Intel Driver Support Assistant (DSA) streikt beim Scan

[English]Ein Blog-Leser hat mich kürzlich per Mail kontaktiert und über Probleme mit dem Intel Driver Support Assistant beim Scannen berichtet. Ich habe mal einen kleinen Blog-Beitrag dazu gemacht.


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Der Intel Driver Support Assistant (DSA)

Der Intel Driver Support Assistant wird von Intel auf dieser Webseite zum Download angeboten und läuft von Windows 7 bis Windows 10. Als Zweck gibt Intel folgendes an:

Mit dem Support-Assistenten für den Intel® Driver & können Sie Computer Geräte nach den neuesten, von Intel verfügbaren Treibern scannen. Dieses Tool verfügt über die Haupt-Benutzeroberfläche, die auf der Support-Website von Intel gehostet wird, und bietet Benutzern ein besser integriertes Support-Erlebnis. Es verfügt über eine optimierte Erkennungs-Engine, die sicherstellt, dass Kunden vollständige und genaue Informationen erhalten, und eine Scan-Frequency-Option, um […] Kunden schneller Treiberaktualisierungen bereitstellen zu können.

Das Programm muss unter Windows installiert werden, bevor man es verwenden kann. Als durch den Assistent unterstützte Produkte gibt Intel Grafiktreiber, Wireless-Netzwerktechnik, Intel® NUCs und Intel® Compute-Sticks an. Bei Problemen mit der Aktualisierung von Intel® Treiber & Support-Assistenten auf eine neuere Version soll man ein Deinstallations-Programm von Intel probieren.

Eine Leser-Rückmeldung zu Problemen

Die Tage hat mir Blog-Leser Siegfried B. eine E-Mail geschrieben und sich über Probleme mit dem Intel Driver 6 Support Assistant beklagt. Er schrieb:

der Intel Driver 6 Support Assistant hat wohl gerade ein Update auf 20.4.17.5 bekommen. Er läuft im Hintergrund und meldet ein Update. Klickt man “auf neue Treiber überprüfen” öffnet sich der Standardbrowser und das System wird gescannt. Dann kommt die Fehlermeldung: “Beim Scannen ist leider ein Fehler aufgetreten”.

Bis jetzt lief das Programm immer anstandslos auf Windows 10. Sucht man den Fehler bei Google, taucht er immer wieder auf, es gibt aber keine Lösung.

In der Tat gibt es in den Intel-Foren (laut Google-Suche) zwei Einträge (hier und hier), wobei mir aber nur im Inkognito-Mode des Browsers Inhalte angezeigt werden. Beim zweiten Link sind drei Nutzer, die das Problem seit Januar 2020 haben, eine Antwort/Lösung gibt es aber nicht. Andere Einträge in den Intel Foren und Supportseiten befassen sich mit Installationsproblemen und dem Fehler, dass beim Scan keine Updates gefunden werden.

Jemand, der eine Erklärung für diesen Scan-Fehler hat oder eine Lösung kennt. Beim Stichwort ‘Intel-Tools’ zuckt es zudem bei mir im Hinterkopf, weil da ‘funktioniert nicht und hat Sicherheitslücken’ (siehe auch die Security Advisories in nachfolgenden Links) verankert ist. Wie sind die Erfahrungen von euch mit diesem Tool?

Ähnliche Artikel:
Intel Security Advisories (14. April 2020)
Intel patcht Schwachstellen in Audio- und Grafiktreibern
Windows 10: Intel DCH-Grafiktreiber ab Version 26.20.100.814 ohne OEM-Bindung


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17 Antworten zu Intel Driver Support Assistant (DSA) streikt beim Scan


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  2. Bokarama sagt:

    Hallo zusammen,
    gleiches Problem lag auch bei mir vor und es erschien wie beschrieben die Meldung “Beim Scannen ist leider ein Fehler aufgetreten”. Auch das normale Deinstallieren mit anschließender Neuinstallation des Intel-Assistenten brachte keine Abhilfe.

