Windows-Fehler ‘Nicht genügend virtueller Speicher’ (7/2018)

[English]Kurze Frage in die Runde, ob Blog-Leser-/innen seit dem Juli 2018-Patchday gehäuft die Meldung ‘Nicht genügend virtueller Speicher’ unter Windows angezeigt bekommen?


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Beschreibung des Sachverhalts

Blog-Leser Steve M. hatte mich Ende Juli 2018 kontaktiert, und mich auf folgenden Sachverhalt hingewiesen:

da wir aktuell ein erhöhtes Aufkommen an Problemen mit verschiedensten Windows Clients bei unterschiedlichen Kunden haben, wollten wir Sie einerseits Fragen ob Ihnen auch schon ähnliche Berichte vorliegen und Ihnen gleichzeitig auch unsere bisherigen Erkenntnisse mit diesem Problem mitteilen.

Auch haben wir bereits erfahren das wir anscheinend nicht die einzigen mit diesem Problem sind. Eine Softwarefirma von einem unserer Kunden hat ebenfalls bereits über dieses Problem geklagt und als einzige Lösung die Neuinstallation der betroffenen Rechner angegeben.

Problem: Der Windows Client bringt die Fehlermeldung: „Nicht genügend virtueller Speicher“ „Bitte schließen sie folgende Programme um wieder Speicher freizugeben“. Gleichzeitig hängen sich viele Programme auf und der Rechner reagiert sehr langsam.

Nach einem Neustart ist das Problem dann meistens erst mal für ein paar Stunden behoben. Jedoch kam es auch schon vor, dass das Problem sofort wieder aufgetreten ist.

Die angezeigten Programme sind zwar diese, welche den meisten Speicher belegen, jedoch kommt man beim Zusammenrechnen des verwendeten Arbeitsspeichers nur auf einen Bruchteil des verbauten Speichers.

Dies deutet darauf hin das die Programme selbst nicht Schuld daran sind. Sondern etwas im Hintergrund den Speicher belegt.

Erkenntnisse: Bei der Analyse – was den Speicher belegt – viel mir wie schon oben beschrieben direkt auf das der Speicher aktuell vielleicht nur zu ca. 20 % von aktiven Diensten und Programmen belegt wird.

Im Ressourcenmonitor im Reiter Arbeitsspeicher sieht man jedoch das der „geänderte Speicher“ im Balkendiagramm massiv den Arbeitsspeicher belegt und anscheinend dadurch auch Auslöser für die Fehlermeldung ist.

Ein Auslesen des geänderten Speichers bringt jedoch nur kleinere belegte Mengen von unbedeutenden Diensten zu Tage aber keinerlei Info über den restlichen „geänderten“ Speicher.

                Hier einmal schön ersichtlich der geänderte Speicher. Dieser PC hat insgesamt 8 GB Arbeitsspeicher und im zweiten Bild sieht man auch deutlich das nicht annähernd dieser belegt wird (ca. 650 MB von 8 GB).

                Außerdem sieht man das auch nicht der komplette verwendete Speicher den Programmen oder Diensten zuzuordnen ist. (2329 MB sind laut Ressourcenmonitor belegt und im Taskmanager werden nur ca. 650 MB effektiv angezeigt)

Speicherbelegung 

Ein paar Infos:

  1. Es ist sowohl Windows 7 als auch Windows 10 betroffen
  2. Auf den Rechnern ist bisher kein Zusammenhang erkennbar (seitens Software und Hardware)
  3. Unseren Überlegungen nach könnte dieser Fehler durch ein Windows Update oder sogar durch einen Virus entstehen.

Bisherige Lösungsversuche:

  1. Physikalische Erweiterung des Arbeitsspeichers
  2. Auslagerungsdatei vergrößert
  3. Auslagerungsdatei komplett deaktiviert

Alle diese Versuche brachten jedoch nur kurz anhaltenden Erfolg. Nach geraumer Zeit tritt das Problem wieder auf.

Wir bekommen heute einen dieser Rechner zu uns in die Firma und werden diesen nach Schadsoftware untersuchen und versuchen herauszufinden was den geänderten Speicher belegt.

Ich werde Ihnen dann über unsere weiteren Erkenntnisse berichten.

