Windows 10 V1903: Bekannte Probleme – Teil 2

[English]In Teil 1 hatte ich bekannte Probleme beschrieben, die beim Upgrade auf das Windows 10 Mai 2019 Update (Version 1903) oder im Anschluss an dieses Upgrade auftreten. Teil 2 führt diese Liste der Beschreibungen fort.


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Die vollständige Liste der Microsoft bekannten Probleme in Windows 10 Mai 2019 Update (Version 1903) ist hier abrufbar und bezieht sich beim Schreiben dieses Blog-Beitrags auf die OS-Build 18362.116, die durch KB4505057 erzeugt wurde.

Probleme mit Bluetooth-Geräten

Nach dem Upgrade auf Windows 10 Version 1903 können Bluetooth-Geräte nicht erkannt werden oder die Geräte lassen sich nicht verbinden (pairen). In einem Forenbeitrag (Link ist mir entfallen) habe ich gelesen, dass Maus und Tastatur nicht mehr gleichzeitig per Bluetooth betrieben werden können.

Microsoft hat Kompatibilitätsprobleme mit einigen Treiberversionen für Bluetooth-Funkgeräte von Realtek und Qualcomm festgestellt. Die Empfehlung Microsofts lautet, den OEM bezüglich neuer Treiber zu kontaktieren. Es werden folgende Treiber benötigt:

  • Qualcomm: Bluetooth-Treiber Version größer als 10.0.1.11.
  • Realtek: Bluetooth-Treiber Version größer als 1.5.1011.0.

Microsoft arbeitet mit Realtek und Qualcomm zusammen, um neue Treiber für alle betroffenen Systeme über Windows Update zu veröffentlichen.

Anmerkung: Solche Fehler ziehen sich seit Jahren durch Windows-Upgrades. Klar, es liegt an den Treibern – aber ohne Featureupdate hätten die gut und gerne viele Jahre weiter verwendet werden können.

Status: Microsoft hat für betroffene Geräte einen Upgrade-Stopper für Windows 10 Version 1903 eingeführt. Das Gerät kann nicht aktualisiert werden und Microsoft empfiehlt auch kein manuelles Upgrade.

Nachtlicht-Einstellungen gelten in einigen Fällen nicht

Microsoft hat einige Szenarien identifiziert, in denen z.B. die Nachtlicht-Einstellungen nicht mehr funktionieren können:

  • Verbinden mit (oder Trennen von) einem externen Monitor, Dock oder Projektor
    Drehen des Bildschirms
  • Aktualisieren von Anzeigetreibern oder Ändern anderer Anzeigemodi

Das betrifft Windows 10 V1903-Clients. Microsofts Empfehlung: Wenn Sie feststellen, dass Ihre Nachtlichteinstellungen nicht mehr funktionieren, versuchen Sie, das Nachtlicht ein- und auszuschalten oder starten Sie Ihren Computer neu. Microsoft arbeitet an einer Lösung und will irgendwann ein Update veröffentlichen.


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Status: Microsoft empfiehlt kein manuelles Upgrade vorzunehmen.

Intel Audio zeigt eine intcdaud.sys-Benachrichtigung an

Microsoft und Intel haben ein Problem mit einer Reihe von Intel Display Audio-Gerätetreibern identifiziert, das zu einem höheren als dem normalen Akkuverbrauch führen kann. Wenn Sie beim Versuch, auf Windows 10, Version 1903, zu aktualisieren, eine intcdaud.sys-Benachrichtigung oder die Benachrichtigung “What needs your attention” (Das erfordert Ihre Aufmerksamkeit) sehen, haben Sie einen betroffenen Intel Audio Display Gerätetreiber auf Ihrem Computer installiert (intcdaud.sys, Versionen 10.25.0.3 bis 10.25.0.0.8).

Klicken Sie in der Benachrichtigung “Was Ihre Aufmerksamkeit erfordert” auf die Schaltfläche Zurück, um auf Ihrer aktuellen Version von Windows 10 zu bleiben. (Klicken Sie nicht auf Bestätigen, da dies mit dem Update fortgeführt wird und Kompatibilitätsprobleme auftreten können.) Betroffene Geräte kehren automatisch zur vorherigen funktionierenden Konfiguration zurück.

