Windows 7/Server 2008/R2: 0patch liefert Sicherheitspatches nach Supportende

win7 [English]Gute Nachrichten für Benutzer von Windows 7 SP1 und Windows Server 2008/R2. Der Support für diese Betriebssysteme läuft zwar aus, aber 0patch plant auch nach dem End of Life (EOL) Sicherheitsfixes bereitzustellen.


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Supportende am 14. Januar 2020

Windows 7 SP1 und Windows Server 2008/R2 erreichen ja Anfang 2020 ihr geplantes End of Life (EOL). Am 14. Januar 2020 wird Microsoft voraussichtlich die letzten Sicherheitsupdates für Windows 7 SP1 und Windows Server 2008/R2 an alle Nutzer verteilen. Das bedeutet, dass man voraussichtlich bis Februar 2020 auf der sichereren Seite ist, was die Versorgung mit Sicherheitsupdates betrifft.

Was danach passiert, ist noch etwas unklar. Microsoft stellt für Firmen mit Software Assurance ja das Extended Security Update-Program (ESU) bereit. Die Systeme bekommen Sicherheitsupdates bis 2023. Das ist im ersten Jahr, entgegen früherer Pläne, sogar kostenfrei für die Firmen.

Zudem könnte es sein, dass Patches für Windows 7 Embedded Standards auch für Windows 7 SP1 passen, denn Windows 7 Embedded Standard bekommt noch Support bis zum 13.10.2020, und Windows Embedded POSReady 7 hat Support bis 12.10.2021 (siehe). Zudem bin ich mir nicht so sicher, ob Microsoft nicht bei großen Sicherheitslöchern, die nach dem EOL bekannt werden, Sicherheitsupdates bereitstellt. Für Wahlcomputer wird es weitere kostenlose Windows 7 Updates für 2020 geben, wie folgender Tweet signalisiert.

0patch plant Fixes für Windows 7/Server 2008/R2

Der Anbieter 0patch hat angekündigt, dass man nach dem Supportende von Windows 7/Server 2008 Sicherheitsfixes für Windows 7 SP1 und Windows Server 2008/R2 bereitstellen werde. Auf askwoody.com findet sich folgendes Zitat:

After Microsoft ends support for Windows 7 and Windows Server 2008 on January 14, 2020, 0Patch platform will continue to ship vulnerability fixes to its agents.

“Each Patch Tuesday we’ll review Microsoft’s security advisories to determine which of the vulnerabilities they have fixed for supported Windows versions might apply to Windows 7 or Windows Server 2008 and present a high-enough risk to warrant micropatching”

Micropatches will normally be available to paying customers (Pro – $25/agent/year – and Enterprise license holders). However, Kolsek says that there will be exceptions for high-risk issues that could help slow down a global-level spread, which will be available to non-paying customers, too.

Nachdem Microsoft am 14. Januar 2020 die Unterstützung für Windows 7 und Windows Server 2008 einstellt, will 0patch weiterhin Schwachstellenbehebungen (Fixes) für ihre Agenten liefern. Jeden Patchday wird die Firma die von Microsoft gemeldeten Schwachstellen analysieren und Mikropatches für ihren Patch-Agenten entwickeln. Normalerweise kostet diese Unterstützung zwar 25$ pro Maschine und Jahr, für angemeldete Nutzer. Aber 0patch will wichtige Patches kostenfrei für die Allgemeinheit bereitstellen – wie man folgendem Tweet entnehmen kann.


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Details sind diesem Blog-Beitrag von Mitja Kolsek zu entnehmen. 0patch hatte ich hier schon gelegentlich im Hinblick auf Fixes, zu denen Microsoft oder andere Softwarehersteller keine Updates anboten, erwähnt (siehe Linkliste).

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41 Antworten zu Windows 7/Server 2008/R2: 0patch liefert Sicherheitspatches nach Supportende


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  2. Hans Thölen sagt:

    Das ist ein großer Hoffnungsschimmer am düsteren Horizont.
    Vielen Dank an Günter für diese hoffnungsvolle Nachricht.

