Daten von LG, Xeros und Intel geleaked, Canon von Ransomware befallen

Die Maze Ransomware-Gruppe hat 50 GB interne Daten von LG und 25 GB Daten von Xerox veröffentlicht, nachdem ein Erpressungsversuch gescheitert ist. Und von Intel wurden 20 GByte Daten aus einem früheren Hack geleaked. Und Canon hat eine Infektion mit Ransomware eingestanden. Ergänzung: Weiterhin wurde der Cloud-Anbieter Blackbaud gehackt.


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Daten von LG und Xerox veröffentlicht

Über den Fall von LG hatte ich im Blog-Beitrag Ransomware-Infektion bei LG, Daten abgezogen? berichtet. Catalin Cimpanu weist nun in nachfolgendem Tweet auf Veröffentlichungen der Maze Ransomware-Gruppe hin.

Die Maze Ransomware-Gruppe konnte nach erfolgreicher Kompromittierung der genannten Unternehmen interne Daten vor dem Verschlüsseln abziehen. Und jetzt beginnt man damit, Teile dieser Daten zu veröffentlichen. Die Ransomware-Gruppe hat 50,2 GB an Dateien, sie angeblich aus dem internen Netzwerk von LG stammen, und 25,8 GB an Xerox-Daten auf ihrer Leak_Seite veröffentlicht.

Während LG im Juni 2020 eine allgemeine Erklärung gegenüber ZDNet abgab, wollte keines der beiden Unternehmen bisher ausführlich über den Vorfall sprechen. Die Betreiber des Maze-Ransomware Leckage-Portals hatten die Veröffentlichung der Daten dieser beiden Unternehmen seit Ende Juni 2020 angekündigt.

20 GByte interne Daten von Intel geleaked

Beim Chip-Hersteller Intel muss es einen Hack oder einen Ransomware-Angriff gegeben haben. Denn eine unbekannte Quelle hat 20 GB an geheimen Informationen auf einen öffentlichen File-Sharing-Dienst hochgeladen. Tillie Kottmann konnte die Dokument einsehen und hat nachfolgenden Tweet dazu gepostet.

Es handelt sich um Verschlusssachen und vertrauliche Dokumente des US-Chipherstellers Intel, die aus einem Datenschutzverstoß resultieren. Laut Ankündigung soll  es der erste Teil einer Reihe von Intel-Leaks sein. In weiteren Tweets gibt er den Hinweis, in Intel Firmware nach Backdoors zu suchen – denn in den Kommentaren von Quellcode-Dateien wurden entsprechende Hinweise gefunden – was aber noch nichts zu bedeutet hat. Bleeping Computer hat die Details in diesem Artikel aufbereitet.

Canon bestätigt Ransomware-Befall


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Bereits am 5. August 2020 wurde bekannt, dass Canon wohl Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden ist. Der erfolgreiche Angriff wirkt sich auf zahlreiche Dienste , darunter die E-Mail von Canon, Microsoft Teams, die Website der USA und andere interne Anwendungen, aus. Nun hat Canon In einer internen Warnmeldung, die an die Mitarbeiter verschickt wurde, den Ransomware-Angriff offengelegt und angegeben, dass man an der Lösung des Problems arbeite. Bleeping Computer hat in diesem Artikel die Details offen gelegt.

Die Woche ist übrigens bekannt geworden, wie lukrativ das Geschäft mit Ransomware ist. Die Netwalker-Ransomware-Gruppe konnte in nur fünf Monaten  25 Millionen Dollar von ihren Opfern erpressen. Bleeping Computer hat einen Artikel mit Details veröffentlicht.

Cloud-Anbieter Blackbaud gehackt

Blackbaud, eine Cloud-Software-Firma, hat mitgeteilt, dass sie Opfer eines versuchten Ransomware-Angriffs geworden sei. Und dann folgt ein bemerkenswerter Winkelzug: ‘Man habe aber den Angriff gestoppt. Unglücklicherweise kopierte der Täter, bevor er ausgesperrt wurde, eine Teilmenge von Daten.’ Die Hintermänner boten generös an, diese Daten gegen Zahlung eines Lösegelds  zu löschen – andernfalls würden sie offen gelegt. Blackbaud zahlte das Lösegeld (in ungenannter Höhe) und erhielt ‘die Bestätigung, dass die Daten vernichtet worden waren’. Blackbaud behauptet, diese Maßnahme ergriffen zu haben, weil “der Schutz der Daten unserer Kunden für uns oberste Priorität hat”.

Obiger Tweet verlinkt auf einen Blog-Beitrag von ESET, wo der skurrile Fall aufbereitet wird.


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1 Antwort zu Daten von LG, Xeros und Intel geleaked, Canon von Ransomware befallen


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  2. Sansor sagt:

    „Blackbaud zahlte das Lösegeld (in ungenannter Höhe) und erhielt ‘die Bestätigung, dass die Daten vernichtet worden waren’.“

    Gaunerehrenwort oder was? Wer‘s glaubt wird seelig.
    Das zeigt wieder einmal, dass sensible Daten nichts in der Cloud verloren haben.

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