Microsoft hat eine Kompatibilitätssperre  ‘compatibility hold’ auf Geräten mit diesem Treibern für  Windows 10 Version 1903 beschlossen. Das betrifft übrigens Windows 10 Version 1903 und Windows 10 Version 1809. Die Sperre wird erst aufgehoben, wenn kompatible Treiber breitstehen. Diese sollen per Windows Update ausgerollt werden. Mehr Informationen gibt es bei Intel’s customer support guidance und in Microsofts Supportbeitrag KB4465877.

Status: Microsoft empfiehlt kein manuelles Upgrade vorzunehmen.

Kamera-App kann nicht gestartet werden

Microsoft und Intel haben ein Problem mit Intel RealSense SR300 und Intel RealSense S200 Kameras bei der Verwendung der Kamera-App in Windows 10 Version 1903 identifiziert. Nach dem Update auf das Windows 10 Mai 2019 Update und dem Start der Kamera-Applikation erhalten Sie möglicherweise eine Fehlermeldung:

“Close other apps, error code: 0XA00F4243.” bzw. “Andere Anwendungen schließen, Fehlercode. 0XA00F4243.”

Microsofts Entwickler haben einen Schutzmechanismus für Maschinen mit installierten Intel RealSense SR300- oder Intel RealSense S200-Kameras eingeführt, die von Windows 10, Version 1903, bis zur Lösung dieses Problems angeboten wird.

Workaround: Temporär hilft es, die Kamera aus und wieder einzustöpseln. Alternativ kann man den Treiber  de- und wieder aktivieren. Oder man startet den RealSense-Dienst neu. Dies hilft aber nur bis zum nächsten Neustart.

Status: Microsoft arbeitet an diesem Problem und empfiehlt kein manuelles Upgrade vorzunehmen.

Intermittierender Verlust der Wi-Fi-Konnektivität

Einige ältere Computer können aufgrund eines veralteten Qualcomm-Treibers die Wi-Fi-Verbindung verlieren. Ein aktualisierter Wi-Fi-Treiber sollte von Ihrem Gerätehersteller (OEM) erhältlich sein.

Status: Microsoft hat für betroffene Geräte einen Upgrade-Stopper für Windows 10 Version 1903 eingeführt. Das Gerät kann nicht aktualisiert werden und Microsoft empfiehlt auch kein manuelles Upgrade.

Kein Vollbildmodus bei D3D-Anwendungen und –Spiele

Einige Direct3D (D3D)-Anwendungen und -Spiele (z.B. 3DMark) können möglicherweise nicht in den Vollbildmodus wechseln, wenn die Ausrichtung der Anzeige gegenüber dem Standard geändert wurde (z.B. eine Querformatanzeige im Hochformat).

Workaround: Um dieses Problem zu umgehen, führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

  • Führen Sie Anwendungen im Fenstermodus oder, falls verfügbar, auf einer sekundären, nicht gedrehten Anzeige aus.
  • Ändern Sie die Kompatibilitätseinstellungen für die Anwendungen auf “Vollbildoptimierung deaktivieren”.

Microsoft arbeitet an einer Lösung und schätzt, dass eine Lösung Ende Mai verfügbar sein wird.

Ältere Versionen der BattlEye Anti-Cheat-Software nicht kompatibel

Microsoft und BattlEye haben ein Kompatibilitätsproblem mit einigen Spielen identifiziert, die ältere Versionen der BattlEye Anti-Cheat-Software verwenden. Wenn Sie ein Spiel starten, das eine ältere, betroffene Version der BattlEye Anti-Cheat-Software auf einem Gerät mit Windows 10, Version 1903, verwendet, kann es zu einem Systemabsturz kommen.

Um das Spielerlebnis zu gewährleisten, haben die Microsoft-Entwickler eine Kompatibilitätsprüfung an Geräten mit den betroffenen Versionen der BattlEye-Software durchgeführt, die von auf Ihrem PC installierten Spielen verwendet werden. Dadurch wird verhindert, dass Windows 10, Version 1903, angeboten wird, bis die inkompatible Version der BattlEye-Software nicht mehr auf dem Gerät installiert ist.

