OneNote: Microsoft legt Zukunftspläne offen

[English]Microsoft hat auf einer Veranstaltungen zur Ignite 2019-Konferenz seine Zukunftspläne für die Weiterentwicklung der Office-Anwendung OneNote bekannt gegeben.


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Die Notizbuch-Anwendung OneNote war ja bisher das Stiefkind von Microsoft, welches aus Office rausfliegen sollte. Die Entwicklung der Win32-Anwendung OneNote 2016 war eingefroren und die Interessenten wurden in Microsoft Office 2019 mit der Windows 10 OneNote-App drangsaliert. Inzwischen scheint das Microsoft Management seine Fehler in Bezug auf OneNote eingesehen zu haben. Auf der Ignite 2019 gab es gleich eine faustdicke Überraschung und eine Roadmap für die künftige OneNote-Entwicklung.

Überraschung #1: Support-Verlängerung für OneNote 2016

Die erste faustdicke Überraschung kam bereits zu Beginn der Ignite 2019-Konferenz. Die Windows-Anwendung OneNote 2016 bekommt Support bis zum Jahr 2025. Die Details habe ich im Blog-Beitrag Support-Verlängerung für OneNote 2016 offen gelegt. Zudem gab es den Hinweis, dass man die Anwendung wieder pflegen will.

Überraschung #2: OneNote 2016 kommt in Office zurück

2018 war ja bekannt geworden, dass Microsoft OneNote beerdigen wollte. Die Win32-Anwendung OneNote 2016 sollte nicht weiter entwickelt werden und wurde aus Office 365 sowie Office 2019 entfernt. Office 2019-Anwendern wird ggf. die Windows 10 OneNote-App installiert.

Das hat Microsoft als Fehler erkannt und macht eine Rolle rückwärts. OneNote 2016 wird erneut in Microsoft Office integriert. Dazu wird OneNote 2016 ab März 2020 wieder in neue Installationen von Office 365 und Office 2019 aufgenommen, wie man hier lesen kann.

Überraschung #3: Zukünftige Entwicklung von OneNote

In einer separaten Session auf der Ignite 2019 hat Ben Hodes nun ein wenig zu den Plänen Microsofts für OneNote Stellung genommen. Redmond will mit OneNote wieder zu einer einheitlichen Codebasis, auf Basis des neuen Fluid Framework, zurückkehren. Sprich: Die Win32-Anwendung OneNote 2016 und die Windows 10 OneNote-App sollen auf dem gleichen Code aufsetzen. Was das für die App bedeutet, kann ich aber nicht einschätzen.

Zudem plant Microsoft OneNote bezüglich der Funktionen weiter zu entwickeln. Martin Geuß hat unter Bezug auf diesen The Verge-Beitrag folgende Neuerungen, die für OneNote geplant sind, auf Dr. Windows zusammen getragen.

  • Anbindung an den „Modern sync service“, der aktuell in der UWP-Version steckt
  • @Erwähnungen für OneNote innerhalb von Microsoft Teams
  • Integration von Microsoft Search
  • Neue Meeting-Funktionen
  • Integration von To Do
  • Optimierungen bei der Barrierefreiheit
  • Neue Zeichenfunktionen

Wann was genau kommt, ist aber nicht ganz klar. Auch ein Dark-Mode soll unterstützt werden. Für die Fans der OneNote UWP-App verheißt das nichts gutes – ich denke, irgendwann wird Microsoft da den Stecker für deren Weiterentwicklung ziehen. Die Wege Redmonds sind oft unergründlich.


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5 Antworten zu OneNote: Microsoft legt Zukunftspläne offen


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  2. lol sagt:

    das Wichtigste für OneNote 2019 fehlt aber noch – das lokale speichern.

  3. Picard87 sagt:

    Abgesehen vom etwas höheren Funktionsumfang ist OneNote 2016 aktuell der UWP App aus dem Store in jedem Bereich unterlegen. Egal ob Geschwindigkeit, Sync oder (für mich sehr wichtig) die gemischte Bedienbarkeit mit Stift und Finger (an meinem SP6). OneNote 2016 ist für reine Maus Bedienung konzipiert. Wenn Microsoft hier verbessert und neue Funktionen bringt, steige ich gerne von der UWP auf die normale Anwendung um, bis dahin bleibe ich in jedem Fall bei der Windows 10 App. Zumal ein Umstieg unproblematisch ist, Notizbücher neu öffnen, evtl Stifte wieder konfigurieren und fertig. Freue mich auf die to do Integration.

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