Windows 7 Exit: Sterbende Dienste, in Firmen knirscht es

win7[English]Gut 6 Monate vor dem Ende des Extended Support von Windows 7 knirscht es im Firmenumfeld gewaltig. Um die 20 % der Firmen haben noch nicht mit der Migration begonnen und ein erklecklicher Anteil an Systemen läuft weiter mit Windows 7. Zudem schaltet Microsoft schrittweise Dienste im Umfeld von Windows 7 ab. So werden Internet-Spiele ab dem 22. Januar 2020 nicht mehr unter Windows 7 funktionieren.


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Noch 6 Monate, dann bekommt Windows 7 keine Sicherheitsupdates mehr (zumindest für Otto-Normalnutzer und Firmen ohne Extended Security Update Support) und fällt aus dem Support. Hier noch ein weitere Blick auf bestimmte Aspekte zu diesem Thema.

Dienste werden abgeschaltet

Vor einigen Tagen hatte ich bereits berichtet, dass Microsoft den Fai-Musik-Meta-Dienst abgeschaltet hat. Ich hatte im Blog-Beitrag Dienst fai.music.metaservices.microsoft.com abgeschaltet darüber berichtet. Der Dienst wird vom Windows Media Player und vom Windows Media Center benötigt, um nach Alben zu suchen (siehe z.B. meinen alten Blog-Beitrag Albumsuche geht im Windows Media Player nicht).

Auch an einer zweiten Front werden sich Windows 7-Benutzer auf einen abgeschalteten Dienst einstellen müssen. Ich hatte es bisher nicht thematisiert, aber die Kollegen von deskmodder.de wiesen vor einigen Tagen auf das Thema hin. Auf Microsoft Answers hat Microsoft darauf hinweisen lassen, dass bei den Servern für Internet-Spiele bald der Stecker gezogen wird.

Hello, Microsoft Internet Games players, it is with heavy hearts that we have made the difficult decision that the following games will no longer be supported.

  • Internet Backgammon (XP/ME, 7)
  • Internet Checkers (XP/ME, 7)
  • Internet Spades (XP/ME, 7)
  • Internet Hearts (XP/ME)
  • Internet Reversi (XP/ME)
  • MSN Go (7)

Microsoft Internet Games services on Windows XP and ME will end on July 31, 2019.
Microsoft Internet Games services on Windows 7 will end on January 22, 2020.

Während bei Windows XP Ende des Monats Schluss ist, laufen die Spiele-Server für die obigen Internet-Spiele noch bis zum 22. Januar 2020. Dann ist ebenfalls Schluss, das Licht geht aus. Gut, betrifft jetzt Home-User, aber wie sieht es im Firmenumfeld aus?

Firmen tun sich mit der Ablösung schwer

Ich hatte es bereits vor einer Woche im Blog-Beitrag Windows 7: In 6 Monaten läuft der Support aus angesprochen. Windows 7 läuft noch auf 35,38 % der Desktop-Systeme auf Windows-Basis (Stand: Anfang Juli 2019). Könnten ja alles Home-Nutzer sein. Aber mir sind die Tage einige Zahlen in die Finger gefallen, die zeigen, dass Firmen sich schwer mit der Ablösung von Windows 7 tun.

  • Ich bin bei MSPU auf den Hinweis gestoßen, dass noch gut 20 % der großen Firmen nicht mit der Migration von Windows 7 auf einen Nachfolger begonnen hätten. Quelle ist eine Umfrage von Kollektiv unter mehr als 200 IT-Entscheidern/-Mitarbeitern in den USA und Großbritannien. Allerdings lag der Wert vor einem Jahr noch bei 43 %. Es könnte aber eng werden, da die Migration einer großen Anzahl an Systemen Zeit braucht.
  • ZDNet berichtet hier über Untersuchungen des zu Cisco gehörenden Authentifizierungsunternehmens Duo. Danach läuft Windows 10 inzwischen auf 66 %der PCs, mit denen die Software von Duo interagiert. Aber noch 29 Prozent der Systemen sind weiter auf Windows 7. In einigen Bereichen, wie dem Gesundheitswesen, sieht es schlechter aus. Die verbleibende Zeit für ein Upgrade der IT-Systeme in einem stark frequentierten Krankenhaus dürfte knapp werden. Einige medizinische Geräte können einfach nicht aufgerüstet werden. Im britischen Gesundheitswesen ist sogar noch noch eine besorgniserregende Menge (2.300 von 1,4 Millionen PCs) von Windows XP-Systemen im Einsatz.

Wie viele der Firmen sich für den ‘Windows 7 Extended Security Updates (ESU)’ entscheiden, um die Migrationsphase bis 2023 verlängern zu können (siehe mein Blog-Beitrag Windows 7 kriegt Extended Support bis Januar 2023) ist unbekannt. Andererseits kann ich auch keinen großen Wechsel in Richtung Linux erkennen – zumindest geben die Zahlen das nicht her.