BattlEye hat einen aktualisierten Patch für bekannte betroffene Spiele bereitgestellt. Eine Liste der neuesten Spiele, die BattlEye verwenden, finden Sie hier. Microsoft arbeitet mit BattlEye und Spielpartnern zusammen, um sicherzustellen, dass die Spiele automatisch mit der neuesten BattlEye-Software aktualisiert werden. Es wird bestätigt, dass die neueste Version der betroffenen Spiele dieses Problem nicht aufweist. Um Upgrade-Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden, stellen Sie bitte sicher, dass Sie die neueste Version Ihrer Spiele verwenden, bevor Sie versuchen, das Betriebssystem zu aktualisieren.

Artikelreihe:
Windows 10 V1903: Bekannte Probleme – Teil 1
Windows 10 V1903: Bekannte Probleme – Teil 2
Windows 10 V1903: Bekannte Probleme – Teil 3

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31 Responses to Windows 10 V1903: Bekannte Probleme – Teil 2

  1. Hans Thölen sagt:

    Und diese ganzen Probleme hat man nicht, wenn man Windows 7 installiert hat,
    und wenn man von diesem ganzen Windows 10 Müll überhaupt nichts auf seinen
    PC installiert. Alle Versionen ab 1809 sind unbrauchbarer Schrott, und diese
    Probleme bekommt Microsoft niemals in den Griff, weil schnellstens wieder neue
    Versionen mit neuen Problemen entwickelt werden müssen.

    • Micha45 sagt:

      Hier wird mal wieder ein gravierender Unterschied deutlich:
      Auf der einen Seite ein sehr gut recherchierter und für den Leser äußerst informativer Artikel, mit dem sich der Autor sicher sehr viel Mühe gemacht hat.
      Dafür meinen gebührlichen Dank und Respekt für den Autoren Günter Born.

      Im krassen Gegensatz dazu wieder einer dieser Frustkommentare, inhaltlich vollkommen haltlos, einfach nur verallgemeinerndes, dumpfes Geblubbere.
      So etwas hat der Autor des Artikels nicht verdient, so etwas hat im Grunde niemand verdient.

      Beim Lesen solcher Kommentare frage ich mich immer, aus welcher Motivation heraus sich jemand zu so etwas hinreißen lässt.
      Das ist sicher auch eine Frage des Charakters und das könnte eine Erklärung sein. Ich kann es aber trotzdem nicht nachvollziehen.

      • Günter Born sagt:

        @Micha45: Tue mir den Gefallen und unterlasse persönliche Wertungen in Bezug auf andere Nutzer. Es führt ggf. zu persönlichen Verletzungen und/oder zu unerquicklichen Diskussionen, die ich hier im Blog nicht haben möchte.

        Ich habe die Woche mal wieder zwei Kommentare (hier und hier) der unterirdischen Art bei heise.de zu einem meiner Artikel zur Kenntnis genommen. Lässt mich zwar ziemlich kalt, ich stehe seit ca. 30 Jahren als Schreiber ‘vorne in der Bütt’, immer dem Risko ausgesetzt, sich mal zu vergaloppieren, und kann so etwas ab. Die Poster bei heise diskrimieren sich imho eh selbst, daher antworte ich dort auch nicht. Es zeigt aber, auf welche unterirdische Ebene solche (wenig zielführenden) Meinungsdiskussionen entgleiten können.

        Dabei sollten die Artikel den Leuten schlicht aufzeigen ‘das gibt es, so kannst Du reagieren’, falls sie betroffen sind. War in meiner langjährigen Industrietätigkeit bis 1993 immer das ‘Salz in der Suppe’, mit dem man arbeiten konnte und weiter kam.

        Zur Sache an sich: Hans hat mit seiner Aussage imho schon einen Kern getroffen. Viele Probleme hätten wir ohne den Windows as a service-Ansatz nicht.

        Ich selbst sehe es inzwischen ziemlich emotionslos – es gibt Leute, die sind auf Windows angewiesen, müssen zum 14.1.2020 Windows 7 ablösen und werden auf Windows 10 migrieren. Und es gibt Administratoren, das habe ich die 2 letzten Jahre gelernt, die ihre Abläufe zum Warten der Windows 10-Flotte wohl ganz gut im Griff haben. Andere Administratoren berichten von erheblichen Problemen.

