Windows 10 Version 2004: Refresh-Windows (Fresh-Start) kaputt

[English]Microsoft hat offenbar die Refresh-Windows-Funktion Fresh-Start (Sauberer Start) im Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) kaputt gemacht. Hier die Informationen, die ich bisher herausfinden konnte. Ergänzungen von Microsoft im Text eingefügt.


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Fresh-Start: Windows 10 auffrischen

Zuerst einige Worte zum Thema Fresh-Start von Windows 10. Ich habe diese niemals benutzt, aber sie wurde wohl mit dem Windows 10 Creators-Update eingeführt. Das Windows 10 Creators Update bietet eine Funktion namens ‘Sauberer Start’ (Fresh-Start), mit der sich eine saubere Installation von Windows 10 durchführen lässt, während die Daten intakt bleiben.

Verfügbar ist die Funktion, wenn man das Sicherheitscenter z.B. über die Einstellungen-Seite zur Kategorie Updates & Sicherheit geht und dann in der Unterkategorie Windows-Sicherheit wählt und auf die Schaltfläche Windows-Sicherheit öffnen.

Windows 10 über Sauberer Start auffrischen
(Windows 10 über ‘Sauberer Start’ auffrischen)

Geht man dann in den Kategorien des Windows-Sicherheitscenter auf Geräteleistung und – integrität, wird die obige Seite angezeigt. Dort gibt es auch die Kategorie Sauberer Start, der einige Erläuterungen enthält. Man kann die Schaltfläche Erste Schritte wählen und muss dann im nachfolgend gezeigten Popup diesen Vorgang bestätigen.

Windows 10: Sauberer Start einleiten

Anschließend durchläuft Windows 10 einen Bereinigungsvorgang, der alle Apps und Programme, die nicht im Standardlieferumfang von Windows enthalten sind, entfernt. Die Windows-Installation sowie die Daten bleiben dabei erhalten. Das ist eine Möglichkeit, Windows 10-Systeme ohne Fremd-Apps und Bloatware aufzusetzen, und gleichzeitig seine Daten zu behalten.

Es ist also formal etwas anderes als eine saubere Neuinstallation von einem Installationsabbild, bei dem Windows 10 komplett neue aufgesetzt wird. Techrepublic beschreibt diese Funktion in diesem Blog-Beitrag von Juni 2017. Ein weiterer Beitrag aus 2018 findet sich bei How To Geek. Microsoft hat die Windows 10 Start Fresh-Seite hier aufgesetzt, wo man ein Tool herunterladen kann, welches den gleichen Vorgang verspricht. Ich selbst habe diese Funktion nie genutzt.

Windows 10 Version 2004: Fresh-Start ist kaputt

Seit der Freigabe des Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) kommen immer wieder neue Bugs ans Tageslicht. Woody Leonhard hat hier begonnen, eine Liste mit Bugs zu sammeln. Vor einigen Stunden bin ich bei Windows Latest auf den Hinweis gestoßen, dass das Upgrade auf Windows 10 Version 2004 genau diese Funktion ‘Fresh Start’ kaputt macht. Geht auf diesen Post bei askwoody.com zurück.


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Windows Latest schreibt, dass die Fresh Start-Integration in Windows 10 Version 2004 defekt zu sein scheint. Wer bei Sauberer Start auf den Link Weitere Informationen klickt, wird zu einem Microsoft Support-Beitrag im Browser umgeleitet. Ist hier bei Windows 10 Version 1909 auch so. Aber die Schaltfläche Erste Schritte scheint in Windows 10 Version 2004 wirkungslos.

Fresh-Start not working (Feedback)
(Fresh-Start not working, Quelle: Insider Feedback-Hub, Techdows)

Techdows ist aufgefallen, dass der Bug bereits von Windows Insidern gemeldet wurde (siehe obiger Screenshot), Microsoft hat das aber ignoriert und in der Final von Windows 10 Version 2004 nicht gefixt. Techdows hat in diesem Artikel weitere Meldungen aus dem Hub zusammen getragen.

Das ist mal wieder ein Fall, wo gemeldete Bugs in der Insider Preview nicht aufbereitet und gefixt werden. Die Liste der gravierenden Fehler in Windows 10 Version 2004 wächst und wächst. Ich selbst habe aktuell (aus diesen Gründen auch) keine Windows 10 Version 2004-Installation hier verfügbar, der Bug wäre mir wohl aber auch nicht aufgefallen. Wie schaut es bei euch aus, lässt sich Fresh-Start aufrufen?

