Aufstieg und Fall der asiatischen Fahrradverleiher

Noch ein kurzer Nachtrag zum Thema Leihfahrräder, die deutsche Städte fluteten und nun als Schrott entsorgt werden müssen. Das ist wohl ein internationales Phänomen.


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Über das Thema hatte ich hier im Blog sowie in Artikel wie Ärger mit Mietfahrrädern oder Obike: Konkurs und die Fahrräder liegen herum berichtet. Beschert haben uns die Misere internationale Investoren, die Geld in die asiatischen Firmen pumpten – und Juristen, die Städten mit einem entsprechenden Urteil jede Möglichkeit aus der Hand geschlagen haben, gegen diesen Wildwuchs vorzugehen. Jetzt zahlt die Allgemeinheit für die Beseitigung der Schäden bzw. die Entsorgung der Räder.

oBike
(Quelle: Marco Verch / Flickr / CC BY 2.0 )

Ein weltweites Problem

Wir sind in Deutschland nicht alleine. Im Beitrag Ärger mit Mietfahrrädern hatte ich darüber berichtet, dass es auch Nachbarländer wie die Schweiz trifft – die haben reagiert und tausende Fahrräder, lange, bevor die Flut nach Deutschland kam, verschrottet. Nun bin ich auf einen Artikel der New York Times gestoßen, der ähnliche Verhältnisse für die USA berichtet.

Auf einer Farm in den USA stehen Tausende Fahrräder und rosten vor sich hin. Die NYT beschreibt die Folgen einer verfehlten Startup-Politik internationaler Investoren und vor allem chinesischer Firmen. Und nun steht man mit eScootern wohl wieder in den Startlöchern (siehe folgende Links).

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9 Antworten zu Aufstieg und Fall der asiatischen Fahrradverleiher

  1. chriscrosser sagt:

    …das einzige was sich „momentan“ durchsetzt, sind wohl die E-„Vespas“ – den einzigen nachteil den ich bei denen festgestellt habe:
    die sind so leise, das man sie nicht hört, wenn die von hinten auf einen „zurauschen“
    was Günni schreibt, war hier bei mir in der strasse genauso – nur noch „abfallräder“ – inzwischen stehen hier „nur“ noch LIDL und DB räder rum (Berlin-mitte)
    ich selber finde die eScooter sehr geil, und würde mir so ein teil auch kaufen, um es das ständig mitzunehmen und danach in der eigenen wohnung wieder aufzuladen…
    diese laderei über eine APP für ein paar kilometer wird wahrscheinschlich wieder genau dazu führen, das die teile wieder entsorgt werden müssen…
    …oder die leute noch rücksichtsloser über gehwege – egal ob mit 12 oder 20 KM rasen
    das ist hier in berlin mit den radfahreren inzwischen so ausgeufert (die muttis brettern über die fusswege und die kinder hinterher)
    dazu muss ich aber auch sagen, das es in ost-berlin kaum fahradwege gibt!
    das thema mit den eScootern wird zumindest noch ein spannendes thema!

  2. Homer sagt:

    Hallo,

    das sehe ich anders: im Ostteil der Stadt gibt es genauso viele Radwege wie es im westlichen Teil Bananen zu kaufen gibt. Sofern Autofahrer/innen /Divers und Lieferantenfahrzeugen die Fahrradwege nicht als Parkplätze missbrauchen, so würden diese auch vielmehr wahrgenommen und benutzt werden. Und Muttis mit ihren Kleinkindern sind mir allemal lieber als so ein durchgeknallter Fixie-Biker.

    • chriscrosser sagt:

      …viel spass mit den RAMBO muttis inklusive anhang, wo es in der ackerstrasse ringsrum keine radwege gibt!
      ich habe das hier jeden tag – deine aussage, das es im ostteil der stadt genau soviele radwege geben soll, widerspreche ich! – und wenn da mal welche sind, sind die so schmal (zb. schönhauser allee) – das sich die leute gegenseitig über den haufen fahren, wenn da mal einer auf der falschen seite fährt
      fahr mal zum südstern, und schaue dir da mal die großzügigen fußgängerwege und fahradwege an (völlig abgetrennt von den autotrassen)

      ps: ich lebe seit 24 jahren in ost-berlin

  3. Nobody sagt:

    Es hat gewisse Vorteile, wenn man nicht in einer der Großstädte wohnt, auf die sich ausländische Unternehmen üblicherweise konzentrieren.

  4. nook sagt:

    Zur Gefahr weil man „E“ nicht hört:

    Moderne Benziner mit Ökoreifen hört man bei 20-30 km/h auch nicht, und wenn ich von hinten mit meinem Rennrad anrausche, das auch nicht.

    Statt dessen kommt ab 1.7. AVAST (Acoustic Vehicle Alerting System).
    „Obacht, mein AVAST ist an, und jetzt alle aus dem Weg“ ;-)

  5. ralf sagt:

    FAZ (03.08.2018):
    „China ist das bevölkerungsreichste Land der Erde, doch auch an Fahrrädern mangelt es im Reich der Mitte nicht. Es versinkt in Bergen von Leihrädern, die keiner will. Bilder einer Branche, die aus dem Ruder gelaufen ist.“
    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/chinas-fahrradfriedhoefe-die-fahrraeder-die-niemand-haben-moechte-15720135.html

  6. Bernard sagt:

    Kann man diese Fahrräder nicht verschenken statt sie zu verschrotten?

    • Alfred Neumann sagt:

      Könnte rechtlich ein Problem geben.
      Das Abräumden dient ja der Gefahrenabwehr und dient der Öffentlichkeit.
      Trotzdem bleibt es fremdes Eigentum, welches nicht einfach verschenkt werden darf.

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