Windows 10 klingt wie eine Drohung

Alles in allem scheint Windows 7 im Firmenumfeld nicht tot zu kriegen, und niemand wechselt da mit fliegenden Fahnen zu Windows 10. Das Versprechen von ‘Windows as a service’ wird von Firmen eher als Drohung und ‘Versprechen auf mächtig viel Ärger’, denn als großartige Neuerung, wahrgenommen. Ed Bott hat das Problem vor einigen Tagen bei ZDNet.com in diesem Artikel aufgegriffen. Die Botschaft: Microsoft hat immer noch nicht sein Update-Desaster bei Windows 10 im Griff – egal, was Fans und Unternehmen da flöten. Hier einige Kernpunkte von Bott:

  • In den letzten vier Jahren haben sich die Zeiten, in denen ein Funktionsupdate hinauszögern ließ, von acht Monaten auf 180 Tage und dann auf 365 Tage verändert.
  • Es gab zwei Zweige für das Rollout (Current Branch, Current Branch für Business), die mehrfach umbenannt wurden. Inzwischen wurde der Semi Annual Cannel Targeted (SAC-T) wieder beerdigt.
  • Inzwischen hat Microsoft eine 18-monatige Support-Frist für alle neuen Windows 10-Versionen festgelegt – wobei es für Business-Umgebungen mit Windows 10 Enterprise für Herbst-Versionen dann 30 Monate Support gibt.

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Das ist (für meinen Geschmack) ein absolutes Chaos, was Microsoft nach vier Jahren hinterlassen hat. Immerhin: Ab Windows 10 V1903 bekommen alle Benutzer die Möglichkeit, Funktionsupdates bis kurz vor dem Ablauf der Support-Periode von 18 Monaten zu verzögern (siehe Windows 10 Mai 2019 Update mit Update-Kontrolle). Die 30 Monate Support-Periode für Windows 10 Enterprise lässt sich nur in großen Unternehmen nutzen, die zentrale Update-Management-Tools wie Windows Server Update Services (WSUS) oder den System Center Configuration Manager (SCCM) verwenden.

Nebenbemerkung: Wie lange Lösungen wie WSUS und SCCM noch aktiv von Microsoft unterstützt werden, wird man auch abwarten müssen. Und wie künftig Herbst-Updates ausgerollt werden (als Funktionsupdate oder kumulatives Update), ist aktuell Gegenstand weiterer Experimente Microsofts.

Für alle Nutzer außerhalb verwalteter Update-Umgebungen, einschließlich der enormen Anzahl von PCs in kleinen Unternehmen, ist der einzige Weg, unerwartete Funktionsupdates zu verhindern, den Prozess der Update-Steuerung aktiv zu verwalten. Das steht eigentlich konträr zum Versprechen Microsofts, das unter Windows 10 alles einfacher und vor allem bezüglich des Wartungsaufwands weniger aufwändiger bzw. preisgünstiger werde. Wer auf Windows 10 Pro angewiesen ist, wird zudem feststellen, dass diese Version gegenüber Windows 10 Enterprise ziemlich kastriert und der Windows 10 Home angeglichen wurde.

Sprich: Microsoft hat den Karren ziemlich an die Wand gefahren – und was mit Windows 10 V1903 in Sachen Bugs und Upgrade-Stoppern abgeht, lässt nicht erkennen, das sich da was gravierendes ändert.

Artikelreihe:
Windows 7: In 6 Monaten läuft der Support aus
Windows 7 Exit: Sterbende Dienste, in Firmen knirscht es

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56 Antworten zu Windows 7 Exit: Sterbende Dienste, in Firmen knirscht es


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  2. “Noch 6 Monate, dann bekommt Windows 7 keine Sicherheitsupdates mehr (zumindest für Otto-Normalnutzer und Firmen ohne Extended Security Update Support)”

    Nicht nur Otto Normalmissbraucher wird von Februar 2020 bis Oktober 2020 die für Windows 7 Embedded im Update-Katalog bereitgestellten *.MSU herunterladen und auf den “normalen” Editionen der Siebten Todsünde installieren können, d.h. Windows 7 lässt sich noch 10 Monate länger manuell mit Updates versorgen.

    • Herr IngoW sagt:

      Oder MS schiebt da einen Riegel vor. Alles ist möglich, würde ich mich nicht drauf verlassen.

      • Steter Tropfen sagt:

        Eine möglichst abschreckend formulierte Warnung durch die PR-Abteilung wird kommen, darauf kann man sich verlassen. Aber mehr wahrscheinlich nicht: Wegen dem Dreivierteljahr wird M$ sich keinen abbrechen.
        Bloß mal dumm gefragt: Gibt es für Embedded überhaupt Security-only-Updates?

        Wenn man Windows 10 vermeiden kann, ist jeder Strohhalm recht.

  3. Hans Thölen sagt:

    Windows 10 as a Service ( Müllberg ) hat sich auch für den privaten Bereich so
    negativ entwickelt wegen der Telemetrie und dem Update Chaos, so daß auf
    meinem PC Windows 7 Home Premium SP1 32 Bit noch einige Jahre laufen wird.

    • Dat Bundesferkel sagt:

      Inzwischen nehmen Windows 7 / 8.x / 10 sich kaum noch irgendwas in punkto Telemetrie-Sammlung und Datenübermittlung.

      Man kann gar nicht soviele Aktualisierungen ausklammern und sperren, wie diese Funktionalitäten heimlich nachgerüstet wurden.

      Zu Deutsch: Wer Windows 7 seit Mitte 2015 immer brav aktualisiert, hat dieselbe Datenpetze, wie Windows 10. Dazu noch eine Prise Microsoft Office… und Visual Studio oder Skype(man lese die AGB zu diesem Diensten… sowas wird nur von WhatsApp-/Facebook-Nutzern akzeptiert).

      Im Grunde kann man nur konsequent handeln und vollständig auf freie Software umsatteln, die Microsoft Software offline und fernab jedweder Internetverbindung einsetzen oder aber nur noch gleichgültig mit den Schultern zucken.

