Windows 10: Datenträgerbereinigung entfällt in Zukunft

[English]Möglicherweise ist es allgemein bekannt, aber ich bringe es zur Vorsicht trotzdem. Still und heimlich hat Microsoft die Datenträgerbereinigung in Windows 10 als Auslaufmodell (deprecated) eingestuft und plant diese Funktion entfallen zu lassen.


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Ich hatte das Thema bereits ein paar Tage auf dem Radar, komme aber erst heute dazu, darüber zu bloggen. Der Vorgang war etwas in Vergessenheit geraten, bis ich gestern in diesem Tweet wieder erinnert wurde.

Die Datenträgerbereinigung ermöglichte seit 20 Jahren Windows von diversen Dateien (in temporären Ordnern) zu bereinigen. Inzwischen hechtet Microsoft ja auf den neuen Pfahl ‘Storage Sense’.

Storage Sense, die Cloud und das große Versprechen

Die in Windows 10 V1809 eingeführte Funktion Storage Sense verspricht den Nutzern ja, nicht benötigte (lokal gecachte) Dateien die auf OneDrive hochgeladen wurden bei Speichermangel (automatisch, gemäß Benutzervorgaben, d.h. zyklisch oder bei Speichermangel) lokal zu löschen. Dann wird die Datei erst bei Bedarf aus OnDrive heruntergeladen. Microsoft hat auf Technet dazu einen umfangreicheren Artikel veröffentlicht, dort lassen sich Details nachlesen. Dazu schreibt Microsoft:

Storage Sense hat jetzt die Möglichkeit, automatisch Festplattenspeicher freizugeben, indem ältere, ungenutzte, lokal verfügbare Dateien nur online verfügbar sind. Ihre Dateien sind in OneDrive sicher und werden als Platzhalter auf Ihrem Gerät dargestellt. Wir nennen diesen Prozess “Dehydrierung”.

Ihre reinen Online-Dateien sind weiterhin auf Ihrem Gerät sichtbar. Wenn Sie mit dem Internet verbunden sind, können Sie nur Online-Dateien wie jede andere Datei verwenden.

Um die Dehydrierung zu aktivieren, navigieren Sie im Startmenü zur App Einstellungen. Wählen Sie dann System und schließlich Speicher.

Storage Sense
(Quelle: Microsoft)

Der obige Screenshot stammt aus dem englischsprachigen Technet-Beitrag. Mit anderen Worten: Windows 10 wird noch heftiger mit OneDrive und der Cloud verheiratet. Ob die neue Funktion wirklich viel Speicher frei schaufelt, wird man abwarten müssen. Mir gehen nur zwei Gedanken im Kopf herum:

  • Nicht jeder kann und will ständig eine schnelle Internetverbindung aufrecht erhalten, um irgendwelche Dateien (manuell) in die Cloud auszulagern und bei Bedarf herunterladen lassen.
  • War da nicht was, dass Microsoft die OneDrive-Speicherkapazitäten von 25 GByte auf 7 GB und weniger reduziert hat? So richtig gigantische Dateimengen wird man ohne Abo standardmäßig nicht auf OneDrive vorhanden können.

Ob Storage Sense da bei Mickermaschinen mit 64 GByte eMMC wirklich hilft, sehr viel lokalen Speicher freizugeben, ich habe da so meine Zweifel. Wer ohne OneDrive arbeitet, dem bringt Storage Sense nach meinem Verständnis nichts. Das nur als Vorbemerkung.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Storage Sense lässt sich in Windows 10 V1809 optional nutzen, aber auch abschalten.

Ergänzung: Und die zu löschenden Dateien beziehen sich auf die im lokalen OneDrive-Cache liegenden Kopien – nicht global auf nicht genutzte Benutzerdateien, wie man aus der ursprünglichen Fassung des obigen Texts herauslesen konnte.

Datenträgerbereinigung wird obsolet


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Aus diversen Gründen – wohl auch wegen Storage Sense – beginnt Microsoft ja alle Funktionen in die Einstellungen-App zu verlagern. Die Datenträgerbereinigung wird dann künftig über diese Seiten durchzuführen sein.

