Windows 10 V1809-GAU: Die ‘MS-Datenrettungs-Geheimwaffe’

[English]Ich habe heute noch einen ‘Slapstick’ von Microsoft zum Problem der beim Upgrade auf Windows 10 Oktober 2018 Update (V1809) gelöschten Benutzerdateien. Es immer wieder über ein Tool des Supports, quasi eine Geheimwaffe, zum Retten der gelöschten Daten gemunkelt. Ich bin dem Geheimnis auf die Spur gekommen. Hier mal eine Zusammenstellung, damit sich der Nebel lichtet und was ihr erwarten könnt – aber ich warne, es kommt unfreiwillige Komik in diesem Stück vor.


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Windows 10 V1809 Daten gelöscht: Worum geht es?

Am 2. Oktober 2018 hat Microsoft das Funktionsupdate auf Windows 10 Oktober 2018 Update (V1809) freigegeben. Leute, die die Update-Suche anstießen, konnten auf diese Build aktualisieren. Und es gibt Berichte, dass einigen Benutzern das Funktionsupdate automatisch angeboten wurde.

Windows 10 Oktober 2018 Update (V1809) Auto-Update

Der obige Auszug aus einer Facebook-Diskussion zeigt einen solchen Fall. Das Problem: Es gab einen gravierenden Bug in der ausgelieferten Build 17763.1: Bei manchen Nutzern waren nach dem Funktionsupdate die Benutzerordner verloren. Ich hatte das im Blog-Beitrag Windows 10 V1809: Bekannte Probleme – Teil 1 berichtet. Microsoft stoppte den Rollout, siehe meinen Blog-Beitrag Bauchlandung mit Windows 10 V1809: Rollout gestoppt, und versprach Betroffenen Abhilfe.

Gemäß dem vor Tagen veröffentlichten Beitrag mit Erklärungen zur Ursache (siehe Windows 10 V1809: Ursache für Rollout-Stopp erklärt) waren eh ‘nur’ 0,01% der Nutzer betroffen.

Inzwischen hat Microsoft ja einen Fix ausgerollt und testet offiziell die neue Build 17763.55 im Insider Programm im Fast und Slow-Ring. Gemäß obigem Tweet, ist die Build wohl auch schon im Release Preview-Ring gelandet – Tero Alhonen hat sich in der Versionsangabe 1803 lediglich vertippt, das Bild zeigt die V1809. Aber wie geht es für Leute, die die Daten verloren haben, weiter? Ein ‘Update’, welches die verlorenen Daten auf wundersame Weise zurück bringt, hat es ja erkennbar nicht gegeben (zumindest ist mir nix bekannt).

Microsoft verspricht Betroffenen Abhilfe …

Nachdem der GAU passierte, fand sich sehr schnell auf der US-Seite mit der Windows 10 Update-History ein Verweis ‘dir wird geholfen’. Dona Sarkar, die das ‘Gesicht Microsofts’ für das Insider Programm ist, hat dazu folgenden Tweet veröffentlicht.


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Auf der Microsoft-Seite wird empfohlen, den Microsoft-Support zu kontaktieren, eine Nummer ist angegeben, da sollte Abhilfe geschaffen werden. Es ist auch die Rede davon gewesen, dass Geräte zur Datenrettung in Microsoft Stores gebracht werden könnten. Der Ratschlag: Gerät nicht mehr benutzen und zur Reparatur einsenden.

Ich hatte im Beitrag Windows 10 V1809: Ursache für Rollout-Stopp erklärt am Rande auf diese (theoretische) Möglichkeit, über den Microsoft Support in Deutschland weiter zu kommen, hingewiesen – denn Microsoft hat es vergeigt, die sollen es auch richten.