      • Hans Thölen sagt:

        Die Telemetrie kann ich noch ertragen, aber das chaotische
        Update Szenario bei Windows 10 as a Müllberg ist so nicht
        mehr erträglich wegen der vielen Kollateralschäden. Das
        bekommt Macromurks mit dem Herrn Nadella niemals in
        den Griff.

      • Herr IngoW sagt:

        Zitat:
        “Im Grunde kann man nur konsequent handeln und vollständig auf freie Software umsatteln, die Microsoft Software offline und fernab jedweder Internetverbindung einsetzen oder aber nur noch gleichgültig mit den Schultern zucken.”
        Der Glaube versetzt Berge, heist es.
        Wer glaubt das freie Software keine Telemerie und andere Datenübertragungen macht hat wohl die Zeit verschlafen, die wollen letztendlich auch nur Geld machen.

        • WieWo sagt:

          Lieber Herr IngoW,
          kennen Sie Wireshark?
          Klemmen Sie sich mit einem damit versehenen Rechner einfach über einen Hub (nicht Switch) in Ihr Netzwerk und vergleichen Sie den Internet-Verkehr von Windows 10 z.B. mit dem von LinuxMint. Der Unterschied wird Sie sicher verblüffen: Ich hätte nie gedacht, dass mein Win10-Testrechner so gesprächig ist. Dagegen sind meine Linux-Rechner richtige Kartäuser-Mönche.

          • Mark Heitbrink sagt:

            Viel zu aufwendig .. das ist schon alles dokumentiert. Für jede Edition und auch die Dauer des Scans ist genannt.
            https://docs.microsoft.com/en-us/windows/privacy/manage-windows-1903-endpoints

            copy &paste, etwas Anpassung und ab damit in die hosts.

          • Dat Bundesferkel sagt:

            @ Mark Heitbrink

            Leider kann ich nicht auf Deinen / Ihren Kommentar antworten, da die Verschachtelung jetzt wohl zu tief wird.

            Diese Endpoints sind eine schöne Zusammenfassung (wobei fraglich ist, ob diese tatsächlich vollständig ist).
            Die HOSTS (DNS oder auch Pi-hole meinetwegen) ist hierbei leider nur eine begrenzte Hilfe, da sie ausschließlich Anfragen und Auflösungen via DNS verarbeiten.
            Windows nutzt einige dll’s, die keinerlei Gebrauch von einem DNS machen und Ziele direkt via IP aufrufen.

            Denen wird man auf diese Art nicht Herr.

          • Mark Heitbrink sagt:

            @Dat Bundesferkel

            Ja, die Liste ist vollständig in Rahmen der definierten Erstellung. Wir reden über eien “docs.” Artikel, keinen “blog.”
            Docs sind rechtlich belastbar, wohngegen Blogs von einem MS Techie verfasst sind als quasi eigene Meinung.

            Die dnsapi.dll hat einige hosts hardcodiert, was Sinn macht. Am Ende kommt man mit der hosts schon sehr weit.

      • Roland Moser sagt:

        In der Norton Security kann ich in der Firewall schön alles blockieren. Ich habe sie so eingestellt, dass sie meckert, wenn ein Programm auf das Internet zugreifen will, dann kann ich es blockieren, und dann bleibt es blockiert, bis ich es wieder freigebe. Und solange es blockiert ist, meldet sich die Firewall auch nicht mehr.

        • Dat Bundesferkel sagt:

          Das kann sogar direkt mit der in Windows integrierten Firewall erledigt werden. Sich sowas wie die Norton Schlangenöl-Software zu installieren würde die Situation und Angriffsfläche leider nur verschlimmern.
          Ich habe auch ein sehr großes Problem mit Anwendungsprogrammen, die fortwährend MITM-Angriffe auf das eigene System ausführen. Nichts Anderes sind Pseudo-Schutzfunktionen, die bestehende SSL/TLS Verbindungen aufbrechen und in Form eines Proxys eigene Zertifikate unterjubeln, um den “Content scannen zu können”.

          Es gibt also durchaus andere Möglichkeiten, als sich seine lokale Installation zu versauen.

          • Roland Moser sagt:

            Das gute an der Norton Security ist, dass ich sie so einstellen kann, dass sie sich meldet, wenn ein Programm versucht, auf das Internet zuzugreifen.
            Die in Win 10 integrierte Schlangenöl-Firewall bietet diese Funktion nicht. Ich muss also wissen, wie der Prozess heisst. Das kann man natürlich rausfinden mit irgendwelchen Schlangenöl-Hilfsprogrammen. Das ist mir aber zu kompliziert.

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  5. “Windows 10 as a Müllberg”… Das alles ist so übertrieben. Ich nutze Windows 10 dienstlich und privat und habe kaum Probleme. Dienstlich noch mehr als privat, aber das hatten und haben wir (noch) bei Windows 7 auch. Sicher hätte Microsoft da sehr vieles besser machen können. Gerade im Bereich der Kommunikation sehe ich Verbesserungsbedarf. Das Insider-Programm ist ein Witz. Eher solche Dinge funktionieren überhaupt nicht. Die Presse hat Windows 10 immer schon verrissen. Leider gibt es da dann viele, die einfach nur nachplappern. Wenn man dann fragt, welche Probleme es tatsächlich gibt, kommt oft keine Antwort.

    • Bernard sagt:

      Dem Herrn Born vorzuwerfen, er würde nur nachplappern, wird meiner Meinung nach seiner Arbeit, die er hier leistet, überhaupt nicht gerecht.

      Man sollte schon bedenken, dass kleine Betriebe funktionierende Rechner ohne viel Wartungsaufwand erwarten. Die können sich keinen teuren Sysadmin leisten und verzichten auch gerne auf EDV-Spezialisten mit horrenden Stundensätzen.