Speicher frei geben
(Quelle: Microsoft)

Der obige Screenshot aus dem Technet-Beitrag zeigt beispielsweise eine Seite, wo man vorgeben kann, dass Speicher freizugeben sei. Dort lassen sich, wie bei der Datenträgerbereinigung auch, temporäre Dateien und mehr löschen.

Ergänzung: Es wurde unten in den Kommentaren erwähnt, dass Windows 10 seit einigen Wochen eine Funktion zum ‘automatischen Disk Cleanup’ enthalte. Ich tippe darauf, dass dies durch die seit August 2018 geänderten Zuverlässigkeitsupdates passiert. Diese versuchen, bei Speichermangel, Platz zu schaffen. Ich hatte das z.B. im Blog-Beitrag Windows 10: ‘Zuverlässigkeitsupdate’ KB4023057 (6.9.2018) angerissen.

Geht man nun in den oben erwähnten Technet-Beitrag, findet sich ganz am Ende der kleine Abschnitt:

Disk Cleanup Deprecation

The Disk Cleanup experience (“cleanmgr.exe”) is being deprecated. We’re retaining the Disk Cleanup tool for compatibility reasons. There’s no need to worry since Storage Sense’s functionality is a superset of what the legacy Disk Cleanup provides!

Mit anderen Worten: Disk Cleanup (Datenträgerbereinigung) ist nun als veraltet eingestuft und bleibt (vorerst) aus Kompatibilitätsgründen in Windows 10. Das Tool könnte aber auch zukünftig in kommenden Windows 10-Builds entfallen.

Keine Ahnung, ob mir das nun gefallen muss, die neue Funktion in Windows 10 bietet ja das Gleiche, und Storage Sense lässt sich abschalten. Aber es ist wieder eine Ecke, wo die Leute umdenken müssen – zumindest bis zur nächsten Änderung an diesem Windows 10.

Microsoft wird dann den Beitrag hier abändern müssen. Wird einige Normalanwender sicherlich überfordern. Bei howtogeek.com hat man hier die Historie zur Datenträgerbereinigung skizziert, nicht ohne zu erwähnen, dass dass ‘Geeks’ zu CCleaner greifen – Mühlen auf die Wasser (oder so ähnlich) der Fans solcher Tools?

Oder wie seht ihr das? Gut, wenn dieser alte Zopf verschwindet? Oder eher: Mir doch egal, solange die Funktion noch da ist bzw. es ändert sich nix, außer die Bedienoberfläche?

Ergänzung: Diese Optionen gibt es in den Einstellungen

Der nachfolgende Screenshot stammt aus dem verlinkten Technet-Beitrag und zeigt die zum Löschen diverser Dateien verfügbaren Optionen.

Speicherbereinigung
(Quelle: Microsoft)

Auf den ersten Blick schaut es aus, als ob sich nichts gegenüber der alten Datenträgerbereinigung verändert hat (außer dass die Möglichkeit, systemweit Dateien zum Bereinigen auszuwählen, fehlt). Barb Bowman hat auf meinen englischsprachigen Beitrag allerdings folgenden Hinweis auf Twitter gegeben.

Das fehlt also eine Option der Datenträgerverwaltung in der Einstellungen-Seite zum Bereinigen. Vielleicht, weil die Windows.old nach einigen Tagen eh automatisch bereinigt wird?

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40 Kommentare zu Windows 10: Datenträgerbereinigung entfällt in Zukunft

  1. Robert sagt:

    Zum Abschluss jeder frisch aufgesetzten Kiste für Bekannte und Freunde wird die Datenträgerbereinigung gefolgt von Defrag angeworfen, die wie gestern auch reichlich Gigabytes freischaufelt, weil u.a. die Vorversion Windows 18irgendwas entfernt wird. Ist ja ein modernes OS, es kann sich also nicht selbst darum kümmern ;-)
    Wollen die den umfangreichen Rotz dann wirklich durch die Leitung schieben und in der Wolke horten?

