Windows 10 V1803: Backup liefert Fehler 0x800706BA

Besitzer von Windows 10 Version 1803, die versuchen, eine Systemabbildsicherung mit Bordmitteln durchzuführen, erleben ggf. eine Überraschung. Die Funktion scheitert, zumindest in den 32-Bit-Versionen von Windows 10 V1803, mit dem Fehlercode 0x800706BA.


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Blog-Leser Volker E. hat mich Ende Juli 2018 per Mail auf dieses Problem aufmerksam gemacht (danke für den Hinweis, komme erst jetzt dazu, das aufzubereiten).

Die Fehlerbeschreibung

Geht man nach der Fehlerbeschreibung ‘Windows 10 V1803 Backup error 0x800706BA’ im Internet auf die Suche, wird man im englischen Technet-Forum fündig. Hier die Fehlerbeschreibung.

After the Windows 10 version 1803 upgrade on April 30, 2018, my System Image Backup keeps failing withe two messages. “The backup failed” “The RPC server is unavailable (0x800706BA)”.

Note that the System Image Backup worked before the upgrade. The upgrade completed OK and I have not found any other issues.

I checked that =1= The RPC (Remote Procedure Call) service in Services is active and running and =2= the DCOM (Distributed COM) is enabled. There used to be a SYSTEM disk when I did the defrag, the defrag does not show the SYSTEM disk in version 1803.

Is it a bug, or is there a fix or should I try the Image Recovery (that might fail as well).

Nach dem Upgrade auf Windows 10 V1803 (zum 30. April 2018) scheitert die Systemabbildsicherung mit der integrierten Windows 7-Datensicherung. Es gibt die obigen Fehlermeldung und der Fehlercode besagt, dass der Remote Procedure Call (RPC)-Server nicht verfügbar sei. Zu ergänzen sei noch, dass es sich um ein 32-Bit-Windows handelt. Das ist kein Einzelfall, auch im englischen Tens-Forum, aber auch im deutschen Windows 10-Forum wird der Fehler berichtet. Er tritt in der 32-Bit-Version V1803 von Windows 10 auf.

Es ist ein Bug

Das Ganze ist als Bug in Windows 10 Version 1803 zu bezeichnen, Versuche, da irgend etwas zu reparieren, führen ins Leere. Geht man auf Windows 10 Version 1709 zurück, funktioniert die Systemabbildsicherung. Der Bug ist bisher (m.W.) mit keinem der bisherigen kumulativen Updates gefixt worden.

Allerdings gibt es Hoffnung für die kommende Windows 10 V1809. In diesem Forenthread schreibt jemand:

Here is the fix.
Windows 10 Insider Preview Build 17711
We fixed an issue where creating a system image from backup and restore in control panel would fail on x86 machines.

Generell sehe ich für die Windows-Backup-Funktion in Zukunft ziemlich schwarz. Der Grund: Die Backup-Funktion stammt noch aus Windows 7 und wurde seit dieser Zeit nicht mehr überarbeitet. Microsoft hat das Windows System-Backup als veraltet erklärt und will die Systemabbildsicherung in neueren Builds irgendwann entfallen lassen (siehe auch Windows 10 Fall Creators Update (V1709): Das fliegt raus …).

Es gibt Workarounds

Es gibt für Leute, die weiterhin mit Systemfunktionen sichern möchten, nur einen Workaround. Man verwendet die wbengine.exe aus einem Backup aus Windows 10 Version 1709 und kopiert diese Datei auf das System mit Windows 10 Version 1803. Wurde von Blog-Leser Volker E. in seiner Mail erwähnt, ist aber auch im englischen Technet-Forenthread erwähnt:

I talked to tech support (Ticket #1424749859) about this for over 3 hours while watching a tech on my laptop remotely, until he finally admitted defeat. (“Wait for an update that fixes the problem.”)

After all was said and done, i replaced the x86 1803 version of wbengine.exe with the 1709 version through the recovery command prompt.

After that the image backup worked and a recovery disc PRIOR to 1803 successfully restored it.

While I wouldn’t propose this as a solution, it certainly defines the problem.

wbengine.exe (x86) is the problem. RPC is merely a symptom.

The x64 version of wbengine.exe in 1803 is not a problem.

I reported this back to tech support under the same ticket number. Apparently you have to tell them from 4 different directions before someone notices.


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Dem Forenpost entnehme ich, dass die 64-Bit-Version der wbengine.exe in Windows 10 V1803 wohl nicht betroffen ist (wird auch hier explizit so geschrieben, und implizit lässt sich sich aus dieser CNet-Forendiskussion ableiten). Angesichts der vielen Fehler mit dem Windows-Backup empfehle ich aber die Verwendung einer Drittanbieter-Backup-Software.

