut Google verkauft werden soll. Warum man dann hier 163 Eversholt Street, London, NW1 1BU, (ein Bürogebäudekomplex) angibt, mag seine Gründe haben, transparent ist das nicht.

Programme sind digital signiert …

Der Tippgeber wies noch darauf hin, dass die Programme zwar digital signiert sind. Aber durch die obige Geschichte wird das ‘ich bin seriös, da digital signiert’, faktisch ad absurdum geführt. Zumindest fällt mir keine Erklärung ein. Eine Software aus Nordkorea würde jeder mit der Kneifzange anfassen – den CCleaner ziehen die Leute sich aus dem wildesten Quellen. Kaputte Welt?

Möglicherweise alles harmlos und erklärbar

Es mag sein, dass alles ganz harmlos ist, morgen alle obigen Angaben geändert sind und man auf ein ordentliches Impressum stößt. Man fragt sich aber schon, was das alles soll – wo doch AVAST der Eigentümer von Piriform ist.

An dieser Stelle möchte ich die Frage, wie sinnvoll/riskant ein Tool wie CCleaner ist, nicht mehr aufgreifen. Da sind zig Schlachten geschlagen worden. Daher zäume ich das Pferd heute mal von einer anderen Seite auf. Ein Cleverle (wie die Schwaben helle Köpfe bezeichnen) wird sich die Frage stellen: Lasse ich ein Tool, auch wenn’s nix kostet, von einem solchen Anbieter auf mein System? Ein Tool, was auf alle meine Informationen unter Windows zugreifen kann? Wer sich dann noch Gedanken um Telemetrie macht, fällt wohl eher nicht in die Gruppe der schwäbischen Cleverle – oder wie seht ihr das so?

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55 Antworten zu CCleaner 5.45 zurückgezogen und weitere Merkwürdigkeiten


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  2. RUTZ-AhA sagt:

    Hallo,
    die Geschichte liest sich ja wie ein Krimi. Es riecht beinahe nach dem Verdacht von Steuerhinterziehung. Das würde auch einige Ungereimtheiten begründen.

    Dazu passt nur nicht, dass die Leute sich so ungeschickt verhalten und damit auffallen.

    Zählt Auslogics Disk Defrag (und weitere) nicht auch zu Piriform?

    • Günter Born sagt:

      Zu Steuerhinterziehung und Co. kann und werde ich aus diversen Gründen nichts sagen. Ich will mir diesem Blog-Beitrag nur auf bestimmte Ungereimtheiten hinweisen (meine früheren Argumente mit ‘Schlangenöl, lasst die Finger davon’ wurden ja nicht gehört) und euch zum Nachdenken bringen. Wenn dann immer noch gilt ‘halb zog sie ihn, halb sank er hin’, na, dann weiß ich auch nicht mehr …

  3. Friedemann sagt:

    Volle Zustimmung, was die Forderung nach Anbietertransparenz angeht bei Programmen, die doch recht weitgehende Rechte haben. Egal, ob kostenlos oder nicht: ein Anbieter sollte sich nicht verstecken, und wenn er das tut, muss man auf komische Gedanken kommen.
    __________
    Aber eine Ergänzung bzw. Präzisierung habe ich doch:
    Mit dem Begriff “Briefkastenfirma” assoziieren wahrscheinlich wir alle – nicht erst seit den Panama Papers – Verschleierung, Betrug oder andere Bösartigkeiten. Es gibt aber auch eine wesentlich harmlosere Erklärung:

    Eine Ltd. (die Unternehmensform gibt es im ganzen Commonwealth) als Kapitalgesellschaft ist durch die geringeren Gründungsvoraussetzungen und das wesentlich geringere Stammkapital (zumindest, wenn es nicht eine Public Limited ist, die an der Börse handeln kann) durchaus eine Alternative zur GmbH oder vergleichbaren Formen, wenn eine Firma eine Haftungsbeschränkung haben möchte. (Aufgrund des Erfolgs der Form Ltd. auch hierzulande hat man 2008 die Unternehmergesellschaft erfunden mit ähnlich niedrigen Hürden.)

    Eine Ltd. in GB benötigt einen Firmensitz dort, um registriert sein zu können. Hat eine Ltd. nicht wenigstens eine Adresse in GB, wird sie zwangsweise geschlossen und ist in der ganzen EU nicht mehr rechtsfähig. Außerdem hängen an der Existenz einer Ltd. einige Meldepflichten in GB (an das dortige Finanzamt z.B. oder das Companies House). Um all diese Anforderungen erfüllen zu können, gibt es eben diese Agenturen wie LEO, die das als Service anbieten (und das ist auch ganz praktisch, weil schon eine deutsche Körperschaftssteuererklärung nicht lustig ist…). Dass damit eben auch Massen von Firmen unter einer Adresse angesiedelt sind, erklärt sich dann.

    Aufgrund der Niederlassungsfreiheit in der EU muss die Geschäftstätigkeit aber nicht dort stattfinden; man kann sich dann entscheiden, ob man am echten Firmensitz eine selbständige oder unselbständige Niederlassung errichtet, was Konsequenzen für die Besteuerung hat. (Noch vollkommen unklar ist, wie sich das alles nach vollzogenem Brexit im März 2019 darstellen wird.)