        Eine Erkenntnis, die ich aber auch in den Diskussionen der letzten 2 Jahre gewonnen habe: Es bringt nichts, wenn die eine Fraktion der Administratoren der anderen Fraktion Unkenntnis oder mangelndes Können vorwirft. Wie immer liegt die Wahrheit oft in der Mitte. Wenn ich eine große Flotte gemanagter Clients fast identischer Ausstattung in einem Unternehmen habe, kann ich i.d.R. anders agieren, als der Dienstleister, der bei einem Kunden vielleicht einen PC, beim nächsten Kunden 30 PCs und beim dritten Kunden zwei Windows-Clients versorgen muss. Und die Schar der Konsumenten ist wiederum eine andere Baustelle.

        Freuen wir uns für jeden Nutzer, bei dem das neue Windows 10 ‘störungsfrei’ läuft. Nur nützt das demjenigen, der (warum auch immer) in ein gravierendes Problem läuft, genau nix. Gut, es ist manchmal nervend, wenn du siehst, wenn Leute sehenden Auges (und beratungsresistent) durch ‘Schlangenöl’ in Probleme laufen. Aus diesen Baustellen halte ich mich bei MS Answers, Facebook & Co. längst raus.

        Ziel des Blogs hier ist halt die Information und falls möglich Hilfestellung bei einem Problem zu liefern. Oft ist alleine die Information für Betroffene (ach, ich bin nicht alleine) hilfreich.

        Ich hoffe auf euer aller Verständnis – damit der Blog auch weiterhin ein Ort bleibt, wo sich die Leute austauschen oder Informationen abholen können, ohne gleich ‘eingetütet zu werden’. Und wenn ich mich als Hausmeister und Operator im Maschinenraum in einem Beitrag vergaloppiere, habe ich meine Blog-Leser/innen, von denen ich glücklicherweise eingefangen werde.

        Danke

        • max sagt:

          Ein Hochachtung für Herr Doktor Born in den ca.30 Jahren.Weiter so.

        • Micha45 sagt:

          Es geht ja nicht darum und ist nicht Stein des Anstoßes, DASS jemand kritisiert. Sondern um das WIE geht es!

          Es gibt sicher so einiges an Windows 10, was besser laufen könnte. Und selbstverständlich ist Windows 7 ein sehr gutes, weil ausgereiftes System. Alles kein Thema.
          Tatsache ist aber nun mal, dass Windows 7 schon relativ alt ist und schon bald nicht mehr unterstützt wird.
          Windows 10 ist die Zukunft, weil Microsoft das so will.
          Ob es einem nun gefällt, oder auch nicht.

          Es bringt aber rein gar nichts, wenn man dann bei jeder Gelegenheit solche pauschalen und nichtssagenden Wertungen ablässt, die obendrein auch noch voll an den Tatsachen vorbeiplatziert sind.
          Außerdem unterstellt man den verantwortlichen Entwicklern pauschal die Unfähigkeit. Ist das fair?
          Ich denke nicht.

          Windows 10 ist keineswegs “Schrott”! Es hakt zwar noch an der ein- oder anderen Stelle, aber es ist defintiv kein Schrott! Wer das so pauschal behauptet, der hat einfach keine Ahnung, wovon er redet.

          Solche Kommentare werten einen qualitativ und informativ augf gutem Niveau befindlichen Artikel wie diesen nun mal ab.
          Der Artikel geht im Einzelnen auf die vorhandenen Probleme ein, der Kommentar ist nichts anderes als dumpfes Bashing.

          • Roland Moser sagt:

            Klartext hilft!
            Alles andere ist politisch korrektes und demzufolge anti-nützliches Gesülze.

            Und ob ein Kommentar einen Artikel abwerten kann, frage ich mich auch.

            Und Windows 10 ist definitiv Satan Nutellas Müll-Schrott.

