Windows 10: Optionale Updates (25./26. April 2019)

[English]Am 25. April 2019 hat Microsoft verschiedene kumulative Updates für die unterstützten Windows 10 Builds freigegeben. Es handelt sich dabei um Vorschau-Updates, die im Vorgriff auf den kommenden Patchday am 14. Mai 2019 bereitgestellt werden. Hier einige Details zu den jeweiligen Updates.


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Vorbemerkungen zu den Updates

Eine Liste der Updates lässt sich auf dieser Microsoft-Webseite abrufen. Ich habe nachfolgend einige Details herausgezogen. Hinzu kommen noch Informationen zum Update für das noch im Insider Preview-Status steckende Windows 10 V1903.

Aktuelles Servicing Stack Update erforderlich

Die Update-Installation setzt ein vorhandenes aktuelles Servicing Stack Updates (SSUs) voraus. Fehlt dieses SSU, kann es zu Installationsfehlern kommen. Wird ein kumulatives Update per Windows Update bezogen, sollte Windows 10 vorher selbsttätig das passende SSU herunterladen und installieren.

Wer Updates per WSUS oder anderen Management-Tools freigibt, sollte darauf achten, dass die aktuellen SSUs auf den Clients (und Servern) verteilt wurden. Microsoft veröffentlicht inzwischen eine Übersicht aktueller Servicing Stack Updates (SSUs) unter ADV990001.

Es sind optionale (Vorschau-) Updates

Entgegen den zum Patchday (2. Dienstag im Monat) veröffentlichten kumulativen Updates sind die am 25. April 2019 freigegebenen Updates ‘optional’. Es handelt sich nach den letzten Bekundungen Microsoft um sogenannte Vorschau-Updates. Mit diesen wird getestet, ob sich gravierende Probleme ergeben. Die Korrekturen sollen dann zum kommenden Patchday in ein reguläres kumulative Sicherheitsupdate einfließen. Optionale Updates werden nur installiert, wenn der Benutzer unter Windows 10 in der Einstellungen-Seite in der Kategorie Updates und SicherheitWindows Updates auf Nach Updates suchen klickt.

Generell gilt meine Empfehlung, sich die Liste der bekannten Probleme (Know Issues) sehr genau anzuschauen. Zu häufig gibt es gravierende Probleme mit diesen Vorschau-Updates, so dass ich diese in Produktivumgebungen nicht installieren würde.

Updates für Windows 10 Version 1903

Das Windows 10 Mai 2019 Update (Version 1903) ist ja noch nicht offiziell freigegeben. Die Microsoft-Webseite listet daher noch keine Updates auf.

Update KB4497093 für Windows 10 Version 1903

Das kumulative Update KB4497093 hebt die OS-Build auf 18362.86 an, und soll einige Probleme beheben. Microsoft hat dieses Update noch nicht öffentlich dokumentiert, sondern nur hier erwähnt. In diesem Microsoft-Beitrag finden sich noch einige Hinweise, was man gefixt hat. Wer sich über die Details in deutscher Sprache informieren möchte, sollte bei den Kollegen von deskmodder.de in diesem Beitrag vorbei schauen. 

Updates für Windows 10 Version 1809

Für Windows 10 Oktober 2018 Update (Version 1809) und Windows Server 2019 stehen bisher keine Updates zur Verfügung.

Updates für Windows 10 Version 1803


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Für Windows 10 April Update (Version 1803) stehen folgende Updates zur Verfügung.

Update KB4493437 für Windows 10 Version 1803

Das kumulative Update KB4493437 beinhaltet Qualitätsverbesserungen aber keine neuen Betriebssystemfunktionen und hebt die OS-Build auf 17134.753. Insgesamt listet Microsoft zahlreiche Bugs auf, die gefixt sein sollen. Darunter gibt es auch Fixes für Download-Probleme beim IE 11, den Bug beim neuen App Container Feature für Microsoft Office, ein Bug in der Firewall, der Leistungseinbußen bei Servern verursacht, ein Bug, der für verlorene Startmenü-Einträge bei Roaming-Profiles verantwortlich war und viel mehr. Auch die obligatorischen Patch-Versuche für den japanischen Kalender sind wieder dabei.

Bekannte Probleme beachten

Die Liste der Fixes ist im verlinkten KB-Beitrag nachzulesen. Wichtig sind aber die bekannten Probleme, die dieses Update verursacht.