    Lösung:
    Es gibt von Intel ein Tool namens “DSAUninstaller.exe” in der aktuellen Version 20.1.5.6.
    Hiermit gelingt eine saubere Deinstallation. Anschließend kann man den Intel Driver Support Assistant wieder neu installieren und die Suche nach neuen Treibern funktioniert einwandfrei.

    Download:
    https://downloadcenter.intel.com/download/29376/Intel-Driver-Support-Assistant-Uninstaller

  3. Gerold sagt:

    Benutze das Teil notgedrungen für die ASUS-Kiste mit Windows 10 da auf der ASUS-Websites keine Grafiktreiber angeboten werden und die Treiber für WLAN und Bluetooth nicht aktualisiert werden.

    Die Treiberaktualisierung für WLAN und Bluetooth funktioniert, gefühlt alle paar Wochen wird was aktualisiert. Für Grafik wird zwar was angeboten und heruntergeladen, die Installation wird aber verweigert, Treiber wäre nicht geeignet, man solche sich an den Hersteller des Computers wenden.

    Wenn der Scan im Browser fehlschlägt anderen Browser benutzen, zum Beispiel einen portablen Browser ohne Add-Ons.

    Hinweis an Günter, im zweiten Abschnitt ist ein Fehler, “..und läuft von Windows 7 bis Windows 7”, sollte “bis Windows 10” heissen.

    • Lars sagt:

      Hallo!
      Das mit den Grafiktreibern war und ist ein bekanntes Problem.
      Wenn schon die neuen DCH-Treiber verwendet werden, sollte es mit dem neuesten von Treiber von Intel erledigt sein, da dieser explizit „unlocked“ ist (s. Link im Artikel zum Intel DCH-Grafiktreiber ohne OEM-Bindung).
      Wenn noch das alte Treibermodell verwendet wird (obligat für Broadwell und früher, teilweise bei älteren Skylakesystemen und später) hilft nur ein Umweg: entweder über die sog. „have-disc“-Methode (alte Treiber) oder Treiberdeinstallation und dann einspielen des Inteltreibers, bevor Windowsupdate dazwischenfunkt (alte Treiber auf DCH, also Skylake und später) Dabei gehen aber logischerweise möglich Herstelleranpassungen des Treibers verloren.
      Grüße Lars

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  5. Lars sagt:

    Moin!
    Der von Bokarama beschriebene Weg mit vollständiger Deinstallation und Neuinstallation hat bei mir Anfang des Jahres schonmal bei diesem Fehler geholfen. Browserwechsel und PlugIn-Deaktivieren hingegen nicht.
    Aktuell habe ich ein anderes Problem:
    Das Update von Bios 78 auf 79 schlägt zumindest mit dem Windowstool auf meinen beiden Nuc8 fehl: der Rechner startet zwar neu, aber der Installationsprozess wird nicht angestoßen und hinterher ist alles beim Alten. Obwohl als Admin ausgeführt, blitzt unmittelbar vor dem Neustart (zu kurz zum Lesen oder für Reaktion) noch eine UAC-Abfrage auf. Bis einschl. 78 war das trotz Bitlocker nie ein Problem.
    Kennt das jemand?
    Werde evtl. später einen USB-Stick FAT-Formatieren und das Update direkt aus dem Bios (ja, UEFI) versuchen.
    Grüße – Lars

    • Gerold sagt:

      Auf der oben erwähnten ASUS-Kiste mache ich BIOS-Updates direkt im UEFI-BIOS über das Internet, hat bis jetzt immer geklappt. Der Computer ist über WLAN angeschlossen, für das BIOS-Update wird jedoch das LAN-Kabel angeschlossen und nach dem BIOS-Update wieder entfernt.

    • Joachim sagt:

      Moin Lars,

      ich habe das Bios heute beim meinem NUC8 erfolgereich von Version 0078 auf 0079 aktualisiert. Der Weg über das Utility funktionierte in der Vergangenheit bei mir auch nicht immer.
      Ich bin heute über folgenden Weg gegangen. Lade dir die Version BE0079.bio herunter. Starte den NUC neu. Man kommt per Tastendruck F7 in das Bios-Update Programm und kann dort das Bios suchen und auswählen. Anschliessend startet man die Aktualisierung.
      Dies hat bei mir anstandslos funktioniert.