Steve ergänzte dann in einer weiteren Mail noch, dass dieses Problem erst seit dem 16.07.2018 auftritt. Er schreibt dazu:

Wir hatten davor noch nie Probleme in der Art. Aktuell haben wir das Problem bei 6 Kunden und insgesamt an 7 Rechnern. Alle Kunden haben unterschiedlichste Umgebungen.

Ich hatte auf Speicherfresser wie Chrome hingewiesen, bekam aber die Rückmeldung, dass ‘der betroffenen Rechner mit 16 GB Arbeitsspeicher und einer relativ großen Auslagerungsdatei ausgestattet war. Selbst hier lief der Speicher komplett voll.’ Alles in allem ein seltsames Verhalten. Daher die Frage: Hat noch jemand dieses Verhalten beobachtet?


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23 Kommentare zu Windows-Fehler ‘Nicht genügend virtueller Speicher’ (7/2018)

  1. André sagt:

    das habe ich bei Win10 1709 und Windows 8.1 nicht. Der Screenshot zeigt dass irgendwas modified RAM erzeugt. Unter Win10 wird der dann komprimiert , wenn bei Win7 die Auslagerungsdatei weg ist, ist es klar, dass der RAM voll ist, denn er kann ja nicht ausgelagert werden.

    Um den Grund zu sehen, muss man das Windows Performance Toolkit installieren (für Windows 7 geht das Win10 1511 SDK https://go.microsoft.com/fwlink/p/?LinkID=698771, bei Windows 10 kann man das neuste SDK nutzen: https://developer.microsoft.com/en-us/windows/downloads/windows-10-sdk):

    So, dann eine cmd.exe als Admin starten, das hier ausführen

    wpr.exe -start ReferenceSet -filemode && timeout 30 && wpr.exe -stop C:\HighMemoryUsage.etl

    dann die ETL in WPA.exe öffnen, den graph “Resident Set” unter “Memory” nach rechts ziehen, die Spalte “Process” an 2. Stelle ziehen, bei MMList Modified aufklappen und schauen welcher Prozess die Auslastung verursacht.

    Steht bei Process “N/A”, dann prozess wieder an 3. Stelle schieben und bei Page Categorie schauen was modified RAM erzeugt.

  2. Erwin sagt:

    Ich hatte auch das Problem unter w7 32bit. Konnte es nur beheben in dem
    ich Microsoft Security Essentiell deinstallierte, nur deaktivieren hat nichts genutzt!
    Hab lange gebraucht bis ich (bei mir) die Ursache fand.

    mfg
    Erwin

  3. Nein Momentan gibts hier Privat als auch in der Firma keiner dieser Phänomene mit Meldungen ‘Nicht genügend virtueller Speicher’, ich hatte vor einem Jahr mal kurzzeitige ein solches Problem mit dem Firefox ESR 52.xx inkl. des Adobe Flash Players wie sich dann herausgestellt hat lag es am Flash Player der wohl veraltet war.

    Falls ich Windows 7/8/10 mal neu installiere setze ich den Virtuellen Arbeitsspeicher Fest auf die 1/2 vom verfügbaren realen Arbeitsspeiche und nicht auf von Windows Dynamisch Verwaltet habe damit bisher fast nie Probleme gehabt.

    Aber ehrlich gesagt ist momentan bei Microsoft Windows irgendwie der Wurm drinnen, ein Rechner hier mit Windows 7 64bit startet momentan ständig nur mit zurück gesetzter Grafikeinstellung, ein anderer Windows 10 Rechner braucht ewig nach dem Start, einzig meine Workstation Windows 10 64 bit funktioniert momentan einwandfrei.

  4. Bolko sagt:

    Seit kurzem habe ich auch manchmal Fehlermeldungen beim Starten des JDownloader unter Windows 7 (64-Bit):
    Java (8 Update 181, 64-Bit) könne wegen Speichermangels nicht gestartet werden.
    An sonstigen Java-Programmen benutze ich noch ProjectX und TV-Browser, die haben bisher aber nicht so eine Speichermangel-Fehlermeldung angezeigt.