Nach der Installation dieses Updates kann es zu Problemen mit der Preboot Execution Environment (PXE) kommen, um ein Gerät von einem Windows Deployment Services (WDS)-Server zu starten, der für die Verwendung der Variable Window Extension konfiguriert ist. Dies kann dazu führen, dass die Verbindung zum WDS-Server während des Herunterladens des Bildes vorzeitig beendet wird. Dieses Problem betrifft nicht Clients oder Geräte, die keine Variable Window Extension verwenden. Das Problem lässt sich in einer administrativen Eingabeaufforderung mit dem Befehl:

Wdsutil /Set-TransportServer /EnableTftpVariableWindowExtension:No

temporär beheben. Dann werden die Variable Window Extension deaktiviert. Der KB-Artikel von Microsoft erwähnt weitere Workarounds für dieses Problem. In der Liste der Know-Issues sind zwei weitere Probleme erwähnt. Bei Operationen auf Dateien/Ordnern, die auf  Cluster Shared Volume (CSV) liegen, kann es Probleme geben. Und Zonenübertragungen zwischen primären und sekundären DNS-Servern über das Transmission Control Protocol (TCP) können nach der Installation dieses Updates fehlschlagen.

Kompatibilitätsupdate KB4230204

Für Windows 10 V1803 hat Microsoft auch das Kompatibilitätsupdate KB4230204 zum 26. April 2019 freigegeben. Das soll das Upgrade auf die neueste Windows 10-Version erleichtern und wird automatisch per Windows Update installiert.

Updates für Windows 10 Version 1709

Für Windows 10 Fall Creators Update (Version 1709) stehen folgende Updates zur Verfügung.

Update KB4493440 für Windows 10 Version 1709

Das kumulative Update KB4493440 für Windows 10 Version 1709 (Fall Creators Update) hebt die OS Build auf 16299.1127. Das Update ist nur noch für die Windows 10 SKUs Enterprise und Education erhältlich, die noch weitere 12 Monate im Support sind. Das Update enthält Qualitätsverbesserungen sowie Problembehebungen, die im verlinkten KB-Artikel aufgelistet sind. Das Update wird per Windows Update verteilt, sollte aber auch per WSUS oder über den Microsoft Update Catalog erhältlich sein. Auch hier empfehle ich einen Blick in die Liste mit den zwei bekannten Problemen des kumulativen Update KB4493440.

Updates für Windows 10 Version 1507 bis 1703

Für Windows 10 RTM bis Version 1703 stehen verschiedene Updates für die LTSC-Versionen und ggf. die Enterprise-Versionen zur Verfügung. Hier eine Kurzübersicht.

  • Windows 10 Version 1703: Update KB4493436 steht nur noch für Enterprise und Education bereit. Das Update hebt die OS-Build auf 15063.1784. Es sind die im KB-Artikel erwähnten Fixes enthalten. Dieses Update wird automatisch von Windows Update heruntergeladen und installiert, steht aber im Microsoft Update Catalog als Download zur Verfügung. Vor der manuellen Installation muss das aktuelleste Servicing Stack Update (SSU) installiert werden. Details, auch zu bekannten Probleme sind im KB-Artikel zu finden.
  • Windows 10 Version 1607: Update KB4493473 steht nur noch für Enterprise und Education sowie Windows Server 2016 bereit. Das Update hebt die OS-Build auf 14393.2941. Es sind die im KB-Artikel erwähnten Fixes enthalten. Dieses Update wird automatisch von Windows Update heruntergeladen und installiert, steht aber im Microsoft Update Catalog als Download zur Verfügung. Vor der manuellen Installation muss das aktuellste Servicing Stack Update (SSU) installiert werden. Details, auch zu bekannten Probleme sind im KB-Artikel zu finden.
  • Windows 10 Version 1507: Update KB4498375 steht für die RTM-Version (LTSC) bereit. Das Update hebt die OS-Build auf 10240.18187. Es sind die im KB-Artikel erwähnten Fixes enthalten. Dieses Update wird automatisch von Windows Update heruntergeladen und installiert, steht aber im Microsoft Update Catalog als Download zur Verfügung. Vor der manuellen Installation muss das aktuellste Servicing Stack Update (SSU) installiert werden. Details, auch zu bekannten Problem sind im KB-Artikel zu finden. Details sind im KB-Artikel zu finden

Für Windows 10 V1511 gibt es kein Update mehr, da diese Version aus dem Support gefallen ist.

Dynamische Updates für Windows 10

Ergänzend zu den oben aufgeführten Updates hat Microsoft am 25. April 2019 noch drei dynamische Updates für Windows 10 freigegeben (von den Kollegen hier erwähnt). Microsoft selbst bezeichnet diese als ‘Kompatibilitätsupdates zum Upgrade’.

Dynamische Updates werden während der Installation oder dem Zurücksetzen von Windows 10 bezogen und enthalten Fixes, um bekannte Probleme bei diesen Operationen zu beheben (siehe auch Dynamische Updates für Windows, das steckt dahinter).

Details zu obigen Updates sind im Zweifelsfall den jeweiligen Microsoft KB-Artikeln zu entnehmen.

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