Windows Insider: Fast Ring hat keine festen Releases mehr

[English]Im Umfeld der Veröffentlichung der ersten Windows 10 20H2 Insider Preview hat Microsoft noch eine gravierende Änderung im Windows Insider-Programm bekannt gegeben. Es wird keine festen Releases mit Zuordnung zu einer Windows 10-Version mehr im Fast Ring geben. Es können Funktionsupdates, aber auch Neuerungen für Updates in diesem Kanal getestet werden – so meine Interpretation der Ankündigung.


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Microsoft hat die Nacht ja Build 19536 der ersten Windows 10 20H2 Insider Preview im Fast Ring veröffentlicht. Ich hatte im Blog-Beitrag Windows 10 Insider Preview Build 19536 (20H2) darüber berichtet.

Ausführungen im Nebensatz

Was ich aber nicht durchdrungen hatte, waren die Feinheiten der Ausführungen von Brandon LeBlanc im Windows Blog bezüglicht der Aufgabe des Skip Ahead-Rings und der neuen Aufgaben des Fast Rings für Windows Insider. Es geht um folgende Passage aus dem Blog-Beitrag.

Internally, our engineers work in development cycles with various milestones. The active development branch (called “RS_PRERELEASE”) is where the teams check in all their latest code changes into the OS. Moving forward, the Fast ring will receive builds directly from this active development branch and new features will show up in these builds first. While features in the active development branch may be slated for a future Windows 10 release, they are no longer matched to a specific Windows 10 release. This means that builds from the active development branch simply reflect the latest work in progress code from our engineers. New features and OS improvements done in this branch during these development cycles will show up in future Windows 10 releases when they are ready. And we may deliver these new features and OS improvements as full OS build updates or servicing releases.

Martin Geuß ist es aufgefallen und er hat hier was zu diesem Thema geschrieben. In obigem Text erfährt man, dass der Fast Ring Builds direkt aus den aktiven Entwicklungszweigen der Microsoft-Entwickler erhalten werde. Neue Features werden dort im Fast Ring getestet. Aber Microsoft ordnet dem Fast Ring nicht mehr eine feste Windows 10-Version aus der Entwicklung mit festen Releasezyklen zu. Vielmehr wird einfach alles, was neu entwickelt wurde und nun getestet werden soll, in den Fast Ring gepackt.

Das bedeutet, dass Builds aus dem aktiven Entwicklungszweig einfach den neuesten Work in Progress-Code der Microsoft Entwickler widerspiegeln. Neue Funktionen und Betriebssystem-Verbesserungen, die in diesem Zweig getestet werden, können entweder in künftige Windows 10 Funktionsupdates einfließen (war bisher auch so). Es kann aber auch sein, dass etwas getestet wird, was ein paar Wochen später in das aktuelle Windows 10 Release per Windows Update Einzug halten wird. Microsoft kann neue Funktionen und Betriebssystem-Verbesserungen als vollständige OS-Build-Updates oder Wartungsreleases bereitstellen. Das ist eine fundamentale Änderung, d.h. als Windows Insider im Fast Ring kann man nie sicher sein, was man da gerade testet.


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3 Antworten zu Windows Insider: Fast Ring hat keine festen Releases mehr

  1. Christian sagt:

    Aber das ist doch mal positiv!
    Die ganzen Ringe, skip ahead, fast, slow, preview….. die hatten da selbst nicht mehr durchgeblickt.
    Ich persönlich bin im slow ring, ich möchte die neusten (halbwegs stabilen) Funktionen testen. Selbst der preview, also der Ring kurz vor der Fertigstellung wäre auch fast überflüssig.

    • Günter Born sagt:

      Mir gehen zwei Dinge dabei durch den Kopf.

      a) Ich verstehe grundsätzlich die gedrechselte Ausdrucksweise der Microsoftler um die Entwicklung von Windows 10 nicht mehr (mag aber an meinen schlechten Englischkenntnissen liegen). Statt irgend etwas in einfachen klaren Worten als Sachverhalt darzustellen, wird drum rum geschwurbelt (Beispiel die Auslieferung der W10 V1909 als Enablement Update, oder jetzt die obige Passage zum Fast Ring).

      b) Ich habe keinen Plan, was das heißt und wie die das bewerkstelligen. Was ich weiß: Wer alle Tassen im Schrank hat, wird aus dem Fast Ring fern bleiben – zumindest wenn er noch nebenher sein Tagesgeschäft betreiben will.