    [PS: Ich habe selbst bis vor einem halben Jahr eine Ltd. mit Sitz in London gehabt, aber nicht von LEO.]

    • Günter Born sagt:

      @Friedemann: Danke für die Ergänzung – aus rechtlichen und steuerlichen Erwägungen habe ich weder je eine Ltd. noch eine Corporation gegründet (obwohl es diese Gedanken vor vielen Jahren gab).

      Ich setze Briefkastenfirmen nicht unbedingt mit Panama-Papers gleich. Aber eine seriöse Firma verschleiert keine Identität – man könnte auf der Webseite ja eine Adresse angeben, auch wenn man bestimmte Formen der Registrierung einhalten muss (was Piriform imho nicht mal über eine Letterbox address tun muss, die haben Entwickler in England).

      Und ob man unbedingt eine Ltd. in Deutschland führen muss? Ich hätte meine Probleme, mit denen in Geschäftsbeziehungen zu treten (Seriösität als Argument, eine kleine GmbH tut es auch).

      • Anonymous sagt:

        Ja, jetzt würde ich auch keine Ltd. mehr gründen. Aber 2001 gab es die UG einfach noch nicht, und die Haftungsbeschränkung hätte doch ein wenig Sicherheit geben können – zum Glück nie gebraucht…

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  5. Paul Brusewitz sagt:

    Hallo,

    In welcher Weise ist Defraggler ein Windows-Killer? Habe ich da etwas übersehen?

    Mit freundlichen Grüßen
    P.B.

    • Günter Born sagt:

      Paul, ich hatte mal den Fehler gemacht, das Tool in meinen Windows-Tricks-Büchern empfehlen zu wollen. Muss unter Vista oder Windows 7 gewesen sein – möglicherweise auch Windows XP. Bevor ich so was empfehle, teste ich so was (meistens und in Büchern eigentlich immer). Der Defraggler hatte durchschlagenden Erfolg, Versprechen eingehalten! Danach hatte ich wirklich ein ‘neues Windows’ – nur hatte ich mir darunter keine Neuinstallation vorgestellt. Und gebracht haben (auch die funktionierenden Defragmenter ohne Kollateralschaden) nicht wirklich was. Gibt zwei Artikel, die ich dir zur Lektüre empfehle (mein Blog birgt manche Überraschung):

      Defragmentieren unter Windows 7 – Teil 1
      Defragmentieren unter Windows 7 – Teil 2

      • Steter Tropfen sagt:

        Nun ja, rein funktional kann ich Defraggler nichts Schlechtes nachsagen, und das seit Jahren und schon seit WinXP. Es hat nie etwas kaputtgemacht und durchaus schon geholfen, wenn das Laden von Dateien auffallend dauerte.

        Die Windows-interne Defragmentierung ist seit Windows XP reichlich intransparent geworden (ausgerechnet dieses Modul stammt doch von einer externen Firma aus dem Scientology-Umfeld – hieß es zumindest damals, als man sich noch darüber aufregte, dass ein Betriebssystem „nach Hause telefoniert“.)
        Man sah nur ein paar rote Linien langsam mit blauen Blöcken verschmelzen, die aber auch am Schluss kein kompaktes Bild abgaben.
        Bei Windows 7 kommt gleich gar nichts Grafisches mehr. – Also ich finde, wenn man schon mit viel Zeitaufwand aufräumt, dann will man auch sehen, was gemacht wird!

        Ich habe einige externe Festplatten mit z.T. sehr großen Dateien. Da ist formatieren und aus der Datensicherung neu aufspielen oft die bessere Wahl. Oder wenigstens gezielt die Dateien mit hunderten oder gar tausenden Fragmenten zusammenführen lassen. Unmöglich mit Windows-Bordmitteln. Defraggler zeigt mir hingegen genau an, welche Dateien wie stark fragmentiert sind.

        Windows 7 behauptet z.B. momentan von meiner Arbeitsfestplatte, sie sei zu 0% fragmentiert. Schön für den, der gern Microsoft-Märchen glaubt. Dagegen würde Win7, wenn ich ihm die Defragmentierung erlauben würde, als erstes meine SSD-Partitionen mal gründlich umräumen. Selektiv nur ein Laufwerk auswählen geht nämlich nicht (getreu dem MS-Konzept, den Anwender mehr und mehr zu entmündigen.)
        Defraggler weist hingegen auf eine in 410 Teile zersplitterte HD-Videodatei hin. Vielleicht liegt es ja gar nicht an meiner Hardware, dass der Film ruckelt?

        Also durchaus nicht verwunderlich, dass sich die Leute nach externen Systemwerkzeugen umschauen.

        • Stefan sagt:

          Natürlich kann man bei Win7 gezielt einzelne Platten defragmentieren oder von der automatischen Defragmentierung ausnehmen. Einfach mal bei “Start” in die Suchbox “Defrag” eintippen…

          • RUTZ-AhA sagt:

            Kann ich bestätigen, geht bei mir auch. Mein OS Win7 Ultimate liegt auf C: und private Daten auf D: alles zusammen auf einer SSD. Und wenn ich C: anklicke wird auch nur dort defragmentiert. Ich habe es einmal ausprobiert:-)
            Der Wartungsplan zur Defragmentierung ist deaktiviert, aber ich kann jeden anderen Datenspeicher defragmentieren.