Ansonsten lautet ja seit Windows 8-Zeiten mein Ratschlag, mindestens ein Backup vor jeder Upgrade-Installation auszuführen. Das wirft natürlich die Frage auf ‘wie tief sind wird gesunken’. Und ich wurde auch schon mal ob dieses ‘Tipps’ mitleidig belächelt ‘jetzt ist er völlig meschugge geworden’ – so was macht kein Mensch.

Hoffnung auf Hilfe zur Datenrettung

Die obigen Hinweise von Microsoft nährten den Verdacht, dass die Microsoft-Entwickler intern ein ‘geheimes Tool’ zum Wiederherstellen der gelöschten Daten haben. Und es gab die Hoffnung, dass es dieses Tool irgendwann zum Download gäbe. MVP-Kollegin Barb Bowman hat auf Twitter bereits auf Dona Sarkar geantwortet und ihre Skepsis ausgedrückt.

Sie fragte, ob Microsoft Tools empfehlen könne, mit der die Daten restauriert werden könnten. Woody Leonhard hatte auf ComputerWorld schon mal die Freeware Recuva angebracht.

Der deutsche Microsoft Support reagiert richtig

Ein Kommentar hier im Blog raubte aber die Hoffnung, dass der Microsoft-Support wirklich helfen könne. Zitat:

Laut Golem gibt´s wohl keine brauchbare Unterstützung zur Datenwiederherstellung:

“Golem.de wurde von einem betroffenen Windows-10-Nutzer darauf hingewiesen, dass zumindest der deutsche Microsoft-Support nichts in dieser Richtung unternehme.
In einem Golem.de vorliegenden Chat-Verlauf wurde immer wieder nur empfohlen, das Betriebssystem neu zu installieren. Es gab keine Angebote, gelöschte Daten wiederherzustellen. Als sich der Kunde gestern telefonisch nochmals an den Microsoft-Support wandte, um die verlorenen Dateien wiederzubekommen, wurde er nur an professionelle Datenrettungsunternehmen weitergeleitet – die entsprechenden Kosten müsste der Kunde dann selbst tragen. Es ist derzeit nicht bekannt, ob das ein Einzelfall ist.”

Die Quelle Golem macht also möglichen deutschen Betroffenen wenig Hoffnung, dass der Support von Microsoft hilft. Professionelle Datenretter machen gegen Geld und gute Worte diesen Job. Die haben auch Tools, die helfen – kann man sogar als Privatanwender kaufen bzw. mieten. Ich hatte das mal in der Artikelfolge Datenrettung mit Kroll Ontrack EasyRecovery – Teil 4 thematisiert. Deren Tool ist wirklich gut, wenn man weiß, was man tut.

Ein geheimes Geheimtool zur Datenrettung

Es ist davon auszugehen, dass speziell Nutzer aus den USA das ‘Angebot’ Microsofts zur Datenrettung mit Hilfe des Supports in ‘Anspruch’ nehmen wollen. Dann sonst wäre es ja eine Nebelkerze, was Microsoft auf seiner KB-Seite schreibt. Gerade bin ich auf den folgenden Tweet mit Hinweisen zur ‘Geheimwaffe’ des US Microsoft-Supports gestoßen.

Ein Benutzer, der das Angebot annehmen wollte, schildert auf reddit.com seine Erfahrungen mit dem Microsoft Support bezüglich der Datenrestaurierung. Hier in knapp, was die Supporter sagen:

  • Es gibt kein Datenrettungs-Tool zum Download von Microsoft. Wenn es denn eines gibt, ist das so geheim, dass niemand im Support dies kennt.
  • Der Level 1-Supporter rät, dass Betroffene eine Systemwiederherstellung ausführen sollen, die aber darauf basiert, dass vor dem Upgrade ein Wiederherstellungspunkt erstellt wird.
  • Der Level 2-Support, der aktiviert wird, wenn jemand sagt, dass die Systemwiederherstellung vor dem Upgrade deaktiviert wurde, kann eine Remote Sitzung einleiten und eine nach Backups schauen, oder eine Wiederherstellung der Dateien versuchen.