    Das Windows-Gadget “All CPU-Meter” zeigte noch mehr als 2 GB freien RAM an und auch die Auslagerungsdatei ist mit 8 GB ausreichend dimensioniert und nahezu frei.
    Allerdings habe ich die obere und untere Grenze des Pagefiles manuell auf den selben Wert 8 GB festgesetzt. Vielleicht ist das ein Fehler, und man sollte die Obergrenze flexibel von Windows verwalten lassen?
    Physisch eingebaut sind 8 GB RAM.

    Chromium 70.0.3506.0 (64-Bit) hatte zu der Zeit der Fehlermeldung über 30 Tabs offen und belegte dementsprechend viel RAM.
    Es kam auch mehrmals vor, dass der Bildschirm schwarz wurde (da ahtte ich zuerst einen Absturz des NVidia-Grafiktreibers in Verdacht) und Windows scheinbar abgestürzt war, aber mittels STRG+ALT+ENTF konnte man den Taskmanager starten und Windows reagierte wieder. Es wurden aber immer noch über 2 GB RAM als frei angezeigt.

    Ebenso beendet sich manchmal Firefox 61.0.2 innerhalb von Sandboxie, was ebenfalls auf Speichermangel hindeutet, obwohl dieser noch als eigentlich ausreichend frei angezeigt wird.

    Den Desktop-Heap hatte ich vorher bereits etwas vergrößert:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\SubSystems\Windows
    […] SharedSection=1024,20480,2048 […]

    https://support.microsoft.com/en-my/help/947246/you-may-receive-an-out-of-memory-error-message-because-of-the-desktop

    Den dritten Wert habe ich zum Testen jetzt nochmal angehoben auf 4096.

    Microsoft Security Essentiells oder irgend ein anderer 3rd-Party Virenscanner sind bei mir nicht installiert, allerdings läuft EMET, den ich aber nicht verdächtige, solche Fehler zu verursachen.

    Wegen Speicheranalyse sollte man sich mal das Tool “Rammap” aus den Sysinternals ansehen. Das ist detaillierter und vermutlich auch zuverlässiger als der Ressourcenmonitor von Windows.

    Eigentlich müsste bei Speichermangel die Auslagerungsdatei viel stärker benutzt werden, was hier aber nicht der Fall ist, da über 7 GB frei sind.

    Interessantes Thema und vermutlich hat Microsoft mal wieder Mist gebaut und ein neues Speicherleck in den kürzlichen Kernel-Updates eingebaut.

    Mögliche Ursachen:
    – Memory-leak bei SMB, wegen Fehler in den Win-Updates seit Januar 2018 (soll angeblich seit Mai gefixt sein)
    – memory-leak in den “Killer” Netzwerk-Treibern (bei mir nicht vorhanden).
    Wenn ein Treiber ein memory-leak hat, dann wird das im Task-Manager nicht angezeigt, aber in Rammap: nonpaged pool
    – “strict-site-isolation” als Spectre-Schutz in den Browsern benötigt mehr RAM
    – unbekannter memory-leak in einem Windows-Update?
    – VPN-Software wie in folgendem Strang bei reddit:
    https://www.reddit.com/r/Windows10/comments/8oks9e/supermassive_ram_black_hole/e043699/
    – noch ein reddit-Strang bezüglich memory-Leaks, das Problem trat vor ca 2 Monaten auf, also seit Patchday Juni 2018:
    https://www.reddit.com/r/Windows10/comments/8o1q6l/high_memory_leak_96_usage_windows_10_8gb/

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  6. Al CiD sagt:

    Nö, alles gut hier
    Win7Ultra x64 , Win8.1Pro x64/x32, Win10 1603LTSB jeweils mit MSE bzw. Defender und Security-Updates JULI 2018
    Intel und AMD, von 3GB bis 16GB – alle mit interner GPU

  7. Nobody sagt:

    Hier ist das Fehlverhalten nicht vorhanden (Windows 7 HP, 32 bit). Die Vermutung, dass es mit einem Update zusammenhängt ist wahrscheinlich richtig, weil ich seit längerer Zeit keine installiere.

  8. Bolko sagt:

    Zitat:
    “Die angezeigten Programme sind zwar diese, welche den meisten Speicher belegen, jedoch kommt man beim Zusammenrechnen des verwendeten Arbeitsspeichers nur auf einen Bruchteil des verbauten Speichers.”