  3. Al CiD sagt:

    Guten Morgen,
    hört sich zu gut an… mal gucken in wieweit MS dagegen angeht, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei MicroSoft die Füße still hält nachdem man so versessen darauf ist alles und jeden in Windows-as-a-Service/Win10 einzupferchen…

    Die Zukunft wird es zeigen, ich drück mal die Daumen.
    Schönes WE

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  5. Tom sagt:

    MS hat es aber auch nicht einfach: zuerst wurde versucht mit allen (un)möglichen (Zwangs)Maßnahmen, die Benutzer zu “WINDOWS as a service” zu bewegen.
    Dann verkaufte sich dieses “WINDOWS as a service” als eigenständiges “Programm” anfangs auch schlechter als WINDOWS 7.
    Nun, da – so man(n und frau) den Statistiken Glauben schenken möchte – mehr Benutzer “WINDOWS as a service” nutzen als WINDOWS 7, schlägt man sich mit den andauernden Updateproblemen herum.
    Wenn MS mal etwas richtig machen will, würde ich eine mögliche Zusammenarbeit mit 0patch sehr begrüßen!

  6. Ralf Lindemann sagt:

    Die Zeit wird langsam knapp …, aber die Nachrichten seit dem letzten Patchday mehren sich. Allmählich scheint etwas Bewegung in die Geschichte zu kommen, ob es für Windows 7 eine offizielle / inoffizielle Supportverlängerung geben wird. Mit 0patch liegt möglicherweise eine weitere, hochinteressante Option auf dem Tisch. Das muss man im Blick behalten. Nicht ausgeschlossen, dass Microsoft wegen 0patch selber den Support für Win 7 verlängert. Allein schon deshalb, um ein Konkurrenz-Modell nicht groß werden zu lassen. So böse sind Marktstrategen … Perspektivisch ändert das zwar nichts daran, dass man sich auf längere Sicht von Windows 7 wird verabschieden müssen. Für die meisten wird es aber eh darum gehen, ältere Hardware, die fehlerfrei und stabil mit Windows 7 läuft, einfach über Februar 2020 weiter nutzen zu können. Das würde das Modell von 0patch gewährleisten. So gesehen könnte sich für alle Nutzer und Nutzerinnen, die 2015/16 cool geblieben sind und nicht das kostenlose Win 10-Upgrade genutzt haben, am Ende bewahrheiten: Wer zuletzt lacht, lacht am besten …

  7. JohnRipper sagt:

    MS wird den Support verlängern. Die lassen das aber jetzt bis kurz vor dem Stichtag eskalieren

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  9. Stefan sagt:

    Oder einfach Windows 10 installieren und ihm einen Maulkorb verpassen. Funktioniert hier super. Ich bekomme:
    – keine ungefragten Updates (wenn ich mal Bock und Zeit hab, spiel ich dann halt mal die Updates ein, nachdem alle Probleme behoben wurden)
    – keine unkontrollierten Telemetriedaten
    – keine Werbung/Apps-Kacheln/sonstwas
    Das Startmenü hab ich auch verändert. Läuft super.

    • Hans Thölen sagt:

      Windows as a Service mit W 10 kommt auf meinen PC nicht drauf.
      Ich bleibe bei Windows 7.

      • Janami25 sagt:

        Über kurz oder lang kommt man trotzdem nicht drum herum. Neue Hardware wird nur noch rudimentär oder gar nicht mehr von Win7 unterstützt, und man muss schon mit allerlei Tipp und Tricks arbeiten, um Windows 7 installieren zu können. Und selbst dann kann es zu Problemen führen. Windows 8.1 wäre auch eine Alternative gewesen, aber auch da hat man künstlich die Updates/Upgrades beschnitten, und pflegt das System nur noch spärlich (für alte Hardware), und das obwohl der Extdened Support sogar noch bis 2023 läuft.

        Und auch bei Windows 7 und 8.1 gibt es zu Hauf Probleme mit den Updates, das ganze Theater hat ja auch erst angefangen, seit Windows 10 Released wurde und auch hier das Update System umgestellt wurde, leider.

        Vorher liefen die beiden Systeme bei mir jahrelang absolut fehlerlos, auch keine Update Probleme (im Gegensatz zu Windows 10 und den dauernden Kinderkrankheiten), aber so ist das eben, wenn man die User in eine andere Richtung pushen möchte.