Ich mag ja kein Bashing betreiben, aber der Fall zeigt zweierlei: Microsoft hat seine Prozesse nicht im Griff – man wirft eine große Nebelkerze, indem man in die KB-Artikel ‘rufe den Support an’ schreibt, dort aber keine Antwort hat. Klingt für die Masse der Leute, die nicht betroffen sind, erst einmal gut. Es ist ein Fehler passiert, aber die tun was. Der Betroffene wird dann aber schnell merken, dass das nur heiße Luft ist.

Was aber ein noch gravierenderes Schlaglicht wirft, sind die Antworten des Level 1-Supports in den USA. Ein Berliner würde sagen: Da sitzen nur einige Flitzpipen rum. Nur mal zum Mitschreiben – wenn ich nicht ganz daneben liege:

  • Die Systemwiederherstellung wird seit geraumer Zeit von Windows 10 bei jedem Funktionsupdate deaktiviert.
  • Die Systemwiederherstellung ist eigentlich nie für Datenlaufwerke, sondern maximal für das Systemlaufwerk aktiviert (wenn der Benutzer diese eingeschaltet hat).
  • Die Systemwiederherstellung bezieht sich nur auf Systemdateien, niemals aber auf Benutzerdaten – die bleiben explizit außen vor. Und das ist auch gut so, denn wer will seine Daten durch die Systemwiederherstellung verlieren?

Gut, irren ist menschlich und müsste einem Level 1-Supporter zugestanden werden. Aber einem Unternehmen, welches seinen Support im Griff hat, darf so etwas nicht passieren. Spätestens nach Bekanntwerden des ‘Datenunfalls’ hätte ein Ukas an alle Supporter herausgehen müssen, doch bitte nicht die Systemwiederherstellung als Ultima-ratio vorzuschlagen. Der deutsche Microsoft-Support hat demnach das einzig richtige getan: Die Leute an professionelle Datenretter verwiesen. Die Kosten übernimmt der Windows 10-Nutzer doch gerne.

Schön, diese harte Realität des Lebens

Ach so: In diesem Artikel von myitforum weist man darauf hin, dass die Nachricht vom Windows 10 1809 Fiasko Dona Sarkar erreichte, als sie auf einer Konferenz an der US-Westküste weilte. Dort hielt sie die Keynote (gebrochen). Die Beschreibung der Keynote (unter dem Link nachlesebar) ist im Rückblick ein Witz:

Many testers just don’t plain get listened to. Management doesn’t seem to listen despite you having a really good idea on how to reduce costs without reducing quality. How can a well-meaning tester act as an agent of change and change your corporate landscape? Dona is the Lord of the Rings at Microsoft where she co-creates the future of Windows with 10M + #WindowsInsiders all over the world. They are one of the biggest fan and influencer programs in the tech industry—one that helps shape the future of Microsoft technology every single day. She will guide you on how to create a fan and influencer program for your business and empower these members to be your first ring of defense against low-quality products. Come and hear the secrets of modern product testing and how YOU can emerge as the hero of your own story.

In kurz: Die Tester [von Windows 10] werden einfach nicht gehört. Das Management scheint [den Testern] nicht zuzuhören, obwohl diese eine wirklich gute Idee haben, wie Sie Kosten senken können, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. Wie kann ein Tester agieren, um über gut geplante Tests ihre Unternehmenslandschaft verändern? Der Text suggeriert, dass Dona die Antwort hat …

Es ist zwar schade, dass es jetzt das Mädel als Vertreter des Insider Programms trifft. Aber Dona ist laut (gebrochen) eh auf 9 Hochzeiten gleichzeitig unterwegs. Neben einer Tätigkeit als Fashion-Bloggerin hat sie eine Modekollektion Prima Dona Style entworfen, sechs Werke als Autorin geschrieben und macht so irgendwie nebenbei das Windows Insider-Programm. Ernst nehmen kann man so etwas nicht mehr – oder wie Martin Geuß hier schreibt Seit dem Weggang von Gabe Aul verkommt das Programm mehr und mehr zu einer albernen Party rund um Ninja-Cats und Taco-Hats.