          • Michael Bickel sagt:

            naja, so wundervoll perfekt ist Windows 7 ja nun auch nicht. Hatten das lange noch auf einem Notebook laufen und so manches machte Probleme, wie z. B. wurden keine Windows Updates mehr gefunden, Suche dauerte ewig und einiges mehr.

            Auf allen unseren Notebooks läuft jetzt Windows 10 und dies weitgehend ohne Probleme. Hat man selber keine Probleme, dann ist das eigene System natürlich immer wunderbar und man versteht überhaupt nicht, was die Leute überhaupt meckern.

            Die Wahrheit ist m. E., Fehler haben viele Gründe und die gab es von MS-DOS bis Windows 10.

            Persönlich finde ich Windows 10 im Vergleich zu Windows 95,98 oder auch XP deutlich komfortabler und für uns deutlich weniger fehleranfällig.

            Windows 7 oder Windows 10 ist sicher auch eine persönliche Geschmackssache, ich vermisse das 7 Startmenü z. B. überhaupt nicht und finde Windows 10 erheblich moderner und komfortabler, auch hilfreicher bei Arbeitsabläufen. Das ist jetzt sicher Geschmackssache, aber eine allgemeine Aussage, dass das eine stabil ist und das andere nicht, finde ich gewagt. Das ist doch in der Regel mehr der Einzelfall, der den Unterschied macht.

            Wenn ich mich etwa an die Abstürze unter Windows 98 erinnere, dann sollte man es mit der Nostalgie vielleicht nicht übertreiben. Dagegen ist Windows 10 dann ganz sicher wunderbar.

      • Samuel Bunlong sagt:

        Zitat: “So etwas hat der Autor des Artikels nicht verdient, so etwas hat im Grunde niemand verdient.”
        100% Zustimmung meinerseits.
        Um Frust abzuladen gibt es andere Plattformen.

      • Roland Moser sagt:

        Inhaltlich vollkommen haltlos? Als IT-Laie erschrecke ich ob der massiven Qualitäts-Probleme, und als Kaufmann sehe ich die organisatiorischen Hintergründe.
        Die Probleme gab es bei Steve Ballmer nicht.

        • Micha45 sagt:

          Massive Qualitätsprobleme? Das kommt sicher auf die Sichtweise des Betrachters an.
          Probleme auf Computersystemen können unterschiedliche Ursachen haben und sind nicht immer zwangsläufig auf das Betriebssystem alleine zurückzuführen.

          Es gibt unter Windows 10 bisher fast nur Meldungen über Fehler bzw. Funktionsstörungen, von denen nur sehr wenige Nutzer betroffen sind oder waren.
          So viel zu der Behauptung, es gäbe angeblich “massive Qualitätsprobleme”.

          Probleme gab es unter Steve Ballmer auch.
          Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als Windows 7 zu Anfang noch nicht rundlief und alle nach XP geschrieen hatten.
          “Und täglich grüßt das Murmeltier” :-)

          • Roland Moser sagt:

            Es wechseln alle freiwillig zu Windows 10, weil es so super läuft, wie es sollte.

            Und genau deswegen wird der Windows 7 Support für Firmen verlängert, kostenpflichtig zwar, aber er wird für Windows 7 verlängert, weil Windows 10 so super.

            Im übrigen schreibe ich nur von den Windows 10 Problemen, welche Windows 10 als Ursache haben. Und davon geistern genügend rum.

          • Michael Bickel sagt:

            … hier kann man noch anmerken, dass es heute im Unterschied zu früheren Windows Versionen deutlich mehr Berichterstattung inklusive all der “netten” Kommentare gibt als in früheren Zeiten. Dies mag dann dazu führen, dass man glaubt alle oder sehr viele hätten Probleme.

            Tatsächlich schweigt aber meist die zufriedene Mehrheit während die mit Probleme natürlich ihren Frust rauslassen. Und nicht selten lieben es nicht wenige einfach auch negativ zu sein und zu meckern, was dann auch den Eindruck verfälscht.

            Bedauerlich, dass so viele so negativ durchs Leben gehen und ärgerlich dazu, weil dadurch manchmal Menschen mit einem echten Problem untergehen.

            Nie ging es den Menschen hier zumindest so gut wie heute, aber liest man die Flut negativer Kommentare zu praktisch jedem Thema, so könnte man meinen, als ob man in einem zum Untergang verurteilten Lande wohnen würde.