      • Martin sagt:

        Ich auch, solange es geht. Mein Uralt-Scanner und Uralt-Laserdrucker funktionieren noch wunderbar. Und die Eigenbau-Workstation ist mit ihren betagten 10 Jahren auch noch ausreichend. Stehen langwierige Berechnungen an, schalte ich die Spectre- und Meltdown-Patches vorher ab. Einzig die Nvidia Grafikkarte aus der NVS-Serie war damals eine Fehlentscheidung, aber den Fehler hatte HP bei seinen Workstations auch begangen. :-)

      • Steter Tropfen sagt:

        Jepp. Auch Win10 wird in nicht allzu langer Zeit „end of life“ sein. Eigentlich ist es jetzt schon zu alt, um noch drauf umzusteigen…
        Was dann kommt, bleibt abzuwarten. Mit einem soliden Win7 als Arbeitsbasis lässt sich durchaus gelassen zuschauen, wie MS Windows weiter abwirtschaftet und welchen Ersatz sich die Masse der klassischen Nutzer sucht. Das Cloud-Gedöns jedenfalls geht schon jetzt am Bedarf vieler Großanwender vorbei.

        Windows 10 kann man sich – oberflächlich – vielleicht mit viel Mühe erträglich patchen. Aber das Ergebnis ist den Aufwand nicht wert, denn man muss immer damit rechnen, dass nach dem nächsten Saisonupdate Tools wie ClassicShell & Co. ihre Wirkung verlieren und deren Entwickler endgültig das Handtuch werfen. Wer hat auf Dauer den Nerv, alle halbe Jahre nach neuen Workarounds zu suchen?

        • Martin sagt:

          “nach dem nächsten Saisonupdate Tools wie ClassicShell & Co. ihre Wirkung verlieren und deren Entwickler endgültig das Handtuch werfen. Wer hat auf Dauer den Nerv, alle halbe Jahre nach neuen Workarounds zu suchen?”

          Genau das ist das größte Problem mit Windows 10. Der Supportaufwand für Software unter Windows 10 ist teils gigantisch und es gibt schon Entwickler, die das Handtuch geworfen haben, besonders bei Software welche keinem Abomodell unterliegt und nur einmal gekauft wird. Es scheint so, als ob Microsoft mit Windows 10 nicht nur den Markt des eigenen Hauses, sondern die gesamte Softwarebranche in Abomodelle umkrempeln will. Aber da haben sie die Rechnung ohne die Nutzer gemacht, die dann eben nur noch für die allernötigste Software zahlen und den Rest dann links liegen lassen, was den Softwarefirmen dann zusätzlich schadet. Ich bin von MS-Office 2016 wieder zurück zu Libre- und Open-Office. Eventuell käme noch Softmaker Office (free oder Einmalkauf) infrage.

        • Hans Thölen sagt:

          Meine Hoffnung ist, daß es wieder so ein neues OS
          gibt, wie es vor Windows 10 gegeben hat. Da habe
          ich mir so wie bei Windows XP oder Windows 7 eine
          DVD mit dem OS gekauft, und danach hatte ich ca. 10
          Jahre Ruhe. Die neuen Updates an den Patchdays
          waren dann willkommene Routineübungen. Aber an
          so was ist bei den unfähigen Leuten bei Microsoft
          nicht zu denken. Die murksen lieber mit W 10 weiter.

          • Stefan sagt:

            Es gibt doch zig Linux-Distributionen…

            ” ClassicShell & Co. ihre Wirkung verlieren”
            Spiel ich halt die Updates nicht ein und fertig.
            Oder überleg mir etwas anderes, WENN es soweit ist. Ich mein, ich hab Win10 kostenlos bekommen (man kann es immer noch mit ner W7-Lizenz aktivieren).
            Es hält die Klappe jetzt, tut was es soll, tut nicht was es nicht soll. Ob ich mir nun ein W7-Gefrickel da antue oder ein W10-Gefrickel… Zugegeben: Ich war sauer, als mein Applocker weg war. Ich hab das Ding geliebt.

