Klage wegen DSGVO-Verstößen gegen Oracle und Salesforce

Paragraph[English]Die beiden US-Firmen Oracle und Salesforce werden von einer Gruppe, die sich für den Schutz des Verbraucherdatenschutzes einsetzt, vor einem Gericht in Amsterdam wegen Datenschutzverletzungen verklagt. Der Vorwurf: Die beiden Firmen sammeln Benutzerdaten ohne deren Zustimmung und verkaufen die Daten im Anschluss an Dritte.


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Ich bin über nachfolgenden Tweet auf diesen Artikel zum Sachverhalt aufmerksam geworden. Eine Gruppe, die sich für den Schutz des Verbraucherdatenschutzes einsetzt, hat eine Klage gegen die amerikanischen Unternehmen Salesforce und Oracle wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Gesetze der Allgemeinen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU eingereicht.

Das Privacy Collective gibt an, dass die Unternehmen die persönlichen Daten der Nutzer ohne deren proaktive Zustimmung sammeln und sie dann ohne deren Wissen an andere Unternehmen versteigern. Die Gruppe geht davon aus, dass die Klage die in Kalifornien ansässigen Unternehmen bis zu 10 Milliarden Dollar an Bußgeldern kosten könnte.

Am Freitag wurde die Sammelklage in Amsterdam eingereicht. Es handelt sich dabei um die größte Sammelklage wegen eines angeblichen Verstoßes gegen DSGVO (GDPR) in der Geschichte der Niederlande. In der Klage wird eine Zahlung von 500 Euro für jeden Nutzer gefordert, der nicht in die Nutzung seiner sensiblen persönlichen Daten eingewilligt hat. Eine ähnliche Klage wird im Laufe dieses Monats vom Privacy Collective beim High Court in London eingereicht werden.

Details zum DSGVO-Vorfall

Das Privacy Collective behauptet, dass die beiden Technologieunternehmen Cookies von Dritten, Bluekai und Krux, verwendet haben, um die persönlichen Daten von Verbrauchern zu missbrauchen. Die Cookies, die auf mehreren Websites, einschließlich Ikea, Twitch, Dropbox, Booking.com und Comparethemarket, gehostet werden, werden für dynamische Anzeigenpreisfindungsdienste verwendet.

Das Privacy Collective gibt an, dass Oracle und Salesforce an persönlichen Daten festgehalten haben, deren Weitergabe die Verbraucher nicht proaktiv zugestimmt haben, und einen uneinheitlichen Ansatz zur Sicherung vertraulicher Informationen verfolgt haben. In der Klage werden die Unternehmen ferner beschuldigt, den Verkauf durch schädliche Anzeigen zu erleichtern.

Dem Datenschutzkollektiv zufolge verkaufen beide Unternehmen Profile, die aus den persönlichen Daten, die sie von Benutzern gesammelt haben, erstellt wurden, ohne Wissen oder Zustimmung der Benutzer über Echtzeit-Ausschreibungen an andere Unternehmen.

Firmen weisen die Anschuldigung zurück

Oracle-Jurist Dorian Daley sagt dazu: „Oracle spielt keine direkte Rolle im Echtzeit-Ausschreibungsverfahren, hat einen minimalen Daten-Fußabdruck in der EU und verfügt über ein umfassendes Programm zur Einhaltung der GDPR [Datenschutz]“.


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Ein Sprecher von Salesforce sagte: „Salesforce stimmt den Anschuldigungen nicht zu und will zeigen, dass sie unbegründet sind. Unser umfassendes Datenschutzprogramm bietet Tools, die unseren Kunden helfen, die Datenschutzrechte ihrer eigenen Kunden zu wahren.

Salesforce ist ein amerikanisches Cloud-basiertes Softwareunternehmen mit Hauptsitz in San Francisco. Oracle Corporation ist ein amerikanischer multinationaler Computertechnologie-Konzern, der vom Hauptsitz in Redwood Shores aus operiert. Mal schauen, wie diese Klagen ausgehen.


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