            Panik & Gejammer überall, vielleicht sollten manche sich mal einen Garten oder ein Haustier zulegen, hält beschäftigt und vertreibt die negative Energie…

        • ralf sagt:

          ballmer hat microsoft vor allem ein ganz anderes problem hinterlassen: die wohl folgenschwerste fehlentscheidung in der gesamten firmengeschichte, das verschlafen der smartphone-revolution (WIKIPEDIA: “In 2007, Ballmer said ”There’s no chance that the iPhone is going to get any significant market share””).

          eine besondere art von blackout umwehte ihn bei allem was linux betraf: den freien linux kernel nannte er “kommunismus”, linux ein “urheberrechtliches krebsgeschwuer, das sich an alles heftet, was es beruehrt”, die gnu gpl bezeichnete er in diesem kontext als “viral” (im sinne von “ansteckend”).

          • Roland Moser sagt:

            Muss Microsoft mit Smartphones Geld verdienen?

            Hat das was mit Windows zu tun, dass Ballmer es mit Linux nicht so kann?

          • ralf sagt:

            @Roland Moser

            zu “Muss Microsoft mit Smartphones Geld verdienen?”

            nein, wuerde es aber gern.

            HANDELSBLATT (20.09.2013): “Kurz vor seinem Abgang als Microsoft-Chef blickt Steve Ballmer selbstkritisch zurück und gesteht Fehler ein. Anfang des letzten Jahrzehnts sei der Software-Konzern so auf Windows konzentriert gewesen, dass man sich zu wenig um ‘eine neue Geräteklasse namens Telefon’ gekümmert habe. ‘Das ist wohl die Sache, die ich am meisten bedauere'”.

            STATCOUNTER macht die dimension des entgangenen geschaeftsfelds deutlich. bei den eingesetzten betriebssystemen kommt windows auf einen marktanteil von 39.89%, android auf 35.41%, iOS auf 13.28%.
            http://gs.statcounter.com/os-market-share

            GOLEM (19.01.2012): “Zwischen 18 und 24 Euro pro Gerät betragen die Lizenzgebühren für… Windows Phone” – als man sie noch verlangen konnte.

            zu “Hat das was mit Windows zu tun, dass Ballmer es mit Linux nicht so kann?”

            nein, es zeigt nur dass er ziemlich erratische auftritte hinlegt, denn heute “liebt” er linux.

            ZDNET (11.03.2016): “Ballmer: I may have called Linux a cancer but now I love it”.

  2. Hans Thölen sagt:

    Mein Charakter verbietet mir eine Antwort an Micha45.

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  4. Andreas Metzler sagt:

    @Micha45 ich habe ein gewisses Verständnis für solche Frustkommentare, ich finde jetzt auch nicht, daß er gegen Herrn Born gerichtet war.

    Ich bekam jetzt ein Notebook in die Hand, irgendwann von Win8 nach Win 10 upgegraded: Das Kind einer Bekannten hatte das Passwort des einzigen Administratoren-Kontos vergessen.

    Ich habe die Festplatte in einen anderen Rechner ausgebaut und die Daten gesichert. Dann habe ich die Refreshfunktion benutzt, die man anwendet, wenn man das Notbook z.B. verkaufen will. Dabei werden die Benutzerkonten gelöscht (mit den Daten) und man kann neue anlegen. Das hat NICHT funktioniert. Ich habe dann 3 Tage gebraucht, bis ich Windows 10 (1903!) mit Programmen und Daten wieder am Laufen hatte.

    Die Frage ist halt, wenn man unzufrieden ist, aus welchen Gründen auch immer, ob man sich das weiter antun will.

    Ich tu es mir halt nicht mehr an. Linux Mint Debian Edition 3 ist so schön langweilig, alles läuft.

    Das Einzige, was meiner Meinung unter Windows 10 besser funktioniert, ist das Importieren von Fotos von Android-Smatrphones.

    Somit habe ich auch etwas positives über Windows 10 gesagt.

