Tesla Autopilot mit einfachen Marken ausgetrickst

Sicherheitsexperten ist es mit einfachen, auf der Fahrbahn aufgebrachten Stickern gelungen, den Tesla-Autopiloten auszutricksen und Fahrzeuge in den Gegenverkehr zu lenken.


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Die Tesla-Fahrzeuge kommen ja mit einem Autopiloten, der für einige tödliche Unfälle verantwortlich gemacht wird. Tesla sorgt zwar mit Updates für Verbesserungen, schreibt im Handbuch aber, dass der Fahrer die Fahrt ständig kontrollieren und ggf. manuell eingreifen muss.

Forscher des Tencent Keen Security Lab haben einen Bericht veröffentlicht, in dem sie ihre erfolgreichen Angriffe auf die Tesla-Firmware, einschließlich der Fernsteuerung der Lenkung, und einen gegnerischen Beispielangriff auf den Autopiloten beschreiben, der das Auto dazu verleitet, auf die Gegenfahrbahn zu fahren.

Manipulierte Fahrbahnstreifen
(Manipulierte Fahrbahnstreifen, Quelle Tencent Keen Security Lab)

Dazu haben die Forscher schlicht etwas ‘Rauschen’ auf die Fahrbahnlinien auf dem Mittelstreifen und dem rechten Fahrbahnrand aufgebracht (unteres Foto). Es reichte, zusätzliche Markierungen über die Fahrbahnlinien zu kleben. Dann konnte die Tesla-Firmware die betreffenden Fahrspuren nicht mehr erkennen. Durch geschickte Manipulation gelang es den Autopiloten so zu täuschen, dass dieser das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn lenkte.

Die Forscher legten ihre Angriffskette an den Hersteller Tesla offen. Tesla hat zwar gepatcht, und sieht das Problem als behoben an. Das Ganze zeigt aber die Risiken. Details sind in dem sehr umfangreichen Bericht zu finden. Hier findet sich ein englischsprachiger Artikel, der das Ganze in geraffter Form thematisiert.

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23 Antworten zu Tesla Autopilot mit einfachen Marken ausgetrickst

  1. Andreas K. sagt:

    Tesla nennt das zwar „Autopilot“, aber davon sind alle noch paar Jahre entfernt. Es bleibt vorerst nur eine Unterstützung. Meinen Spurhalteassistent habe ich großteils deaktiviert, weil das nur nervt.

  2. Didi sagt:

    Schön wärs wenn die sich nur gegenseitig mit Säure bekleckern. Leider kommt man als Otto(Diesel)normal(Benzin)verbraucher auch in den Genuß der Geisterauto(pilot)fahrer. Juchuh.
    Die Umwelt geht den Tesla&Cos sowieso am Allerwertesten vorbei und stellt den Auspuff halt woanders hin und macht sich auch keine Gedanken um die Gewinnung der Bauelemente.
    Das einzig wahre Grüne an dieser Art Fahrzeuge ist das Nummernschild – zumindest in Österreich. Hauptsache die Bonzen (eine Hausfrau kann sich sowas nicht leisten) dürfen dann auch noch gratis parken – Beispiel Linz (OÖ).

    • Ralph D. Kärner sagt:

      Also, mir ist ein E-Kennzeichen (in Deutschland nach der letzten Zahl ein E) an einem Tesla allemal lieber als an einem dicken SUV, der mit seinem Hybridantrieb gerade mal 20 Kilometer zurücklegen kann und genauso ein E (und damit Steuer- und andere Vorteile genießt) auf dem Nummernschild hat. Und den Auspuff woanders hinstellen ist ja das eigentliche Ziel. Bislang ist mir noch in keiner Innenstadt ein Kraftwerk unter die Augen gekommen, aber dafür jede Menge Autos, die beim beschleunigen fette Rußwolken raus lassen. Das entfällt beim Elektroauto und sorgt für bessere Luft. Was die Bauteilgewinnung angeht: glaubst Du ernsthaft, in einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor befinden sich weniger Bauteile?