Ergänzung: Martin Geuß hat auf Dr. Windows diesen Artikel zum Thema eingestellt. Dem Screenshot entnehme ich, dass da einmal eine Schaltfläche aus den früheren Windows 10 Builds weggefallen sein muss – es gibt nur noch einen Hyperlink. Aber auch hier die Erkenntnis: Die Funktion ist in Windows 10 Version 2004 weggefallen.

Ergänzung 2: Bleeping Computer hat das Ganze hier behandelt und herausgefunden, dass man in einer administrativen Eingabeaufforderung den Befehl systemreset.exe -cleanpc verwenden kann, um die Funktion aufzurufen.

Microsoft erklärt sich

Microsoft hat inzwischen die Supportseite zu dieser Funktion zum 16. Juni 2020 aktualisiert. Dort heißt es nun:

Fresh start is available for Windows 10 versions prior to 2004. For version 2004 and after, Fresh start functionality has been moved to Reset this PC.

Die Funktion ist also nur bis Windows 10 Version 1909 über die obigen Links verfügbar. In der Version 2004 hat man bereits eine Schaltfläche zum Aufruf entfernt – aber den Eintrag in den Einstellungen belassen. Die Funktionalität, so Microsoft, sei in die Funktion  ‚Reset this PC‘ eingeflossen. Martin Geuß arbeitet sich hier am Thema ab – und deskmodder.de hat es hier aufgegriffen.

Abschließend meine 2 Cents: Das ist es, was mir – neben den zahlreichen Bugs in Windows 10 – so dermaßen auf den Sack geht. Da werden Neuerungen großmäulig angekündigt, um dann nach kurzer Zeit zu verschwinden. Aber selbst das kriegt Redmond nicht hin – hätten die einen kurzen Hinweis ‚Ist jetzt in Reset this PC zu finden‘ in die Seite Windows Sicherheit eingebaut, wäre alles gut. Oder ein Aufruf der Funktion ‚Reset this PC‘ hätte sich einpflegen lassen. Statt dessen mal wieder dieses Chaos. Produktvorteile durch dieses ‚rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln‘ kann ich keine Erkennen. Der Job der Administratoren und Nutzer wird lediglich schwieriger, da Du jedes Mal, wenn was nicht klappt oder fehlt schauen musst: Ist das nur kaputt oder wurde das entfernt. Im Hinblick, dass Anwender Windows als Werkzeug nutzen und keine Feldforschung treiben sollen, zum Kotzen – meine Meinung. Und die ständigen Änderungen an der GUI entspricht auch nicht dem, was ich in meinem langen Berufsleben als ‚innigster Wunsch der Anwender‘ kennen lernen durfte – im Gegenteil, jede kleinste Änderung hat immer Probleme verursacht. Microsoft ist mächtig auf dem Holzweg.

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16 Antworten zu Windows 10 Version 2004: Refresh-Windows (Fresh-Start) kaputt

  1. Super Leistung von Microsaft, musste am Samstag einem Bekannten der im Rollstuhl sitzt und auf den PC angewiesen ist, alle Programme wieder einrichten, nachdem ihm das automatische Windowsupdate alles gelöscht hat!

  2. 1ST1 sagt:

    Ich wüsste nicht, wozu ich derzeit diese Funktion brauche. Die braucht man doch nur, wenn man jeden Müll installiert und alle möglichen Schlangenöle in der Registry usw. rumpfuschen lässt. Das einfach mal ausprobieren, nur um es zu testen, ist doch ein Witz, weil es jede Menge Arbeit verurschat, bis alle benötigten Programme wieder installiert und eingestellt sind. Von den ganzen bisher bei 2004 bekannten Problemen ist bei mir noch kein einziges aufgetreten. Dass ich an der Windows Mediacenter Installation rumschrauben musste, weil mit 2004 wieder drei Windows-DLLs so geändert wurden, dass WMC nicht mehr startet und die interne Datenbank futsch ist, ist eine andere Sache, aber dafür gibts ein Reparatur-Tool, was das wieder herstellt. Das laste ich auch nicht direkt 2004 an, sondern eher dem, dass MS das WMC unter keiner Win 10 Version mehr supportet, was allerdings äußerst schade ist.