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12 Kommentare zu Windows 10 V1803: Backup liefert Fehler 0x800706BA

  1. Samuel Bunlong sagt:

    Mit Windows 10 Version 1803 (Build 17134.191) 64 Bit konnte ich bis jetzt ohne Probleme ein Systemabbild mit der integrierten Windows 7-Datensicherung erstellen.
    Allerdings habe ich das Abbild bis jetzt noch nicht zurückgespielt.
    Ich hoffe einfach dass es im Notfall dann auch lesbar sein wird (….).

  2. Bernhard Diener sagt:

    So so… in 1803 ist also neuer Schrott am Werkeln. In 1709 gab es bereits einen verwandten, sogar noch schlimmeren Bug im Imagebackup-Restore, siehe https://www.administrator.de/wissen/win10-v1709-bug-bare-metal-imagerestore-funktionsunt%C3%BCchtig-354089.html

    Dieser Bug existiert exklusiv in der neuen Version 1709 (hier: 16299.19)

    ->Ein Image wird auf einen externen Datenträger erstellt und soll auf einer neuen Platte restored werden. Dazu wählt Restore zwingend die Option “Format and repartition disks” an – logisch, bei einer leeren Platte ist das notwendig. Beim Versuch zu restoren, kommt sofort ein VSS-Fehler. Dies tritt nur dann auf, wenn das Image von v1709 erstellt wurde.

    Was weiterhin funktioniert, ist das Image auf die selbe Platte zu restoren, von der es kam, wobei ja kein Formatting/Repartitioning benötigt wird.

    Und dieser Bug war mit 1803 verschwunden.

  3. Rene sagt:

    v1803 64Bit Home
    kann man zwar eine Systemabbildsicherung erstellen, wenn man sein System zurücksetzen möchte, wird der Vorgang mit einem Fehler beendet. Also Dito

  4. Wolfgang Schneider sagt:

    Windows Backup, dumm guck? Kann man vergessen. Paragon hat mich da noch
    nie im Stich gelassen. Natürlich ist Acronis und das kostenlose Aomei auch nicht
    zu verachten. Nur kein Windows.

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  6. Sven Fischer sagt:

    Da lobe ich mir mein drivesnapshot. Hat mich noch nie im Stich gelassen.

  7. Die Systemwiederherstellung wurde erstmals unter Windows ME eingeführt schon damals gab es unter gewissen Voraussetzungen Konflikte, wodurch ich damals schon zu Drive Image gewechselt bin (gab es damals mit einer Start und Recovery Diskette) mit der Einführung der Systemabbildsicherung ab Vista gab es auch schon damals immer wiederkehrende Probleme bin dann damals zunächst zu Ghost und anschließend auf Acronis gewechselt.

    Wenn ich doch weiß das es immer wieder Probleme mit der Systemabbildsicherung unter Windows gibt und halbwegs Professionell arbeiten muss, Wechsele ich doch lieber gleich zu einem Produkt eines Dritthersteller um Problemen auf dem Weg zu gehen, warum umständlich wenn es denn auch einfach geht.

  8. Rob sagt:

    ich hab es auf dem Lenovo mixx 310 ein 64er System und auf einem Asuslaptop ebenfalls x64 damit schon zurück gespielt, hat problemlos funktioniert wie immer.

  9. Wolfgang Schneider sagt:

    Samuel Bunlong, kann ich nur raten, sein Image mal versuchen
    zurückzusetzen. Nicht erst dann, wen es brennt. Mache vom jetzigen
    Zustand deines Systems vorher ein Image von einem Drittanbieter. Drive
    Snapshot Version steht ja hier groß im Rennen. ;-)

    https://www.heise.de/download/product/drive-snapshot-12448

  10. Karl Wester-Ebbinghaus sagt:

    Ich kann mich den Kommentaren nur anschließen. Das Windows “Backup” für Desktop OS ist technisch wenig brauchbar.
    Alleine schon von der Performance her.

    Obendrein ist es offiziell schon als deprecated eingestuft und sehr wahrscheinlich wird bald vollständig entfernt. Da würde ich mich auch nicht mehr auf Fehlerbehebung seitens Microsoft verlassen.

  11. Bernhard Diener sagt:

    @Karl
    “Obendrein ist es offiziell schon als deprecated eingestuft und sehr wahrscheinlich wird bald vollständig entfernt. ” – wo entnimmst Du das, wenn ich fragen darf? Ich kann auf https://docs.microsoft.com/en-us/windows/deployment/planning/windows-10-1803-removed-features keinerlei Hinweis darauf finden.

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