      • Didi sagt:

        Ich meinte mit Bauteilen nicht die Summe der Teile sondern die für den E-Antrieb notwendigen sehr wertvollen Rohstoffe wie seltenen Erden und andere Gifte (Cobalt,…) Schau Dir mal die Situationen in den fremden Ländern an die diese Bodenschätze haben – wie die Bewohner behandelt werden und „reich werden“ dank unserer GehtMichNixAn-Mentalität – Hauptsache an der Kreuzung bin ich schnell weg.
        Glaubst Du ernsthaft daß Dein Strom aus dem Kohlekraftwerk sauberer ist – OK Du siehst ihn (vermutlich) als Großstädter nicht (hattest ja geschrieben „sorgt für bessere Luft“ – JA! Bei Dir!). Und genau das ist auch das Ziel. Vielleicht können wir ja in Zukunft die Umweltverpester-Stromerzeuger (natürlich nicht die Verbraucher) auf Naturschutzinseln auslagern? Dann sehen wir den Dreck nicht und was die Tiere dort angeht – tja Pech gehabt. Außerdem gibts ja eh gottseidank eh noch die Atomenergie – damits uns nicht zu kalt wird.
        Strahlende Zukunft.
        Jeder der nur ein klein wenig mitdenkt müsste kapieren daß nix aus dem Schlamassel rausführt und der Dreck/Abfall immer mehr produziert wird. Wir sollten weniger Energie verbrauchen müssen – egal ob Strom, Erdöl,…
        Aber dann müsst ma ja den Urlaub zuhause verbringen und nicht auf fremde Kontinente fliegen um dort die Klimanalage anzuschmeissen.

        • Sherlock sagt:

          Zunächst mal: Wohngebiete mit sauberer Luft bei global gleich bleibender Umweltverschmutzung sind Wohngebieten mit schlechter Luft und der gleichen globalen Umweltverschmutzung allemal vorzuziehen.
          Weiterhin: Kohlekraftwerke sollten und können auch zugunsten von Kraftwerken ohne/mit geringer Umweltverschmutzung verschwinden.
          Weiterhin sollte dir klar sein, dass „weniger Energie/Rohstoffe verbrauchen“ bei x Milliarden Menschen auf diesem kleinen Globus auch nichts bringt, Urlaub zuhause verbringen schon gar nicht. Wenn etwas aus dem Schlamassel rausführt, dann nur eine diesem Planeten angemessene Anzahl an Menschen. Dummerweise haben wir aber eher immer noch die BevölkerungsEXPLOSION. Bis 2050 wird mit 10 Milliarden gerechnet…
          Fahrzeuge, die die Luft in Städten nicht verpesten, verbunden mit emissionsarmen/freien Kraftwerken wären also lokal ein riesiger Fortschritt, global immerhin ein Mosaikstein.

          • Didi sagt:

            Ach so, da hab ich nicht mitgedacht, daß es ja keinen Unterschied macht ob man fahrende Chemiekästen mit Strom beschickt der über Leitungen kommen muß die es noch nicht gibt (weil ja der Dreck weit weg sein muß) und die jeder natürlich in einer anderen Gegend außer seiner haben will. FakeNews ist sicherlich auch die falsche Tatsache daß bei Unfällen die Energiedichte ein riesiges Problem sei – die teilweise ratlosen Feuerwehrler lügen sicher auch. Weiters stimmt es auch, wenn andere Menschen viele Kinder machen, daß ich dann auch nicht mit dem Umweltbewußtsein anfangen brauch. Sollens doch die anderen tun. Recht hast – warum sollst denn auf Deinen Auslandsurlaub verzichten? Sind ja eh nur die Kinder der anderen die daran irgendwann mal ersticken und Haustiere sind dann eh vermutlich selbstfahrende Roboter – mit sauberer Batterie betrieben, versteht sich.
            Ach ja: Atomkraftwerke sind eh emmissionsfrei – somit: Gute Fahrt Euch allen, schönen Urlaub mit angenehmer Klimaanlage. Die Kinder werdens Euch einsehen/danken.