      • Roland Moser sagt:

        Ich habe diesen Frühling von XP Pro auf Win 10 gewechselt. XP Pro hatte ich seit ca. 2006 auf dem PC. So alle 2 bis 3 Monate habe ich mit Defraggler die Festplatte defragmentiert, und nie Probleme gehabt.

      • Paul Brusewitz sagt:

        > Gibt zwei Artikel, die ich dir zur Lektüre empfehle (mein Blog birgt manche Überraschung):
        > Defragmentieren unter Windows 7 – Teil 1
        > Defragmentieren unter Windows 7 – Teil 2

        Gelesen und zum größten Teil Zustimmung.

        Ich würde auch sagen, dass man unter Windows 10 kein separates Defragmentierungsprogramm mehr braucht. Der im Scheduler eingetragene autom. Defragmentierungsjob von Windows tut es zuverlässig und eine größere Fragmentierung >10% ist kaum noch zu entdecken. Insbesondere gilt das bei Einsatz von SSDs, wo der TRIM-Befehl sowieso das Mittel der Wahl ist.

        Trotzdem hatte / habe ich Defraggler (portable) seit Jahren im Einsatz und bisher ohne Probleme. Ich nutze davon aber auch nur die gezielte Defragmentierung einzelner Dateien.

        Ein Komplett-Defragmentierung ist überflüssig, kostet nur eine Menge Zeit und Strom. Man kann eine erhebliche Verbesserung des Defragmentierungsgrades schon durch gezieltes Defragmentieren einzelner Dateien erreichen.

        Wenn man z.B. nur 2 -3 meist große mkv-Videodateien defragmentiert reicht das oft schon, um den Defragmentierungsgrad von 15% auf unter 10% zu drücken.

        Die zehntausend kleinen Dateien mit ein paar Kilobyte sind total uninteressant.

        Dasselbe funktioniert auch mit großen Datenbank-Dateien. Allerdings sollte man da vorher klären, ob die Datenbankdatei eine externe Fragmentierung verträgt oder die Aufräum- und Komprimierungswerkzeuge des Datenbankprogrammes die bessere Wahl sind.

        Anschließend sollte die Datenbanksuche etwas schneller laufen und auch die Gefahr von Video-Streaming-Aussetzern etwas geringer sein, da diese Dateien in einem Stück auf der Festplatte liegen.

        Erscheint mir zumindest logisch, kann aber auch großer Unsinn sein und objektiv kaum messbar …

        Freundliche Grüße
        P.B.

        • Paul Brusewitz sagt:

          Nachtrag:
          ————

          Auf jeden Fall sollte die Beschädigung von Windows selbst ausgeschlossen sein, wenn man nur gezielt einzelne Dateien mit Defraggler defragmentiert. Man defragmentiert ja auf diese Weise nichts im Windows-Verzeichnis und seinen (System-) Unterverzeichnissen.

          Ist im Prinzip dasselbe wie beim CCleaner. Löscht man damit nur temporäre Dateien ist alles OK aber das Programm relativ nutzlos. Nutzt man die “Reparatur- und Tuningfunktionen” für die Windows-Registry und das autom. und ohne nachzudenken, ist der Schaden vorhersehbar.

          Wenn CCleaner da hunderte Registry-Einträge löscht, die Microsoft bei der Office-Installation extra angelegt hat…

          Das nennt man dann PC-Tuning ala “Chip”, “PC-Welt” und “Computerbild”.

          Freundliche Grüße
          P.B.

  6. Steter Tropfen sagt:

    Klingt alles in allem schon so, dass einem mulmig werden kann. In einer License.txt von 2013 habe ich übrigens noch die Angabe „Piriform Limited, a Cyprus limited company“ gefunden.
    Piriform bietet einige Programme an, deren Schwerpunkt Datenspeicherung ist: Neben Defraggler auch Recuva, mit dem versehentlich gelöschte Dateien wiederhergestellt werden können. Diese Programme gibt es allesamt in kostenlosen Versionen, die so viel können, dass man eigentlich gar keine Kaufversion braucht. – Da fragt man sich natürlich, ob das alles aus purer Menschenliebe angeboten wird und womit die Firma ihr Geld verdient.

    Andererseits wurde die Firma von Avast, immerhin ein Anbieter von Sicherheitssoftware, gekauft. Und auch AVG teilt sich mit denen eine Adresse?
    Hm. Da kann man natürlich anfangen, total paranoid zu werden. – Auf dem Dachboden habe ich noch eine elektrische Schreibmaschine mit Diskettenspeicher. Gibt es für so was eigentlich noch Farbbänder?

  7. WideVizion sagt:

    Danke für die Veröffentlichung und Anerkennung meiner Recherche. Der Tipp-Geber :D

    • Günter Born sagt:

      Ok – war mir unklar, ob Du genannt werden wolltest – war ja eine private Nachricht. Ohne Zustimmung lasse ich den Namen/Alias weg – aber nun hast Du dich ja ‘geoutet’ – also: Der Credit für die Recherche gehört WideVizion – ohne seine Hinweise wäre ich nicht auf die Idee gekommen, nachzuschauen.