    • Rolf Dieter sagt:

      Da heute fast nur noch SSD verkauft werden, ist ein Defrag unangebracht.
      Besser eine intensive Fehlerüberprüfung vornehmen.
      Das geht nur noch über die Konsole, schmeißt aber in der Regel haufenweise Meldungen raus. Die über das Frontend sagt alles super, die über die Konsole genau das Gegenteil.

      • Tim sagt:

        Als Datengrab ist die olle Drehscheibe noch immer genuso gefragt wie eine SSD zum Aktiv drauf arbeiten.

        Die SSD ist nur die Sinnvolle ergänzung gewesen, aber ersetzt die Drehscheibe noch lange nicht. Schon aufgrund der Datensicherheit nicht, denn ne Drehscheibe kann man eher retten als eine SSD…

  2. Wolfgang Schneider sagt:

    Viele User habe OneDrive deaktiviert, Günter. Was passiert mit denen.
    Müssen sie es jetzt wieder freischalten um Ihren Müll zu bereinigen? Das
    ganze wird einigen hier nicht gefallen, mir persönlich auch nicht.

  3. Janami25 sagt:

    Jahrelang wird damit geworben – vor allem durch die Windows 10 Pro-Aktivisten – bloss nicht auf externe “Putz” Tools umzusatteln, sondern die Datenträgerbereinigung von Windows selber zu nutzen.

    Die mache nichts kaputt, und löscht alles wirklich unnötige…Wenn das nun wegfallen sollte oder stark beschnitten wird – dazu noch mit dem unsinnigen Cloud Upload – muss man sich nicht wundern, wenn mal wieder viel Ärger bevorsteht und die User andere Werkzeuge nutzen, die deutlich mehr Probleme machen (könnten).

    Obwohl, es gibt dafür ja momentan auch einen Automatismus für Discleanup in Win10…In der Aufgabenplanung wird schon seit ein paar Win10 Versionen automatisch etliches ungefragt und regelmässig gelöscht…Blödsinnigerweise auch meine Thumbnails (Vorschaubilder)…Deswegen ist diese Aufgabe bei mir auch deaktiviert.

    Es wird halt “gern” so viel rumexperimentiert und geändert, das sich die Balken biegen. Man, haben die Jungs in Redmond Langeweile, das wirklich alles bestehende geändert werden muss…Das kann ich von mir nicht behaupten. ;)

    • Günter Born sagt:

      Vorsicht – möglicherweise ist mein Text nicht klar genug: Storage Sense ist eine mögliche, optional nutzbare Funktion (siehe auch Screenshot mit dem Abschalter). Und die Einstellungen-App stellt ja die von der Datenträgerbereinigung angebotenen Optionen wie Löschen von temporären Dateien bereit. Die große Änderung ist aktuell nur, dass die Bedienoberfläche für diese Funktionen in die Einstellungen-Seite wandert und einiges mehr zu beachten ist. Das ist auch das, was mich stört. Wie es bei 19H2, 20H3 etc. dann ausschaut, das weiß selbst Microsoft nicht mal. Kommt einer mit einer coolen Idee um die Ecke, wird erst mal implementiert und dann getestet. Ist’s vermeintlich gut, bleibt es. Ist das Mist, heißt es sorry und danke für’s Testen.

      Zum automatischen Disk Cleanup, was von dir angesprochen wurde, habe ich oben im Text was nachgetragen.

  4. Bolko sagt:

    1. Firmen und Behörden dürfen solche Funktionen aus Datenschutzgründen nicht benutzen. Welche Firma kann es sich leisten, ihre Betriebsgeheimnisse auf eine Microsoft Azure-Klaud hochzuladen? Verwundert reiben die sich dann die Augen, dass es das Patent, welches sie gerade anmelden wollten bereits schon gibt, weil die Konkurrenz diese Windows-Funktion zur Industriespionage benutzt hatte.
    Selbst das Abschalten der Funktion hilft nichts, denn beim nächsten Zwangsupdate ist die Funktion wieder aktiviert und bevor man es merkt bzw umgestellt hat, sind die Daten schon längst verschickt worden.
    2. Im nächsten Schritt folgt dann der ABO-Zwang, damit man wieder an seine Daten in der Klaud heran kommt, denn lokal wurden die eigenen Daten von Windows bereits gelöscht.

