Windows-Treiber WinBtrfs v1.5 für Linux-Dateisystem veröffentlicht

[English]Kurze Information für Leute, die unter Windows auf Linux Btrfs-Datenträger zugreifen möchten. Der Windows-Treiber WinBtrfs v1.5 wurde gerade veröffentlicht. Blog-Leser Gero S. hat mich darauf hingewiesen (danke dafür). Ergänzung: Die Version 1.5 zerschießt auf SSDs das Dateisystem.


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WinBtrfs ist ein Windows-Treiber für das Linux-Dateisystem Btrfs der nächsten Generation. Es handelt sich beim neuen Release um eine Neuimplementierung von Grund auf. Der Treiber enthält keinen Code aus dem Linux-Kernel und sollte mit jeder Windows-Version ab Windows XP funktionieren. Es ist auch als Teil des kostenlosen Betriebssystems ReactOS enthalten. Die Features des Treibers:

  • Reading and writing of Btrfs filesystems
  • Basic RAID: RAID0, RAID1, and RAID10
  • Advanced RAID: RAID5 and RAID6
  • Caching
  • Discovery of Btrfs partitions, even if Windows would normally ignore them
  • Getting and setting of Access Control Lists (ACLs), using the xattr security.NTACL
  • Alternate Data Streams (e.g. :Zone.Identifier is stored as the xattr user.Zone.Identifier)
  • Mappings from Linux users to Windows ones (see below)
  • Symlinks and other reparse points
  • Shell extension to identify and create subvolumes, including snapshots
  • Hard links
  • Sparse files
  • Free-space cache
  • Preallocation
  • Asynchronous reading and writing
  • Partition-less Btrfs volumes
  • Per-volume registry mount options (see below)
  • zlib compression
  • LZO compression
  • LXSS (“Ubuntu on Windows”) support
  • Balancing (including resuming balances started on Linux)
  • Device addition and removal
  • Creation of new filesystems with mkbtrfs.exe and ubtrfs.dll
  • Scrubbing
  • TRIM/DISCARD
  • Reflink copy
  • Subvol send and receive
  • Degraded mounts
  • Free space tree (compat_ro flag free_space_cache)
  • Shrinking and expanding
  • Passthrough of permissions etc. for LXSS
  • Zstd compression
  • Windows 10 case-sensitive directory flag
  • Oplocks

Noch nicht implementiert wurden Defragmentierung, Unterstützung für Btrfs-Quotas und Windows 10 reserved storage. Wenn ein Btrfs-Dateisystem auf einem MD-Software-RAID-Gerät befindet, das von Linux erstellt wurde, wird zusätzlich noch WinMD benötigt, damit dieses unter Windows angezeigt wird.

Die neue Version sollte für den täglichen Gebrauch geeignet sein, das Anfertigen von Backups wird aber empfohlen. Die Entwickler weisen zudem darauf hin, dass die  Nutzung dieser Software auf eigene Gefahr erfolgt. Details finden sich auf GitHub – der Download ist hier möglich. Heise hatte sich in diesem Artikel mit einer älteren Version dieser Software befasst.

Achtung: Btrfs 1.5 zerschießt das Dateisystem

Ergänzung: Auf Twitter weist ein Blog-Leser darauf hin, dass Btrfs 1.5 das Dateisystem auf SSDs zerschießt.

Die entsprechende Meldung findet sich auf GitHub.


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