    • Jerowski sagt:

      Weiß nicht, aber für viele ist’s denke ich ne gute Alternative zum kompletten Neu aufsetzen. Immerhin kann man sich das hin- und herkopieren von Daten sparen. Viele Nutzer installieren danach noch nen Browser, lassen MS-Office aus del Netz installieren und der Rest kommt bei Gamern über Nacht von Steam und Co. „von allein“…
      Mir fällt gerade als für mich ernsthafte Nutzung das Befreien z.B. eines neuen Laptop von der üblichen Bloatware ein, was natürlich super wäre. Jemand Erfahrung damit, ob das klappt? Treiber muss man wohl vorher wegsichern/besorgen vermute ich?

      • Karl Wester-Ebbinghaus (@tweet_alqamar) sagt:

        Kommt auf den Modus an. Nur bei vollständigem löschen sind die Treiber wieder älter aber offiziell vom vendor via Windows Update

    • Karl Wester-Ebbinghaus@tweet_alqamar sagt:

      In einem reproduzierbaren Szenario Upgrade 1909 auf frühere insider fast (nun Dev) ging die Suche partiell kaputt.

      Das Refresh ist da sehr nützlich!
      Es korrumpiert jedoch bcdboot weil bei Microsoft wohl zu wenige ein Muti Windows System nutzen auf einer Maschine.

      Ich denke Günter und andere haben nicht die Zeit das alles mal zu testen. Gerade das Cloud refresh läuft sehr gut.

      Was hier jedoch im Detail wieder mal verkackt wird ist unendschuldbar.
      Wahrscheinlich wurde obiges feedback vom Ersteller in die falsche Kategorie einsortiert. Das ist lt. Einem aktuellen Podcast der häufigste Grund das Dinge nicht beachtet werden (können)

      • Günter Born sagt:

        Zu ‚Ich denke Günter und andere haben nicht die Zeit das alles mal zu testen.‘ – ich kann nur für mich sprechen – ich habe einfach keine Lust, Dinge in den Insider Previews zu testen, die in 2 Tagen wieder anders oder verschwunden sind. Mir ist schlicht die Zeit zu schade, um mich in den Winkelzügen Redmonds zu verlustigen. Ich verfolge das, was Du und andere da als Brocken bei Tests fallen lasst und bereite es hier im Blog auf, wenn es für breitere Nutzergruppen von Interesse ist.

        Ich stehe jetzt am Ende eines langen Berufslebens. Was ich dabei gelernt habe – dass schlechteste, was Du im Hinblick auf die Masse der Anwender tun solltest, ist ständig an Bedienoberflächen und Funktionalitäten zu ändern. Die Leute wollen schlicht ihren Rechner starten und mit Anwendungen arbeiten – wenn sich da in Anwendungen oder am Betriebssystem was ändert, ist das ein enormer Störfaktor.

        Die Microsoftler leben mit ihrem ‚Windows as a service‘ in ihrer eigenen Blase und bekommen nicht mit, dass sie mit ihrem Produkt auf einer schiefen Ebene sitzen und in eine Richtung rutschen, die für normale Leute Null Produktvorteile bringt. Das Insider Programm ist schlicht kaputt, die Qualitätssicherung ist nicht vorhanden. Sieht man an den ständigen Update-Katastrophen und den Bugs in einer seit Dezember 2020 abgeschlossenen Windows 10 Version 2004.

        Die technikaffinen Leute und Nutzer jubeln zwar ‚in ihrer Blase‘, aber frag einen ganz normalen Nutzer, welches Windows er hat. Das interessiert nicht – er will vielleicht mailen und surfen, und das möglichst so, wie seit Jahren gewohnt.

        Hart ausgedrückt: Da entwickelt Microsoft – aus meiner Sicht – seit Jahren am Bedarf vorbei – in einigen Bereichen im Unternehmensumfeld mag es etwas anders ausschauen, was ‚Windows unter der Haube‘ betrifft. Und was am Schluss bei rum kommt: Tech-Enthusiasten und Fans werfen dann Techbloggern, die sich kritisch äußern, vor, ‚Windows 10 kaputt zu schreiben‘.

        Mir persönlich ist es inzwischen egal. Die Börse feiert Microsoft als extrem wertvolles Unternehmen und 90% der Desktop-Systeme laufen mit Windows. Bleibt nur für die Jüngeren zu hoffen, dass MS das Schicksal von Univac, Burrows, Digital Equipment etc. erspart bleibt.