Ergänzung: Bin gerade über einen Tweet von WZor gestolpert, der es mit wenigen Buchstaben und einem Bild, das mehr als Tausend Worte sagt, auf den Punkt bringt:

Es ist gut, dass die Microsoft-Verantwortlichen immer wieder kurz nach einem luftigen Spruch von Ereignissen aus der Realität eingeholt werden. So können außenstehende Beobachter schnell feststellen, was Wunsch und Wirklichkeit ist. Leider scheint sich die Filterblase bei Microsoft von der Realität abzukoppeln. Sonst müssten jetzt die Weichen für Windows 10 bei Microsoft rigoros umgestellt werden. Ich hatte ja einige Gedanken im Blog-Beitrag Windows 10 V1809: Ursache für Rollout-Stopp erklärt geäußert. Mal schauen, ob sich was diesbezüglich ändert. Ich bedaure nur die Administratoren im Business-Umfeld, die im Tagesgeschäft diesen Mist ausbaden müssen (wenn auch das V1809-Desaster diese Klientel nicht getroffen haben dürfte).

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24 Kommentare zu Windows 10 V1809-GAU: Die ‘MS-Datenrettungs-Geheimwaffe’

  1. Ralph D. Kärner sagt:

    Ich meine, mich zu erinner, dass man bei Windows nach wie vor “nicht jetzt” auswählen kann, wenn es um ein Funktions-Degrade geht (von upgrade konnte noch zu keiner Zeit wirklich die Rede sein, nicht wahr?). Wenn dem so ist, haben alle Nutzer, die der Meinung waren, ein vorheriges Backup aller persönlichen Daten auslassen zu können, sehr schlechte Karten. Gibt es diese Auswahl allerdings nicht mehr, dann sollte sich M$ warm anziehen, denn in den USA ticken die Gerichte doch deutlich anders als hier in Deutschland oder sonstwo in Europa.

  2. Waltraud sagt:

    Hallo miteinander,

    Danke für die Runde Mitleid.
    Als Administrator im Business-Umfeld bin ich derzeit nicht davon betroffen, zumindest bei uns wird vor einem Rollout noch getest.
    Was mir Sorgen macht ist, dass wohl hauptsächlich die umgeleiteten Profile betroffen sind. Das ist bei uns der Fall, weil wir mit serverbasierten Profilen arbeiten.
    Und hier bei uns geht es nicht um Bilder oder sonstiges Schischi, sondern um Konfigurationsdateien und ähnliches (z.B. die Normal.dotx), die Programmseitig ins Userprofil gelegt werden.
    Da wir Administratoren ja immer auf Arbeit warten, ist die Vorbereitung eines solchen Rollouts, der einiges an Umstellungen fordern wird, mit denen man nicht rechnet, genau das, auf das ich gewartet habe. /Ironie aus.
    In dem Sinne wünsche ich noch einen guten Tag.

  3. Sherlock sagt:

    Seit es Windows gibt, gibt es bei JEDEM Upgrade schon IMMER so sicher wie das Amen in der Kirche nicht wenige User, die heulend den Verlust ihrer Daten beklagen. Datenverlust ist nichts Schlimmes, man muss jederzeit damit rechnen, also die entsprechenden Backups parat haben. Es helfen da auch keine Tools zur Datenrettung. Gelöschte Daten, die schon von neuen Daten überschrieben wurden, können nicht mal mehr von professionellen Labors für Datenrettung wiederhergestellt werden, sie sind unwiederbringlich verloren. Wer also bei Upgrades oder sonstigen Unfällen Daten verliert (somit keine Sicherung hat), dem sei es von Herzen gegönnt! Dummheit muss bestraft werden.