        • Uwe Bieser sagt:

          Ich denke, dass es nicht zielführend ist, die Welt in mitdenkende und nicht mitdenkende zu teilen.

          Im Endeffekt sagen des nicht selten beide Seiten über die jeweiligen Opponenten.

      • Uwe Bieser sagt:

        Wobei ein Tesla S es in Punkto Gewicht durchaus mit einem dicken SUV aufnehmen kann.

        Aber natürlich ist der E-Antrieb in der Stadt effizienter, als ein Antrieb mit Verbrennungsmotor. Auch wenn man den Faktor Kohlekraftwerk berücksichtigt. Aber genau da machen eben Hybride ebenfalls den meisten Sinn.

    • Uwe Bieser sagt:

      Ich höre gerade im Radio von Elektro-Tretrollern. Ja was nu? Treten oder elektrisch? Klingt ja wie Car to go, als Name für Carsharing.

  3. nook sagt:

    Ich bin absolut kein Verfechter von Autopiloten und sonstigen Assistenzsystemen!

    Entwicklung, Forschung und Fehlerbereinigung geht aber nu mal nur auf der Strasse unter echten Bedingungen, bis es vielleicht mal 100% funktioniert.

    Damit es nicht zu tödl. oder sonstigen Unfällen kommt, braucht es den pflichtbewussten Fahrer, nach wie vor.

    • Sherlock sagt:

      > Ich bin absolut kein Verfechter von Autopiloten und sonstigen
      > Assistenzsystemen!

      Ist im Flugverkehr nicht mehr wegzudenken und auch zuverlässig genug.
      Sollte es für Pkws mal ähnlich zuverlässig funktionieren, was die Unfallzahlen dann drastisch! senken würde, kann man nur dafür sein.

      • Wolfgang sagt:

        Jaja der Flugverkehr…
        (zyn)
        Wie man gerade jetzt an der Boeing 737 MAX sehen kann, sind die Systeme, weil in der Praxis erprobt, „auch zuverlässig genug“.
        (/zyn)

        • Sherlock sagt:

          Wie man am Flugverkehr insgesamt sehen kann, sind sie zuverlässig genug. Alle Systeme versagen allerdings auch mal, allerdings wesentlich weniger als das System „Mensch“. Das ist mit großem Abstand das unzuverlässigste. Autonome Fahrzeuge mit brauchbarer Technik werden die Unfallzahlen ins Bodenlose nach unten drücken und Staus wird man kaum noch kennen. Die Automatik ist auch an den üblichen Machtspielchen der von Affen gesteuerten Vehikel völlig uninteressiert, kennt keine Ermüdung, keine Alkoholpegel, keine sonstigen für Menschen typische Ablenkungen und Unfallursachen…

          • Uwe Bieser sagt:

            Dabei wird etwas wichtiges außer acht gelassen. Bis jetzt darf ein Autopilot m. W. nicht landen, obwohl es technisch möglich wäre. Der Autopilot, der in der Luft die Maschine auf Kurs hält, den gab es schon in Propellerflugzeugen und war lediglich eine Kreiselkompasssteuerung. Heutige Autopiloten stabilisieren zwar auch noch die Fluglage in kritischen Situationen und erkennen Hindernisse, aber sie sind nicht auf das Erkennen von plötzlich auftretenden Hindernissen, Hinweisschildern und geänderter Fahrbahnführung oder rangieren im Meterbereich ausgelegt. Hier sprechen wir von völlig unterschiedlichen Anforderungen.

      • Uwe Bieser sagt:

        Na eine 747 muss ja auch nicht an der Ampel abbiegen und auf Radfahrer Rücksicht nehmen.

  4. TorstenJ sagt:

    Kein Mensch braucht selbstfahrende Autos. Was wir brauchen sind Roboter, die Morgens für uns aufstehen und zur Arbeit gehen und Nachmittags die Bude putzen!

  5. Uwe Bieser sagt:

    Und was ist mit kochen? Muss man sich etwa um alles kümmern?