  10. RUTZ-AhA sagt:

    Wenn das sauber funktioniert, wäre das ja schon mal eine interessante Möglichkeit, das System wenigstens einigermaßen sicher zu halten.
    Wie lange es gut geht, wird sich zeigen. Hoffen wir das Beste.

    Bin gespannt, wie regressiv MS damit umgeht.

  11. Picard87 sagt:

    Nein Nein Nein! Windows 7 war ein gutes OS, aber es ist im Jahr 2019 einfach veraltet. Solche Aktionen verschlimmern die Situation nur noch, weil sich vor allem unbedarfte User in falscher Sicherheit wiegen. Windows 10 läuft auf meinem Surface Pro 6 und auf einem alten HP Elitebook 8470p schnell, sauber und ohne Probleme. Updates können dank Pro Version (über günstigen Win 7 Pro Key) zurück gestellt werden. Und wer mir jetzt mit Datenschutz kommt, soll bitte zu allererst sein Android Smartphone oder iPhone aus dem Fenster werfen, sein Mail Postfach kündigen und nie mehr Google benutzen, bevor das hier als Argument gegen Windows 10 verwendet wird.

    • OwenBurnett sagt:

      > Und wer mir jetzt mit Datenschutz kommt, soll bitte zu allererst sein Android Smartphone oder iPhone aus dem Fenster werfen, sein Mail Postfach kündigen und nie mehr Google benutzen, bevor das hier als Argument gegen Windows 10 verwendet wird.
      >

      Android Smartphone mit selbst kompiliertem lineare OS
      Produktiv eMail auf eigenem Server
      Und DuckDuckGo

      Datenschutz!

      • Tim sagt:

        Wer das Wissen hat, sein Android so abzusichern, bekommt das auch mit Windows 10 hin. Lotte Müller wird aber sicher nicht mit einem selbst kompilierten lineare OS rumhantieren.

    • Micha sagt:

      Nein. Es ist ein gutes Betriebssystem.
      Es führt alle geplanten Tasks für Radio und TV Aufzeichnungen ohne zwischen fälle mit ProgDVB und meiner alten Technisat USB TV Box aus ohne abzustürzen. Es besitzt ab Werk den Microsoft DVD-DTV Decoder für SD und HD TV. Ab Windows 8.1 x64 und später fange ich an im System mit Video Codecs für SD TV rumzubasteln da Windows keinen passenden mehr mitbringt.

      Nötig war dazu nur eine USB 2.0 Erweiterungskarte für den PCI-E slot da es an USB 3.0 Anschlüssen unabhängig vom Betriebssystem zu Bildaussetzern (Windows 7) oder Kernel Security Failure (Windows 8.1 und Windows 10 1703) kommt. Mit Windows 8.1 Pro X64 kann man die TV Box noch an der USB 2.0 Erweiterungskarte ohne abstürzte betreiben. Man muss aber die Treiber manuell über den Gerätemanager Installieren da das Mitgelieferte Setup nicht läuft.

      Es läuft auf dem ASUS Crosshair Hero VI auf einer Samsung 960Pro SSD im M2 Slot des Motherboards. Momentan ist noch ein AMD Ryzen 1800X verbaut. Das ganze hat 32GB RAM zur Verfügung. Geplant ist das System auf einen AMD Ryzen 3900X aufzurüsten. Als Grafikkarte ist eine Radeon VII verbaut.

      Somit wäre widerlegt das Windows 7 PCs zwangsläufig alt sein müssen. Das OS läuft auf Hardware die 2017 ihre Markteinführung hatte und bis heute aktiv durch AMD unterstützt wird.

  12. Tim sagt:

    Ich finde es so geil… da wird sich darüber aufgeregt, dass mit den original Microsoft Updates möglicherweise ungewollt Telemetrie Updates auf den Rechnern kommen…. aber dann Patches von irgendeiner Firma aus Slovenien installieren. Klasse, genau mein Humor ;-)

    • Ralf Lindemann sagt:

      Der Humor gefällt mir. Slowenien ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union. Unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten ist man bei einem slowenischen Softwarehersteller, der europäischem Recht unterliegt, vermutlich besser aufgehoben als bei Microsoft … ;-)

  13. Micha45 sagt:

    Und wieder trifft man hier auf einen Großteil der Ahnungslosen, denen man alles unterjubeln kann. :-)
    Einfach mal Tims Beiträge verinnerlichen und schon ist man nicht mehr auf dem Holzweg. Den gesunden Menschenverstand zu aktivieren, reicht aber auch schon.