    • Uwe Bieser sagt:

      “Gelöschte Daten, die schon von neuen Daten überschrieben wurden, können nicht mal mehr von professionellen Labors für Datenrettung wiederhergestellt werden, sie sind unwiederbringlich verloren.”

      Das ist zumindest bei HDDs nicht ganz richtig. Es kommt darauf an, wie oft einzelne Bits überschrieben wurden. Das liegt an der magnetischen Remanenz. Wird eine Dualzahl mit der gegenteiligen Information überschrieben, erfolgt keine 100%-ige Löschung der alten Information, sondern zum Beispiel nur eine Ummagnetisierung auf 90 bzw 10%. Professionelle Datenretter können diese Differenz mit spezieller Leseelektronik auswerten und die ursprüngliche Information rekonstruieren. Das ist natürlich sehr aufwändig und teuer und für Privatpersonen in der Regel nicht lohnenswert. Wurde ein Bit aber 2-mal mit der selben Information geschrieben, steigert sich die Magnetisierung auf 99 bzw. sinkt auf 1%. Das liegt im Bereich der Schwankungen und folglich ist dann nichts mehr zu retten. Von daher sind Löschmethoden mit zig-fachen Schreibvorgängen ziemlicher Humbug. Derartige Empfehlungen stammen aus der Frühzeit der magnetischen Speicherung auf grossen Plattenlaufwerken, die tatsächlich Sinn gemacht haben.

  4. oli sagt:

    Die Datenrettung bei einer getrimten SSD würde ich gern mal sehen :>. Mit der Standardforensik-Software bin ich bei meinen Selbstests jedenfalls nicht sehr weit gekommen – nach 5min war eigt schon fast alle unwiederbringlich gelöscht :x.

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  6. JohnRipper sagt:

    MS wird den Fehler ziemlich schnell gefunden zu haben und wird sich bewusst sein, dass Sie in den USA auf etwas “Kleingeld” verklagt werden könnten. Sodann bietet man den Leute die Wiederherstellung an (dass das dann nicht funktioniert ist das nächste Thema).

  7. Ich schätze mal in den USA wird Microsoft die Festplatten mit den Versehentlich gelöschten Dateien an Ontrack weiter gegeben haben, um Teure und langwierige Prozesse zu vermeiden.
    Für Europa wird das wahrscheinlich nicht gelten.

    Wie ich vor ein Paar Wochen nämlich erfahren habe bekommen einige großen Firmen Rabatt bei Ontrack, mit einem bestimmten Passwortschlüssel wird dann die Datenrettung um einiges günstiger, so etwas wird Microsoft ganz sicher auch haben.

    Einige Produkte unterliegen ganz einfach einer gewissen Obsoleszenz die nach ein paar Jahren zum tragen kommt dann sollte man sie einfach durch neuere ersetzen, wenn man sie nicht ersetzt kann es eben zu defekten kommen.

  8. Micha sagt:

    Schon Windows XP hat zumindest bei der Installation von Updates aus dem Updatecatalog gewarnt das man vor der Installation eine Sicherung des Systems anlegen sollte.

    “Bevor sie dieses Update Installieren, sollten Sie Folgendes durchführen:

    -Eine Sicherung des Systems durchführen
    -Alle geöffneten Programme schließen”

    Was man Microsoft vorwerfen kann ist das es diese Warnung nicht mehr gibt.
    Sie es bis heute nicht geschafft haben das die Windows abbildsicherung auf jedem Windows PC zuverlässig läuft.
    Das Updates auf Windows 10 Home Geräten automatisch ohne Zustimmung des Nutzers installiert werden.

    Dem Nutzern sollte man mal erklären das auch Festplatten die durch technischen defekt ausfallen genau das gleiche Problem erzeugen. Da hat man aber keinen Sündenbock der Microsoft heißt.