      Ich persönlich bin nicht mal mehr im Release Preview-Ring, denn mir ist die Zeit für die Schlenker einfach zu schade.

  2. D.H.2108 sagt:

    In Bezug auf die oftmals undurchsichtigen bis hin zu sehr undurchsichtigen Aussagen/Beschreibungen seitens Microsoft über das Geschehen nicht nur die Insider-Versionen betreffend, sondern allgemein, gebe ich Ihnen, Günter Born, ganz bestimmt Recht.

    Allerdings in Bezug zu „b“: „Wer noch halbwegs sein Tagesgeschäft betreiben will und „noch alle Tassen im Schrank hat“, würde dem Fast-Ring fern bleiben“… kann ich mal so GARNICHT unterzeichnen…

    Wer sein PC als PRODUKTIVE ARBEITSSTÄTTE betreibt, also essenziell Berufliches/Geschäftliches erledigt, arbeitet zum Einen GRUNDSÄTZLICH mit 1:1 reproduzierbaren Backups erstellt mit qualitativ guten Imaging-Softwares, und sichert REGELMÄßIG seine System- und Arbeitsstände…

    Und bleibt aus Preview-Ringen/Möglichkeiten KOMPLETT fern…

    ALLES was Insider-Ringe heisst (mit Ausnahme des Preview-Rings), sind Beta-Versionen. Die Fast-Ring-Versionen sind lediglich unausgereifter, da neuer, da bislang weniger ausgetestet. Da können einem halt mehr, oder schwerwiegendere Fehlerprozeduren begegnen, als im z.B. Slow-Ring oder dem Preview, der mit praktisch-fertigen „Release-Kandidaten“ beliefert, also unmittelbar-vor-Ohnehin-Ausrollen an alle Benutzer.

    Zu den Releases, bzw. „Enablement-Release“ von 1903 auf 1909 per „kumulativen Update“ aber auch noch was gesagt: Gab es in Vergangenheit bei vielen Usern Probleme bei den Funktionsupdates: Z.B. Bei 1809 auf 1903, so hat mich speziell viele Nerven das 1903 -> 1909-„Enablement“-Update gekostet. Ärgerte es mich aber speziell deshalb, weil Microsoft uuuuuuunbedingt alle Fehler, die bei den vorigen Updates bei vielen Usern wie erwähnt, eben entstanden, umgehen wollte, und 1909 als Kumulativ-Update herausbrachte, das Funktionen aus einem zuvorgegangenen Kululativen Update nur noch „enablete“. Bei mir installierte sich dieses dem Enabling Zuvorgegangene gleich mehrfach und stand bei jeder Update-Suche erneut wieder zur Installation. Und das bei RELEASE-Status (!!) Also wenn ein solcher Mist schon da passieren kann, oder wie es zahlreiche Usergruppen zuvor bei dem Druckwarteschlangen-Fiasko (ab 1903) getroffen hatte, ein kumulatives Update nach dem anderen die Patches Zuvorgegangener wieder zunichte machte, statt zu helfen, die Probleme nur immer größer wurden, statt kleiner, so hat mir das viel Angst vor dem Slow und dem Fast-Ring genommen, denen ich mich daraufhin anschloss. Aufgrund dieses mein System ehemals total verunstaltet habenden 1909-„Enabling“-Updates. (Hatte plötzlich scheinbar Fragmente mehrerer Versionen 1903/1909 gleichzeitig: Sah man beim Ausführen von DISM.exe wie z.B. „DISM.exe /Online /Cleanup-image /Scanhealth“)… Ohne die Insider-Ringe oder „Sauberer Start“ (aber auch nicht so 100%ig verlässlich: Habe Rechner relebt, wo das garnichts brachte) wäre es für mich eine Neuinstallation geworden. Das mit Sicherheit. Zwar hatte ich auch Backups, aber leider schon das „Enabling“ inbegriffen, also den mit ihm bei mir entstandenen Fehler…

    War für mich ´ne Lehre: Egal welche Windows-Version: Egal ob Insider oder Releases: Auf NICHTS verlassen (!!) Und so wurde es halt unerheblich, ob ich Insider nehme/nahm, oder eine Neuinstallation auf Release-Status anging…

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