  8. RUTZ-AhA sagt:

    Günter Born und WideVizion,
    großen Dank euch beiden für die umfangreichen Recherchen. Ohne so großartige Aufklärer würden wir im wahrsten Sinne des Wortes dumm sterben.

    Solche Software gehört in der Öffentlichkeit geächtet. Leider vergessen die Nutzer zu schnell.

    • wufuc_MaD sagt:

      sagt wer? wenn du den ccleaner nicht magst, nutz ihn halt nicht! kümmer dich um deine angelegenheiten. avast kümmert sich um avast, avg, piriform, tuneup und noch ein paar dinge die hier nicht publik gemacht werden sollen.

      ich erinnere mich an meinen post zur dsgvo, den behauptungen eine einstellungsmöglichkeit sei überflüssig in der kostenlosen version, weil dort nichts gesammelt wird. ich stellte fest, dass sich dies mit der version 5.43 geändert hat, schon beim start will das ding ins netz funken. man kann es nur mit einer applikations-firewall unterbinden.

      bedauerlich, finde ich auch, allgemein! eine menschheit
      die überwiegend sich den chrome “einfängt”, durch installation des längst obsoleten flashplayers oder anderer “guter” freeware die sich irgendwie finanzieren möchte, und dann… nichts… ahh, chrome… mhh, nun is der chrome da… und der bleibt auch da, aha
      -> ist gefährlich und wird meinem willen und handeln nach langsam geordnet aussterben! (jeder entscheide für sich!) außer krieg und elend kann da nichts anderes großes draus werden.
      kapitalismus halt..

      ich verwende(te) die 5.42 weiter als kleinen schraubenzieher neben dem anderen, teils viel größeren werkzeug, um zum bleistift der nach wie vor unvollständigen firefox self-clean funktion beim beenden, hinterherzuräumen und zumindest einen teil der autostarteinträge und scheduled tasks bequem im auge zu behalten. für den fuchs werd ich jetzt eine .cmd schreiben. das ist viel effektiver, nur einmalig nötig und wird auf jeder windows manschine funktionieren ;-)

      • Ralph D. Kärner sagt:

        “zum bleistift der nach wie vor unvollständigen firefox self-clean funktion beim beenden”
        Wäre es da nicht einfacher, den Firefox grundsätzlich im privaten Modus zu starten, statt sich einen Stein ans Bein zu binden, in den “mit diesem Stein am Bein bist Du deutlich schneller zu Fuß” eingemeisselt wurde?

    • Günter Born sagt:

      Bitte die Fake URL diese im Kommentarfeld weg lassen- denn der Link ist tot und wirft mir im Link-Checker Fehler. Dass muss ich dann manuell korrigieren und den Fake-Link rauswerfen.

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  10. RalphAndreas sagt:

    Mal ein anderer Ansatz:
    MS stellet auch seit vielen Jahren u. A. den SQL Express kostenlos zur Verfügung, in der Hoffnung das mehr und mehr Entwickler auf MSSql setzen. usw..
    Eine kostenlose Software muß nicht immer was schlechtes bedeuten, aber richtig ist, das nur dem die Zukunft gehören sollte der transparent ist.

  11. Georg S. sagt:

    Vielleicht ist BlechBit 2.0 eine Alternative zu CCleaner.
    Es gibt sowohl eine Install- als auch eine Portable-Version.
    https://www.bleachbit.org/

    • wufuc_MaD sagt:

      zu alt. wurde seit 6 monaten nicht angerührt (programmcode) und sieht somit, wenn überhaupt fast nichts unter dem april update.

      folgendes tool kann ich hingegen empfehlen, die hürde, shellbags nur durch eine spende (egal wie klein / groß!) gründlich zu analysieren und reinigen zu können, wurde durch ein zweites kleines toolchen beseitigt. gibt auch ein tool von nirsoft “shellbagsview”, mit welchem problem nir sofer (wieder) zu kämpfen kat, wissen wahrscheinlich .. na, die hälfte!..?..
      wer pausenlos sinnlos explorer mru’s “löscht” und nicht weiß was shellbags sind, sollte sich das wirklich mal anschauen!

      htt privazer.com/
      ps nirsoft.net/

    • Schrägar der Heckliche sagt:

      BleachBit – Arrrgh! Das Ding wird jetzt auch noch auf Windows losgelassen? Sorry – aber da rollen sich mir die Zehennägel auf.

      Dieses Teil (“Tool” ist definitiv der falsche Ausdruck) geistert seit Jahren durch die Linux-Welt. Und seit Jahren wird davor gewarnt. Während das KDE-Entwicklerteam (!) BleachBit ausdrücklich als “inkompatibel” erklärt hat, ist es nach wie vor – zu meinem absoluten Unverständnis – in den offiziellen Ubuntu-Paketquellen enthalten. Und richtet – genau wie sein Windows-Äquivalent CCleaner – gerne mal gewaltige Flurschäden an.

      Mal ein beispielhaftes Zitat aus dem “Easy Linux tips project” (für Linux Mint-User):

      https://sites.google.com/site/easylinuxtipsproject/

      Unter “Avoid 10 fatal mistakes in Linux Mint” findet man da (Punkt 4) folgenden Text, den ich einfach mal mit Copy&Paste hier zitiere:

      Never use cleaning or defrag applications

      4. With cleaning applications like BleachBit or deborphan, you easily destroy more than you want. They’re software wrecking balls that can damage your system beyond repair.