    Davon aber mal ganz ab, wieso glaubt man hier eigentlich, dass irgendwelche externen Frickler einfach mal so an den Code von Windows 7 gelangen und an diesem herumpfuschen können? Schon vergessen? Windows ist closed source!
    Sicherheitsupdates patchen auch den Kernel von Windows und wie bitteschön sollen da Externe herankommen?

    Man liest heutzutage ja schon sehr viel Unsinn, aber man wird täglich immer wieder aufs Neue überrascht. ;-)

    • WieWo sagt:

      @Micha45,
      schon mal was von “Reverse Engineering” gehört? Funktioniert besser als man glauben würde.

    • Ralf Lindemann sagt:

      Na ja, es geht nicht um Glauben, sondern um Wissen. Was wissen wir? Die 0Patch-Story ist bislang nur eine Ankündigung. Ob da wirklich was draus wird – und wenn ja, wie gut das funktionieren wird, hinsichtlich Datenschutz, Sicherheit, Stabilität, Kollateralschäden etc. (wir allen kennen die Stichworte), da ist sicherlich ein gehöriges Maß an Skepsis angebracht. Wenn das alles so trivial wäre, dann hätten andere vor 0Patch so ein Projekt schon gestartet. Haben sie aber nicht. Insofern hat mir Tims Zwischenruf gestern gut gefallen. Aber: 0Patch ist kein neuer Akteur, bietet schon länger Sicherheitsupdates an, auch für Windows, und hat sich eine gewisse Reputation erworben. Die werden wissen, wovon sie reden, wenn sie so etwas ankündigen. Das darf man unterstellen.

      Grundsätzlich würde ich mir wünschen, dass aus diesem (europäischen) Projekt etwas wird. Das ist genau die Art von Konkurrenz, die wir brauchen, um das viel kritisierte Quasi-Monopol von Microsoft zu brechen. 0Patch hat schon mit der Ankündigung, Sicherheitsupdates für Windows 7 anbieten zu wollen, Microsoft die Deutungshoheit aus der Hand geschlagen, wann der Support für Windows 7 beendet wird. Wenn es gut läuft, hat es Microsoft nicht mehr alleine zu entscheiden. … Bei aller berechtigten Skepsis: Ich bin gespannt, wie sich das Projekt weiter entwickelt. …

      • Micha45 sagt:

        Ohne grünes Licht von Microsoft wird sowieso nichts gehen. Microsoft besitzt sämtliche Rechte an Windows und von “Deutungshoheit aus der Hand schlagen” kann da wohl kaum die Rede sein. Wenn, dann nur auf illegale Weise und dem Treiben wird dann Microsoft ein sehr schnelles Ende bereiten.

        Bei allem Verständnis für die Win7-Enthusiasten, dass eine solche Ankündigung wenigstens ein kleines Fünkchen Hoffnung, ihr geliebtes OS auf einer Sicherheitsgrundbasis weiter nutzen zu können, auflodern lässt.
        Ich befürchte, dass man euch enttäuschen wird.

        • Quack sagt:

          @Micha45:
          Wenn man sich auf der 0patch-Website informiert, so sollen diese Patche keine Win-Dateien verändern, sondern das soll sich alles nur im RAM abspielen. Und was jemand oder ich selbst in MEINEM ram auf MEINEM Rechner mit MEINER Zustimmung ändert, geht Microsoft absolut nichts an….. Also sich vielleicht einmal genauer informieren, bevor hier wild drauf los suf die “Ewig-Gestrigen” ach so rückständigen Win7-User losgezogen wird….. Dieser Sarkasmus ist absolut unangebracht.

          Ob das so funktionieren wird, weiss ja bis jetzt niemand – aber mir ist jedenfalls ein BS das läuft, lieber, als eines bei dem ich vor allem eines lerne: “Wie installiere ich Win10 neu”……

          LG
          Quack

          • Micha45 sagt:

            Man sollte sich von meiner sarkastischen Art nicht auf den Schlips getreten fühlen. Ich kompensiere damit mein Entsetzen / meine Empörung über Sachverhalte, die sich für mich als totaler Nonsens darstellen.