    • Uwe Bieser sagt:

      “Das Updates auf Windows 10 Home Geräten automatisch ohne Zustimmung des Nutzers installiert werden”

      Und da liegt auch einige Brisanz drin. Letzten Endes ist MS für die Updates und nicht vorhandene Backups verantwortlich. Gibt es Datenverlust, können Sie sich nicht auf die Eigenverantwortlichkeit bei Updates berufen, wenn sie das Verfahren ohne Vorwarnung komplett an sich reißen. Wenn MS wenigstens per Einblendung rechtzeitig darauf hinweisen würde, dass ab dem Tag X ein Funktionsupdate durchgeführt wird und man seine Daten sichern soll.

  9. Roland Moser :-) Otto Normalverbraucher sagt:

    Der 3. Welt Standard von Microsoft wird noch niedriger.

  10. Andres Müller sagt:

    Gerade weil ich diese alle 6 Monate stattfindenden System -Upgrade ernst nehme treibt mich diese Microsoft -Strategie auf die Palme. Da ich keine grosse Firma habe muss ich mit Windows 10 Pro auskommen und kann mir leider keinen privaten Updateserver leisten.
    Auch von Windows 10 Enterprise kann ich nicht profitieren.

    Da Firmen welche mir meine Benutzer -Software liefern (wie zum Beispiel Steinberg für Cubase) jedes mal vor dem Upgrade warnt bevor alles getestet sei, so muss ich jedes mal die Funktions Upgrade um ca. 2 Monate verzögern. Da ich auch noch von Firmen beliefert werde welche für Cubase so genannte Plugin herstellen, so muss ich auch regelmässig deren Support Foren durchsehen.

    Dann muss ich das Upgrade jedes mal manuell installieren, weil ich ein zeitnahes Backup der Maschinen mache, und zwar stets mit zwei verschiedenen Backup Programmen. Das Verhalten beruht auf meiner Erfahrung das manchmal sogar Backup Programme wie der Paragon Festplattenmanager von den sich schnell ändernden Funktionen von Windows überfordert sind und die Kompatibilität mit der neuen Version verlieren.

    Nach dem Upgrade funktionieren ebenfalls regelmässig einige Programme und Treiber nicht mehr, andere Software muss sogar neu aktiviert werden.

    Das alles ist extrem zeitraubend und wegen dem zuvor unbestimmbaren Zeitpunkt bei dem ich schliesslich Upgraden kann auch Nerven raubend.

    Dann – kaum ist das Upgrade eingespielt, so ist schon vom nächsten Upgrade zu hören, ein mir vollkommen nicht nachvollziehbarer Wahnsinn um ein paar wenige neue Funktionen und Apps die ich weder bestellt noch gewünscht habe.

    • wufuc_MaD sagt:

      paragon habe ich gestern ENTFERNT

      du findest den installer im gleichnamigen ordner im winblows verzeichnis

      gleich neben dem virtual box installer

      is nur ein bug !

      sehr ich auch so! schau ins ereignisprotokoll, und achte darauf immer wieder einer workgroup oder domäne “beizutreten”, denn du existierst laut registry, die zu ändern dir die rechte genommen wurden, nicht mehr!

    • Karl Wester-Ebbinghaus sagt:

      Spar dir das Problem mit dem Backup nimm Veeam oder Acronis.

    • Windoof-User sagt:

      Nach wie vor ist Robocopy.exe (https://docs.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/robocopy) das beste Datensicherungswerkzeug.

      Windows 10 zweimal im Jahr mit einem neuen Service Pack (heisst jetzt Feature Upgrade) auszustatten ist wohl etwas übertrieben und die Installation des 1H SP (Frühjahrsausgabe) reicht völlig aus. Vom 2H SP (Herbstausgabe) sollte man sowieso die Finger lassen, wie Microsoft mal wieder fein demonstriert hat.

