Windows 10 V1809: Bekannte Probleme – Teil 4

Seit der erneuten Freigabe von Windows 10 Oktober 2018 Update (V1809) zum 13. November 2018 sind neue Probleme gekannt geworden. In Fortsetzung der Teile 1 bis 3 gebe ich in diesem Blog-Beitrag einen Überblick zum Sachstand.


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Ein Teil der Probleme, die beim Release zum 2. Oktober 2018 aufgetreten und in Teil 1 bis 3 beschrieben sind, hat Microsoft inzwischen mit kumulativen Updates beseitigt. Die Beiträge sind über die Links am Artikelende erreichbar – in diesen sind die gefixten Bugs nachgetragen. Microsoft hat aber auf seiner Windows 10-Update History-Seite eine Liste der bekannten Probleme veröffentlicht. Das betrifft aktuell folgende Windows-Versionen:

  • Windows 10, Version 1809
  • Windows Server 2019
  • Windows Server, Version 1809

Inkompatibilität mit iCloud 7.7.027

Microsoft blockt das Funktionsupdate auf die neue Windows-Version, falls auf den Maschinen Apple iCloud für Windows installiert ist. Benutzer, die versuchen, iCloud für Windows (Version 7.7.0.27) unter Windows 10, Version 1809 zu installieren, erhalten eine Meldung, dass diese Version iCloud für Windows nicht unterstützt wird und die Installation fehlschlägt. Das betrifft aktuell die oben genannten Windows-Versionen.

Der Grund: Apple hat eine Inkompatibilität mit iCloud für Windows (Version 7.7.0.27) festgestellt, bei der Benutzer Probleme bei der Aktualisierung der Synchronisierung freigegebener Alben nach dem Update auf Windows 10, Version 1809, haben können.

Microsoft rät davon ab, eine Windows 10-Installation mit iCloud über die Schaltfläche Jetzt aktualisieren von Windows Update oder über das Media Creation Tool von der Microsoft-Software-Download-Website durchzuführen. Stattdessen soll man warten, bis dieses Problem behoben ist. Microsoft arbeitet mit Apple zusammen, um eine kompatible Version von iCloud für Windows 10, Version 1809, in einem kommenden Update bereitzustellen.

Ergänzung: Das Problem scheint gelöst, siehe Windows 10 V1803: iCloud wird nun unterstützt

F5 VPN-Client verlieren Netzwerkverbindung

Nach dem Upgrade auf Windows 10 Version 1809 können F5 VPN-Clients die Netzwerkverbindung verlieren, wenn sich der VPN-Dienst in einer Split-Tunnelkonfiguration befindet. Der Bug betrifft die oben genannten Windows-Versionen.

Um dieses Problem zu umgehen, schlägt Microsoft als Workaround vor, die Systeme manuell so konfigurieren, dass der gesamte Datenverkehr durch den VPN-Tunnel geleitet wird. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des F5-Kundensupports. Microsoft arbeitet an einer Lösung und wird in einer kommenden Version (von Windows) ein Update veröffentlichen.

Probleme mit Netzlaufwerken


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Nach dem Upgrade auf Windows 10 Version 1809 kommt es zu Problemen mit eingerichteten Netzlaufwerken. Diese werden nach einer Neuanmeldung des Benutzer unvollständig oder nicht mehr verbunden.


Nicht verbundene Netzlaufwerke

(Zum Vergrößern klicken)

Ich hatte im Blog-Beitrag Windows 10 V1809: Mapping für Netzlaufwerke funktioniert nicht auf dieses Problem hingewiesen. In KB4471218 schlägt Microsoft einen Workaround in Form eines Scripts vor, um die Netzlaufwerke wieder zu verbinden. Microsoft arbeitet an einer Lösung und schreibt von einer Schätzung, dass eine Lösung bis Ende November 2018 verfügbar sein werde. Ich habe aber auch schon gelesen, dass der Fix nicht vor 2019 bereitgestellt werde.

Der Fehler wurde laut Microsoft am 5.12.2018 per Update adressiert – siehe Windows 10 Version 1809: Update KB4469342 freigegeben.

Inkompatiblität mit Trend Micro-Sicherheitslösungen

In den oben genannten Windows-Versionen gibt es Probleme mit den Trend Micro-Sicherheitslösungen. Microsoft und Trend Micro haben ein Kompatibilitätsproblem mit der OfficeScan- und Worry-Free Business Security-Software von Trend Micro festgestellt. Das Problem tritt auf, wenn Nutzer versuchen, auf Windows 10, Version 1809 zu aktualisieren.

