Ransomware legt Uni Maastricht lahm

[English]Die Universität (UM) der niederländischen Stadt Maastricht ist Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden. Alle Computersysteme sind momentan heruntergefahren worden.


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Der Angriff muss bereits letzten Montag (den 23.12.2019) erfolgt sein, wie die folgende Nachricht von Heiligabend (24.12.) auf der Webseite der Uni mitteilt.

Maastricht University (UM) has been hit by a serious cyber attack. Almost all Windows systems have been affected and it is particularly difficult to use e-mail services. UM is currently working on a solution. Extra security measures have been taken to protect (scientific) data. UM is investigating if the cyber attackers have had access to this data. It is unclear how much time UM needs to find a solution, but it will definitely take a while for the systems to be fully operational again.

All UM buildings are closed until Sunday, with the exception of the research labs at UNS 50.

Die Universität Maastricht (UM) wurde obiger Meldung zufolge von einem schweren Cyberangriff getroffen. Fast alle Windows-Systeme sind betroffen, und die Nutzung von E-Mail-Diensten ist besonders schwierig. Die UM arbeitet derzeit an einer Lösung.

Unklar, ob wissenschaftliche Daten betroffen sind

Es wurden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von (wissenschaftlichen) Daten getroffen. UM untersucht, ob die Cyber-Angreifer Zugang zu diesen Daten hatten. Es ist unklar, wie viel Zeit die UM benötigt, um eine Lösung zu finden, aber es wird sicher eine Weile dauern, bis die Systeme wieder voll funktionsfähig sind.

System bis Sonntag offline

In einer weiteren Stellungnahme vom 27.12.2019 teilt die  Universität Maastricht (UM) mit, man arbeite derzeit Tag und Nacht an Lösungen für die Ransomware-Attacke, die am Montag, den 23. Dezember 2019 stattfand. Die IT-Mitarbeiter der UM arbeiten seit der Entdeckung des Angriffs gemeinsam mit externen Spezialisten auf diesem Gebiet mit Hochdruck an Lösungen.

In der aktuellen Phase geht es um forensische Untersuchungen und Reparaturen. Im Vordergrund steht die Entwicklung von Lösungen, die die Universität auch in Zukunft vor derartigen Angriffen bestmöglich schützen sollen.

Der Vorstand und die Dekane der Fakultäten bedauern die damit verbundenen Unannehmlichkeiten für Studierende und Mitarbeiter. Sie wollen in den kommenden Tagen sehen, wie den Studierenden und Mitarbeitern, die aufgrund dieser Situation Probleme haben, Rechnung getragen werden kann. Die UM hat, wie gefordert, eine offizielle Meldung bei der Polizei eingereicht.

Um möglichst sicher zu arbeiten, hat die UM alle Systeme vorübergehend offline geschaltet. Alles ist darauf ausgerichtet, den Studenten und Mitarbeitern möglichst schnell und möglichst phasenweise Zugang zu den Systemen zu ermöglichen. Wann genau dies geschehen kann, lässt sich angesichts der Größe und des Ausmaßes des Angriffs noch nicht sagen. Aus dem gleichen Grund ist es auch nicht möglich, mit absoluter Sicherheit zu sagen, welche Systeme betroffen sind und welche nicht. Dies erfordert zusätzliche Untersuchungen.


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