Microsoft ersetzt Skype for Business durch Teams

SkypeMicrosoft hat meiner Erinnerung nach ja schon länger Pläne, Skype for Business (Lync) durch sein Teams zu ersetzen. Da scheint sich jetzt ein Wechsel anzukündigen.


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Ich nutze kein Skype for Business, daher habe ich das alles nur am Rande mitbekommen. Hier eine grobe Einordnung des Ganzen.

Unterschied: Skype und Skype for Business

Skype ist zu aller erst ein im Jahr 2003 eingeführter, kostenloser Instant-Messaging-Dienst (mit IP-Telefonie, Videokonferenzen, Screen-Sharing etc.), der seit 2011 im Besitz von Microsoft ist. Dieser Dienst lässt sich über Skype-Clients nutzen, die unter verschiedenen Betriebssystemen, u.a. Windows, bereitstehen. Bezüglich der Skype-Clients gibt es zwei Varianten.

  • Skype ist ein Client, der kostenfrei für den Skype-Dienst von Microsoft bereitsteht und von ‘Jedermann’ genutzt werden kann.
  • Bei Skype for Business (kurz Skype4B) ist der Client und die Nutzung des Diensts an ein Office 365-Abonnement geknüpft.

Hinter Skype for Business steckte bisher der Lync-Messenger – ein Zukauf von Microsoft, der dann in Skype for Business umbenannt wurde. Im Artikel hier geht es ausschließlich um Skype for Business – die normale Skype-App bleibt hiervon unberührt. Dies nur zur weiteren Einordnung.

Microsoft Team wurde im März 2017 eingeführt

Ende März 2017 hat Microsoft dann sein Produkt Teams weltweit freigegeben (siehe den Blog-Beitrag Microsoft Teams ab sofort weltweit verfügbar). Bei Microsoft Teams handelt es sich um ‘den chatbasierten Arbeitsbereich von Office 365’, der laut Microsoft Menschen, Konversationen und Inhalte aus Arbeitsgruppen sowie eine Vielzahl von Anwendungen an einem zentralen Ort zusammen bringen soll. Die integrierte Gruppenchat-Lösung mit zahlreichen Erweiterungen steht deutschen Kunden von Office 365 Business Essentials und Business Premium sowie Enterprise E1, E3 und E5 ohne Zusatzkosten für Tenants in der europäischen Rechenzentrums-Region zur Verfügung.

Die Anwendung läuft auf Windows-, Mac-, Android- und iOS-Geräten sowie auf Web-Plattformen. Als integraler Bestandteil von Office 365 bietet Microsoft Teams Sicherheit und Compliance auf Unternehmensniveau, ist erweiterbar und lässt sich leicht an die Bedürfnisse einzelner Arbeitsgruppen anpassen.

Ich habe aus zwei Gründen nie was detailliert über Microsoft Teams geschrieben, obwohl man das in einer Testversion kostenlos nutzen können soll. Einmal habe ich nicht so den Bedarf und zudem kein Office 365-Abo für die kostenpflichtige Fassung. Aber es gab noch einen anderen Grund: Stefan Kanthak hatte mich nach der Freigabe des kostenlosen Teams Clients kontaktiert und auf gravierende Schwachstellen im Installer hingewiesen. Er schrieb, dass er den Installer nur analysiert, aber auf Grund der gefundenen Schwachstellen (statische Abhängigkeiten zu DLLs,  Self-Extracter im Installer-Paket,  ein .NET Framework-basierter Updater, der von hier stammen könnte) nicht ausgeführt habe. Daher hatte ich keine Lust, ein System mit dem Teams-Client zu versauen. Aber das ist eine andere Baustelle. Zudem scheint es auch hier zwei Teams Clients zu geben, den kostenlosen und die Variante, die mit Office 365 ausgeliefert wird. Letztere könnte ich mangels Office 365-Abo sowieso nicht verwenden.