    • Rolling Stone sagt:

      Für mich ziehe ich demnächst die Konsequenz, auf dem einen Rechner nur Internet zu machen und auf dem anderen nur offline zu arbeiten. Anders geht es wohl nicht.

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  6. Windoof-User sagt:

    Die Zeiten der 3 MB Datenträger im Format eines Reisekoffers sind ja schon lange vorbei und unter heutigen Bedingungen sind 100+ GB Datenträgerspeicher wohl vorhanden. Zudem bekommt Windows 10 zweimal im Jahr ein neues Service Pack und das alte Service Pack (Windows.old Ordner) wird nach 10 Tagen automatisch entfernt. Da stellt sich die Frage, warum überhaupt noch jemand seine Zeit mit einem Datenträgervergewaltigungsprogramm verschwendet. Die Lebensdauer des Datenträgers wird durch die Nutzung von solchen Werkzeugen jedenfalls nicht verlängert und ebensowenig wird die Leistung dadurch gesteigert. Trotzdem, wer es nicht lassen kann, sollte lieber nach der Neuinstallation, oder dem Service Pack Update, eine Defragmentierung durchführen. Den Rest sollte man Windows 10 überlassen.

    • Thorky sagt:

      Eine Defragmentierung auf einer SSD als BS-Laufwerk? Eine bahnbrechende Idee!

      @Günther Born
      Ist die Anzeige unter Einstellungen genauso detailliert wie in der Datenträgerbereinigung? Kann man unter Einstellungen dann auch eine Systembereinigung durchführen? Falls das so ist, gefällt es mir, wenn mehr und mehr der versprengten alten Windows-Menüs und das Dach Einstellungen kommen. Das reduziert das “Wo finde ich das jetzt noch gleich?” erheblich.

  7. Martin sagt:

    Sorry, aber der Beitrag stiftet schon ein wenig Verwirrung.
    Richtig, die Datenträgerbereinigung ist offiziell “deprecated” – nachdem sie ohnehin schon seit wie vielen Jahren nicht mehr verändert wurde? Ich würde einfach mal tippen, das ist immer noch mindestens der zehn Jahre alte Code aus Windows 7. In dem TechNet-Beitrag steht aber auch, dass die Funktion aus Kompatibilitätsgründen erst mal drin bleibt. In der Zukunft mag sich das ändern, aktuell aber bleibt alles beim Alten.

    Und die neue Funktion der Speicheroptimierung betrifft nur Nutzer, die sowieso schon OneDrive nutzen.

    Für alle Windows-Nostalgiker ändert sich also rein gar nichts. Nada. Null :-).

  8. Hans Brender sagt:

    muss hier leider teilweise widersprechen, und Martin Recht geben)
    Aber es wäre falsch, das hier zu tun: Habe dafür einen Blog-Post geschrieben.

    https://hansbrender.com/2018/09/16/next-generation-sync-client-automatische-freigabe-von-speicherplatz/

    • Andres Müller sagt:

      habe Ihren Blogbeitrag gelesen. Ich verstehe Ihre Definition von “Speichern” leider nicht. Bei mir hatte der Begriff schon immer zwei Aspekte, nämlich den der reinen Daten und dann der Zeiger darauf. Ich verwende hier absichtlich keine Microsoft -Begriffe wie Ondrive, um das Allgemeine hinter diesen Mechanismen hervorzuheben, was nicht nur von Microsoft genutzt wird.

      Neu ist jetzt dass diese Zeiger nicht nur auf Daten verweisen können die lokal auf dem PC gespeichert sind, sondern die irgendwo physikalisch auf einem Server liegen können. Der Anwender kann bestimmen ob er die physikalischen Daten nur Lokal, oder lokal und auf dem externen Server, oder nur auf dem externen Server speichern möchte.

      Dann gibt es jetzt offenbar bald noch die Möglichkeit diese drei Möglichkeiten dynamisch abhängig vom lokal vorhandenen Speicherplatz zu machen. Indem man Daten die lange nicht mehr genutzt wurden auf den externen Speicher auslagert und lokal nur noch den Zeiger darauf stehen lässt.

