Windows Update-Fehler 0x80246001

[English]Gelegentlich erhalten Nutzer bei der Update-Installation den Fehlercode 0x80246001 angezeigt und der Vorgang bricht ab. Das kann unter Windows 7 bis Windows 10, aber auch unter Microsoft Office auftreten. Hier einige Informationen zu diesem Fehler.


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Kurze Fehlerbeschreibung

Ich bin kürzlich in diesem Kommentar hier im Blog auf die Problematik mit dem Windows Update-Fehler 0x80246001 gestoßen. Der Nutzer schreibt dazu:

Guten Tag, haben hier mehrere fehlerhafte Update Installation beim KB4474419 auf Win7 x64 Pro.
Code: 0x80246001 (Download failed)

Das SSU KB4490628 wurde auf allen bereits erfolgreich installiert.

Eine mögliche Ursache, ein fehlendes Servicing Stack Update (SSU) lässt sich gemäß dieser Fehlerbeschreibung ausschließen.

Der Update-Fehler tauchte aber schon vor vielen Jahren auf, als SSUs noch kein Thema waren. Den ersten Treffer habe ich bei einer kurzen Suche hier für ein Windows XP Update-Problem aus dem Jahr 2005 gefunden. Ein weiterer Post aus dem Microsoft Answers-Forum stammt dagegen aus 2015 und bezieht sich auf Windows 10.

Windows Update error 0x80246001
(Quelle: Microsoft Answers)

Wofür steht der Update-Fehler 0x80246001?

Zur Fehlerdiagnose ist es hilfreich, den Fehlercode möglichst genau zu dekodieren. Die Angabe ‘Download failed’ in obiger Beschreibung ist nicht so ganz hilfreich. Ich habe die bekannten bzw. dokumentierten 0x8024xxxx-Update-Fehler im Blog-Beitrag Windows 10: Update-Fehler 0x8024xxxx erklärt aufgeführt.

Ausweislich dieses Beitrags steht der Update-Fehlercode 0x80246001 für WU_E_DM_URLNOTAVAILABLE und es gibt die Erklärung: ‘A download manager operation could not be completed because the requested file does not have a URL’. Zu Deutsch: Es gibt zwar eine Update-Anforderung, aber diese enthält schlicht keine URL, um die geforderte Datei von den Microsoft-Update-Servern herunterzuladen.

Lösungsansätze zur Problembehebung

Um das Problem bei der Update-Installation strukturiert anzugehen, empfiehlt es sich, verschiedene Lösungsmöglichkeiten durchzugehen. Ich habe hier einige Ansätze zusammengestellt, die man versuchen kann.

Fix #1: Update herunterladen und installieren


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Im ersten Schritt würde ich versuchen, dass betreffende Update per Browser aus dem Microsoft Update Catalog herunterzuladen. Einfach auf der Seite nach der KB-Nummer suchen und dann das passende Update-Paket zum Download wählen.

Anschließend kann man dieses als Administrator per Doppelklick zur Installation anwählen. Möglicherweise wird das Update erfolgreich installiert. Andernfalls kann es sein, dass Manifestdateien einen fehlerhaften Verweis aufweisen und den Installationsfehler verursachen. Dann gilt es, die folgenden Diagnoseschritte abzuarbeiten.

Fix #2: Fremdvirenscanner als Ursache ausschließen

Nicht zu Windows kompatible Fremdvirenscanner können Downloads so beschädigen, dass die unmöglichsten Folgefehler entstehen. Um diese Fehlerquelle auszuschließen, sollten eventuell installierte Fremdvirenscanner zum Test zumindest deaktiviert werden. Oft reicht dies aber nicht – dann würde ich testweise den Fremdvirenscanner deinstallieren und danach eine Clean Tool des AV-Anbieters zur Bereinigung des Systems von Installationsresten ausführen. Ist die AV-Suite nicht die Ursache der Störung, kann man diese ja nach erfolgreicher Ursachendiagnose wieder installieren.

Fix #3: Windows auf Beschädigungen prüfen

Beschädigte Windows-Systemdateien können ebenfalls zu den unmöglichsten Fehlern führen. Zur Vorsicht, und um diese Fehlerquelle auszuschließen, sollte das System auf beschädigte Dateien überprüft werden. Die genaue Vorgehensweise hängt von der Windows-Version ab. In Windows 7 lässt sich sfc /scannow und das Update-Vorbereitungs-Tool CheckSUR verwenden. Näheres lässt sich im Blog-Beitrag System auf beschädigte Systemdateien prüfen nachlesen.

Ab Windows 8 bis Windows 10 gilt es, das System mit sfc /scannow auf beschädigte Dateien zu prüfen. Im Anschluss lässt sich der Komponentenstore mittels dism auf Fehler prüfen. Diese Ansätze sind im Blog-Beitrag Windows 8: Komponentenstore reparieren beschrieben. Beide Prüfmethoden versuchen gleichzeitig erkannte Beschädigungen zu reparieren. Mit etwas Glück behebt es auch den Update-Fehler.

Fix #4: Windows Update-Komponenten zurücksetzen

Windows speichert Informationen über heruntergeladene und installierte Updates in einem Komponentenspeicher (Component Store). Beschädigungen in diesem Bereich können zu Fehlverweisen auf nicht existierende Dateien führen. Die Prüfung des Komponentenstore mittels dism sollte zwar einiges reparieren können. Aber ein kaputter Download wird eventuell nicht bereinigt.

Daher empfiehlt es sich, die Windows Update-Komponenten zurückzusetzen. Es gibt einen Update-Troubleshooter (Problembehandlung) für verschiedene Windows-Versionen für diesen Zweck. Der hilft aber selten. Daher würde ich das Zurücksetzen manuell probieren.

Dazu sind Dienste anzuhalten und dann bestimmte Dateien zu löschen. Ein Ansatz ist in diesem Microsoft Answers-Forenbeitrag beschrieben. Dort wird qmgr*.dat aus dem Benutzerprofil gelöscht. In einem weiteren Schritt lassen sich noch der Download-Ordner für Updates und der Ordner DataStore sowie der Ordner catroot2 manuell löschen. Mehr Details gibt es in diesem Microsoft Support-Beitrag. Die Schritte zum löschen bestimmter Ordner habe ich zudem im Blog-Beitrag Windows Update Error 0x8007042B genauer erläutert.

Hat nicht geholfen?

Zur Sicherheit sollte man auch mal die Internetverbindung überprüfen. Nicht dass dort ein Fehler vorliegt (obwohl ich dies als unwahrscheinlich erachte). Nachfolgend finden sich noch einige verlinkte Artikel zur Diagnose von Update-Fehlern. Vielleicht hilft etwas von den hier genannten Ansätzen weiter.

Abschließend noch eine Warnung: Sucht man nach dem Fehlercode, trifft auch auch auf Ergebnisseiten, die den Download eines Reparaturtools anbieten. Auf solche Lösungen sollte man aus Sicherheitsgründen verzichten. Niemand weiß, was einem da angedreht wird, und funktionieren wird es möglicherweise auch nicht. Wenn dann ein kostenpflichtiger Download getätigt wurde, ist der Ärger groß. Auch die angebotenen Hilfeseiten mit Chat-Funktion sollten Betroffene meiden –

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