      Microsoft hat mit Windows 10 mehr versprochen, als man zur Zeit hält.

      Ein kleiner Betrieb braucht nicht jedes halbe Jahr ein neues Funktionsupdate.

    • Mark Heitbrink sagt:

      Danke Dietmar.

      Ich habe in 4 Jahren Windows 10, mit mittlerweile 8 Builds und mittlerer 2-steilliger Anzahl Kunden, bei denen ich das Basis Image gebaut habe keinen einzigen Show-Stopper gehabt. Nicht eine Software, die nicht ging (einige nicht supported, wegen fauler SW Hersteller).

      Als ob die 20 -30 Minuten Update halbjährlich Stress erzeugen würden, Das ist doch alles Quatsch. Das Update wird bereitgestellt (beliebige Technikwahl) und der User entscheidet, wann er auf das Knöpfchen drückt. Das macht er, wenn es ihm passt und man gibt ihm 14 Tage Zeit dafür.

      Ich weiss Günter, du wirst den Satz hassen, aber: Ich habe keine Probleme, weder bei mir noch bei den Kunden, wo ich war. Entweder mache ich was falsch oder besser.

      Mann, Mann, Mann, dieses Geheule immer. Das SAC/Branch/Channel/18/30 Chaos ist doch vollkommen ok und normal. Microsoft lernt.

      Microsoft hat viele Dinge, die sie zu Anfang definiert haben umgeschmissen, weil sie nicht machbar waren. Ihr beschwert euch jetzt, daß MS sich endlich dynamisch anpasst und das ist auch wieder nicht richtig.

      Der Stress mit dem SAC war komplett “Customer-Driven”. MS wollte den nicht. Nur irgendwelche Kunden wollten “Planbarkeit”. Warum? Weil sie ihre uralten schlechten Prozesse nie hinterfragt haben und nie reviewed haben und nicht angepasst kriegen. Mit dem fixen Termin kam das Chaos.

      Sagt auch bitte nicht, ihr habt für den halbjährlichen Zyklus keine Zeit … DAS! ist komplett euer internes Problem. Warum sind nicht genügend ITler in der Firma? Warum hat man die letzten 10 Jahre verpennt? Was habt ihr überhaupt in den letzten 4 Jahren gemacht? Windows 10 ist doch nicht flammneu. Warum akzeptiert ihr dieses Arbeitsbedingungen? Kündigt einfach und sucht euch eine Stelle, die besser ist. Zu dem Problem gehören immer 2 … einer der es macht und einer, der es mit sich machen lässt.

      P.S.: IT ist mittlerweile ein Arbeitnehmermarkt. Im Umkreis von pendelbaren 50km gibt es genug freie Stellen.

      • Mäuschen sagt:

        Welch ein Dummschwätz.

        • trensych-nob sagt:

          schaffst du auch inhaltliches?
          Oder bleibts bei flach-Stammtisch – sobald hier die eigenen Vorurteile nicht bedient werden, kommt immer sowas…

      • Frank Z sagt:

        /signed!

        PS: Ich meinte damit den Threadstarter und nicht den Kommentar von Mäuschen.

      • Günter Born sagt:

        Marc, zu ‘Ich weiss Günter, du wirst den Satz hassen, aber: Ich habe keine Probleme, weder bei mir noch bei den Kunden, wo ich war. Entweder mache ich was falsch oder besser.’

        Ich habe damit keine Probleme. Auf meiner Testmaschine läuft das Zeugs auch ohne größere Probleme – aber ich habe andere Testmaschinen, wo es deutlich ‘hakt’. Ist aber nicht relevant, freuen wir uns für jeden der 840 Millionen Windows 10-Nutzer, die ohne Probleme werkeln. Und die paar Promille mit Problemen: Hey, die sind doch ein gefundenes Fressen für Blogger und Schreiberlinge. Eigentlich müsste ich Herrn Nadella ja täglich die Füße küssen – so viel Stoff, wie die mir liefern, da gehen mir die Themen beim Schreiben nicht aus ;-). Und manches kann ich sogar direkt auf den Microsoft-Seiten aus deren Techcommunity-Artikel etc. entnehmen und nacherzählen (bös formuliert ‘nach plappern’, wobei ich diesen Terminus locker sehe – solange ich hier gelesen werde, passt es).
        PS: Und sollte die Fehlerquote mal auf 0,0 % zurück gehen – hey, dann blogge ich, wie genial das doch alles ist ;-).

        Ansonsten: Ich sehe, dass einige Leute wohl relativ gut mit dem Zeugs zurecht kommen. Das nehme ich zur Kenntnis und freue mich für die Betreffenden.

        Ich bekomme aber auch mit, dass es Leute im Admin-Bereich gibt (teilweise als Dienstleister im Kundenbereich), wo es deutlich knirscht. Ob es an den ‘Umständen’ liegt (wie der Italiener zu sagen pflegt), an mangelnden Kenntnissen oder was auch immer, da fehlt mir die Zeit für eine Analyse. Ist für die Betroffenen i.d.R. auch wenig relevant bzw. hilfreich.

        Da mit dem Hinweis ‘such dir eine andere Stelle’ zu kommen, ist für die Klientel wenig zielführend – imho. Und damit bin ich wieder aus der Diskussion raus.