  6. Sherlock sagt:

    Didi schrieb:
    Ach so, da hab ich nicht mitgedacht, daß es ja keinen Unterschied macht ob man fahrende Chemiekästen mit Strom beschickt der über Leitungen kommen muß die es noch nicht gibt (weil ja der Dreck weit weg sein muß) und die jeder natürlich in einer anderen Gegend außer seiner haben will.
    —————————————————-
    Nein, du hast schlicht nicht gelesen, was ich schrieb – oder es nicht verstanden.
    Und teilweise werden die „Chemiekästen“ heute schon vielfach mit umweltfreundlicher Energie geladen, Solarzellen bleistiftsweise…
    Saubere Luft statt Abgasverpestung. Über künftige Kraftwerktechnik könntest du dich ebenfalls mal informieren.

  7. Didi sagt:

    Ah Entschuldigung, ich hab nicht gewußt daß Deine Solarzellen am innerstädtischen Solarzellenbaum wachsen…
    Darfst Dich auch mal erkundigen wo (wie produziert das Herstellerland die dafür benötigte Energie) und wie umweltfreundlich Solarzellen hergestellt werden und wie lange die laufen müssen um die bei der Produktion und dem Transport erzeugte Umweltverschmutzung wieder gutzumachen um dann umweltfreundlich Strom zu produzieren.
    Ich vermute daß Du nicht in der Gegend der Solarzellenindustrie, Kohlekraftwerke,… wohnen möchtest – daher ziehts Dich ja scheinbar zur gesunden Luft in die Innenstadt.
    Schon interessant auf was für Ausreden man kommt wenn es darum geht daß die anderen Schuld haben müssen an der eigenen mir-doch-egal-meine-Abgase-atmet-jemand-anderer-Mentalität.

    • Sherlock sagt:

      Aha, umweltfreundliche Energieerzeugung willst du also auch nicht, da Solarzellen oder Windkraftanlagen deiner Meinung nach ja nicht umweltfreundlich hergestellt werden. Wasserstoffantriebe sind dann auch des Teufels. Falls die weitgehend schadstofffreie Kernfusion mal klappen sollte, wäre das sicher auch Teufelswerk?
      Butter bei die Fische, mein Freund. Wie erzeugen zig Milliarden Menschen auf diesem Planeten künftig die zum Leben benötigte Energie? Mit deinen Kohlekraftwerken jedenfalls ganz sicher nicht.

      • Didi sagt:

        „Du“ sagst es ja „mein Freund“: Bevölkerungsexplosion ist Dein Problem. Ich glaube „Du“ hast noch viele andere Probleme – aber die gibst „Du“ eh jemand anderem. Kluge Taktik vom eigenen Mist abzulenken auf andere Probleme – könntest in der Politik große Karriere machen. Brot und Spiele… Ich jedenfalls werde ein Problem los und werde auf „Deine“ Kommentare nicht mehr eingehen – „Du“ bist ja mental unbewaffnet… (Deinem Nickname wirds leidtun)

        • Sherlock sagt:

          Bevölkerungsexplosion und die damit einhergehende Umweltbelastung ist nicht mein, sondern das Problem der gesamten Menschheit.
          Auf die Frage, wie Energie für Milliarden Menschen denn künftig erzeugt werden sollte, kommen von dir mangels Argumenten nur persönliche Verunglimpfungen, Kindergarten.

          Einerlei, man wird das Vorhaben, Energie so umweltfreundlich und nachhaltig wie möglich erzeugen zu können, weiterhin verfolgen (müssen). Es gibt da schon erhebliche Fortschritte und es werden weitere folgen.
          Ebenso sind E-Fahrzeuge für Städte ohne Luftverpestung nur eine Variante, andere existieren, wie z.B. Wasserstoffverbrennungsmotoren. Ein vernünftig nutzbares Netz an Fahrradwegen wäre auch wichtig. Den Raum der Blechlawinen zugunsten großzügiger Fahrradwege einschränken. Manche Länder/Städte machen das heute schon sehr gut…

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