Microsoft plant seit langem Skype for Business abzulösen

Dann gab es wohl Meldungen (siehe z.B. hier), dass man schrittweise Skype for Business (Skype4B) in Office 365 durch Teams ersetzen will. Ich hatte im Blog-Beitrag Skype for Business wird Microsoft Teams über dieses Thema berichtet. Damals teilte Microsoft mit, dass das ‘Upgrade auf Microsoft Teams seine Zeit brauche’. Für den Übergang konnten Administratoren Skype for Business und Microsoft Teams auf OnPremise-Lösungen (Inhouse-Lösungen) einsetzen. Microsoft hat hier einen Artikel zur Interoperabilität und Koexistenz beider Lösungen veröffentlicht – und hier gibt es einen Artikel vom 9.4.2019 zum Upgrade auf Teams.

Skype for Business kündigt Wechsel auf Teams an

Nun scheint die nächste Stufe des Umstiegs von Skype for Business auf Microsoft Teams zu beginnen. Denn mir ist gerade obiger Tweet von Blog-Leser Karl unter die Augen gekommen.


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Offenbar meldet Skype for Business, dass es (bald) durch Microsoft Teams ersetzt wird (siehe folgender Screenshot, und diesen Microsoft-Artikel von März 2019 zur Migration).

Skype for Business will be upgraded to Microsoft Teams
(Meldung in Skype – Quelle: Microsoft)

Karl äußert die Befürchtung, dass das in die Binsen gehen könnte, und fragt sich, wie viele Skype for Business-Administratoren die Auswirkungen eines erforderlichen Konzeptes und Rechtemanagements in Microsoft Teams / SharePoint Online (SPO) verstehen und damit umgehen werden. Frage: Wie wird das von betroffenen Admins gesehen?

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5 Antworten zu Microsoft ersetzt Skype for Business durch Teams


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  2. Hans Roitner sagt:

    Microsoft Teams kostenlos nutzen

    Richtig gelesen, 0 €! Arbeiten Sie nahtlos im Team mit Funktionen wie Chat, Dateifreigabe und Videoanrufen.

    Leider funktionierts nicht.

  3. Administratoor sagt:

    Skype f. Business ist nicht (nur) an Office 365 gebunden. Man braucht zur Nutzung eine Skype f. Business Server Infrastruktur, das können eigene Server oder Office 365 sein. Teams dagegen gibt es nur in Verbindung mit Office 365.

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  5. TD sagt:

    Den Wechsel von Skype zu Teams hat MS eigentlich schon seit etlichen Monaten forciert. Wir wandern auch gerade peu-a-peu in die Office 365 Cloud und tatsächlich erscheint mir Teams deutlich besser zu sein, als Skype.
    Man muss sich natürlich damit auseinander setzen und es gibt auch ein paar Stolperstellen die man beachten muss.

    Btw: Teams braucht nicht zwingend ein Office 365 Abo, das gibt es auch schon seit einiger Zeit “for free”. Vermütlich um diesen Wechsel weiter voran zu treiben.
    https://products.office.com/en-us/microsoft-teams/free

  6. Stefan Kanthak sagt:

    Der Desktop-Client von Teams ist ÜBELSTER UNSICHERER Schrott: die Trottel von Microsoft haben diesen nicht nur mit .NET Framework gefrickelt, sodass jeder Benutzer^WAngreifer eine beliebige (Profiler) DLL mit dem Client laden lassen kann, um beliebigen Code im Client auszuführen (Quellen-TKÜ ist damit trivial), sie installieren dieses Zeux zudem noch unterhalb von %APPDATA% alias %USERPROFILE%AppDataRoaming, wo jeder Schädling die Programmdateien nach Belieben ändern kann, statt (vor Änderungen durch unprivilegierte Nutzer geschützt) unter %ProgramFiles%.
    Letzteres ist übrigens eine der MINIMAL-Anforderungen der knapp 25 Jahre alten “Designed for Windows-Richtlinien und GRUND-Voraussetzung für einen sicheren Betrieb!
    Infolge dieses Geniestreiches funktioniert Teams nicht auf Installationen, wo Whitelisting per SAFER/SRP bzw. AppLocker genutzt wird, um “write XOR execute” zu erzwingen.

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