        • Hier noch einmal: Mit nach plappern waren nicht Sie gemeint, Herr Born! Ich lese nicht umsonst jede Zeile, die Sie schreiben. Wir betreuen über 10.000 Clients, die wir Ende des Jahres sehr erfolgreich auf Windows 10 umgestellt haben werden. Nebenbei arbeite ich noch für einen Energieversorger mit über 600 Rechnern, wo wir ähnlich weit fortgeschritten sind. Alles soweit ohne größere Probleme, trotz teilweise uralter Software die verwendet werden muss (Messgeräte und solche Sachen). Auf meinen privaten 4 Rechnern denke ich ehrlich gesagt über Updates nicht nach, läuft ja eh alles automatisch im Hintergrund.

          Nein, was mich teilweise nervt sind diese immer negativ Kommentare. Alles, wo Microsoft drauf steht, muss mit Gewalt schlecht gemacht werden. Dann wird ein Kommentar vom genialen Mark Heitbrink (der Mann mit den Gruppenrichtlinien, von dem ich sooo viel gelernt habe! DANKE!) als Stammtisch-Gerede bezeichnet. Nein, die ersten Kommentare zu dem Artikel sind auf Stammtisch-Niveau.

          • rotbeet sagt:

            najaa, “Stammtisch” bezieht sich aber doch wohl eindeutig erkennbar (auch optisch!) auf den Simpel-Einzeiler von Mäuschen, und überhaupt nicht Mark Heitbrink.

      • Potrimpo sagt:

        Kann Dir nur beipflichten – mit einer Anmerkung.

        Bei den ca. 80 W10 Rechnern in meinem Umfeld gibt es – mittlerweile – keine Update-Probleme mehr. Allen gemein ist, dass sich auf den Rechnern mittlerweile keine Security-Software von Drittanbietern oder Anti-Spy-Tools mehr befinden. Bis dahin gab es durchaus diverse Probleme.

    • Roland Moser sagt:

      Ich habe anderes erlebt. Zu Hause als Normalsterblicher.
      Ich melde mich an, und das Konto ist verschwunden, und es erscheint das Standard-Konto, das erscheint, wenn man einen neuen Benutzer anlegt. Hätte ich die eigenen Daten im Stanard-Ordner abgelegt, wäre alles verloren gewesen, weil ich die Daten aber anderswo ablege, ist nichts verloren gegangen. Das ganze mehrmals! Das war mit 1803 oder 1809 oder beiden.
      Ich habe es dann mal so gemacht, dass ich mich einfach wieder abgemeldet und den PC runtergefahren und neu gestartet habe. Das Original-Konto war dann wieder da. Echt schräg.
      In Unternehmen wird nur über Win 10 geflucht.
      Die Zwangsupdates von Win 7 und Win 8/8.1 auf Win 10 hat man gemacht, weil niemand Satan Nutella’s Müll Win 10 will.
      Man hätte problemlos das beliebte und verbreitete Win 7 weiterentwickeln können. Dann wäre es aber nicht die Freak-Show geworden, die Win 10 ist. Hast Du schon mal einen neuen Standard-benutzer angelegt? Für mich als Normalverbraucher ist es eine Frechheit, was Satan Nutella damit abzieht.

      • Bernard sagt:

        Mark Heitbrink hält Leute wie dich für minderbemittelt.

        Echt schade, so eine Einstellung.

        ER als ausgewiesener Fachmann müsste doch wissen, dass es auch Probleme geben kann und nicht alles eitel Sonnenschein ist.

  6. Werner Hermann sagt:

    Das Hauptproblem ist einfach das Windows 10 nicht Windows 10 ist.
    Mitunter muss man herausfinden mit welcher Windows 10 Version ein Programm/Treiber läuft, ( RTX 2080 läuft erst ab 1803(?) nicht so toll wenn man die 1607 LTS verwendet ) und hat man das herausgefunden, darf man nicht sicher sein, das diese Wahrheit eine gewisse Halbwertszeit hat … 18 Monate ist ein Witz.
    Es ist nicht so das Windows 10 “unnutzbar” wäre …aber der administrative Aufwand ist deutlich höher als unter Windows 7. Just my 2 cents …

  7. Bernard sagt:

    Internet-Spiele werden in Firmen (hoffentlich) nicht genutzt…

    • Bernard sagt:

      P.S.

      Wird denn wenigstens von Microsoft erklärt, WIE man die bald nicht mehr funktionierenden Spiele SAUBER deinstallieren kann?

      • Christian sagt:

        1. Windows-Taste + R
        2. control appwiz.cpl,,2
        oder alternativ
        3. optionalfeatures
        4. mit return bestätigen
        5. Haken entfernen bei Spiele
        6. Fertig

        Alternativ die Kommandozeile als Admin starten und das eingeben:
        DISM /online /disable-feature /featurename:InboxGames /quiet /norestart

  8. Bernard sagt:

    Microsoft hat immer noch nicht sein Update-Desaster bei Windows 10 im Griff – egal, was Fans und Unternehmen da flöten.

    Microsoft hat noch ganz andere Dinge nach vier Jahren ÜBERHAUPT NICHT IM GRIFF.

    Warum gibt es immer noch ZWEI Systemsteuerungen?

    Bei denen man zudem oft doppelt konfigurieren muss, weil die eine nichts von der anderen weiss?

    Warum geht man diese Baustelle nicht an?

    Weil es wichtiger ist, das Snipping Tool in den Microsoft Store zu verlagern? Absolut lachhaft. Das Programm läuft und basta.

    • Mark Heitbrink sagt:

      2 Systemsteuerungen: Die Baustelle ist massiv in Arbeit.

      eine 30 Jahre lang gewachsene Oberfläche mit wie vielen Funktionen? (Zähl einfach mal alle(!) klickbaren Aktionen) ist nicht an einem Wochenende in eine neu Oberfläche überführt.