            Jeder soll und darf gerne das glauben, was er möchte. “Des Menschen Glauben ist sein Himmelreich” (leicht abgewandelt).

            Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass Mikropatches auch nur annähernd effektiv sein könnten.
            Wäre die Sache auch nur ansatzweise vielversprechend, hätten das die großen IT-Portale wohl längst thematisiert.

            Ich bleibe skeptisch, würde mich aber auch gerne eines Besseren belehren lassen.

        • Günter Born sagt:

          Nun ja, ich bin kein Jurist – aber nach allem, was ich weiß, wird Microsoft keine Handhabe haben, Mikropatches auf dieser Schiene zu verbieten. Vom Reputationsschaden mal ganz abgesehen.

          Beim Equation-Editor hat 0patch das ganz elegant gelöst. Die Mikropatches werden vom Update-Agenten beim Start des verletzbaren Moduls in den Speicher geladen und korrigieren lediglich die Schwachstelle.

    • Computerbase sagt:

      Reicht es nicht wenn du bei Computerbase deinen Müll loslässt?

  14. Bolko sagt:

    Dieses Patchen im RAM habe ich vor ca 15 Jahren schonmal gemacht, um ein Programm zu patchen.
    Das Tool dafür hieß “DZA-Patcher”.
    Das lädt das Programm in den RAM, hält den Thread nach kurzer Zeit an, sucht die Bytekette, schreibt den Patch und setzt den Thread dann fort.
    Der Kernel führt dann das gepatchte Programm ganz normal aus.

    Die Vorteile des Verfahrens:
    Man kann damit diverse Schutzmethoden umgehen, wie etwa Checksummenprüfung beim Start oder Zertifikatprüfung.
    Selbst gepackte und verschlüsselte Programme lassen sich so patchen, weil sie beim Start entschlüsselt werden und der Patch erst hinterher aktiv wird.

    Die Nachteile des Verfahrens:
    – Windows hat eine Speicherverwürfelung, so dass ein Patcher nicht mehr wissen soll, wo die einzelnen Programmteile liegen.
    – Den Kernel selber kann man mit dieser Methode nicht patchen, weil der mit höheren Systemrechten läuft.

    Der 0patch-Patcher muss also als Kernel-Treiber-Modul mit den selben Rechten wie der Kernel selber laufen, um diesen im RAM patchen zu können.
    Das hat dann den theoretischen Nachteil, dass dieser Patcher absolut alles darf, also auch persönliche Daten stehlen oder kompromittierende Daten auf den PC hochladen könnte.
    Die Speicherverwürfelung muss ausgehebelt werden.
    Nebenwirkungen sind nur schwer vorherzusagen.

    Anderer Ansatz:
    Die US-Wahlcomputer laufen auch mit Win7 und werden auch nach Januar 2020 noch kostenlose Updates erhalten (die dann den Weg in die Wildnis finden werden).
    https://blogs.microsoft.com/on-the-issues/2019/09/20/extending-free-windows-7-security-updates-to-voting-systems/

  15. Gerold sagt:

    Interessantes Angebot von 0patch. Mal abwarten wie es ab Februar 2020 aussieht, nach dem Supportende von Windows XP war es ja ziemlich einfach weiterhin die monatlichen Sicherheitsupdates zu erhalten, damals genügte ein entsprechender Eintrag in der Registry.

    Das Angebot von 0patch ist jedoch nur eine Zwischenlösung, die Sicherheitspatches für Windows 7/Server 2008 werden ein Jahr lang garantiert, wies danach weitergeht ist offen, hängt von der Nachfrage ab (gemäss FAQ von 0patch).

    Die Funktionsweise ist so wie von Bolko im obigen Kommentar erwähnt. Es wird der “0patch Agent” installiert der die laufenden Prozesse überwacht und bei vorhandenem Sicherheitspatch den entsprechenden Prozess im RAM modifiziert, die Windows Dateien auf der Festplatte/SSD werden nicht geändert.

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