    Ein Problem dabei ist, dass nicht der tatsächlich belegte Arbeitsspeicher relevant ist, sondern der “zugesicherte Speicher”. Programme fordern nämlich fast immer mehr Speicher vom Betriebssystem an, als sie aktuell tatsächlich benutzen und das Betriebssystem sichert diesen größeren Bereich auch zu (oder eben nicht).

    Beispiel:
    Der Computer hat 4 GB RAM plus 4 GB Auslagerungsdatei.
    Windows und Treiber belegen 2 GB.
    Programm A (etwa Chrome) hat 4 GB angefordert, aber belegt tatsächlich nur 2 GB.
    Programm B hat 1 GB angefordert, belegt aber tatsächlich nur 500 MB.
    Programm C hat 1 GB angefordert, belegt aber tatsächlich nur 500 MB.

    Windows hat also den Programmen 6 GB zugesichert (4+1+1) und benutzt selber 2 GB.
    Windows zeigt aber lediglich 5 GB benutzten Speicher an (2+2+0.5+0.5).
    Der nicht belegte zugesicherte Speicher kann nicht mehr von anderen Programmen benutzt werden, weil durch die vorherige Zusicherung für ein Programm der Speicherbereich für andere Programme blockiert ist (sonst wäre es ja auch kein zugesicherter Speicher, wenn er einfach so von anderen Programmen auch noch benutzt werden könnte).

    Wenn jetzt ein neues Programm D auch noch weiteren Speicher anfordert, dann kann Windows keinen zusätzliche Speicher mehr zusichern, weil RAM (4 GB) + Auslagerungsdatei (4 GB) bereits durch Windows (2 GB) und den für die Programme A bis C (2+2+0.5+0.5 = 6 GB) zugesicherten (nicht tatsächlich benutzten) Speicher ausgelastet sind.

    Es ist also egal, wie viel Speicher aktuell tatsächlich belegt ist, sondern es zählt nur, wie viel Speicher Windows den Programmen bereits “zugesichert” hatte.

    Jetzt müsste man mal untersuchen, ob sich in den letzten Wochen oder Monaten etwas an der Menge des zugesicherten Speichers verändert hat.
    Spontan fällt mir da die “strict site isolation” der Browser ein, die tatsächlich mehr Speicher benötigt.

    • Steve M sagt:

      Hallo Bolko,

      leider habe ich vergessen zu erwähnen das auch beim zugesicherten Speicher max. 2 GB belegt werden.
      Wir haben jetzt jedoch bei einem der Rechner einen Boot Sektor Virus gefunden.
      Heute bekommen wir einen weiteren Rechner und können dann gegentesten ob es wirklich ein Virus ist.

      Grüße von Steve M.

  9. Sherlock sagt:

    > seit dem Juli 2018-Patchday gehäuft die Meldung ‘Nicht genügend virtueller Speicher’

    Tritt hier auf keinem System auf – und trat auch früher nie auf. Hier ist allerdings auch keine (AV-)Malware installiert, auch nicht der Windows-Defender.
    Xperf-Junkie André hat die Maßnahmen ja beschrieben.

  10. Steter Tropfen sagt:

    Habe bisher auf keinem meiner Rechner (Win7-64bit, RAM zwischen 6 und 16 GB) dieses Problem festgestellt. Allerdings habe ich überall die min. & max. Größe der Auslagerungsdatei manuell festgelegt (um Speicherplatz zu sparen). Ach ja, und natürlich wurden nur die Security-only-Updates installiert.
    Java-Programme laufen auch alle fehlerfrei.
    – Könnte eine Virenschutzlösung der Grund für die plötzlichen Probleme sein?

    • Homer sagt:

      Hallo,

      wenn die min. & max. größe der Auslagerungsdatei (pagefile.sys) manuell festgelegt ist, so hat es genau die Auswirkungen was Bolko oben beschrieben hat, da eine feste ZUGESICHERTE Größe definiert worden ist. Möchte man hingegen Speicherplatz sparen, so ist eine dynamisch Auslagerungsdatei immer vom Vorteil, da hierbei nur der benötigte Speicherplatz in Anspruch genommen wird.

      MfG

      • Steter Tropfen sagt:

        Ich meinte nicht den RAM-Speicher, sondern den Platz, den die Auslagerungsdatei pagefile.sys auf der Festplatte belegt.