        • oli sagt:

          +1 – und jetzt raten Sie mal, warum wir hier LTSC 2019 einsetzen und kein Standard-Windows 10. Unsere Drucker sind noch auf einem Druckserver-Dienst eines Windows 2012 Servers gekoppelt. Drucken funktioniert damit problemlos – ältester Drucker ist ein Brother Laserdrucker von 2007 – allerdings in eigenem Subnet und mit sämtlichen Diensten deaktiviert, die nicht benötigt werden (gibt bestimmt die ein oder andere Sicherheitslücke in der Firmware).

        • PetZig sagt:

          Deine Einlassungen unterschreibe ich zu 100%, obwohl mir das Vorgehen seitens Microsoft lange Zeit ein erträgliches Einkommen garantiert hat.
          Meiner Meinung nach ist dieses ganze Cloud-/…aaS-Geraffel auch nur alter Wein in neuen Schläuchen – ist aber nur mein persönlicher Eindruck nach 45 Jahren Informationstechnik.

          • Karl Wester-Ebbinghaus (@tweet_alqamar) sagt:

            Grundsätzlich ist das alles richtig.

            Der Ansatz Mail und Surfen möglich unverändert. Das ist aufms meiner Sicht zu kurz gesprungen.

            Dafür ist ein PC / Laptop zu teuer. Da hat man Smartphones für.

            Ich nehme mir die Zeit Usern (auch beruflich) die halbjährlichen Vorteile zu erklären und die Vorteile die man nur in Windows 10 hat, wie Kalenderintegration, Todo, etc.

            Und wenn es mein fast blinder Vater ist der sich mit 80 über den nun einstellbaren großen farbigen (Maus)cursor freut und flächendeckend Dark mode seit 1903. Weil er hier auf der Webseite leider kaum was lesen könnte. Klar Edge liest es dir auch vor.

            Es gibt viel Gutes und es findet zu wenig praktische Anwendung. Die meisten nutzen Windows deutlich unter den Möglichkeiten und manche haben Tooleritis. Einige sind open minded und sind begeistert was alles out ok of the box / Store funktioniert.

            Wenn man das lebt und sein Wissen um jede Schraube weiter gibt rechtfertigt es einen Teil der Schmerzen mit der Qualität.

            Windows 10 ist das beste OS für Senioren und Sehbehinderungen/Farbschwäche geworden verglichen mit 7 oder 8.

            Vielleicht schreiben wir mal einen Artikel zusammen für deinen 50+ Blog :)

          • Günter Born sagt:

            Ich tue mich da, offen gesagt schwer. Es mag sein, dass einige Sachen in Usability bei W10 besser gestaltet wurden. Aber …

            – ich habe mir mal den Luxus geleistet, ein Buch ‚Computer trotz Handicap zu veröffentlichen. Bilde mir also ein, da ein wenig von dem zu kennen, was die Klientel braucht. Aus diesem Blickwinkel ist Windows 10 ein No-Go.
            – ich beobachte seit 2015 bei diesem Windows as a Service, wie halbjährlich vorhandene Hard- und Software im Millionen-Bereich vernichtet wird, weil es zu Kompatibilitätsproblemen führt. Hat nicht jeder, aber derjenige, der das hat, schaut in den digitalen Orkus.

            Gerade Du achtest doch auf Nachhaltigkeit – so dass der letztgenannte Punkt ein absolutes No-Go ist. Ich muss aus diesem Blickwinkel nicht bei der Gruppe 50+ für Microsoft Werbung laufen.

            Zum Thema Sehbehinderung und Farbschwäche: Ab einer bestimmten Beeinträchtigung des Visus sind die Leute auf Screen-Reader oder externe Geräte angewiesen. Da spuckt Windows 10 as a service den Leuten regelmäßig mächtig in die Suppe – auf die Späßchen ‚welcher Sozialträger springt für die Kosten ein, wenn in Redmond mal jemand die Idee hat, einen neuen Furz in W10 einzubauen‘ möchte ich erst gar nicht abheben.

            Und zum ersten Punkt: Ich kenne nach meinem Sportunfall das Gefühl, wie sich ein Körper mit 90 anfühlt, der keinen Löffel mehr zum Mund bringt oder keine 2 Treppenstufen schafft. Ich weiß, wie es ist, wenn Du, wegen Paresen kaum die Finger bewegen kannst und mühsam in 2 Stunden am Smartphone eine Zeile getippt hast – und dann zerschießt dir die Autokorrektur diese mühsame Arbeit. Vorher war ich auf dem Standpunkt: Toll, was die Leute machen. Seit diesem Zeitpunkt weiß ich, dass da viel ‚weiße Salbe‘ vorhanden ist – egal ob Apple, Google oder Microsoft dran steht. Wir haben tolle Bildschirmtastaturen mit Millionen Emoijs – ist wichtig. Ich bräuchte häufig schlicht Cursortasten, um bei Texten den Cursor sauber zu positionieren, per Finger tippen klappt häufig nicht. Und so reiht sich eine Kleinigkeit an die Andere – und am Ende ist es für denjenigen, der auf die Funktionen angewiesen ist fatal.