      You can’t trust them, because unless you’re very careful, they remove too much and damage the system. Sometimes so heavily, that your Mint can’t boot into the desktop anymore. Under certain circumstances, BleachBit can even pollute your system with massive amounts of junk.

      BleachBit, deborphan and others like them are superfluous at best, and disastrous at their worst. They’re “tools” that primarily cater to the psychological needs of new Linux users who come fresh from Windows, and mistakenly assume that certain essential Windows maintenance is needed on Linux as well.

      In short: it’s a newbie trap. Don’t fall for it.

      Dem ist nicht viel hinzuzufügen, außer: für “essential Windows maintenance” ist BleachBit genauso überflüssig wie der CCleaner…

      Das lustige daran ist, daß die Glaubenskriege über Sinn oder Unsinn solcher “Tools” in der Linux-Welt genauso heftig geführt werden wie im Windows-Universum.

      Oder – wenn man es positiv sehen will: wenn Microsoft durch seine Murks-Patcherei mal wieder einen Windows-User verjagt hat, kann der sich trösten. Er wird sein Lieblings-Schlangenöl unter Windows (CCleaner) eins zu eins unter Linux wiederfinden: BleachBit! Win-win (hihi)…

      Der arme Günter Born. Seit Jahren schreibt er gegen diesen Humbug an. Hat’s geholfen? Hrrrmpf…

  12. Wanderer sagt:

    Obwohl ich nur ein PC-Normalverbraucher bin, schaue ich gerne hier herein.
    Zu dem CCleaner möchte ich folgendes sagen. Ich nutze das Tool schon Jahre zur vollsten Zufriedenheit. Ich nutze aber nur folgende Teile. Bereinigung von IE und Firefox auf chookies usw. Außerdem (manuelle) Kontrolle auf ungewollte Add-Ons.
    Die letzten, besonders der heutige Bericht geben mir natürlich zu denken. Leider kenne ich keine passende Alternative.

    • oli sagt:

      Hm, das sind ja nun Dinge, wofür man nun nicht unbedingt ein Dritt-Tool benötigt, das können die Browser auch (teilweise sogar automatisiert) selber. Ich hatte meinen Kunden, die unbedingt den CCleaner einsetzen wollten, immer empfohlen, die Automatiken/Autostart zu deaktivieren, bzw. das hab ich dann für sie gemacht. Nach der Avast/Malware-Geschichte damals hatte ich den Kunden aber definitiv zur Deinstallation geraten. Dieser Artikel hier bestätigt nur meine Einstellung. Das einzige “Tweak-/Tuning”-Tool was ich als Windows-10 User benutze, ist “WinPrivacy”. Und das kommt als simple exe-Datei daher, ist von einem deutschen Entwickler, muss nicht installiert werden, hinterlässt keine Tasks, Dienste oder andere Autostart-Geschichten und erfasst selber keine Telemetriedaten (wäre bei einem vordergründigen Datenschutz-Tool wohl auch merkwürdig). Bonus: Man kann damit einen Fake-WSUS aktivieren und somit die volle Kontrolle über die Update-Installation unter Windows 10 zurückerlangen.

  13. Roland Moser sagt:

    oooh

  14. Roland Moser sagt:

    Betreffend Telemetrie:
    Wer eine Internet Security hat, bei mir Norton Security, kann den Zugang von Ccleaner ins Internet blockieren. habe ich auch immer gemacht.
    Wenn es aber eine Malware ist, welche die Security nicht kennt, sollte meines Wissensstandes der PC aber immer noch Daten senden oder gar steuerbar sein.

    • AnonymesPseudonym sagt:

      Norton wurde und wird ja noch von vielen geschädigten Usern immer wieder mal gerne als “gelbe Pest” bezeichnet. Mindestens bis zu Windows-XP-Zeiten hinterließ ein Deinstallationsversuch oft einen maximalen Flurschaden.

      Bei der Deinstallation wurden meist haufenweise “shared DLLs” entfernt, die nicht nur für den reibungslosen Betrieb von so einigen 3rd-Party-Programmen, sondern mitunter auch für die ein oder andere Windowsfunktion gebraucht wurden, und in einigen Fällen nicht mal von der Norton-Installation stammten, dann aber trotzdem bei der Deinstallation als Norton-Dateien identifiziert und entfernt wurden.
      Das System wurde während der Installation also nicht nur mit einer Unzahl von DLLs, Datenbank-Files und nicht selten unnötigen/im Hintergrund laufenden Prozessen zugemüllt, sondern nach Benutzung der völlig stümperhaft agierenden Deinstallationsroutine sah das System dann auch noch wie ein schweizer Käse aus, was nicht selten eine Neuinstallation von Windows erforderte.
      Ich weiss zwar nicht ob Norton immer noch so schlechte Programmierleistungen abliefert, aber wer Norton nutzt, hat entweder ziemlichen Mut, oder er ist ein eher unerfahrener bzw. unbedarfter User.