      Das ist kein einfaches 1zu1 übersetzen, sondern ein massiver Cleanup, was wird noch gebraucht, was fehlt, wie wird es in der neuen UI dargestellt etc.

      Oberfläche ist die größte Workload und der größte Prüfprozess den MS hat, denn neben dem Design muss es noch zusätzlich für über 100 Sprachen kontrolliert werden. Passt der Text, skaliert es, ist es ordentlich übersetzt. Was muss komplett neu gemacht werden, weil es die Technik nicht oder ander gab etc.

      Das eine kleine Tool zu verändern ist Kindergarten.

      • Frank sagt:

        MS arbeitet seit ca. 10 Jahren daran (die “neue” Systemsteuerung gab es bereits in Windows 8.0). Man ist immer noch mittendrin. Bis MS fertig ist, muss wieder eine neue Systemsteuerung her.

        • Dat Bundesferkel sagt:

          “Bis MS fertig ist, muss wieder eine neue Systemsteuerung her.”

          Würde ich stark begrüßen, da der gegenwärtige Anlauf eine Unzumutbarkeit ist. Umständlich, überladen, verwirrend und nicht zielführend.

          So gewöhnt man den Leuten die GUI ab. ^^

          Aber hey, immerhin funktioniert immer noch der sogenannte “God-Mode”. K.I.S.S. – schluss mit lustig (suchen):

          Desktop -> Neuer Ordner erstellen und wie folgt benennen:

          Alle Aufgaben.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}

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  10. Ralf Lindemann sagt:

    „Microsoft hat den Karren ziemlich an die Wand gefahren – und was mit Windows 10 V1903 in Sachen Bugs und Upgrade-Stoppern abgeht, lässt nicht erkennen, das sich da was gravierendes ändert.“ – Ja, Günter, rein technisch gesehen werden die meisten deinem Fazit beipflichten. Ich auch. Ökonomisch sieht das leider anders aus, wie wir alle wissen, deshalb wird sich technisch wenig ändern. Böse Welt. In der Welt des Geldes wird man selbst für an die Wand gefahrene Karren mit Geld und Lobeshymnen zugeschüttet, wie man gestern auf tagesschau.de lesen durfte. Fazit hier, die Ökonomie betreffend:

    „An der Börse ist Microsoft derzeit ohnehin das Maß aller Dinge. Der Konzern hat Apple und Amazon als wertvollste Aktiengesellschaft überholt und ist aktuell das einzige Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als einer Billion Dollar. Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Kurs mit fast 35 Prozent im Plus. Das ist umso beeindruckender, da bis zur Übernahme durch Nadella eigentlich niemand dem Unternehmen zugetraut hätte, wieder an alte Zeiten anzuknüpfen, galt Microsoft doch als Technologie-Dinosaurier, der sich mit den Emporkömmlingen wie Amazon, Google oder Facebook nicht würde messen können.“ (Quelle: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/microsoft-zahlen-101.html)

    Tja …, bleibt frustrierten Windows 7-Nutzern nur, sich 2020 in die Büsche zu schlagen und zu hoffen, dass sich entweder Schlupflöcher öffnen (Windows 7 Embedded) oder der Support wegen anhaltend hoher Marktanteile von Windows 7 offiziell für ein paar Monate verlängert wird … Letzteres aber wohl eher sehr unwahrscheinlich. Aber ok, die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • Günter Born sagt:

      Die Sichtweise ist mir nicht gänzlich unbekannt und ich kann deinen Text voll unterschreiben.

    • Roland Moser sagt:

      “…Das ist umso beeindruckender, da bis zur Übernahme durch Nadella eigentlich niemand dem Unternehmen zugetraut hätte, wieder an alte Zeiten anzuknüpfen, …”
      Nutella ist nichts anderes, als ein Kind seiner Zeit. Er hat einfach Glück gehabt, bei Microsoft für die Cloud verantwortlich zu sein, und weil man in der Cloud die Zukunft gesehen hat, hat man ihn zum CEO gemacht.
      Dass er eine Pfeife ist, sieht man am Win 10 Chaos.

  11. techee sagt:

    Ich empfinde auch den ständigen Umbruch der Update Funktion im Unternehmensbereich als extrem nervig. Erst war es der Current Branch for Buisness, dann Semi Anual Channel und nun wird das ganze wieder fallen gelassen. Ständig muss man geänderte ADMX Files hochladen und Gruppenrichtlinien neu konfigurieren. Windows 10 ist nicht auf lange Sicht planbar. Deswegen finde ich es auch richtig, wenn Hr. Born hier von Chaos spricht! Was erwartet Microsoft von Admins? Nach jedem Feature Upgrade neu lernen, was sich an Gruppenrichtlinien/Updateverfahren so geändert hat?
    Wenn man eine Umgebung administriert, die noch auf Windows 7 fährt bin ich mir derzeit nicht sicher, was ich dort empfehlen würde, oder wie ich den Rollout angehen würde.

    • Mark Heitbrink sagt:

      … als ob in den Richtlinie so massive Veränderungen wären, das man sie ständig anfassen würde … es gibt kaum etwas statischeres als ein GPO Ruleset inkl. GP Infrastruktur in der Firma.

      Ihr beschwert euch wegen 2 Stunden GP review im halben Jahr? Echt jetzt?

      • techee sagt:

        Letztens z.B. die neue TimeLine. Features die integriert werden und bei “nicht-abschaltung” in die Cloud wollen.
        Ja dass muss man alles reviewen und auch noch verstehen, was sich am Verfahren ändert, wenn Semi-Anual Channel etc. auf einmal komplett wegfällt (da muss ich mich noch einlesen).