            Ich kann deine Sichtweise nachvollziehen und mag sie nicht kritisieren. Es hilft deinem Vater und das ist auch gut so. Und meine Sichtweise war lange ähnlich. Auf Grund der oben angerissenen und weiterer Erfahrungen gibt es aber auch die andere Sichtweise. Und die endet mit der Frage: ‚Was ist das kleiner Übel‘ – die groß heraus gestellten, angeblichen Produktvorteile von Windows 10 kann ich persönlich für mein Umfeld nicht erkennen. Gestern hatte ich einen Austausch mit einem Redakteuer – ging originär über das Insider Programm – am Ende des Tages haben wir festgestellt, dass wir beide ziemlich die gleiche Einschätzung haben (gut, der Mann ist auch schon etwas älter).

            Und zu ‚Ich nehme mir die Zeit Usern (auch beruflich) die halbjährlichen Vorteile zu erklären‘ -es ehrt dich. Genau das ist aber der falsche Denkansatz. Wenn ich ToDo oder eine Kalenderintegration brauche, wäre eine Anwendung dafür angesagt – das hat schlicht im Betriebssystem nichts verloren. Ich lese ja bei meiner Bormaschine auch nicht alle halbe Jahr, was da neues machbar wäre. Ich will das Ding möglichst effizient einsetzen – und wenn ich eine Schraube anziehen oder lösen will, nehme ich einen Schraubendreher – auch wenn die Bormaschine das in irgend einem Betriebsmodus auch könnte. Möglicherweise liege ich ja gänzlich falsch – aber nach einem langen Berufsleben ist mein Eindruck, dass es 95 % der Nutzer ähnlich geht – ich brauche nur im Bekanntenkreis meiner Altersgruppe nachzufragen, um das bestätigt zu bekommen. Aber die Diskussion wird hier arg off topic.

  3. deoroller sagt:

    Das ist doch nichts neues, dass die integrierten Systeme von MS für System- und Datensicherung Murks sind. Man verlässt sich auf das, was man jahrelang nutzt und immer funktioniert hat. Was Besseres als die „Glanzleistung“ von MS kann den „Datensicherungsspezialisten“ nicht passieren. Sobald die Sache publik wird, werden Acronis, Macrium, AOMEI usw. weiteren Zulauf bekommen.

  4. Patrick sagt:

    Es war eine weise Entscheidung, erstmal entspannt abzwarten und die 2004 noch weit nach hinten zu schieben. Ja, natürlich kann man nicht alles über einen Kamm scheren, aber da kommt ja immer mehr an potentiellen Problemen dazu.

  5. Dana sagt:

    Gerade erschien ein Artikel dazu bei Deskmodder: https://www.deskmodder.de/blog/2020/06/16/sauberer-start-wurde-aus-der-windows-10-2004-entfernt/

    Demnach ist das kein „Bug“, sondern wurde mit Absicht entfernt, um diese Funktion an eine neue Stelle zu setzen (ist also nicht verschwunden). Siehe Link.

  6. Herr IngoW sagt:

    Deskmodder.de hat auf dieser Seite die Erklärung: https://www.deskmodder.de/blog/2020/06/16/sauberer-start-wurde-aus-der-windows-10-2004-entfernt/
    Ist jetzt in den „Einstellungen“ -> „Update und Sicherheit“ -> „Wiederherstellung“ -> „Diesen PC zurücksetzen“ -> „Erste Schritte“. Wählen Sie dann „Meine Dateien behalten“, wählen Sie „Cloud“ oder „Lokal“, ändern Sie Ihre Einstellungen und setzen Sie die Option „Vorinstallierte Anwendungen wiederherstellen“ auf ja oder nein (bei „nein“ sind die ganzen vorinstallierten „Apps“ dann auch weg).

    • Karl Wester-Ebbinghaus @tweet_alqamar sagt:

      Dokumentiert war es, wenn man aktiver Insider ist weiß man das.
      Kann aber keine Grundvoraussetzung sein.

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