Blog-Rückschau zum Sonntag (12. August 2018)

Es ist schon einige Zeit her, seit ich die letzte Blog-Rückschau zum Sonntag hier veröffentlicht habe. Daher heute zumindest mal ein Abriss, was den Blog und dessen Leser seit der letzten Juli 2018 Woche so bewegt hat.


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Generell lässt sich feststellen, dass der Juli 2018 sehr heiß war, so dass die Lust, die Temperatur auch noch mit brenzligen IT-Themen einige Grad zu steigern, begrenzt war. Habe ich an den Wochenenden an der Besucherfrequenz gemerkt, die doch (ferienbedingt) absank.

Im Juli 2018 hatte ich zudem zwei Mal den Versuch unternommen, ein paar Tage Auszeit zu nehmen. Hat aber kaum jemand mitbekommen, weil meine Blogs aus der Konserve befüllt wurden. Zudem musste die Auszeit aus familiären Gründen unterbrochen werden.

Windows, die Qualität und die Updates

Ein Thema, was uns seit längerer Zeit bewegt, ist die Update-Qualität und der Gang von Windows 10. Ich hatte einen Artikel mit einigen Gedanken verfasst und MVP-Kollegin Susan Bradley hatte dazu eine Umfrage unter Privatanwendern und Consultants bzw. IT-Profis durchgeführt. Das Ganze mündete in einem offenen Brief an Microsofts Chefs, u.a. Herrn Satya Nadella. Die nachfolgend verlinkten Blog-Beiträge stießen auf gutes Interesse und wurden, bis auf die Umfrageergebnisse zu Windows 10 für Privatnutzer über 2.000 Mal abgerufen:

Drei Jahre Windows 10 – Quo vadis
Windows-Update Zufriedenheitsumfrage Privatnutzer – Teil 1
Windows-Update Zufriedenheitsumfrage bei IT-Profis  – Teil 2
Offener Brief an Microsoft – Teil 3
Windows Update-Probleme: Microsofts ‘dünne’ Antwort

Dann hatte ich den Artikel Microsoft zu Windows 7 Supportende: ‘I smell Dollars’ zum Auslaufen des Supports von Windows 7 Anfang 2020 und die sich daraus ergebenden Geschäftserwartungen veröffentlicht. Geschäft klingt gut, der Beitrag ist fast 3.000 Mal abgerufen worden.

Im Juli 2018 hat Microsoft so manchen Administrator mit seinen Updates und den einhergehenden Problemen an den Rand des Wahnsinns gebracht (siehe Rückblick auf die Juli 2018 Patches für Administratoren). Das .NET-Framework Update-Installationsdesaster wurde erst Ende des Monats mit einem Fix weitgehend beendet (.NET-Framework-Updates 30. Juli 2018 mit Fixes). Die nachfolgenden Artikel wurden recht häufig abgerufen:

.Net Framework-Update KB4340558 fehlerhaft (Error 0x80092004)?
.NET Framework Update KB4340558 revidiert (19. Juli 2018)
.Net-Framework Update Juli 2018 zurückgezogen
Microsoft Patchday: Weitere Updates zum 10. Juli 2018


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Der initiale Artikel zum Fehler 0x80092004 kommt z.Z. auf über 22.000 Abrufe (das englischsprachige Pendant sogar auf über 24.000 Abrufe) – was auch daran lag, dass dies weltweit die ersten Beiträge waren, die das Problem ziemlich genau aufgriffen. Die anderen Beiträge liegen in den Abrufzahlen zwischen 3.000 und 5.000.

In Sachen Update versuchte Microsoft sich dann mit einem Slapstick, indem ein Mitarbeiter einen Beitrag über die Leitlinien für Updates veröffentlichte (ich hatte es im Artikel Windows 10: Microsoft erklärt die Update-Zyklen, erreichte fast 2.000 Abrufe) thematisiert. Einige der Leitlinien lauten ‘Sei einfach und berechenbar’ sowie ‘Sei transparent’. Vorige Woche musste ich dann den Beitrag Windows 10 Updates KB4295110/KB4023057 (9.8.2018) veröffentlichen, der mal wieder ‘Stabilitäts-Updates’ thematisierte. Diese Updates wurden bereits über 25 Mal auf die Leute losgelassen und sorgten gelegentlich für Ärger. MVP-Kollegin Susan Bradley (bereits weiter oben genannt), hat bei askwoody.com eine neue Maßeinheit – den ‘Pinnocio scale’ für diese Updates eingeführt.
Pinnocio scale

Eine Anspielung an die weiter oben von Microsoft zitierten Leitlinien für Updates, die man, zumindest für die Update-Dokumentation, (noch) nicht befolgt. Da passt auch der Beitrag Chaos bei Microsofts Politik zum Windows-Support-Ende, in dem ich versuche, ein wenig Licht ins EOL diverser Windows-Versionen zu bringen. Resultat: 2.500 Abrufe und Diskussionen, wie einfach oder kompliziert das Ganze doch sei. Der Office-Patchday (Microsoft Office Patchday (7. August 2018)) ist dagegen recht still verlaufen – keine Rückmeldungen über Ärger. Ruhe vor dem Sturm (am kommenden Dienstag)?

