US-Geschäft von TikTok wohl an unbekannten Bieter verkauft

Wie es ausschaut, hat der chinesische Eigentümer von TikTok, die Firma Bytedance, einen Bieter für seine Geschäfte in den USA, Neuseeland und Australien ausgewählt und könnte das Geschäft bereits am Dienstag bekannt geben. Zu den Bietern gehören Microsoft, in Partnerschaft mit Walmart, und Oracle. Der Verkaufspreis wird sich voraussichtlich zwischen 20 und 30 Milliarden Dollar bewegen.


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Ich hatte ja im Artikel ByteDance will Tiktok in den USA verkaufen über Verkaufsverhandlungen von Bytedance mit US-Firmen berichtet. Hintergrund ist, dass Chinas ByteDance, der Eigentümer von TikTok, dem durch US-Präsident Trump aufgebauten Druck nachgibt. Das Unternehmen erklärte sich mit dem Verkauf seiner US-Geschäftsanteile an ein US-Unternehmen einverstanden.

In diesem Artikel meldet nun CNBC, dass TikTok bezüglich seiner Geschäfte in den USA, Neuseeland und Australien an einen Bieter geht. Das berichten Leute, die mit der Situation vertraut sind. Die Ankündigung wird für nächsten Dienstag erwartet.

Allerdings könnte das Geschäft durch die chinesische Regierung blockiert oder verlangsamt werden. Denn die chinesische Regierung hat ihre Technologieexportliste am Freitag um die von TikTok verwendete Technologie künstlicher Intelligenz erweitert. Die chinesische Muttergesellschaft von TikTok, Bytedance, teilte am Wochenende mit, dass sie eine Lizenz von der chinesischen Regierung benötige, bevor sie an ein US-Unternehmen verkaufen könne.

Die US-Regierung droht dagegen, TikTok in den USA zu verbieten, wenn es nicht bis zum 20. September an eine US-Firma verkauft ist. Zudem haben Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, berichtet, dass eine Technologiefirma das Geschäft leiten soll. Alphabet und SoftBank zogen sich dann zurück, und Walmart ging bei dem Angebot eine Partnerschaft mit Microsoft ein. In diesem Szenario wäre Walmart ein Minderheitseigentümer von TikTok. Das Ganze bleibt also spannend.


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5 Antworten zu US-Geschäft von TikTok wohl an unbekannten Bieter verkauft

  1. deoroller sagt:

    Die Chinesen werden etwas tun, um ihr Gesicht nicht zu verlieren, aber den Verkauf letztendlich nicht stoppen, weil die US-Administration sich sonst nicht weiter zerlegen und diskreditieren kann. Es kommt ja noch die Forderung, dass Geld für den Verkauf in die US-Staatskasse zu zahlen sei, was wohl als illegal angesehen wird, wenn man sich nicht auf die Seite von Gangstern stellen will.
    Die US-Regierung habe den Verkauf ermöglicht und wolle dafür belohnt werden. Für was würde man das bezeichnen?

    • Onkel Hotte sagt:

      Ich glaube der Trump-Administration ist mtlw alles egal und die Methoden der US Regierung ist ohnehin nicht selten als halbseiden zu bezeichnen.
      Mich wundert allerdings das China TikTok so mir nichts dir nichts hergibt oder es so erscheint. Hätten die es nicht drauf ankommen lassen sollen und vor Gericht ziehen können? Mit welcher beweisbaren Begründung sollte ein Verkauf forciert werden? Also offiziell, was inoffiziell der Grund ist wissen wir ja.
      Oder warum macht TikTok nicht eine „geheime“ US Firma auf und lässt das kaufen?
      Früher oder später wird sich facebook das unter den Nagel krallen, sofern es noch „cool“ ist.

  2. Dat Bundesferkel sagt:

    (…) dass eine Technologiefirma das Geschäft leiten soll (…)
    Wen überrascht es? Jetzt wird durch die US-Regierung nämlich genau das praktiziert werden, was man China vorgeworfen hat. So läuft es schon ewig im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Trump ist zwar eine begehrte Zielscheibe und äußerst unsympathisch, aber es würde sich durch einen Wechsel des Präsidenten nichts ändern. Obama hat Mist gebaut, Bush hat Mist gebaut… das reiht sich wie eine Perlenkette ein (wobei ich Obama als charmantesten Präsidenten in Erinnerung habe).

    Wie auch immer, Amerika überlebt sich gerade und es ist nur ’ne Frage der Zeit, wann China den Spieß umdreht.

    Aber zum Thema… TikTok… *brrrr*, muß man mögen. Ich mag’s nicht.

    • Onkel Hotte sagt:

      Nein, man muss TikTok nciht mögen, ist auch nix für mich älteren Sack. Aber das jetzt auch die EU einen auf Daten- bzw Jugendschutzoberaufseher macht ist mehr als peinlich und riecht etwas. facebook und Co machen trotz DSGVO unbehelligt weiter aber tiktok ist der Oberböse in der Welt nur weil es aus „Scheina“ kommt. Lächerlich.

    • debaseno sagt:

      der Unterschied ist: Obama war nicht derart offen + gefährlich dumm-faschistoid! Und dann ooch noch mit einem (offensichtlichen) Pinsel des derben Schwachsinns auf der Rübe. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied. sowas wählt man a. erst gar nicht, lässt es b. nicht mal in die Nähe von Entscheidungskompetenz. Never!
      Guantanamo ist kein Argument in dem Zusammenhang, da nicht von Obama verbrochen – und nicht ganz einfach, es zu deaktivieren. = keine Relativierung.

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