      Zu CCleaner: Ich nutze nur die Funktion (einer älteren Version), die Cookies,Temp-Dateien, Fehlerberichte (die locker Dateigrößen von 200-300 MB und mehr erreichen können), Chkdsk-Fragmente, etc., entfernt. Zwar könnte man den ganzen Müll auch einzeln händisch entfernen, aber mit CC braucht es nur 2 Klicks (Analysieren + Bereinigen), während man zu Fuß gerne mal 30 Minuten für das gleiche Ergebnis unterwegs wäre, zumindest wenn mal alle Leichen entfernen will. Diese Funktion reduziert nicht nur die Gesamtzahl der Dateien, sondern schafft auch wieder mehr Platz, der sich bei späteren Defrags dann durchaus auch zeitlich auswirken kann, gerade wenn man eine HD in mehrere Partitionen unterteilt hat, und wenn dann auf der Systempartition der Speicherplatz aufgrund der ganzen Temp-Dateien langsam zur Neige gegangen war.
      Einige Häkchen habe ich entfernt, gerade unter “System” + “Erweitert” (ich lasse z.B. nur alte Prefetch-Dateien entfernen).

      Von der Nutzung der anderen Funktionen, insbesondere der Registry-Überwachung/-Reparatur kann man nur abraten.
      Zwar könnte man CC z.B. zur Löschung von Verweisen auf bereits deinstallierte Programme/DLLs (usw.) nutzen, und nur diese gezielt im CC selektieren, erfahrene User (die wissen, was sie tun) sind aber definitiv besser bedient, wenn sie per RegEdit mithilfe der Suchfunktion selbst (und gründlicher) ALLE Einträge (nach Abwägung der Risiken) alter (nicht mehr vorhandener Programme) manuell zu bereinigen.
      Es ist z.B. absolut möglich, dass eine DLL von verschiedenen Programmen genutzt wird, wobei die Entfernung des Registry-Eintrags dann zu Problemen führen kann, außerdem werden mitunter vermeintlich fehlerhafte Einträge korrigiert oder sogar gelöscht, obwohl dies zu Instabilität des Systems führt oder führen kann.
      Generell würde ich sagen, dass man von der Registry-Funktion von CC generell die Finger lassen sollte.

  15. Roland Moser sagt:

    Privazer gibt auf der Webseite auch keine Adresse bekannt. Sie schreiben nur, dass sie in Frankreich sind.

  16. Paule21 sagt:

    Also eine Adresse zur Firma findet sich auf deren Seite unter https://www.ccleaner.com/about/terms-of-use

    We are Piriform Software Limited, a company incorporated in England under company number 8235567.

    Our registered office is at: 163 Eversholt Street, London, NW1 1BU. Telephone: 1-800-816-9004 or you can email us at info@piriform.com

    Keine Ahnung, ob auch das nur ein Briefkasten ist.

    • Günter Born sagt:

      Danke für den Hinweis – wurde mir gestern bei der Suche auf den ersten Seiten nicht ausgeworfen. Der Eintrag wird sogar in Google gefunden, wenn man nach der Adresse sucht – und es scheint keine Letterbox Adresse zu sein. Sondern da residieren diverse Firmen.

      Aber warum steht so etwas nicht als Impressum (imprint, about us) auf deren Webseite? Warum wird bei GoDaddy die Adresse des Eigentümers verschleiert? Sind die bloß Stümper, oder ist es Vorsatz?

      Fragen über Fragen (ich habe keine Antworten) – und dabei ist nicht mal das originäre Thema ‘taugt CCleaner was, oder macht der mehr kaputt als er hilft?’ angerissen. Die Antworten muss sich jeder geben – imho …

      • Dekre sagt:

        ich habe was gesendet mit schicken Fotos, die sind umgezogen, auch London und die Firmennummer stimmt.

      • Teletom sagt:

        Aber interessant ist wiederum, dass die Telefonnummer 1-800-816-9004 sehr nach einer nordamerikanischen anmutet, wenn die “1” als “+1” oder “001” zu verstehen ist. Im Zeitalter der IP-Telefonie muß das aber auch wiederum nichts zu bedeuten haben.

  17. Dekre sagt:

    Also das Büro scheint in der Eversholt Street zu liegen und die Leute feiern auch regelmäßig:
    https://www.ccleaner.com/about/jobs
    Das Gebäude sieht so aus.
    http://www.eversholtlondon.com/
    Bei 163 steht aber weder Avast noch Piriform beim Portier. auf dem Wandschild. Die obere Etage wäre noch frei.
    Bei LinkedIn findet man das:

    Wir müssen mal James Bond 007 einschalten, der wohnt doch da um die Ecke.

    • Dekre sagt:

      Sehe gerade, dass der Link von LinkedIn nur mit Anmeldung geht. Komisch, das geht anders, wenn man über Suchmaschinen geht.

  18. Dekre sagt:

    Jetzt weiß ich es. Die sind wohl umgezogen und sitzen in:
    110 High Holborn, London, WC1V 6JS, United Kingdom
    Das Ganze kann man hier finden:
    https://www.duedil.com/company/gb/08235567/piriform-software-limited

    Und das Gebäude sieht so aus:
    http://110highholborn.com/
    In der 5. Etage ist wohl noch was frei.

    • Günter Born sagt:

      Ich habe das inzwischen auch gefunden. Aber mal kurz zum Nachdenken: Ich habe gestern mindestens eine Stunde mit Suchen verbracht. Jetzt kommen von zwei Blog-Lesern noch Informationen, wo die residieren und wo man das in den Piriform-Seiten finden könnte. Wie lange habt ihr gesucht?