    • Uwe Bieser sagt:

      Ich habe vor 3 Monaten allgemeine Arbeitsplatz-PCs eingerichtet. Zu der Zeit konnte unser RZ unter WIN 10 noch keine stabile Kommunikation mit einem Samba-Server herstellen. Also habe ich auf den PCs noch WIN 8.1 installiert. Mittlerweile ginge es auch mit WIN 10. Aber ich bin heilfroh, dass ich PCs zu betreuen habe, die nicht alle 6 Monate grundlegende Veränderungen erfahren. WIN 8.1 ist zwar in der Bedienung der METRO-Oberfläche wenig benutzerfreundlich. Aber immerhin laufen die PCs auf Win 8 und 8.1 stabil, wenn man das System nicht mit Tuning-Tools vermurkst.

  11. wufuc_MaD sagt:

    ich bin immer noch davon betroffen, aber ich lasse mir, bis auf den zerstörten usb-stick (i have backup! ;-) ganz sicher nicht meine daten stehlen, verarschen zunehmend weniger. mein misstrauen gegenüber microschrott ist eh am schlag!

    microsoft hat es mit dem update am 11. september in gang gesetzt. ich hab per schnellsuche leider festgestellt dass microsofts geheimwaffe gegen user wie mich (schattenkopien (volume shadow copies) .. auf meiner 120 NVME SSD waren knapp 10GB dafür vorgesehen) gar nicht erwähnt werden. konnte damit einmal von ransomware vernichtete daten großteils retten und neulich undgewollt von einer dritten person unbruchbar gemachte dateien. den dateiversionsverlauf benutze ich sowenig wie ich die erfahrungslücke bezüglich microslops methoden zu wiederholen gedenke. ms nutzt die schattenkopien natürlich, wie man in letzter zeit (auf… vielen..) geräten beobachten kann um eine eine ganz besondere userexperience hervorzurufen falls man irgendwas abseits der roadmap vorhat. sollte, sollten die sich noch einmal sowas in meinem umfeld oder heim-pc erlauben beende ich diesen beruf!! desweilen weist mich winblows 1809 pausenlos im ereignisprotokoll darauf hin dass mein pc ein rechts (policy) freier raum sei.. bei profiltyp stand gestern ein fragezeichen ^^ abtöten will ich jede chance für microsoft nochmal etwas ohne mich zu fragen auf meiner maschine zu veranstalten. schattenkopien lasse ich nicht mal eine cache weit (512MB) zu, die werkzeuge hat ms in allen win versionen die am netz hängen kürzlich (ohne die zeitstempel zu faken) aktualisiert -> ein blick in system32 wirkt erhellend! die sind ein weiteres mal zu weit gegangen! wie die wollen. wie gut die vorbereitet sind sieht man ja an surface u.s.w. nicht wahr?!

  12. Alexander sagt:

    Ich habe neulich einen Ordner “Users” unterhalb von C:\windows.old gefunden. Vielleicht ist das geheime Wiederherstellungstool ja der Windows Explorer ;)
    Keine Ahnung, ob da die alten Daten von vor dem Upgrade zu finden sind, aber nachkucken kann ja nicht schaden.

    • Andres Müller sagt:

      auf jeden Fall habe ich jetzt meine Sicherungsmassnahmen ausgeweitet.

      Mir wäre es früher nicht in den Sinn gekommen das auch aus dem Laufwerk D: Daten raugelöscht werden könnten durch Microsoft.

      Das scheint ja auch vorgekommen zu sein, wenn jemand die eigenen Dateien auf einer anderen Partition eingerichtet hatte. Insider hatten tatsächlich berichtet das PST Dateien gelöscht worden sind – was ja bedeutet dass alle E-mail futsch wären wenn keine Kopie existiert.

      Bei mir habe ich die Outlook PST Dateien in einer anderen Partition.
      Ab sofort kopiere ich Dateien wie PST vorsichtshalber auf ein eigenes USB -Laufwerk das ich danach vom PC entferne.

