Microsoft nimmt ab Juli 2020 optionale Updates wieder auf

Windows Update[English]Langsam scheint Microsoft nach den Coronavirus-Einschränkungen wieder in die Gänge zu kommen. Ab Juli 2020 möchte das Unternehmen wieder optionale Updates in der C- und D-Woche für Windows 10 und Windows Server verteilen.


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Im März 2020 kündigte Microsoft überraschend an, ab Mai 2020 alle optionalen, nicht sicherheitsrelevanten Update-Veröffentlichungen (C- und D-Updates) für alle unterstützten Versionen von Windows-Client- und Server-Produkten auszusetzen. Begründet wurde dies damit, dass man in personell durch die Coronavirus-Schutzmaßnahmen ausgedünnten Firmen die Kunden schützen wolle. Es ging Microsoft darum, die Sicherheit zu priorisieren und die Kunden zu schützen und produktiv zu halten. Daher sollen C- und D-Updates, die Microsoft quasi zum Testen dienen, ausgesetzt werden. Ich hatte im Blog-Beitrag Microsoft setzt ab Mai 2020 optionale Windows-Updates aus darüber berichtet.

Ab Juli 2020 wieder optionale Windows 10-Updates

Im Techcommunity-Beitrag Resuming optional Windows 10 and Windows Server non-security monthly updates kündigte Microsoft nun das Ende dieses Moratoriums für optionale Windows-Updates an.

Auf der Grundlage von Rückmeldungen wird Microsoft die optionalen Update-Versionen ab Juli 2020 für Windows 10 und Windows Server, Version 1809 und später, wieder aufnehmen. Damit will Microsoft Kunden erneut die Möglichkeit geben, geplante nicht-sicherheitsrelevante Updates zu testen, die für den Patchday (2. Dienstag im Monat, B-Week) für den Folgemonat geplant sind. Microsoft führt auch einige Änderungen ein, um den Update-Prozess zu vereinfachen und Nutzern dabei zu helfen, weiterhin mit Windows 10 und Windows Server auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Als Reaktion auf Rückmeldungen werden diese validierten, optionalen Updates jetzt als “Vorschau”-Versionen bezeichnet und nur für Windows 10 und Windows Server, Version 1809 und später, angeboten. Die Namensänderung spiegelt sich im Titel der gefunden Updates wieder, wie im Beispiel auf der Windows Update-Seite unter Einstellungen nachfolgend gezeigt.

Windows Update
(Quelle: Microsoft)

Um die Update-Verwaltung für die IT zu vereinfachen, werden diese “Vorschau”-Versionen nur in der “C”-Woche freigegeben. Es gibt keine Änderung der kumulativen monatlichen Sicherheitsupdates (auch als “B”-Week). Diese Versionen werden weiterhin alle früheren Aktualisierungen enthalten, damit Ihre Benutzer geschützt und produktiv bleiben.

Wenn Sie Windows Server Update Services (WSUS) zur Verwaltung von Updates verwenden, sehen Sie im WSUS-Kanal keine “Vorschau”-Versionen (oder “C”) für Windows 10 oder Windows Server mehr. Dies gewährleistet eine konsistente Update-Verwaltung für alle unterstützten Windows-Versionen in Ihrer Umgebung.

Schließlich werden für die Teilnehmer des Windows Insider-Programms oder des Windows Insider-Programms für Unternehmen in Entwicklung befindliche Versionen dieser nicht sicherheitsrelevanten Updates in der “B”-Woche im Release Preview-Channel veröffentlicht.

C- und D-Updates

Um die Meldung einordnen zu können, muss man Microsofts Update-Schema kennen. Am ersten Dienstag im Monat (A-Week) erhält Microsoft Office die nicht sicherheitsrelevanten Updates zur Fehlerbehebung. Am zweiten Dienstag im Monat ist der sogenannte Patchday (B-Week), an dem Microsoft traditionell Sicherheitsupdates für Windows, Office und andere Produkte ausrollt.


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Daran schließen sich die 3. Woche (C-Week) und ggf. 4. Woche (D-Week) im Monat an, in der Windows mit optionalen, aber nicht sicherheitsrelevanten Updates versorgt wird. Diese können durch die Benutzer von der Installation auch zurückgestellt werden und dienen Microsoft zum Testen. Denn die Inhalte dieser C- und D-Week-Updates sind im Folgemonat in den kumulativen Sicherheitsupdates (B-Week) enthalten. Microsoft hatte dies 2018 schon mal in diesem Beitrag erklärt (siehe auch Windows 10: Microsoft erklärt die Update-Zyklen).


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5 Antworten zu Microsoft nimmt ab Juli 2020 optionale Updates wieder auf


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  2. johnripper sagt:

    Konsistent ist da schon lange nix mehr mit den ganzen Umbauten…

  3. Tom sagt:

    Also weiterhin “Finger weg” von dem Feld “Nach Updates suchen”!

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  5. MOM20xx sagt:

    Windows Server 2016 und Windows Server 2012 R2 bekommen also weiter hin keine C und D Updates oder wird das einfach mal unter den Tisch gekehrt?

  6. Triceratops sagt:

    Schade hab mich schon drauf gefreut, das Microsoft weniger an Windows 10 rumbastelt / rumpfuscht. Naja zu früh gefreut.

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