Intel kündigt ‘Modern Windows Drivers’ (MWD) an

[English]Intel hat nicht immer ein glückliches Händchen, was Grafiktreiber für Windows betrifft. Jetzt hat man eine Änderung bekannt gegeben – es wird ein ‘Modern Windows Drivers’-Modell (MWD) eingeführt.


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Die Ankündigung findet sich im Beitrag Introduction of Windows Modern Drivers for Intel Products. Hintergrund ist, dass Microsoft die Art und Weise, wie Hardwaretreiber auf der Universal Windows Platform (UWP), Windows® 10 (und höher) und Microsoft Windows* Server 2019 (und höher) funktionieren, ändert hat. Hardware, die auf diesen Betriebssystemen läuft, kann Windows Modern Drivers (auch bekannt als Universal Windows Drivers – UWDs) verwenden.

Modern Windows Drivers (MWD) ab Nov. 2018

Ab November 2018 werden alle Treiber-Updates für Intel-Produkte für Windows 10 und Windows Server 2019 als Windows Modern Drivers bereitgestellt. Wurde ein System auf einen Windows Modern Driver aktualisiert, ist es (bei Problemen jedoch) möglich, auf einen älteren Treiber zurückzugreifen.

Ein Zurückrollen wird von Intel jedoch nicht empfohlen, da es sich um einen komplexen Prozess handelt, der zu Systeminstabilität führen kann. Diese Systeminstabilität ist besonders relevant für Grafiktreiber.

Beachten Sie, dass Microsoft die Verwendung von Windows Modern Drivers für Windows® 10 1809 (RS5) und höher erfordert.

Wie bekommt man MWDs?

Zum Download der aktuellen Intel® Treiber-Updates lässt sich der Intel® Driver and Support Assistant (IDSA) verwenden. Diese bietet folgende Vorteile:

  • Erkennen der Konfiguration der Maschine
  • Identifizieren der aktuellen Intel®-Treiber
  • Benachrichtigung, welche Treiber zu aktualisieren sind
  • Gibt Ihnen die Möglichkeit, diese Treiber zu aktualisieren

Zu beachten ist aber, dass das IDSA-Tool aktuell noch nicht mit Windows* Server funktioniert. Nutzer dieser Plattform müssen die Treiber selbst identifizieren und aus dem Download Center herunterladen. Intel gibt folgende Intel® Graphics Controllers an, die ein Update auf Modern Windows Drivers erhalten sollen:

  • Intel® UHD Graphics 620/630 (formerly codenamed Coffee Lake)
  • Intel® Iris™ Plus Graphics 655 (formerly codenamed Coffee Lake)
  • Intel® UHD Graphics 600/605 (formerly codenamed Gemini Lake)
  • Intel® HD Graphics 620/630 (formerly codenamed Kaby Lake)
  • Intel® Iris® Plus Graphics 640/650 (formerly codenamed Kaby Lake)
  • Intel® HD Graphics 610/615 (formerly codenamed Gemini Lake)
  • Intel® HD Graphics 500/505 (formerly codenamed Apollo Lake)
  • Intel® HD Graphics 510/515/520/530 (formerly codenamed Skylake)
  • Intel® Iris™ Pro Graphics 580 (formerly codenamed Skylake)
  • Intel® Iris™ Graphics 540 (formerly codenamed Skylake)

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in dieser Intel FAQ (deutsche Fassung der FAQ). Dort findet sich der Hinweis, dass die neuen Treiber (MWDs) als .exe-Datei mit Installer daher kommen. Die Installation per .inf-Datei funktioniert nicht mehr – was die Frage aufwirft, ob sich dadurch die Qualität der Intel-Treiber verbessert und die Hardware länger unterstützt wird, oder ob es eher Ärger gibt. Zudem hat Microsoft bereits im April 2018 auf dieser Seite detaillierte Informationen zu modernen Windows-Treibern veröffentlicht. (via)


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Ein Kommentar zu Intel kündigt ‘Modern Windows Drivers’ (MWD) an

  1. Janami25 sagt:

    Tolle, neue Zukunft.

    Ich hab mal den neuen Intel Grafiktreiber installiert. Eigentlich nichts besonderes, nur hat man jetzt weder per Kontextmenü auf dem Desktop noch über das Systemsymbol in der Taksleiste (was es beides jetzt nicht mehr gibt) sofort einen Zugriff auf die Grafikeinstellungen.

    Meiner Meinung nach kastriert man jetzt nur noch alles auf “Apps” herunter, die man erst über das Startmenü öffnen muss, um an die Einstellungen zu gelangen.

    Die anderen Treiberhersteller werden gezwungenermassen folgen.

    Bis jetzt habe ich zB HECI, LAN, Wlan und SATA/RAID Treiber ausschliesslich über den Gerätemanager installiert, weil man nur den benötigten Treiber installieren kann. Ohne das ganze Gedöns an Tools, die einem dazu mit installiert werden. Und das ist manchmal ein Haufen unnützer Kram.

    Dann hat man auch in Zukunft einen grossen Haufen an Konfiguartionsapps, die man lediglich übers Startmenü öffnen kann. Man, und so was soll wirklich Fortschritt sein ?

    Mit der Software wird es bald wohl auch so ein “Ende” nehmen. Dann wird alles nur noch über Apps laufen, denn das ist ja Hipp und Modern.

    Einstellungen, Konfigurationen und deren Backups sind dann nur noch eine Farce.

    Ich werde mich wohl bald von Windows verabschieden, wenn es soweit ist. Es läuft für mich alles Richtung App-Zwang hinaus, anstatt propertiäre Software.

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