      Das Problem sehe ich eben durchaus in dieser künstlichen Intelligenz welche mir die Daten physikalisch an einen Ort hoch lädt auf den ich nicht wirklich in jedem Fall Zugriff erhalte und wo die Gesetze der Datenüberwachung irgendwo von einem Verrückten im weissen Haus mitbestimmt wird. Da können jederzeit Handlssperren den Zugriff auf die eigenen Daten erschwerden oder die Daten werden mitgelesen wenn sie nicht verschlüsselt sind. Und ich glaube fast (habe mich nicht 100% damit befasst), dass dieser Mechanismus der lange ungenutzte Daten auslagert keine Verschlüsselung auf der Ebene des Kunden ausführt, sondern diese Daten können auf dem externen Server mitgelesen werden.

      Bekannt ist das auf diesen Servern die in den USA zuhause sind regelmässig nach Bildern abgescannt wird., folglich ist die Entschlüsselung der Daten die nicht vom Kunden speziell zusätzlich vorgenmmen wird nicht sicher, folglich ist aus meiner Sicht dieser dynamische Mechanismus um lokal Speicher frei zu schaufeln gefährlich, nicht nur bei Microsoft.

  9. Roland Moser sagt:

    Microsoft nennt den neuen Müll also “Dehydrierung”. Davor warnt jeder Arzt.

  10. Micha sagt:

    Windows möchte also automatisch Daten in die Cloud auslagern. Am besten scannt MS noch vorher den Inhalt. Hoffentlich wird diese Funktion für immer optional bleiben und nie werksseitig aktiviert.

    Im gleichen zug produziert die Industrie immer weniger Tablets und andere Mobile Rechner die mit einer austauschbaren HDD, SSD oder M2 Steckkarte ausgerüstet sind.

    An wechselbaren RAM oder AKKU braucht man gar nicht erst zu denken.

    Um solche Probleme zu lösen muss ein umdenken im Design von Geräten stattfinden.

    Wie verhält es sich eigentlich mit Windows 10 Nutzern die nur über keinen Microsoft Account verfügen?

    • Günter Born sagt:

      Zu: “Windows möchte also automatisch Daten in die Cloud auslagern. ”

      Das ist mein Fehler – die ursprüngliche Fassung war da missverständlich – es ist inzwischen präzisiert. Aktuell gilt: Der Benutzer lagert selbst auf OneDrive aus – Storage Sense kann dann bei Speichermangel die lokalen Kopien im Cache löschen. Ob das aber viel bringt, wenn man nur die 5 Gbyte als Standard besitzt?

      • Windoof-User sagt:

        Nein, da war gar nichts missverständlich und Microsoft versucht mit perfiden Mitteln und arglistiger Täuschung Windows 10 Nutzer rüberzuholen. Das fängt schon bei der ersten Inbetriebnahme an, wo dem Nutzer die Erstellung eines lokalen Kontos erschwert und stattdessen die Nutzung eines Microsoft-Kontos angeboten wird. Zudem sind alle Verbindungen zum Microsoft Datenzentrum (“Cloud”) automatisch freigeschaltet. Sobald der Nutzer eine dieser Verbindungen aktiviert, wird automatisch die Erstellung eines Microsoft-Kontos angeboten, sofern der Nutzer sich nicht bereits mit einem Microsoft-Konto am Computer angemeldet hat. Sicherlich muss der Nutzer sich nicht darauf einlassen und kann bei der ersten Inbetriebnahme ein lokales Konto einrichten und alle Online-Dienste abschalten, aber im letzteren Fall erfordert das umfangreiche Kenntnisse, die dem durchschnittlichen Nutzer abgehen.

        In Sachen “automatischen Disk Cleanup” ist festzustellen, dass diese Funktion bereits in Windows 10 Versionen vorhanden ist (siehe \Microsoft\Windows\DiskCleanup unter Aufgabenplaner).