Microsoft blockiert daher das Funktionsupdate auf Windows 10 Version 1809, falls auf den Clients (oder den oben genannten Servern) eine entsprechende Software von Trend Micro gefunden wird. Diese Blockade wird aufgehoben, wenn Trend Micro einen Critical Patch (CP) bereitgestellt und dieser installiert worden ist. Informationen darüber, wann kritische Patches für diese Produkte verfügbar sein werden, finden Sie im Business Support Portal von Trend Micro. Bei einigen Produkten ist der Patch verfügbar, bei anderen soll er bis zum 30. November 2018 kommen.

Es gab einen Patch für TM WFBC 10, der aber wieder zurück gezogen wurde, siehe Trend Micro WFBS 10.0 Patch 1493.

Kein AMD-Radeon HD2000 und HD4000-Support mehr

Benutzer eines Systems mit einer Radeon HD2000 oder Radeon HD4000-Grafikkarte können nicht mehr auf Windows 10 Version 1809 (oder Windows Server 2019 bzw. Server V1809) upgraden. Grund ist, dass AMD die Grafikprozessoreinheiten (GPUs) der Serien Radeon HD2000 und HD4000 nicht mehr unterstützt.

Das führt dazu, dass die Registerkarten von Microsoft Edge nach dem Aktualisieren auf Window 10 Version 1809 ggf. nicht mehr funktionieren (falls die AMD-Grafikkarten Radeon HD2000 oder HD4000 Serie verbaut sind).

Zudem kann der Fehler “INVALID_POINTER_READ_c0000005_atidxx64.dll” gemeldet werden. Einige Benutzer können auch Performance-Probleme mit dem Sperrbildschirm oder dem ShellExperienceHost haben. (Der Sperrbildschirm hostet Widgets, und der ShellExperienceHost ist für verschiedene Shell-Funktionen verantwortlich).

Daher blockiert Microsoft aktuell das Upgrade auf Windows 10 V1809 bei diesen Systemen. Microsoft untersucht dieses Problem. Vielleicht gibt es ja bald eine Lösung.

In diesem MS Answers-Forenbeitrag hat sich ein Benutzer mit Problemen bei NVidia-Grafikkarten gemeldet. Dort ist aber unklar, woher das Problem kommt.

Push-Benachrichtigung erzeugt hohe Systemlast

In einer Unterhaltung auf Twitter gab es Hinweise, dass die Push-Benachrichtigung unter Windows 10 V1809 zu einer hohen CPU-Auslastung führen könnte. Hier ein Screenshot mit den betreffenden Leistungsangaben.

Es tritt bei dem betroffenen Admin nur auf einem System (von 30) auf. Ein Eintrag im Feedback Hub ist inzwischen angelegt.

Artikelreihe:
Windows 10 Oktober Update (Version 1809): (Upgrade-) FAQ
Windows 10 Oktober 2018 Update – Upgrade-Tipps
Windows 10 V1809: Bekannte Probleme – Teil 1
Windows 10 V1809: Bekannte Probleme – Teil 2
Windows 10 V1809: Bekannte Probleme – Teil 3
Windows 10 V1809: Bekannte Probleme – Teil 4

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10 Kommentare zu Windows 10 V1809: Bekannte Probleme – Teil 4

  1. Ralph D. Kärner sagt:

    “Seit […] zum 13. Oktober 2018”
    Typo oder Zeitreise, Günter? ;-)

  2. Dietmar sagt:

    In den Gruppenrichtliniendateien zum Herunterladen (admx) hat Microsoft vergessen, die adml-Datei, also die deutsche Übersetzungsdatei, MicrosoftEdge.adml zu aktualisieren. Das ist immer noch die Datei für 1803. Ich glaube, das hat auch noch nie gepasst.

    • Günter Born sagt:

      Danke für den Hinweis – es steckt aktuell noch ein Beitrag zu genau diesem Thema in der Pipeline. Muss ihn fertig machen und veröffentlichen. Ok, der Beitrag geht die Nacht online.

  3. Gerhard sagt:

    und nicht nur dass, seit dem Update, schmiert mir permanent der Taskmanager ab oder erzeugt eine extrem hohe CPU Auslastung, bis dahin, das mir Treiber raus geknallt werden.

    Dieses Update ist absolut nicht zu empfehlen! Hab seit dem Update der letzten Tage nur noch Probleme. Windows läuft in keinster Weise stabil, Programme laufen nicht mehr stabil und oder erzeugen eine starke CPU Last und Stromverbrauch. Die Installation ging extrem langsam. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Microsoft sich dabei denkt und ich kann jedem nur abraten das Herbst Update zu installieren und das automatische Update zu blockieren!