      Nach einer Information, die jeder kommerzielle Anbieter in Deutschland prominent auf seiner Webseite mit einem Klick bereitstellen muss? Wie heißt es so schön: Die Summe der Musiker ergibt ein Orchester. Und da stimmt einiges nicht – von den Themen mit Malware oder PUPs verseucht mal gar nicht zu sprechen. Aber die Gedanken müsst ihr selbst wälzen und dann eine Entscheidung treffen – das kann ich keinem abnehmen.

      PS: Mir wäre es ja lieber, ich könnte hier viele Blog-Beiträge schreiben, wie toll dieses und jenes Tool ist und dass es wieder ein Update mit phantastischen Funktionen gibt. Alleine, die meisten dieser Themen fliegen mir dann um die Ohren. Spätestens wenn Stefan Kanthak mit die Sachen (berechtigt!) um die Ohren haut, weil mal wieder gravierende ‘Anfängerfehler’ gemacht wurden.

      • Dekre sagt:

        10 Minuten und dann neu prüfen und noch mehr finden, also insgesamt 30 Minuten.
        Habe dabei fast das Blumen gießen vergessen.

      • Dekre sagt:

        Lieber Günter,
        hast Du jetzt alles gefunden.
        https://www.ccleaner.com/about/offices
        Piriform hat wohl in London den Standort gewechselt. Das haben die auf der Internetseite noch nicht konsequent korrigiert oder die sind wieder umgezogen.
        Die angegebenen Büros sind in
        # London
        # New York und
        # Nikosia
        Warum die ein Büro in Nikosia haben müssen, ist unklar. Mit dem Brexit könnte es einen Sinn geben. Es wird wohl aber andere Gründe haben. Da ja in Zypern viele Unternehmen mit horrenden Millionen Angestellten von anderen Unternehmen sitzen, verwenden diese alle CCleaner-Businees für ihre Millionen von PCs auf Zypern. Irgendwann platzt Zypern aus allen Näten wegen Überbevölkerung :)
        NB: Viele Softwarehersteller haben teilweise Residenzen, wo man sich schon nach den Sinn fragt. Da macht Piriform keine Ausnahme. Ich habe da mal seit paar Jahren intensiv bei Piriform nachgeschaut, wo die Ihre Schreibtische habe und sich das Ganze ausdenken.

        • Roland Moser sagt:

          Zypern kann man mit Steuererleichterungen, Geldwäscherei und Offshore-Konten in Verbindung bringen.
          Was nicht heisst, dass Piriform mehr macht, als Steueroptimierung.

      • Paule21 sagt:

        Habe auch etwa 10 Minuten gesucht, wobei ich es als Glückstreffer werte, denn eigentlich hätte ich diese Info auf der Unterseite nicht erwartet.

        Am Ende ändert es für mich nichts. Ich fand den CCleaner schon immer unnötig und werde ihn auch weiterhin nicht nutzen. Das uns dieses Tool ausspioniert, glaube ich aber weniger. Es gehört inzwischen ja Avast und wenn das was rauskommen sollte, dann wäre das ein enormer und nicht mehr zu reparierender Imageschaden.

        Obwohl. Kaum schreibe ich das, denke ich an Kaspersky und denen scheint die negative Presse auch nur bedingt Probleme zu machen…

  19. Micha45 sagt:

    Ich nutze CCleaner schon seit vielen Jahren und hatte noch nie Probleme, die auf die Ausführung dieses Programms zurückzuführen wären.

    Man muss nur genau wissen, was man wo an Häkchen setzt und schon hat man ein sehr nützliches Programm zur Verfügung. Bei der Installation fängt das Nachdenken schon an. Immer die Slim-Version, benutzerdefinierte Installation, nur für sich selbst (current user), alle Haken abwählen. Oder gleich die portable Version nutzen.

    Die Behauptung, die internen Windows-Tools seien ausreichend, stimmt einfach nicht. Der cleanmgr säubert nur sehr oberflächlich, was der CCleaner eben weitaus gründlicher macht. In Windows 10 zwar schon besser als in vorherigen Editionen, aber immer noch nicht ausreichend.
    Auch die temporären Internetdaten (Browserverlauf, Cookies usw.) werden weder von den Browsern selbst, noch von dem cleanmgr (Datenträgerbereinigung) nicht wirklich sauber und gründlich beseitigt. Kann man alles sehr leicht selbst überprüfen.

    Dass sich das Programm mit eigenen Servern im Internet verbindet, ist schon immer der Fall gewesen, bei allen Versionen. Ich empfehle, mal das Tool TCPView von Microsoft zu nutzen. Damit sieht man sehr genau, wer so alles nachhause telefoniert.
    Die ein- und ausgehenden Verbindungen kann man sehr einfach mit der Windows-Firewall blockieren. Regel erstellen und gut ist.

    Dafür braucht man nun nicht unbedingt eine Personal-Firewall.
    Ich wundere mich doch sehr, dass die in der heutigen Zeit immer noch empfohlen wird. Personal-Firewalls sind kontraproduktiv, uneffektiv und deshalb braucht die kein Mensch.