  13. anthropos sagt:

    Auch wenn ich oft Herrn Born zu streng finde und sage, er rede Windows 10 schlecht: das hier ist mehr als albern und völlig peinlich seitens Microsoft.

    Windows 10 ist noch nicht ausgereift, weil es ein anspruchsvolles Vorhaben ist, und die Deppen versuchen es nicht gewissenhafter, sie sprechen sich gegenseitig bloß Mut zu und liefern nicht.

    Traurig, aber so kann man wirklich bald sagen, dass Windows 7 das letzte war, das noch auf einem guten Weg war. Seit Windows 8 hat die Panikattacke darüber, alles verpennt zu haben, nur noch Microsoft zermürbt.

  14. Ben Humpert sagt:

    Ich weiß nicht ob das Management in zu kurzen Abständen “fancy” Updates … entschuldigung … Upgrades möchte oder die Entwickler nicht wissen was sie tun oder ob es irgendwelche unsinnigen Vorgaben gibt. Vielleicht hat sich, und das wäre die beste Begründung eine technische Notwendigkeit eingeschlichen.
    Seit einer gefühlten Ewigkeit besitzt Windows die Fähigkeit auch aktiv genutzte Dateien auszutauschen. Hierbei werden, mit entsprechend gesetzten Optionen die alten Dateien beim “Überschreibvorgang” als “zu löschend” markiert und beim nächsten Neustart – wenn eben diese Dateien nicht in Benutzung sind – gegen die neuen Dateien ausgetauscht. Die neuen Dateien bleiben bis dahin mit einem Appendix in Wartestellung.

    Diese Fähigkeit ist wunderschön und funktioniert aus meiner Erfahrung sehr gut. Es stellt sich die Frage warum Microsoft die selbst entwickelt Funktion nicht einfach einsetzt.

    Stark vereinfacht ausgedrückt sind diese Upgrades nicht anderes als ein Austausch von alten gegen neue Dateien und ggf. ein Schreiben von Daten in die Registry. Sowas könnte man mit einem Batch-Script doch weitaus sicherer und für erfahrene IT’ler nachvollziehbar lösen. Das geht natürlich auch mit PowerShell und etlichen anderen Sprachen, Batch lässt sich aber sehr einfach lesen und zeigt, dass selbst Batch es besser könnte als das was Microsoft da an Upgrades in die Welt hinaus lässt.

    Ich weiß schon warum ich bei meinen Enterprise Editionen auf Privatrechnern sämtliche Telemetrie, Feedback, etc. so weit es geht komplett deaktiviert habe. Selbst mit den Informationen bekommt es Microsoft nicht richtig hin.

  15. Uwe Bieser sagt:

    “Ansonsten lautet ja seit Windows 8-Zeiten mein Ratschlag, mindestens ein Backup vor jeder Upgrade-Installation auszuführen. Das wirft natürlich die Frage auf ‘wie tief sind wird gesunken’. Und ich wurde auch schon mal ob dieses ‘Tipps’ mitleidig belächelt ‘jetzt ist er völlig meschugge geworden’ – so was macht kein Mensch.”

    Das ist mir absolut unverständlich. Ein Full-Backup auf eine externe SSD dauert gerade einmal 15 Minuten, bei 250 GB, via USB 3.0.

    Ich mache das während Projekten mit entsprechendem Datenoutput, allabendlich und ansonsten wöchentlich mit Paragons Festplattenmanager, während ich mich bettfertig mache. Hinzu kommen noch Copy & paste Backups der Datenpartiotion.

    Es gibt eine Tasse im C`t-Shop zu kaufen. Darauf steht: “Kein Backup, kein Mitleid”
    Vielleicht bekommt man die von Microsoft geschenkt, wenn man sich wegen verlorener Dateien an sie wendet :-)

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