  4. Dietmar sagt:

    Ach ja, mit der Integration des aktuellen CU während der Image-Erstellung mit MDT gibt es auch Probleme. Und das Entfernen von provisionierten Appx, also Zune oder Xbox, aus einem Offline-Image funktioniert auch nicht so wie es soll. Der Workaround ist das Weglassen des Parameters -Optimize des dism-Befehls. Und in WinPE hat MSFT die Unterstützung von WPF entfernt, dass die GUI der ganzen Deployment-Wizards der Community, die auf PowerShell basieren, nicht mehr angezeigt werden kann. Workaround: kopieren einer DLL aus aus einem 1803 WinPE. Twitter ist voll mit solchen Meldungen…

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  6. Martin Feuerstein sagt:

    Hab seit knapp 1 1/2 bis 2 Wochen Bluescreen-Probleme mit meinem (selbst zusammengestöpselten – lief davor aber störungsfrei) System. Mit 1803, nach Neuinstallation auch mit 1809 immer mit wechselnden BSOD-Meldungen (da is wirklich alles dabei – außer 0x7b ;-)). Hatte schon verschiedene Ursachen in Verdacht… angefangen vom OpenVPN-Client bis hin zur Citrix Workspace App, Soundblaster-Treiber, möglicherweise defektes Front-USB oder auch Grafikbeschleunigung. RAM-Test ohne Befund, Plattentest ohne Befund. Eingrenzen ist schwierig – hab den Computer ja nicht nur zum Anschauen, sondern muss ja auch noch irgendwas damit arbeiten…

    • Martin Feuerstein sagt:

      War übrigens ein defektes Netzteil… die Symptome waren mir für diese Fehlerquelle neu. Am Heimserver war mir das Netzteil (anderer Hersteller) auch erst zwei Wochen zuvor geplatzt, da aber wenigstens mit Knall (und gefallener Sicherung).

  7. wufuc_MaD sagt:

    1 2 wochen seit (inoffiziellem) erscheinen der build 107 lief es ganz gut, seit einer woche katastrophal. da ich meinen offline heim-pc immer als vergleich nehmen kann weiß ich, dass die probleme fortwährend von ms nachgereicht werden. mittelfristig seh ich keine alternative als auf allen produktivsystemen zu stabileren bs zu wechseln, linux, mir wär das recht! ich glaub nicht mehr dran dass ms das noch auf die reihe bekommt. andauernd kaputte bootloader per kommandozeile reparieren oder schlimmeres, nervt nur noch.

  8. Der iKlauder sagt:

    Wayne es interessiert: die Problematik mit der iCloud existiert seit dem ersten Release von 1809 Anfang Oktober. Meine Wenigkeit hatte per MediaCreatorTool die 1809 erzeugt und um Anfang herum Oktober installiert, von dem Zeitpunkt an war fertig mit iCloud.

    Bereits zu dem Zeitpunkt sind dann die ersten Meldungen in den Foren von Microsoft und vor allem Apple aufgelaufen, dass der Photostream-Sync nicht mehr funktioniert; die nicht installierbare Version 7.7/7.8 kam dann irgendwann später.

    Da nun in den Apple und Microsoft “Supportforen” mehr oder weniger Copy&Paste-Bots unterwegs sind, konnten die logischerweise nicht helfen und haben wohl auch nichts gemeldet. Bis dann vor ein paar Tagen eine grösse Zahl User dann vor dem gleichen Problem stand.

    Grundsätzlich peinlich wie zwei grosse Player sich als total inkompetent darstellen.

  9. Oliver Frey sagt:

    Wir haben 1809 nach der 2. Freigabe installiert. Auf dem PC arbeiten wir mit Office 2016.
    In Outlook 2016 tritt folgender Effekt auf:
    Wenn man eine neue eMail erzeigt mit einem Office Dokument (Word, Excel) als Anhang dann erhält man wenn man den Anhang wieder öffnen will eine Fehlermeldung(z.B: Fehler beim öffnen der Datei in Word. Versuchen sie folgendes:…………)
    Der Mail Empfänger erhält die richtige, funktionierende Datei.
    Ein Öffnen des Anhangs unter “gesendete Objekte” bringt die gleiche Fehlermeldung.
    Sendet der Mail Empfänger die Mail mit Anhang zurück, dann lässt sich der Anhang öffnen. Sendet man die Mail an sich selbst, lässt sich der Anhang fehlerfrei öffnen.
    Starten ohne Addins, sogar Neuinstallation von Office 2016, blieben ohne Erfolg.

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