        • Ralph D. Kärner sagt:

          Zu Microsofts Wunsch, Dich unbedingt und um jeden Preis mit einem M$-Konto an den Rechner zu zwingen, gibt es ein ganz einfaches Gegenmittel: Einrichtung der WLAN-Verbindung während der Installation überspringen oder im Fall einer kabelgebundenen Netzwerkanbindung während des Installationsvorgangs kein Netzwerkkabel eingesteckt lassen. Fehlt nämlich die Netzwerk- und damit die Internetverbindung, springt Wintendo bei dem Punkt der Installation direkt zum Offlinekonto.

          hth

          • Dekre sagt:

            Das mit dem MS-Konto verstehe ich sowieso nicht und kann da nur zustimmen. Ich habe an 2 PCs (Win7) Office 2013 Pro in der Klick-und-los Version. Bei einem PC zeigt er mit an, dass ich mein MS-Konto ist reparieren soll und bei dem anderen soll ich mit MS-Konto anmelden. Ich wollte es mal alles machen, aber nun lasse ich es so wie es ist. Alles funktioniert und Onedrive brauche ich nicht. Er (das Programm) updatet aber immer auf irgendwas neues. Mein MS-Konto weiß ich gar nicht mehr.

          • Micha sagt:

            Danke.
            Das erklärt weshalb Windows 10 mich noch nie dazu aufgefordert hat ein Microsoft Konto zu erstellen. Ein Windows Setup führe ich generell von USB Stick oder DVD aus. Während dieser Zeit ist kein Netzwerkkabel angeschlossen.

          • Dekre sagt:

            @Micha,
            Bei einem Win10 neuen PC habe ich das ausgeschaltet. Das ist nämlich optional. MS will einen zwar dazu drängen. Das kann man aber getrost ignorieren. Unser Günter hat dazu auch mal was geschrieben.

      • Micha sagt:

        Gut solange der Benutzer entscheidet Was in der Cloud landet geht das in Ordnung.

        Wenn Windows ab und an mal den Cache Ordner leert ist das auch nicht so schlecht. Vielleicht sollte MS noch eine Option hinzufügen das Dateien die länger als X Tage nicht genutzt wurden automatisch verworfen werden. Den Zeitraum sollte der Nutzer frei einstellen können.

  11. anthropos sagt:

    Ich weiß ja nicht, ob mein Windows aus einer anderen Welt kommt, aber bis jetzt ist nach jedem Upgrade ganz unten die Option gewesen, die vorherige Version von Windows zu löschen, wo ich auch noch mal gewarnt werde, dass ich danach nicht mehr auf die alte Version zurückkönnte.

    Was auch der Grund ist, warum ich diesen Eintrag über Einstellungen schon lange nutze, weil er genauso lange alle nötigen Optionen enthält und das nun überfällig war, sofern man sich davon verabschieden will, wobei aber besser so als das Desaster mit Edge zu wiederholen.

  12. Tim sagt:

    Dies Drecks Cloud gedöns funktioniert doch eh nur sicher vom stationären Arbeitsplatz aus. Alles andere ist Glücksspiel.

    Alles Theorie, vor allem in einem Land in dem sich nix an der Upload Rate tut, alle von mobilen Fortschritt reden und die entsprechenden Anbieter nix als Abzocke im Kopf haben. Da ist wichtiger abspringende Kunden zu beknien und mit Smartphones um sich zu werfen, die man aufgrund des Netzes eigentlich kaum nutzen kann, außer man sitzt zu Hause am Wlan… Da brauch ich das mobile Gerät nun aber auch nicht unbedingt…

    Dafür hab ich da dann auch meine Daten lokal auf abruf, aufs Netz verlssen kann man sich einfach nicht

    Wozu ne Cloud, wenn man sie nicht erreicht oer nen Upload Stunden benötigt. Mobile Festplatte und Co ist immer noch die beste Variante, Daten zu übertragen, wenn man nicht die ganze Nacht warten möchte

    • Tim sagt:

      Langsam aber sicher bleibt von Windows nix mehr über als Store, unnötigen Abzock-Apps und der goldene Edge Browser… Gute Nacht Marie

      Windows wird immer mehr zum Android Clon

      Ich hätt schon gern noch richtige lokale Funktionen, wie bisher ja auch, sonst brauch ich Windows bald wirklich nicht mehr.