        Keine Ahnung, ob die Automatik ab Windows 8 an die heute (dank 64bit) üblichen RAM-Größen angepasst wurde, aber unter Windows 7 wird die Auslagerungsdatei viel zu groß angelegt, wenn man 8 GB Arbeitsspeicher und mehr hat. Besonders bei SSDs ist das Platzverschwendung.

  11. Dekre sagt:

    Ich habe das Problem so nicht richtig ernst genommen und sinnig auf MS im Unterbewußtsein geschoben nach dem Motto – es wird schon wieder.
    Ich stelle aber generell fest, dass bestimmtes länger dauert. Das liegt an explorer.exe. Der Aufruf der Systemeinstellung dauert länger u.v.a.m.
    Wenn es so berichtet wird, so ist das eine Untersuchung wert. Irgendwas läuft da nicht richtig.

    Ich kann mich noch daran erinnern, dass ca. ab 10/2017 das Herunterfahren der Win7-PCs sehr lange gedauert hat. Bis zu einer halben Stunde. Das war dann weg. Ich hatte das Problem hier auch kurz erwähnt.

  12. Bolko sagt:

    Was “geänderter” (modified) Speicher und “Standby” Speicher bedeutet wird dort beschrieben:
    https://www.techrepublic.com/blog/windows-and-office/investigate-memory-usage-with-windows-7-resource-monitor/

    “geändert” bedeutet also: Daten die schon eine Zeit lang nicht mehr benutzt worden sind. Sollten diese Speicherbereiche eine lange Zeit nicht benutzt werden, dann werden sie zu “Standby” umdeklariert und evtl in die Auslagerungsdatei gespeichert.
    In der Grafik hier im Artikel bei borncity sieht man auch, dass die Größenangaben unter “geändert” und unter “Standby” zusammen addiert den Wert neben “im Cache” ergeben.

    Bei mir beträgt der “geänderte” Speicher aktuell nur 64 MB.

    In dem Screenshot des Resourcenmonitors sieht man Programme wie Avira, Veeam, Hotline, sqlserver, Teamviewer. Die würde ich mal zu Testzwecken deinstallieren und schauen, wie der geänderte Speicher dann aussieht.
    Veeam-Backup führt eine Hintergrundüberwachung des Dateisystems durch, um Veränderungen während eines Backups im laufenden Betrieb mit erfassen zu können, denn falls Veeam bemerkt, dass eine bereits gesicherte Datei erneut verändert wurde, dann wird sie nochmal gesichert, damit das Backup konsistent bleibt.
    Ich halte es für möglich, dass so ein Verhalten sich auf den “geänderten” Speicher auswirkt.
    Avira braucht man sowieso nicht mehr, weil der Windows-Defender in Win10 gut genug ist.
    “Hotline” in Verbindung mit dem sqlserver könnte auf eine offene Datenbank im Hintergrund hindeuten, die selber Daten cached und deshalb im “geänderten” Speicher aufgeführt wird.
    Also mal diese und sonstige Programme beenden oder besser deinstallieren und nach einigen Stunden Betrieb den “geänderten” Speicher ansehen.
    Dann kann man eingrenzen, ob der Fehler in diesen Programmen oder aber im Windows liegt.
    Vielleicht ist es einfach nur ein Memory-Leak im sqlserver oder im hotline-Programm?
    Vielleicht bringt auch ein Flush-Befehl in der Datenbank oder im Windows-Dateisystem etwas?

    • Dekre sagt:

      Du hast so viel geschrieben. Ich denke es ist was mit MS-Updates. Ich habe jetzt auch keine Lust es zu orten, weil es irgendwie dann immer wieder weggeht – nach den nächsten MS-Updates. Das Problem ist, dass man ja immer zuerst sich Selbst als Schuldigen sucht. Das ist aber wohl nicht so. Es muss an MS-Updates liegen. War es vorher so – was hat man wahrgenommen – Was könnte es sein. Es muss gegenüber den bisherigen Fehleranalysen eine andere Systematik gelten. Jedenfalls ist nicht der Gärtner der Deliquent. Das gilt nicht.

