Microsoft Desktop Analytics allgemein für SCCM verfügbar

[English]Kurze Meldung für Administratoren: Microsoft hat sein Produkt ‘Desktop Analytics’, mit dem man die Kompatibilität von Windows-Endpunkten prüfen kann, jetzt als allgemein verfügbar für den SCCM freigegeben.


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Microsoft Desktop Analytics wurde entwickelt, um Geschäftsanwendern zu helfen, ihre App-Kompatibilität zu überprüfen und Probleme mit den neuesten Windows 10-Feature-Updates zu minimieren. Mary Foley weist jetzt in diesem Tweet auf die allgemeine Freigabe hin.

Die Ankündigung erfolgte am 16. Oktober 2019 durch Brad Anderson, Corporate Vice President for Microsoft 365 in diesem Blog-Beitrag,

Was ist Desktop Analytics?

Desktop Analytics ist ein Cloud-basierter Dienst, der sich in den System Center Configuration Manager integriert. Ziel ist es, IT-Experten bei der datengesteuerten Verwaltung von Windows-Endpunkten zu unterstützen. Durch die Auswertung von Millionen von registrierten Endpunkten lässt sich über die Cloud sehr schnell erkennen, ob Hard- und Softwarekomponenten nicht kompatibel sind.

Seit der öffentlichen Vorschau im Juli 2019 haben Tausende von Unternehmen von den Erkenntnissen profitiert, die von Millionen von registrierten Endpunkten gewonnen wurden. Desktop Analytics gibt Administratoren Einblicke und Informationen über die verwendeten Clients, und ermöglicht so fundierte Entscheidungen über die Update-Fähigkeit vorhandener Windows-Endgeräte.

Möglichkeiten von Desktop Analytics

Durch die Kombination der für das Unternehmen des Kunden spezifischen Daten mit aggregierten Erkenntnissen aus Millionen von Windows-Geräten, die mit den Cloud-Services von Microsoft verbunden sind, kann der Administrator mit Desktop Analytics einige bemerkenswerte Dinge tun:

  • Sich einen umfassenden Überblick über die zu verwaltenden Endpunkte, Anwendungen und Treiber im Ökosystem des Unternehmens verschaffen.
  • Die Kompatibilität von Anwendungen und Treibern mit den neuesten Windows-Feature-Updates bewerten und Empfehlungen zur Reduzierung bekannter Probleme erhalten sowie erweiterte Erkenntnisse für Branchenanwendungen abrufen.
  • Einen Satz von Pilot-Systemen, die die Umgebung des Unternehmens repräsentieren mithilfe der künstlichen Intelligenz (KI) und der Microsoft-Cloud optimieren.

Desktop Analytics
(Desktop Analytics, Quelle: Microsoft) Zum Vergrößern klicken)


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Seit der Freigabe der Preview hat Microsoft zahlreiche neue Funktionen in Desktop Analytics integriert. In der Version 1906 des System Center Configuration Managers (SCCM) wird Desktop Analytics mit abgestuften Implementierungen integriert. Die Hoffnung, die sich mit dem Einsatz von Desktop Analytics verbindet: Kunden können ihre Windows 10-Systeme schneller migrieren.

Anforderungen an Desktop Analytics

Desktop Analytics erfordert, dass Benutzer ein Abonnement für Windows 10 Enterprise E3 oder E5, Microsoft 365 F1, E3 oder E5, Windows 10 Education A3 oder A5, Microsoft 365 A3 oder A5 oder Windows Virtual Desktop Access E3 oder E5 abgeschlossen haben. Es ist nicht für die Verwendung mit Windows 10 Enterprise LTSC-Systemen verfügbar. Es unterstützt auch keine Upgrades mit Wechseln von 32-Bit- auf 64-Bit-Architekturen.

Abschließende Gedanken

Wer sich für das Thema interessiert, kann in diesem Blog-Beitrag weitere Details nachlesen und sich berieseln lassen, wie toll das doch ist. Beim Lesen das Beitrags ging mir aber ein Gedanke durch den Kopf: Da wird ein großer Ballon für ein Problem aufgeblasen, dass man nicht hätte, wenn es dieses unselige Windows as a Service nicht gäbe.

Großkunden mit Tausenden an Windows 10-Systemen (als Endpunkte bezeichnet) brauchen nun eine Softwaremit KI und Cloud-Anbindung, um sicherzustellen, dass neue Funktionen, die kaum jemand braucht und haben will, irgendwie auf die Kisten kommen. Ich übersetze es mal so, dass es bei Großkunden mächtig Stunk bezüglich des Rollouts von Feature-Updates gab und Microsoft musste deren Management etwas vor die Füße werfen.

Spontan frage ich mich aber, wie das mit dem groß aufgeblasenen Ballon des Maschinen-lernend gestützten Rollouts von Feature-Updates korrespondiert? Scheinbar wirkt das nur auf Maschinen, die direkt über Windows Update versorgt werden. Jedenfalls geht für mich die Lösung mit Desktop Analytics noch nicht wirklich bezüglich einer Einordnung zusammen.

Die Masse der Leute, die nicht mit Desktop Analytics unterwegs sein wollen oder können, schauen bei Windows as a Service aber in die Röhre. Die sind auf Microsofts Weisheit in Bezug auf ‘das System ist zum Upgrade kompatibel’ angewiesen. Und wenn es schief geht, hat man halt Pech gehabt. Trifft ja eh nur eine verschwindend geringe Minderheit an Nutzern und Systemen. Und nach landläufiger Meinung nur solche, die am System gebastelt haben. Sprich: Wir werden, nach meiner Einschätzung, auch weiter mit gravierenden Upgrade-Problemen zu kämpfen haben.

Ach ja: Im Sinne von ‘wir werden niemals fertig, werfen euch aber mal ein wenig Krempel zum Spielen vor die Füße’: Die Integration in Intune soll irgendwann ‘bald’ folgen. Klassisches Misfit der Art ‘wir haben eine Lösung für ein Problem, was die Welt nicht braucth’ – aber gut, dass wir darüber gesprochen haben.

Möglicherweise habe ich aber wieder was in den falschen Hals bekommen. Dann könnt ihr ja einen Kommentar mit eurer Sicht der Dinge hinterlassen – aber bitte nicht ‘Windows 10 ist Mist’ – das wissen wir ja schon. Mir geht es eher um die Einordnung durch betroffene Admins in Unternehmensumgebungen.


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