    • Micha45 sagt:

      Natürlich! Wenn man selbst von Problemen betroffen ist, dann ist das frustrierend. Wenn man dann für sich selbst die Konsequenzen zieht, kann ich das absolut nachvollziehen.

      “Ich finde Windows 10 schlecht, weil …”. So ist das für mich in Ordnung.

    • 1ST1 sagt:

      Das ist mal wieder ein Fall von “Wissen und Können”. Es gibt genug Wege, die Anmeldung zu umgehen, da gibts z.B. den Trick per Registry-Hack “cmd.exe” auf die Eingabehilfe im Anmeldebildschirm zu legen – dann ist man “administrator” ohne Passwort einzugeben – und kann es ändern. Oder man nimmt die “Ultimate Boot CD”, bootet die und ändert einfach das Admin-Passwort…

      Man muss sich nur zu helfen wissen.

      Genau unter dem Aspekt sehe ich auch Wertungen mit dem Attribut “Müll” über Windows 10, ohne es selbst einzusetzen, einfach diese Entscheidung getroffen zu haben, weil man von wo anders was schlechtes gehört hat. Füre mich galt schon mit Windows 8, dass ich zu 7 nicht mehr zurück will, genauso wie ich von 8.1 nicht mehr auf 8, und von 10 auch nicht mehr auf die Vorgängerversionen zurück will. Übrigens galt dies schon für Vista, vorrausgesetzt SP1 war installiert, und man hatte ausreichend RAM, dann war nämlich schon XP “Müll”. Eine Einschränkung muss ich allerdings machen: Ab Windows 8 geht es – zumindestens auf dem Desktop (bei Servern mache ich solche Spielchen nicht…) für mich – nicht mehr ohne “Classic Shell”.

  5. Andreas Metzler sagt:

    Lieber Herr Born, ich würde mich sehr über ein Buch von Ihnen freuen “Linux Mint und Linux Mint Debian Edition für Senioren”. Das wäre doch mal was. Ich würde sofort eins kaufen. Versprochen !

    • Günter Born sagt:

      @Andreas: Ich fürchte, das Buch wird es nicht geben (können). Mag die Leserschaft nicht dumm sterben lassen, daher einige Informationen über die wirtschaftlichen Zusammenhänge.

      Irgendwann um 2000 hatte ich einen Buchtitel “Linux statt Windows”, der zwar auf breitere Zustimmung stieß. Aber selbst in den ‘goldenen Zeiten’, in denen ich 50.000 er Buchauflagen mit anderen Themen erzielen konnte, war das o.g. Buchprojekt ein Verlustgeschäft für den Verlag und für mich als Autor. Immer wenn der Verlag mein Buch fertig gedruckt hatte (die Tinte war noch nicht trocken), kam seinerzeit SuSe mit einer neuen Linux-Version heraus. Nach zwei oder drei Auflagen habe ich die Notbremse gezogen.

      Der letzte Ausflug fand 2007/2008 statt, damals habe ich das weltweit erste Buch zum EeePC geschrieben. Wir hatten so um die 8.000 verkaufte Exemplare – die Konkurrenz kam auf ca. 500 bis 1.000 verkaufte Buchexemplare. Mein zweites Werk zu Linux für Netbooks kam erinnerungsmäßig auf 1.500 verkaufte Exemplare.

      Wenn man jetzt noch weiß, dass ich pro verkauftes Buch beim Verkaufspreis von 19,95 Euro so ziemlich genau 1 Euro an Tantiemen vor Steuern habe, und man (optimistisch kalkuliert) von Auflagen von 2.500 Exemplaren ausgeht, bringen mich solche Projekte wirtschaftlich um. Die aktuellen Seniorentitel pflege ich etwas aus sentimentalen Gründen (und Dankbarkeit gegenüber den Verlagen Markt+Technik und dPunkt – die haben nach meinem Sportunfall in 3.2015, als ich 18 Monate weg vom Fenster war und niemand wusste, ob ich nicht querschnittsgelähmt im Rollstuhl ende – ganz klar kommuniziert ‘wir warten, bis Du wieder schreiben kannst’).

      Von meinen Büchern kann ich längst nicht mehr leben. Wenn die Blogs nicht dankenswerterweise den Lebensunterhalt finanzieren würden, hätte ich längst die Rente beantragt (wäre seit 2015 mit Abschlägen und seit März 2019 abschlagsfrei gegangen).