Und dann gab es noch ein ‘Incident’ der unheimlichen Art. Der Chef-Entwickler von Windows 8 wurde von seiner Vergangenheit eingeholt. Sein geliebtes Surface RT wurde durch eines von sechs Updates gebrickt. Das war mir denn doch den Beitrag Windows Update brickt das Surface RT von Steven Sinofsky wert.

Sicherheit, das unendliche Thema

In den letzten Wochen gab es auch Sicherheitsthemen, die ich im Blog aufgegriffen habe. Einige Beiträge wurden sehr häufig (>2.000 bis 3.000 Mal) abgerufen.

Ändern Windows-Updates die Firewall-Einstellungen?
Neue WPA/WPA2-Attacke mittels PMKID
HP-Drucker: Remote-Code-Execution-Sicherheitslücke

Ich stelle allerdings fest, dass nur wenige Leser HP-Tintenstrahldrucker haben, der Beitrag erreichte keine 1.500 Abrufe. Und dann gab es einen Ransomware-Angriff auf einen Chip-Hersteller:

Virus befällt Fabriken von iPhone Chip-Hersteller TSMC
WannaCry hat bei Chiphersteller TSMC zugeschlagen …

Am Ende des Tages stellte sich heraus, dass der Schädling auf den Namen WannaCry hört und seit Mai 2017 bestens bekannt ist. Schlamperei und ungepatchte Systeme haben ermöglicht, dass die Ransomware von einer infizierten, neuen Maschine über das Netz auf andere Produktionslinien übersprang. Die Produktion musste teilweise still gelegt werden, der Schaden geht in die hunderte Millionen. Angesichts der Abrufzahlen ziehe ich den Schluss, dass deutsche Firmen nur bestens gepatchte Windows-Systeme besitzen.

Der geliebte CCleaner

Des Users Liebling, der CCleaner ist irgendwie nicht totzukriegen. Aber plötzlich wurde die Nutzerschaft aufgeschreckt, weil der Entwickler Piriform Telemetriedatenerfassung nicht mehr abschaltbar in einer neuen Version integriert hat. Die Beiträge zum CCleaner und seine Telemetriedatenerfassung wurden über 4.000 Mal abgerufen. Inzwischen hat Piriform die betreffende Programmversion zurückgezogen. 

AVAST CCleaner 5.45 und die Telemetrie 
CCleaner 5.45 zurückgezogen und weitere Merkwürdigkeiten

Den Beitrag, dass die Version 5.45 zurückgezogen wurde, hatte ich mit einigen Merkwürdigkeiten angereichert, auf die mich ein Blog-Leser hingewiesen hatte (der Beitrag wurde über 6.000 Mal abgerufen). Und nun bin ich am Rätseln, warum sich die Nutzer nicht auf Telemetriedatenerfassung – die laut Entwickler annonyme Daten zieht – einlassen, aber die von mir aufgezeigten Merkwürdigkeiten für nicht so krass halten, um einen weiten Bogen um das Tool zu machen …

Und sonst so?

Die Mozilla-Entwickler waren fleißig, haben aber einige Nüsse zurück gelassen. So gibt es einen neuen Thunderbird, den man aber manuell updaten muss – die Update-Funktion im Mail-Client funktioniert nicht.

Thunderbird V60.0 (so halb) erschienen
Firefox 61.0.2 freigegeben
Mozillas Firefox DNS-Sündenfall …

Ein außerplanmäßiges Update für den Firefox gab es auch – und speziell der letztgenannte Beitrag aus obiger Linkliste, der die Entwicklung beim Mozilla Firefox in Sachen DNS-Dienst aufzeigt, hat doch interessiert.

Aufregerthema der letzten Woche (zumindest bei den Kommentaren) war der Beitrag Oracle: Java ab 2019 kostenpflichtig? Ich hatte nur einen schnellen Artikel als Merker geplant, wo jeder Betroffene selbst klärt, was für ihn bezüglich einer Oracle Business-Lizenz relevant ist. Der Beitrag ist dann binnen weniger Tage auf fast 7.000 Abrufe hochgeschossen und hat einige kontroverse Kommentare provoziert. Wie das Thema letztendlich mit Java SE 11 weiter geht, wird man in einigen Monaten sehen.

Das war der Abriss der letzten Wochen – Dienstag ist Patchday bei Microsoft – mal schauen, was die kommende Woche so bringt. In diesem Sinne, man liest sich.


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2 Kommentare zu Blog-Rückschau zum Sonntag (12. August 2018)

  1. Toni sagt:

    Auch mal interessant.Danke

  2. Roland Moser sagt:

    Thunderbird ist Schrott.
    Wenn man eine Signatur eingibt, kommt die in einer anderen Schriftart, als diejenige, welche man als Standard definiert hat. Will man das ändern, muss man HTML programmieren können.
    Wie wäre es, den Thunderbird-Programmieren mal die medizinische Versorgung, Autoreparatur usw. zu verweigern, mit der Begründung, sie könnten es ja selbst lernen?

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