      Gruß Joachim

  6. Ärgere das Böse! sagt:

    Wenn man das Kleingedruckte liest, bevor man den Müll installiert, installiert man es nicht, weil es nicht alles erkennt, und demzufolge auch nicht alles installiert :-) wenigstens einen Teil. Ich habe da eine andere Meinung
    Ich habe es wieder deinstalliert. Aber es wurde nicht alles deinstalliert, muss man dann selbst noch machen, über die Systemsteuerung. Das sagt auch was aus.

  7. Steter Tropfen sagt:

    Finger weg von solcher Crapware!

    Eben dieses Intel-„Tool“ hat mich neulich zur Weißglut gebracht, als ich einen Treiber für Intels „UBS3.0 extensible Host Controller“ brauchte (der von Dell ausdrücklich für mein Modell angebotene erwies sich nämlich als inkompatibel, er sorgte für Bluescreens und legte die USB-Buchsen lahm).
    Also holte ich gezwungenermaßen diese Software, ließ sie meinen Rechner durchforsten – und was fand sie? Nichts als einen Grafiktreiber, der zur Hardware gepasst hätte wie die Faust aufs Auge.
    Dafür aber hatte Intel bei der Installation ungefragt ein Telemetrie-Tool eingeschmuggelt, das „zur Erkennung von Problemen und Verbesserung unserer Software blabla“ alle Aktivitäten des Rechners überwacht hätte.
    Wenigstens fand sich beides in der Liste installierter Software und ließ sich wieder entfernen.

    Direkte Downloads von Treibern, deren Namen man kennt: das wäre für Intel ja zu einfach. Versionsnummern werden möglichst unübersichtlich gehalten und sind garantiert anders als das, was im Gerätemanager angezeigt wird, so dass man nicht erkennen kann, was man schon installiert hat.
    Den fehlenden Treiber fand ich erst durch eigene Recherche, Ausprobieren und Installation über den Gerätemanager.

    Wer meint, PC-Grundkenntnisse seien Zeitverschwendung und stattdessen auf solche „Fertigbackmischungen“ setzt, bekommt nicht unbedingt das Gesuchte, aber auf jeden Fall unnötig verkomplizierten Schnickschnack, Telemetrie samt potentieller Sicherheitslücken – und somit die Notwendigkeit immer weiterer Updates, kurz: viel zusätzliche Arbeit.

    • Dekre sagt:

      Da warst Du nicht der erste – NICHT machen. Ist einer da, so lassen! Bei Dir war es anders = Ansonsten sucht dann MS schon was über “Gerätemanager” und da kann man suchen lassen. Das hast Du ja auch gemacht.

      Das bringt mich auf den Hinweis, es über MS mit dem Gerätemanager zu machen. Entweder es gibt was oder nicht. In der Regel (zumindest bei meinen PCs bisher mit Win7, 10) Windows sucht sich schon das, was es braucht.

      • Lars sagt:

        Gibt es da eigentlich ein Script oder eine andere Möglichkeit das stupide einzelne Treiber aktualisieren Anklicken für alle Zweige und Punkte im Gerätemanager zu automatisieren, sodass man alles „in einem Rutsch“ aktuell kriegt?
        Windowsupdate selbst zeigt ja seltsamerweise längst nicht alles, was MS an geeigneten Treibern anbietet (warum eigentlich?), und im Gerätemanager finde ich häufig noch Treiberupdates.

        • Dekre sagt:

          Ich hatte mir mal die Frage auch gestellt.
          Es gilt immer der Spruch – funktioniert der PC, so erfordert es keine neue Treiber.

          In der Regel macht das mE MS automatisch. Das war in Win7 so und ist wohl auch in Win10 so.