        2 stunden sind da gar nichts, meine Meinung.
        Wenn man nicht gerade das GP-PACK zur Hilfe nimmt ;)

      • techee sagt:

        Letztens z.B. die neue TimeLine. Features die integriert werden und bei “nicht-abschaltung” in die Cloud wollen.
        Ja dass muss man alles reviewen und auch noch verstehen, was sich am Verfahren ändert, wenn Semi-Anual Channel etc. auf einmal komplett wegfällt (da muss ich mich noch einlesen).

        2 stunden sind da gar nichts, meine Meinung.
        Wenn man nicht gerade das GP-PACK zur Hilfe nimmt ;)

      • Dat Bundesferkel sagt:

        “Ihr beschwert euch wegen 2 Stunden GP review im halben Jahr? Echt jetzt?”

        Persönlich beklage ich mich nur über den Leistungsdiebstahl seitens Microsoft, wo man bei den Professional-Ausgaben immer mehr und mehr GPO-Funktionalität entfernt hat.

        Man muß sich das so vorstellen: Man erwirbt ein Fahrzeug mit vier Rädern und der Hersteller kommt an… “Hey, ich habe ein tolles ZWANGS-Upgrade für Ihr Vehikel! Wir wollen nur Ihr Bestes! Bitte, jetzt haben Sie noch drei Räder. Fahrzeug ist so nicht mehr zu gebrauchen? Pech gehabt!”

        Fand ich schon recht unverschämt von Microsoft, diese Variante von Windows nun auf “Windows Gamer-Poweruser” zu reduzieren.

  12. Hans Thölen sagt:

    Wenn ich ein neues OS installieren muß, dann will ich dieses OS auch einige
    Jahre so laufen lassen, wie das bisher bei den MS OS üblich war, und wie das
    bei Windows 7 noch der Fall war. Ein Windows 10 as a Müllberg mit immer
    wieder notwendigen Versionsupdates ist für mich Chaos auf dem Schrottplatz.
    Es ist traurig, wie einige W 10 Hörige sogar die 100 % zutreffenden Artikel
    von Günter Born als nicht zutreffend deklarieren wollen.

  13. Roland Moser sagt:

    “…Wer auf Windows 10 Pro angewiesen ist, wird zudem feststellen, dass diese Version gegenüber Windows 10 Enterprise ziemlich kastriert und der Windows 10 Home angeglichen wurde…”
    Das war Absicht, um noch mehr abzocken zu können. Mittels Telemetrie hat man herausgefunden, was man in Pro rausnehmen muss, damit Unternehmen zum teureren Enterprise wechseln. Der Rubel rollt, und zwar mächtig.

  14. oli sagt:

    Also wie überheblich hier manche argumentieren. Unternehmen, die sich Windows-Admins oder Volumenlizenzprogramme von MS leisten können, sind doch sowieso fein raus. Die können sich dann aussuchen, ob sie das Geld lieber in weitere Admins stecken, die sich dann um die halbjährlichen Upgrade kümmern oder in Enterprise-LTSC-Lizenzen.

    Es gibt aber zig Klein- und Kleinstunternehmer, die sich das eben nicht leisten können. Die sind komplett gef***t, wenn Windows 10 beim Upgrade in einer Schleife hängen bleibt oder der Bildschirm nach dem Upgrade einfach schwarz bleibt.

    Viele Pro Windows-as-Service Kommentatoren vergessen auch, dass MS bei vielen Upgradeproblemen gar nicht direkt Schuld ist, sondern die Probleme aufgrund von Treiberinkompatibilitäten oder Drittsoftware zustande kommen. Genau um diese Unstimmigkeiten rauszufinden wird ja überhaupt nur dieses gigantische Telemetriemonster aufgefahren. Nur, was nützt mir das als Unternehmer, wenn dann z.B. der 15Jahre alte, voll funktionstüchtige *Etikettendrucker nach einem Funktionsupgrade nicht mehr funktioniert und der Hersteller kein Treibersupport mehr bietet? Wer ist dann Schuld?

    Und diese Fragen werden in Zukunft noch viel brisanter, wenn man die Ökologie mit einbezieht. Denn voll funktionsfähige, alte Geräte auszusortieren und aufgrund mangelndem Softwaresupports durch neue Geräte ersetzen zu müssen, wird hoffentlich in Zukunft hart abgestraft (ob politisch, moralisch, rechtlich, ökonomisch oder sonstwie wäre mir egal, solang diese Praxis ein Ende findet). Alles wird in Zukunft einen ökologischen Preis bekommen müssen. Und da steht die massive Telemetrieerfassung, das ganze Windows-as-a-Service-Prinzip komplett im Minus. Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Gigawattstunden an Energie für die Milliarde Windows-Maschinen nur für Telemetrieerfassung, Übertragung, Auswertung und den halbjährlichen Funktionsupgrades unnütz verballert werden.

    Der verringerte Energieverbrauch von neuerer IT durch die verbesserte Fertigungstechnik werden durch müllige und bloatige Software direkt wieder aufgefressen und teilweise ins Gegenteil verkehrt. Letztens vor nem ungepatchten Ur-Windows-XP SP0 Rechner an nem Athlon XP, 512MB RAM und normaler HDD gesessen. Die normale Arbeitsgeschwindigkeit hing den heutigen MultiCore-Windows10-Rechnern mit SSD kaum nach. Das ist einfach ein Armutszeugnis.