      Das ist die schlichte Wahrheit – und angesichts der Situation auf dem Computerbuchmarkt sehe ich auch nicht, wie Verlage da einsteigen könnten. Selbst die Seniorentitel zum iPad habe ich auslaufen lassen.

      PS: Aber die Diskussionen bzw. Kommentare hier, so interessant sie sein mögen, führen extrem vom Inhalt des Artikels weg. Das interessiert die Leser-/innen, die sich für Windows 10 V1903-Probleme hier verirren, vermutlich weniger. Würde daher diese ‘Nebenthemen’ gerne hier beenden.

      Vielleicht überlege ich mir mal, eine Rubrik ‘Allgemeine Leserdiskussionen’, aufgesetzt als Seite mit freigeschalteten Kommentaren.

      Ok, die Seite ist jetzt aufgesetzt. Erreichbar über die Menüleiste unter dem Logo des Blogs über den Punkt Diskussion.

  6. oli sagt:

    Durch die ganzen “Showstopper”, die jedesmal bei einem Funktionsupdate auftreten und nur teilweise behoben werden bzw. werden können (man denke an die ganzen Laien), wird es in Zukunft zwangsläufig zu einer Menge alter Windows-Maschinen führen, wo die Hardware noch voll i.O. ist, aber das Betriebssystem seinen Support-Status verloren hat (Frühjahr-Version nach 1,5 Jahre, Herbst-Version nach 2 Jahre). Und gerade bei Treibern ist ja schon bekannt, dass ältere Hardware nicht ewig mit neueren Treibern versorgt wird. Was für eine ökologische Katastrophe, wenn man bedenkt, dass die meisten Rechner nur für Internet und Texte schreiben genutzt wird.

    Irgendwie bin ich froh, dass wir auf Win 10 LTSC 2019 umgestiegen sind. Als angepasstes Custom-Image, mit Einsatz von IPFire und WSUS und entsprechenden Datenschutz-GPOs ist es eben durchaus möglich, Windows 10 performant und datenschutzfreundlich zu betreiben. Nur ist der Aufwand einer LTSC-Version nicht ganz hoch, wie bei einer as-a-Service-Version mit vorinstallierten Store/Apps und per Pushinstallation nachgereichten Werbemüll. Der älteste Rechner (eher ein Bastelrechner) ist ein C2D@2.6Ghz mit 4GB RAM und einer Nvidia 8600GT. Installiert auf einer alten kleinen 64GB SSD (das wird bei v1903 ja schon zu einem Problem) läuft der Rechner absolut sauber und schnell ohne dass irgendwelche App-Updates (vor allen Apps, die nie genutzt werden) oder Telemetriedatensammlungen den Rechner unnötig belasten. Das merkt man bei einem alten 2-Kerner nämlich in der Performance und führt bei neueren Rechner zu einem kurzfristig erhöhten Stromverbrauch bzw. bei Mobilgeräten zu einer verringerten Akkulaufzeit.

  7. Hans Thölen sagt:

    Es gibt kein Forum und keinen Blog auf dem Niveau dieses Blogs.
    Das soll auch immer so bleiben, und dafür wird Günter Born schon sorgen.
    Der Günter leitet diesen Blog absolut souverän, und dafür gebührt ihm Dank
    auf aller höchster Stufe. Auch ich sage aus Überzeugung : Vielen Dank Günter !

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  9. Hans Thölen sagt:

    Das ganze Problem bei Windows 10 ist : Es gibt nicht ein Windows 10, sondern
    es geben viele Windows 10. Und jedes Windows 10 ist eine mißratene Inzucht.
    Dieser Trend wird sich noch lange so fortsetzen.

  10. Lukas sagt:

    Wo finde ich denn Teil 3?

  11. SlashRose sagt:

    Da es unter der 1903 mit Qualkomm WLAN Chips Probleme gibt, wollte ich mal Fragen, ob das sein kann, dass man dadurch einige Web Seiten nicht mehr Aufrufen kann? Wenn dem so ist, was kann ich dagegen tun?

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