      • anthropos sagt:

        Doch, das bleibt alles. Sie sind schlecht informiert und die Beträge hier lustlos und nur halb korrekt, wenn es um Windows 10 geht.

        Windows nutzt nun eben nur verstärkt selber portable Programme, statt die alte exe-Datei.

  13. Tim sagt:

    Versteh ich das jetzt so mit Storge Sense:

    Windows löscht bei Bedarf lokale Daten aus dem OneDrive Ordner und wenn Du sie dann brauchst und kein Netz hast, stellste plötzlich beim Kunden fest, scheiß Windows 10?

    So denkt man sich das also bei Microsoft?

    • anthropos sagt:

      Vielleicht informieren Sie sich hier mal:

      https://m.windowscentral.com/how-use-storage-sense-free-space-automatically-windows-10-fall-creators-update

      Storage sense ist der neue fancy Name für eine alte Funktion in neuem Gewand. Es hat nichts mit der Cloud zu tun in erster Linie, Herr Born hat das irreführend formuliert.

      Im Standard ausgeschaltet und wenn Jemand es einschaltet, hat man dieselben Optionen wie früher, plus eben die Optionen, den Ordner Downloads zu leeren alle paar Tage und Dateien im Ordner OneDrive bei Nichtnutzung zu entfernen, dass nur die Verknüpfung bleibt.

      Das alles muss man manuell einschalten und einstellen.

      • Tim sagt:

        Eben…

        >>plus eben die Optionen, den Ordner Downloads zu leeren alle paar Tage und Dateien im Ordner OneDrive bei Nichtnutzung zu entfernen, dass nur die Verknüpfung bleibt.

        Warum sollte das irgend jemand wollen? Das sind Ordner in denen der Nutzer festlegt was mir den Daten zu passieren hat und nicht Windows automatisch, denn dieser Schrott kann mit jedem Update plötzlich versehentlich eingeschaltet sein.
        Wäre ja nicht das erste Mal und dann heißts wieder, ach sorry, hat nen paar Nutzer getroffen…
        Das ist Überflüssiger Ballast und am Nutzen vorbei entwickelt. Mir fallen da andere Baustellen ein, statt mit Augenwischerei Win10 als tolles Ding hinzustellen.

        Noch mehr Funktionen, welche von der Mehrheit überhaupt nicht genutzt, oder gebraucht werden… Good Job.

        • anthropos sagt:

          Null Ahnung.

          Noch einmal anders:
          Man kann Storage Sense auf Automatik stellen, das ist aber nicht Standard, der Nutzer legt selber fest, was in diesen Ordnern passiert, das ist schon lange Zeit so; doch genauso kann überall sonst eine Fehlfunktion im System passieren, nicht nur hier, das ist genauso wenig neu. Es gibt daher nicht einen einzigen Anhalt für Ihre Kritik.

          Zudem ist Storage Sense schon lange in Windows 10 vorhanden, es ist wirklich nichts neu daran, außer die zwei Sachen, dass die Menü-Seite anders gestaltet wurde und Storage Sense prominenter dargestellt wird, und die Option, dass man nun auch den Ordner OneDrive automatisch leeren kann; doch bereits jetzt gibt es die Option, den Ordner Downloads automatisch zu löschen, was auch ausgeschaltet ist als Standard.

          Und es gibt Leute, die laden und installieren, ohne dass sie je im Ordner Downloads aufräumen, und für solche Leute ist die Option, den Ordner Downloads automatisch zu löschen; alle Anderen benutzen den Menüpunkt Storage Sense dafür, wie gewohnt die Festplatten zu säubern.

          Jeder Depp kann das nachprüfen und sich ansehen, dazu bedarf es keiner Hexerei, einfach eines Windows 10, das auch mal benutzt wird.

          • Tim sagt:

            Ja null Ahnung, genau das triftts bei Dir.