    * hier beliebiges andere Gerät/Schnittstelle/Software einsetzen

    • Bernard sagt:

      alte Geräte auszusortieren und aufgrund mangelndem Softwaresupports durch neue Geräte ersetzen zu müssen, wird hoffentlich in Zukunft hart abgestraft

      Nein, warum auch?

      Es zählt NUR eins: Wirtschaftswachstum. Um jeden Preis. Alles andere zählt nicht.

      Deswegen ist Microsoft so viel “wert” und Herr Nadella so “erfolgreich”.

      Leider.

      • Micha sagt:

        “alte Geräte auszusortieren und aufgrund mangelndem Softwaresupports durch neue Geräte ersetzen zu müssen, wird hoffentlich in Zukunft hart abgestraft”

        Das glaube ich nicht. Es ist nicht im Interesse der Hersteller das 10 Jahre alte Hardware noch ewig weiterläuft.

        Wenn ich mal privat bei Windows 10 ankommen werde ist mindestens eine neue TV Karte fällig. Optional auch ein neuer Scanner.
        Beides stammt aus Windows XP oder Vista zeit. Bis einschließlich Windows 8.1 ist es noch beides lauffähig sofern man einen USB 2.0 Controller Karte im PC einbaut.

        An USB 3.0 Schnittstellen gibt es eine hohe Bluescreen Wahrscheinlichkeit.

        • oli sagt:

          “Das glaube ich nicht. Es ist nicht im Interesse der Hersteller das 10 Jahre alte Hardware noch ewig weiterläuft. ”

          Dieses (systemisch verankerte) Denken ist es, welches zu unseren aktuellen ökologischen Problemen führt. Um mal beim Beispiel Scanner zu bleiben, wie das eigentlich aussehen sollte: Der Scanner kostet nicht 50€, sondern 500€, ist wartungs- und reparaturfreundlich, bekommt min. 20Jahre Softwaresupport und ist entsprechend robust gebaut (keine Plastescharniere, die einfach kaputt brechen können etc.).

          “Früher” stand “Made in Germany” mal für Robustheit, Stabilität und Langlebigkeit. Ich hoffe wir kommen da wieder hin.

          Wenn obiges Prinzip beibehalten wird, ist wirklich bald “Ende Gelände”.

          • Bernard sagt:

            Bald?

            Nein, das kann man noch ziemlich lange durchziehen.

            Asien und Indien sind riesige Absatzmärkte. Die werden unsere Fehler ebenfalls begehen.

          • telecines sagt:

            Das Problem ist allerdings systemimmanent, von Beginn an. Der Kapitalismus oder netter Marltwirtschaft, also unser weltweit präferiertes ökonomisches System, darf ökologische und soziale Folgen mithin Kosten seines Tuns, egal ob Dienstleistung oder Produkt, erstmal komplett ausblenden. Sie sind damit nicht Teil der Preisbildung. Etwaige “öko”-Kosten, zB. Abwasser, werden aufs Gemeinwesen (= Staat, also wir alle) abgewälzt. Warum? Weils geht! Eine Vollkatastrophe! Erst wenn die hl. Rendite gefährdet werden sollte, setzt da ein – dann idR. sehr dezentes – Umdenken ein.
            Über die damit verbundenen katastrophalen Folgen weltweit muss man nicht meckern, es müssen diese Systemfehler abgestellt werden, sofort, eig. seit >100 Jahren. Steht bereits in der nach wie vor gültigen Analyse (!) eines Herrn Marx aus Trier, 19. Jhrdt. Und wird seit Jahrzehnten als quasi-Mantra von jeder ernstnehmbaren Studie zur “Zukunftsfähigkeit des Kapitalismus’ ” wiederholt. Hat sich was geändert?
            Warum sollte man, ist doch so praktisch…
            :-P

  15. oli sagt:

    Nochwas vergessen: Und wer sich den as-a-Service Ansatz von Windows 10 irgendwie trotzdem schönredet, es gibt genug andere Baustellen von Win 10 die mindestens genauso Müll sind: Man gucke sich mal den Appstore, sein Standard-(Hintergrund)verhalten und die vorinstallierten Apps an. Die meisten Apps werden doch von den meisten Anwendern gar nicht genutzt und trotzdem hält der Appstore sämtliche Bloat-Apps immer schön aktuell und kontrolliert jedes Mal nach dem Hochfahren ob nicht doch irgendwo ein Update für eine dieser sinnlosen Apps zur Verfügung steht. Das kostet alles unnütz Energie, vor allem in Zeiten von eigentlich extrem ausgeklügelten Stromsparmechanismen in fast sämtlichen Bereichen der Computerhardware, die aber aufgrund solcher Hintergrundaktivitäten nicht immer oder nicht voll zum Tragen kommen können.

    • Hans Thölen sagt:

      Wie kann ein Team von Entwicklern, welches uns Windows 7 geliefert
      hat, so eine misslungene Inzucht wie Windows 10 in die Welt setzen ?
      Das werde ich niemals begreifen.

      • Dat Bundesferkel sagt:

        Von der ehemals schier riesigen Entwicklerschaar ist aber fast nichts mehr geblieben.

        Es wurden zahlreiche Entwickler entlassen, insbesondere die Q&A Abteilung wurde fast gänzlich aufgelöst mit Einführung von Windows 10.

        Da wird sich auch nichts mehr ändern. Ich bin nachwievor davon überzeugt, daß Windows 10 mittelfristig auf Linux als Unterbau mit einer Windows GUI mutieren wird. Anwendungen lassen sich notfalls emulieren, dockern oder via Wine (exemplarisches Beispiel) wiedergeben.

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