    Man fragt sich aufgrund der wiederholt veröffentlichten Negativberichte aber natürlich schon, ob der Hersteller wirklich seriös ist und ob man das Programm ohne Bedenken nutzen kann. Ich kann und tue es. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

    • oli sagt:

      Ich verstehe einfach nicht, was die Leute mit ihren “temporären Internet-/Browserdaten” haben. Wer regelmäßig externe Tools einsetzen muss (hier stellt sich schon die Frage, welche Absicht dahinterstecken soll: Datenschutz, weniger Speicherplatzverbrauch?), sollte evt. den Browser wechseln oder sich mal mit den Einstellungen u. Optionen befassen. Private-Modus nutzen und gut ist. Falls das nicht geht kann man auch Chronik/Cookies beim Schließen löschen lassen. Oder seine Seitenaufrufe in Container packen. Oder Addons nutzen, die das abnehmen. Fachkundige können auch ne kleine Batch schreiben, die einfach das Browser-Profil oder Teile davon löscht. Es gibt so viele Möglichkeiten die alle kein Zusatztool benötigen, welches evt. dann selber Speicherplatz verbraucht und Datenschutzprobleme verursacht.

    • Roland Moser sagt:

      Das Problem bei TCP View ist doch aber, dass wenn ein Programm nur schnell eine halbe Sekunde was sendet, ich dies nicht sehe?
      Oder irre ich mich?

  20. Ralf Lindemann sagt:

    Die IT-Infrastruktur von Piriform ist im September 2017 gehackt und kompromittiert worden. Über die Piriform-Server wurde eine mit Malware verseuchte CCleaner-Version verbreitet. Die Hintergründe dieses Hacks sind meines Wissens nie ganz ans Licht der Öffentlichkeit gelangt. Mein Vertrauen genießt CCleaner nicht.

    Bei der aktuellen Version 5.44 ergibt sich bei Virustotal im Übrigen folgendes Bild:

    #Installer-Version:
    – ESET-NOD32: Win32/Bundled.Toolbar.Google.D potentially unsafe
    – Yandex: Trojan.Agent!pxkeT3YdLxE
    – Zillya: Trojan.CryptZ.Win32.40
    Quelle: virustotal.com/de/file/fe052ad062014cbb89fb70a6a1bd9c9c324a9e4b9b46a6d9753e34d85cddf8df/analysis/
    Analyse-Datum: 2018-08-05 10:58:59 UTC

    #Zip-Version:
    – Rising: Malware.Undefined!8.C (CLOUD)
    – VBA32: Trojan.Swrort
    – Yandex: Trojan.Agent!pxkeT3YdLxE
    – Zillya: Trojan.Droma.Win32.1372
    Quelle: virustotal.com/de/file/1aaa0621ee295147d82f168b4cdc0151dd1507d4624aa2ac5aa28eb1a6c5d93a/analysis/
    Analyse-Datum: 2018-08-05 03:13:48 UTC

    Nix für ungut, aber diese Programmversion würde ich auf meinem Rechner nicht ausführen.

    • Dekre sagt:

      Die Toolbar von Google ist schnulli. Das kann man bereinigen. Das andere ist aber nur Erkennung von einem AV-Programm. Ich habe jetzt mal div. Installer-Versionen bei Virustotal hochgeladen. Es wird nur von einem AV-Programm was ausgewiesen. Das mit dem Google-Krempel vernachlässige ich mal. Da war es auch nur einer. Das Ergebnis ist dann so keine Aussage.

      MSE schmeißt mir regelmäßig bestimmte Installer-exe für meine Bücher raus. Das muss man dann wissen und abstimmen. Der AdWCleaner (hat Malwarebytes gekauft) meckert bei Regedit-Einstellungen vom HP-Sicherheitsprogramm. Das Programm Malwarebytes jedoch nicht.

      Also das ist keine Aussage für Bedrohungen. Bei dem Skandal war es ja so, dass dann nicht nur Installer-exe, sonder die Programm-exe das Übel war und das nur in der 64-bit-Version.

  21. uddi sagt:

    Ich nutze ebenso den CCleaner (und auch den Defraggler) seit vielen Jahren. Dazu muss ich sagen, dass ich aktuell noch mit Win Vista arbeite. Die Standardeinstellungen zur Bereinigung beim CCleaner sollte man tunlichst so belassen, dann brennt auch nix an. Mir hat der Cleaner nie etwas “zerbröselt”. Aktuell bin ich sogar auf die Version 5.38.xxxx von Dezember 2017 zurückgegangen, da mir die optischen und andere Änderungen im CCleaner nicht zusagte. Auch den Defraggler benutze ich in einer älteren Version. Dieses reicht aus und erfüllt den Zweck, gewissen “Müll” mit einem Klick zu entfernen. Es gibt im Netz auch etliche Einstellungsempfehlungen für dieses Programm, wo immer wieder darauf hingewiesen wird, möglichst die Grundeinstellungen so zu belassen.
    Was die Browser-Daten betrifft … trotz Einstellung des Firefox, alle Daten nach Sitzungsbeendigung zu löschen, findet sich immer noch etwas an “Browser-Daten” im CCleaner (sogar hinterlegte Daten vom Internet Explorer, obwohl ich den nie benutze).
    Da ist eine Entrümpelung so alle 2-3 Wochen schon angesagt …

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