Neues zu unberechtigten PayPal-/Google Pay-Abbuchungen

[English]Beim Zahlungsdienstleister PayPal leiden einige deutsche (und russische) Nutzer wohl unter unberechtigten Abbuchungen für Käufe bei US-Filialen von Starbucks und Target. Heute Morgen sah es so aus, als ob Geschädigte in Disput-Fällen einen ablehnenden Bescheid erhielten. Nun habe ich eine Antwort der PayPal-Presseabteilung – es sollte niemand auf dem Schaden sitzen bleiben. Hier eine Aktualisierung des Vorgangs.


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Darum geht es bei PayPal

In den letzten Tagen wurden wohl deutsche PayPal-Kunden Opfer von unberechtigten Abbuchungen für fingierte Bestellungen über Google Pay. Die Opfer fanden plötzlich Belastungen ihres PayPal-Kontos in hohen drei, manchmal vierstelligen Beträgen für angebliche Käufe bei US-Filialen von Starbucks und Target.

Allen Fällen gemeinsam ist, dass die Leute niemals in den USA waren. und den Fällen ist auch gemeinsam, dass es eine Verknüpfung mit Google Pay mit den jeweiligen PayPal-Konten gab. Die Details hatte ich im Blog-Beitrag Betrug: Unberechtigte Google Pay Abbuchungen bei Paypal aufbereitet.

Abgelehnte Rückzahlungen, ein Fehler von PayPal

Bei unautorisierten Belastungen gibt es bei PayPal ein Disput-Verfahren, wo Betroffene reklamieren können. In einer privaten Facebook-Gruppe zum Thema gab es heute Morgen Nutzer, denen die Reklamation mit Forderung auf Rückbuchung vom PayPal-Team abgelehnt wurde. Hier eine solche Information, die mir von einem Betroffenen zur Verfügung gestellt wurde.

Abgelehnte Rückzahlungen von PayPal

In einer weiteren Nachricht gab es dann den Hinweis, dass man sich in 9 Tagen wegen der unbefugten Zahlung zurück melden werde.

PayPal-Info wegen Konfliktlösung

Also ist dem PayPal-Team offenbar bewusst geworden, dass dort nicht alles so koscher ist. Der Betroffene hat sich kurz vor Mittag bei mir gemeldet und mitgeteilt, dass der Beitrag von PayPal doch erstattet wird.


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PayPal Erstattungsbestätigung

Ich habe es hier im Blog mal aufbereitet, da es einige Betroffene gab, denen es ähnlich erging – mein Dank an J.S., dass er mir die Infos zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. Falls jemand von Euch ebenfalls betroffen ist und noch keine Erstattungsbestätigung bekommen habt, kontaktiert nochmals PayPal und verweist ggf. auf diesen Blog-Beitrag.

Rückmeldung von der PayPal-Pressestelle

Nachdem ich heute Morgen die obigen Disput-Fälle auf dem Tisch hatte und die Kollegen von ZDNet.com sowie Bleeping Computer meinen Tipp aufgegriffen und in den USA berichtet hatten, bin ich parallel noch an die deutsche PayPal-Pressebetreuung herangetreten. Inzwischen liegt mir deren Stellungnahme vor.

Uns ist bewusst, welches Vertrauen uns Menschen entgegen bringen, indem sie uns ihr Geld anvertrauen. Wir nehmen diese Verantwortung sehr ernst. In den Bereichen Betrugsprävention und Risikomanagement setzt PayPal auf moderne Technologien, um seine Kunden zu schützen und sichere Zahlungen zu ermöglichen.

Wir haben uns unverzüglich der Behebung dieses Problems angenommen. Betroffen war eine sehr geringe Anzahl von PayPal-Kunden, die Google Pay nutzen. Das Problem wurde inzwischen behoben.

Es wurden keine persönlichen Daten oder Finanzinformationen von PayPal-Kunden gestohlen. Auch hatten Dritte zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf PayPal-Konten.

Gemäß unserer Nutzungsrichtlinie werden wir betroffenen Kunden sämtliche nicht autorisierte Zahlungen zurückerstatten.

Das ist die relevante Information für Betroffene. Wenn ihr von dem Google Pay-Target-Missbrauch betroffen seid und der Disput-Fall ablehnend geschlossen wurde, geht nochmals auf das Team zu. Leider hat Presseteam nicht mitgeteilt, was schief gelaufen ist – was unbefriedigend bleibt. Bei heise gibt es inzwischen diesen Beitrag, der eine mögliche Schwachstelle, die ich gestern im Beitrag bereits angerissen habe, präzisiert. Aber immerhin wurde so viel Staub aufgewirbelt, dass sich PayPal drum kümmert.

Blog-Leser Christoph W. informierte mich, dass inzwischen auch SPON darüber berichtete.


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1 Antwort zu Neues zu unberechtigten PayPal-/Google Pay-Abbuchungen


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  2. woodpeaker sagt:

    Laut Golem ist die Schwachstelle schon seit einem Jahr bekannt.
    Nur soviel zu den Anstrengungen und der Ehrlichkeit von Pay Pal.
    Denen ist es doch im Grunde sch…egal.
    Und wie ich im anderen Beitrag geschrieben hatte bewahrheitet sich die Problemlösung in einem aneinanderreichen von Textbausteinen.

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