    • Ärgere das Böse sagt:

      “…Dafür aber hatte Intel bei der Installation ungefragt ein Telemetrie-Tool eingeschmuggelt, das „zur Erkennung von Problemen und Verbesserung unserer Software blabla“ alle Aktivitäten des Rechners überwacht hätte…”

      Ich habe auch alles wieder deinstalliert.

      Wenn man den Ramsch alle 6 Monate installiert, um die neusten Treiber suchen zu lassen, dürfte das genügen. Zudem findet die Müll-Software sowieso nicht alles, steht so im Kleingedruckten.

  8. TG sagt:

    Die aktuelle Version ist großer Käse, bei mir traten die Scan-Fehler auch auf.
    Nach normalem Uninstall + Neustart bleibt jede Menge Müll in Ordnern und Registry zurück, den man per Hand entfernen darf. In den Vor-Versionen wurde bei mir auch immer die Version des Rapid-Storage-Klimbims angezeigt, das ist jetzt scheinbar ersatzlos gestrichen. Intel DSA muss ich nicht mehr haben!

    Werde jetzt nochmal den speziellen Uninstaller laufen lassen. (Dank an Bokarama)

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  10. Dekre sagt:

    Jetzt muss ich auch mal und das alles bestätigen, was hier schon einige Kommentatoren berichteten. Das Programm war (in der Vergangenheit) und ist für einen PC untauglich!
    Ich bin darüber nach Selbstversuchen auf diversen PC gekommen. Die Vorgängerversion war schon ungeeignet und das ist umso mehr mit der neuen Variante ungeeignet. Viele Hersteller bieten sowas an. Intel sind da nicht die einzigen. So auch HP mit deren Support Assistant, Toshiba hat sowas auch.

    Die ersten beiden waren hier schon des öfteren von Günter ein Blog-Beitrag wert, um auf Probleme hinzuweisen. Das ganze ist zwar so von den Herstellern in der Idee nett, aber es funktioniert so nicht. Außerdem sollte man dann immer das Kleingedruckte lesen, was ggf. mitkommt.

    #Wer einen Hersteller-PC hat – NICHT benutzen. Die Hersteller bieten passendes an.
    #Wer eine alten PC neu auflegt, kann mal das verwenden, schauen und danach löschen. Es bringt sonst nichts.
    # Wer einen gebastelten PC hat – na viel Glück, testen geht immer, man muss ja nicht die Angebote installieren.

    Fazit: Testen kann man und sich dann seine Meinung bilden. Ich würde es nicht ungeübt verwenden. Vor allem nicht die “neuen Updates” installieren. Das kann nach hinten losgehen.

  11. Bernanos sagt:

    Hallo.

    Ich habe die Idee mit dem De-Installationsprogramm (DSAUninstaller.exe) ausprobiert usw. Leider tritt der Fehler nach wie vor auf.
    Bislang war ich mit Intel Driver Support Assistant (DSA) sehr zufrieden. bei mir (PC und Notebook) arbeitete die Software problemlos.

  12. egal sagt:

    Nachdem der IDSA nach den vorletzten beiden Updates gestreikt hat (trotz offiziellem Uninstaller und Neuinstallation), ist dieser Fehler seit der aktuellen Version 20.6.22.6 vom 27.05. zumindest bei mir beim Intel NUC5i3RYH verschwunden.

    Mir kommt es allerdings so vor, als würde er jetzt garnicht erst suchen, denn der Scan läuft im Gegensatz zu früher, wo er gefühlt auch mal einige Minuten gesucht hat, jetzt immer in Sekundenbruchteilen ab. Intel schreibt im Changelog zwar etwas von Performanceverbesserungen, aber so ganz kann ich das nicht glauben… =)

    Mir ist aufgefallen, dass er das veraltete BIOS nicht angezeigt, was jetzt aber nichts Neues ist und ich auch schon mehrfach in den letzten Jahren bei Intel moniert hatte.

    Des Weiteren muss ich jetzt ständig die Seite aktualisieren, weil der Scan nicht automatisch beginnt und der Autostart beim Windows Start funktioniert auch nicht mehr zuverlässig.

    Schönen Restfeiertag noch!

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