            >>Und es gibt Leute, die laden und installieren, ohne dass sie je im Ordner Downloads aufräumen, und für solche Leute ist die Option, den Ordner Downloads automatisch zu löschen; alle Anderen benutzen den Menüpunkt Storage Sense dafür, wie gewohnt die Festplatten zu säubern.

            und das sind dann die Leute die Storage Sense einschalten werden, weil die sich so sehr für ihr System interessieren und denen schon sowas wie ein Download Ordner scheißegal ist?

            …oder besteht wohl eher die Wahrscheinlichkeit das MS das genau aus deiner Begründung heraus irgendwann, und wenns nur Testweise ist, von Haus aus aktiviert?
            Weil sonst nutzt den Mist doch keiner…

            Ich bleib dabei, unnützer Ballast, wie so vieles was in Win10 halbgares drin steckt.
            Sorgt irgendwann nur wieder für Ärger! Kennt man ja alles schon…

            Microsoft sollte mal aufhören für andere das denken übernehmen zu wollen.
            Die sollen Werkzeuge schaffen, benutzen tun wir die dann schon!

  14. Paul Brusewitz sagt:

    Aaarg!

    Damit treiben Sie die Leute wieder Drittanbietern in die Arme. Da wird dann wieder lustig CCleaner empfohlen. Dabei sollte doch ein Programm vom Entwickler des Betriebssystems am besten wissen, was weg kann und was nicht. Gerade das Löschen in den Unter-Verzeichnissen des Betriebssystems und in der Registry ist ja nicht ohne.

    Wieder in Schritt in die falsche Richtung.

    Freundliche Grüße
    P.B.

    • anthropos sagt:

      Das Löschen in der Registry hatte noch nie etwas zu tun mit der Datenträgerbereinigung; die Funktion ist bloß an anderer Stelle, genau dort, wo man eigentlich alle Einstellungen finden soll, auch wenn der Umzug dahin im Schneckentempo vonstattengeht.
      Es gibt nicht einen Grund mehr, zu Drittanbietern zu gehen, außer unseriöse Zeitgenossen schwören mal wieder auf ein neues Wunderding.

  15. IT-Consultant sagt:

    Die sollten mal endlich Ihren Code entmüllen und Ihre Compiler optimieren. Es gibt da so viel unnützes, was weg kann. Ich schreibe hier grade auf einen Debian 8 mit 24GB (used: 16BG, free 8GB) Partition, welches 2011 installiert wurde und mit dem ich intensiv arbeite. Und da ist einiges drauf installiert (KDE, Bildbearbeitung, diverse Develomenttools und und und …).

    Datenträgerbereinigung? Was ist das? Kenn ich nich …

    MfG
    It-Consultant

    • anthropos sagt:

      Da stimme ich zu, das neue, diesmal tolle und schlanke Windows ist Windows 10 nicht geworden, es wirkt genauso kopiert und oberflächlich bearbeitet, wie die vorherigen Versionen auch. Ich weiß nicht, wie viel sie neu geschrieben haben, aber sie scheinen vieles übernommen zu haben.
      Mal sehen, was sie damit noch auf die Reihe bekommen, aber Optimierung muss man deutlich größer schreiben, als Microsoft es bisher tat, wo sie lieber sich mit Spielereien befassten.

  16. Hans Brender sagt:

    1. funktioniert nur wenn OneDrive benutzt wird.
    2. Funktioniert nur bei FilesOnDemand (ab Version 1709)
    3. neue Funktionalität ab Version 1809

    Daten sind bereits in der Cloud und sind teilweise lokal syncronisiert
    Wenn aufgeräumt wird, werden diese Daten nur auf diesem Gerät gelöscht, bleiben aber in der Cloud bestehen. Sie können jederzeit wieder lokal synchronisiert werden

    4. Damit man mal ohne Internet nicht im Regen steht,
    kann man die lokal synchronisierte Daten in den Zustand “immer verfügbar” versetzen. Diese werden nämlich beim Aufräumen nicht angerührt.

    etwas ausführlicher: https://hansbrender.com/2018/09/16/next-generation-sync-client-automatische-freigabe-von-speicherplatz/

    Hans Brender

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