    • Steve M. sagt:

      Zitat:
      „Wegen Speicheranalyse sollte man sich mal das Tool “Rammap” aus den Sysinternals ansehen. Das ist detaillierter und vermutlich auch zuverlässiger als der Ressourcenmonitor von Windows.“

      Das Tool habe ich bereits verwendet. Jedoch ist mir hier jetzt nichts größeres aufgefallen. Den nonpaged pool werde ich heute bei einem weiteren Rechner nochmal ansehen.

      Zitat:
      „In dem Screenshot des Resourcenmonitors sieht man Programme wie Avira, Veeam, Hotline, sqlserver, Teamviewer. Die würde ich mal zu Testzwecken deinstallieren und schauen, wie der geänderte Speicher dann aussieht.
      Veeam-Backup führt eine Hintergrundüberwachung des Dateisystems durch, um Veränderungen während eines Backups im laufenden Betrieb mit erfassen zu können, denn falls Veeam bemerkt, dass eine bereits gesicherte Datei erneut verändert wurde, dann wird sie nochmal gesichert, damit das Backup konsistent bleibt.
      Ich halte es für möglich, dass so ein Verhalten sich auf den “geänderten” Speicher auswirkt.
      Avira braucht man sowieso nicht mehr, weil der Windows-Defender in Win10 gut genug ist.
      “Hotline” in Verbindung mit dem sqlserver könnte auf eine offene Datenbank im Hintergrund hindeuten, die selber Daten cached und deshalb im “geänderten” Speicher aufgeführt wird.
      Also mal diese und sonstige Programme beenden oder besser deinstallieren und nach einigen Stunden Betrieb den “geänderten” Speicher ansehen.
      Dann kann man eingrenzen, ob der Fehler in diesen Programmen oder aber im Windows liegt.
      Vielleicht ist es einfach nur ein Memory-Leak im sqlserver oder im hotline-Programm?“

      Veeam, Hotline und den SQL-Server haben wir nur auf einem der Rechner am Laufen.
      Keines der Programme ist auf einem der anderen Rechner mit dem Problem installiert.

      Mit der Auslagerungsdatei habe ich ebenfalls schon gespielt. Heißt ich habe sie mal deaktiviert, durch Windows verwalten lassen und auch schon selbst festgelegt. Beim selber festlegen haben wir dann auch mal einen Wert von 50 GB genommen. Selbst die wurden komplett vollgeschrieben.

      Anmerkung:
      Wir haben auf einem Rechner nun einen Boot Sektor Virus gefunden.
      Heute Abend bekommen wir einen weiteren Rechner bei dem wir dann noch mal gegenprüfen ob es wirklich ein Boot Sektor Virus ist.

  13. Alexander sagt:

    Keine Probleme. Keine Supportanfragen. Wahrscheinlich ist es wieder mal der Virenscanner. Am besten mal mit Rammap nachsehen.

  14. Lars sagt:

    Habe das auf einen Windows 2016 als vm vor dem Update alles OK. Selbst mit 6 GB RAM passiert es immer wieder. Die vm hatte vorher 4

  15. Hans Thölen sagt:

    Nach der Installation von KB4338823 und KB4339093
    auf meinem W 7 Home Premium 32 Bit SP1 im Juli 2018
    habe ich zum ersten Mal im Jahr 2018 überhaupt keine
    Fehlermeldungen oder sonstige Kolateralschäden. Alles
    läuft total perfekt.

  16. Hans Thölen sagt:

    Nachtrag : Microsoft Security Essentials ist bei mir auch
    installiert und der Echtzeitschutz ist aktiviert.
    Außerdem habe ich noch Malwarebytes installiert.
    Keine Probleme aufgetreten.

  17. Herr IngoW sagt:

    Bei mir gönnen sich Firefox und Edge zwischen 300MB und 800MB Arbeitsspeicher, der Internetexplorer ist nur mit 46MB dabei.
    Die Browser werden wohl nicht ausgelagert?
    Versuche es demnächst mit mehr Arbeitsspeicher.

    • Herr IngoW sagt:

      Ich habe heute den Arbeitsspeicher mit zwei neuen Modulen a’ 4GB erhöht, jetzt ist er nur noch halb voll (so bei 46%, vorher 87%).
      Jetzt scheint das Gerät besser zu laufen.

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